Veganer sind Mörder!

Ich konnte neulich in der ForestFinest 2/2014 lesen, dass es erstaunlicherweise erst jetzt gelang, Pflanzen eine messbare Intelligenz nachzuweisen.

Näheres dazu hat das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) unter http://www.ufz.de/index.php?de=32467 veröffentlicht.

Nicht zuletzt darum konnte ich mir folgendes Phänomen meiner Umwelt einfacher erklären:

Die Haselnuss wirft ja all-herbstlich ihre Nüsse vom Baum. Die meisten einfach vom Boden aufzulesen und rund und braun, wie man sie mag. Einige jedoch haben noch ein wenig Blattwerk/Grünzeug/Nusshalter dran. Alle Nüsse mit Schmuck sind leer. Für einen Parasiten oder sonstiges Getier, welches ggf. der Pflanze schadet nicht auszumachen. Ist dies vielleicht eben auch ein solch intelligentes Verhalten?

Zu was führt uns das? Ist das Essen von Pflanzen auch nicht so unbedenklich oder zeigt das am Ende etwa, dass die Bedenken gegen Fleischkonsum völliger Mist sind? Der gemeine Frutarier vielleicht der einzige Gutmensch?

Ich habe da definitiv noch keine Antwort für mich gefunden aber es hat mich nicht zuletzt zu diesem Artikel bewogen, weil es mir doch zeigt, dass zum Thema Ernährung noch nicht der letzte Satz gesprochen wurde.

Lass uns mal über Menschenrechte reden…

Warum? Heute ist Blog-Action-Day 2013. WTF?

Ja, schon lange her, da waren Blogs das Web 2.0 und etwa von damals stammt die Idee, dass es doch total cool wäre, wenn man es schaffen würde, dass die echte Welt auch mal was von dem ganzen Internet mitbekommen würde. Man dachte sich also, wenn ganz viele Leute überall auf der Welt über ein Thema an einem Tag reden, dann müsste das doch jemand hören und vl. sogar beachten.

Das zur Theorie. Die Praxis zeigt: Ganz so einfach ist das nicht.

Schade eigentlich aber auch nicht unverständlich, denn das Internet bestimmt zwar schon viel aber Gott sei Dank auch noch nicht unser ganzes Leben.

Nun aber zum Thema. Heute wollen also ganz viele Blogger auf der Welt zum Thema Menschenrechte reden. Wie immer ein „einfaches“ und konkretes Thema das sich die Leute vom Blog-Action-Day da ausgedacht haben.

Die Menschenrechte, was ist das eigentlich? Wikipedia meint dazu: „Als Menschenrechte werden subjektive Rechte bezeichnet, die jedem Menschen gleichermaßen zustehen. Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind. Die Idee der Menschenrechte ist eng verbunden mit dem Humanismus und der im Zeitalter der Aufklärung entwickelten Idee des Naturrechtes.“ Klingt ja nicht schlecht, wenn auch (ver-)alt(tet?), denn sie sind ja schließlich aus der Zeit der Aufklärung.

Deutsch: Straße der Menschenrechte, Nürnberg
Deutsch: Straße der Menschenrechte, Nürnberg (Photo credit: Wikipedia)

Menschenrechte werden heute, sowie damals, mit Füßen getreten, wo es nur geht bzw. sie eben grad im Weg stehen. Nichtsdestotrotz stellen sie aus meiner Sicht einen elementaren Grundstein unserer Gesellschaften dar auf dem wir bauen sollen und müssen, damit es mit der Menschheit im Ganzen vorangeht. Und zwar nicht nur zeitlich immer weiter ins Verderben, sondern in eine bessere Zukunft.

Somit zählen Menschenrechte für mich auch zu den wenigen Dingen, für dich ich jederzeit und wohl bedingungslos auf die Straße gehen würde, wenn es gilt diese zu verteidigen.

So schreibt zwar Wikipedia von subjektiven Rechten, jedoch halte ich diese gerade für sehr objektiv, denn es sollte keine Meinung sein ein Menschenrecht zu akzeptieren oder nicht und es muss auch das Ziel der Menschheit sein die unterschiedlichen Auffassungen darüber, was ein Menschenrecht ist, zu überwinden.

Was bleibt? Die Worthülse „Menschenrechte“ ist sehr groß und ich habe sie nur mal ein wenig mit meiner hetzerischen Meinung gefüllt. Werde ich damit die Welt retten oder verändern? Nein, aber dem Zaungast habe ich damit mal wieder ein bissel mehr über mich preisgegeben und vielleicht sogar Menschen mit dem Glauben an die Macht vom Web 2.0 ein wenig zum erreichen höherer Ziele verholfen 😉

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Velvet – Nachruf

Die Band ist hatte nie großen überregionalen Erfolg und ich würde ihr auch nicht unbedingt zusprechen, dass sie diesen verdient hätte. Doch bevor sie für immer in Vergessenheit gerät sei ihr hier mal hinterhergerufen, denn schon sie bei Google zu finden (ich nehme das mal als Referenz) ist nicht einfach, wenn nicht sogar inzwischen ausgeschlossen (ausgenommen hier irgendwelche schwer zu durchsuchenden Internetarchive).

Velvet… Ich habe genau ein Titelloses Album der 3-4 Mann Combo, welche mich mit ihren Stücken in etwa um die Jahrtausendwende erfreuten.

Nicht ganz ohne Selbstironie wohl der Titel „10 Seconds“ (Spieldauer 0:07) zu erwähnen…

Gelungen waren auch jeden Fall „Mushroom poisening“ und mein Highlight „Vladimir“. Nicht schlecht war „Wrong enemy“.

Was ist aus ihnen geworden, was waren sie? Eine (Punk-) Rock Band, wie aus dem Buche. Miese Soundqualität, kombiniert mit Spaß und teilweise Talent. Zenit nach max. 1-2 Jahren überschritten und im Anschluß in anderen „Projekten“ verloren.

Die CD (kein Album, schlicht nen gebrannter Rohling, den es nach nem Konzert, ich glaube sogar konstenfrei, gab) bleibt auf jeden Fall im Schrank, schon wegen „Vladimir“ und den damit verbundenen Erinnerungen 🙂

Bloodhound Gang

Gähn, bin mal wieder über meinen eigenen Blog gestolpert und dabei mal in der verstaubten Ecke meines Zimmers CD’s gefunden über die ich mich mal äußern wurde.

Hefty Fine
Hefty Fine (Photo credit: Wikipedia)

Nun ja, da bloggen etwa so in ist, wie kabelgebundenes Telefonieren will ich meine Kritiken/Äußerungen mal nicht auf eine einzelne CD sondern auf ganze Bands beziehen. Das spart mir Arbeit, entspricht mehr dem, was ich machen will und spart meiner geneigten Leserschaft unnötig viel Zeuch aus meinem Kopf über sich ergehen zu lassen. Wir leben ja schließlich im 21. Jahrhundert und da sind Texte > 140 Zeichen eher eine Zumutung als eine Informationsquelle.

Die Bloodhound Gang also. Ich habe hier im konkreten die CD „One Fierce Beer Coaster“ vor mir. Bin mir aber sowohl bewusst, dass die Band mehr als diese CD heraus gebracht hat, als auch kann ich von mir behaupten durchaus auch andere Stücke ausser eben dieser CD zu kennen.

Ich mag die Jungs. Das erwähnte Album würde ich nichtmal als das Beste bezeichnen, denn wie so oft, sind die Alben vor dem Durchbruch einer Band, interessanter und manchmal sogar besser. Sicher enthält „One Fierce Beer Coaster“ einige Klassiker wie

  • Kiss Me Where It Smells Funny,
  • Fire Water Burn,
  • Lift Your Head Up High (And Blow Your Brains Out) und
  • Why’s Everybody Always Pickin‘ On Me.

Diese machen das Album auch absolut empfehlenswert, jedoch dann zu sagen, man würde die Bloodhound Gang kennen ist denke ich etwas zu gewagt. Das Album ist doch sehr Mainstream und Pop lastig. Ebenso das folgende Album „Hooray For Boobies„.

Along Comes Mary
Along Comes Mary (Photo credit: Wikipedia)

Schöne Anekdoten der Band gibt es z.B. im zugehörigen Wikipedia-Artikel nachzulesen. Der auch mal wieder eine kleine Aktualisierung verdienen könnte… Denn vielleicht wohnt ja z.B. Evil Jared gar nicht mehr in Berlin.

Fazit? Ich finde die Band absolut solide und hörenswert auch wenn ich zum „neuen“ Album (2010, „Show Us Your Hits“) bewusst noch keine Äußerung machen kann. Rockmusik, die garantiert mal einen unvergesslichen Konzertbesuch mit sich bringen könnte. Dieses Vergnügen hatte ich nämlich bislang noch nicht wissentlich.

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Web 3.0

Hab grad den aktuellen Fluter “Ich bin dann mal web” gelesen. Wie fast immer, sehr gelungen.

Nachdem ich vor ca. drei Wochen sämtliche change.org und Derivate und Newsletter von div. Umweltschutzgruppen oder sonstwas gelöscht bzw. abgemeldet habe prophezeie ich mal: Facebook wird in 3-5 Jahren spätestens das gleiche Schicksal erleiden, wie StudiVZ, wenn da nicht noch was ganz großes passiert.

Ich habe es einfach nicht mehr geschafft die Newsletter, welche irgendwie auch immer öfters kamen zu lesen bzw. der Informationswert darin beschränkte sich auf fast nichts.

Ebenso Online-Petitionsplattformen fernab der Offiziellen. Wann bewegen die schon mal echt was in unseren Breitengraden? Ich denke da kann das Netz ein Weg aber eben nicht der Weg sein, der zum Erfolg führt. Und das Aktivistengewissen ist irgendwie auch nur eine Lüge an sich selbst gewesen. Ich bin ja ach so “aktiv” und “dagegen”, wenn ich da nur ab und an mal wo rauf klicke. Nix is man!

Der Mehrwert von Facebook und die damit zwangsläufig verbundene Kombination von beschränkt privaten mit Unternehmensinteressen ist für mich als “Kunden” schon längst schwer messbar geworden. Es ist vielmehr eine zeitgemäße Zeitverschwendung geworden sich Posts/Einträge/Likes und sonst was von “Freunden” durchzu”lesen”.

Auch wenn ich für mich selbst noch nicht soweit bin das ich mein FB-Profil löschen würde, so bin ich doch immerhin gedanklich dem ganzen ein Stück näher gekommen.

Aber was dann? Wie mit alten Freunden “treffen” bzw. “Kontakt” halten? Wie sich schnell, einfach und unkompliziert organisieren? Vl. wird das ja was: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Universitaet-Paderborn-entwickelt-P2P-Facebook-1819836.html

Fakt ist, der Mensch ist wohl nicht so dumm, dass er auf Dauer sein “ich” Konzernen schenken wird, die bald täglich ihre AGBs ändern, hoffe ich. Was fehlt ist der erste große Fehler/Missbrauch (sicher wird es den im “kleinen” Stil auch schon gegeben haben).

Warten wir’s ab!

Nachtrag: Meine Vorahnung scheint sich langsam bzw. schneller als erwartet zu erfüllen, siehe http://heise.de/-1834977.

Nachtrag 2: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-facebook-und-nsa-a-919478.html

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Das Buch von Gott – Die Bibel als Roman

Über 900 Seiten (Autor: Walter Wangerin) und damit dem Original/der Vorlage gar nicht mal so weit weg, kurz um, dass dickste Buch, dass ich je gelesen habe. Und was soll ich sagen? Es ließt sich, wie ein Roman und das überrascht dann trotzdem ein wenig. Spannend, aufregend, fließend. Das Buch ist tatsächlich nicht langweilig, was man von der Vorlage sicher auch nicht sagen kann, diese jedoch ließt sich weitaus schwieriger, zumindest für mich.

Worum geht es also? Es ist der, wie ich finde gut gelungene, Versuch die Bibel als Roman in einem mehr oder minder durchgehenden Fluss zu erzählen. Gerade im Alten Testament ist das sicher nicht immer einfach aber es gelingt tatsächlich.

English: Woodcut for "Die Bibel in Bilder...
English: Woodcut for „Die Bibel in Bildern“, 1860. Siebter Tag, Gott ruht. Deutsch: Holzschnitt aus „Die Bibel in Bildern“, 1860. Français : Gravure en bois pour «Die Bibel in Bildern», 1860. Português: 7º dia: Deus abençoa, descança e santifica o sétimo dia. (Photo credit: Wikipedia)

Höhepunkt ist dann „trotzdem“ das Neue Testament. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickpunkten erzählt (Jünger, Maria, Weggefährten). Dabei wird versucht eine gute Mischung aus originalem Text und historischen Analysen/Fakten zu suchen.

Der Roman schafft es sich stets mitten in den gut bekannten Geschichten zu fühlen und man gewinnt so viele neue Denkideen. Nicht nur wegen der anderen Perspektive und Sprache, sondern auch aufgrund der nachvollziehbaren bzw. erklärten Handlungen.

Ich denke das Buch kann einen an das Original heranführen bzw. nimmt die Hürde davor. Man bekommt Lust auf mehr und auf die echte Fassung.

Ich gebe zu, mir fällt es grad schwer hier Begeisterungsstürme loszubrechen aber das Buch lohnt sich wirklich. Einzige Voraussetzung ist der Wunsch, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und ein wenig Textkenntnis macht es leichter, sich auf den Verlauf der Story zu freuen. Man ist quasi während des Lesens von Kapitel 1 bereits gespannt, wie es im 5. Kapitel weitergeht, da man ja die Geschichte grob schon kennt. Interessanterweise wird es dadurch nicht langweiliger sondern eben durchaus spannender. Wer will -> Viel Sapß!

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Eins Zwo – gefährliches Halbwissen

Wenn ich wüßte, warum ich diese CD mein eigen nennen darf, würde ich es sagen…

Deutscher Hip-Hop in Reinform. Aber ganz im Gegensatz zu Freundeskreis in einer deutlich entspannteren Art und Weise.

Echt entspannter nicht zu ernsthaft textlastiger Hip-Hop, eben so wie, er früher war 🙂 Leichtes Kopfnicken stellt sich unmittelbar nach start der CD automatisch ein.

Auch diese Band ist inzwischen Geschichte aber sie war es echt Wert. Im Schatten anderer Größen selbst groß geworden, um dann aber auch bald sich wieder anderen Dingen zu widmen.

Das Problem, aus meiner Sicht bleibt bei Hip-Hop eben, dass ich es echt nicht länger als 30 – 60 Minuten am Stück hören kann. Dann ist das irgendwie zu anstrengend…

Was bleibt? Entspannung, ein Kasten guter Laune und schwelgen in Erinnerungen.