Athen 2007 zu Besuch bei Stephan

am zweiten wochende im januar diesen jahres war es dann endlich soweit: athen wir (ich und martin) kommen!

stephan studiert da ja grad mal nen semester und da lag es nun nahe ihn auch mal in seiner aktuellen wahlheimat zu besuchen.

athen ist aussergewöhnlich, soviel kann man sagen. sehr gut anzusehn und angenehm temperiert. die lage am meer tut ihr übriges.

Athen 2007 zu Besuch bei Stephan

lediglich ein kritikpunkt bleibt bei mir tatsächlich hängen: da is zuwenig los! allerdings muss man bedenken, dass ich hier mit dem gewohnten berliner nachtleben zu vergleichen versuche…

Liebe braucht keine Ferien

nun ja, gestern war es mal wieder soweit: ich ging ins kino!

zu sehen gab es den in der überschrift benannten titel. ein hollywood stück von 2006. offiziell in der kategorie komödie angesiedelt und mit einer laufzeit von etwa 135 minuten.

tja bis auf das es für mich vielleicht der falsche film zur falschen zeit war, kann man wohl auch allgemein sagen, dass die kategorie liebesschnulze nicht vorhanden ist und nur deswegen der film nicht darin enthalten ist.

die story ist kurz erzählt: zwei frauen sind gerade in ihrer heimat (england und usa) in liebeskummer versunken/gekränkt worden/unglücklich verliebt. daraufhin beschließen sie kurzerhand, unmittelbar vor weihnachten die häuser für 14 tage zu tauschen. mal auspannen eben…

die frauen: eine eher normal, arbeitend, kleines haus mitten im nichts von england. die andere besitzt ihre eigene kino-film-trailer firma und lebt dementsprechend gut und wohnt in einer villa in l.a..

was dann kommt is hollywood…beide finden über umwegen bzw. ganz direkt jemanden, der die alte liebe ersetzt. und zum schluss gibs nen happy end…gähn…

fazit: als komödie eine schnulze tarnen hat nur bedingt geklappt. es gibt zwar in der tat etwa 3 kurze lacher, allerdings muss ich ehrlich sagen, dass da dann auch kaum ein anderer gelacht hat…also ich finde es ist weder ne gute schnulze, noch nen gute komödie…wenn angucken, dann auf die dvd warten!

Gott und die Welt

klingt krass, is es auch. das buch, welches eine interviewreihe von peter seewald mit dem amtierenden papst benedikt xvi. bzw. ehemals joseph ratzinger beinhaltet.

fast 500 seiten lang ist das interview, welches stattgefunden hat, bevor j. ratzinger papst wurde und das auch theoretisch nur erahnen konnte. er war damals in einer funktion als hüter des glaubens der katholischen kirche, jedoch schon im mit höchsten amt, welches man neben dem papst haben kann.

was zunächst wie eine theoretische abhandlung von trockenem kirchenallerlei klingt, entwickelt sich auf den ersten seiten schon zu einem spannenden interview. der weltliche p. seewald fragt fragen, welche jeden interessieren ob christ oder nicht. die antworten stellen nicht immer zufrieden, weil sie doch nicht immer mit der eigenen konform gehen, aber es ist stets klar verständlich was gesagt wird.

das buch hilft die kirche ein stück weit zu verstehen. man findet antworten auf fragen des lebens, z.b. "was ist der sinn des lebens?". auch kritische themen, wie homosexualität oder verhütung werden besprochen. dazu alltägliches wie "warum läßt gott soviel leid zu?".

ich selbst würde mich nicht als erzkatholischen menschen bezeichnen und bin sicher kein vorzeigechrist, obwohl ich nach lesen des buches doch ein wenig hoffnungsvoller bin :) und gerade deshalb oder auch trotzdem habe ich es mit begeisterung gelesen und kann JEDEM, christ oder nicht empfehlen es zu lesen. alles was man tun muss ist sich im klaren sein, dass dies kein spassiger roman ist und man sich auf die thematik einlassen muss. tut man dies, so findet man in dem buch eine art lexika für ein leben mit gott und der welt.

für alle christen eignet sich das buch anbei bestens um eine diskussionsgrundlage zu haben um seinen glauben zu verteidigen, falls nötig, und dabei gleichzeitig um ihn zu festigen.

bharati

gestern war mal wieder ein kulturevent fällig. aufgrund des aktuellen booms und der nicht vollständigen abneigung diesem trend gegenüber ging es also zu bharati.

wer blind durch berlin fährt weiss jetzt nicht direkt was mit dem namen anzufangen deswegen: bharati – "Das größte Bühnenspektakel der Gegenwart – Auf der Suche nach dem Licht"

naja das licht sucht da natürlich niemand und warum man ein musical aus indien jetzt bühnenspektakel nennt weiss ich auch nicht aber: es lohnt sich!

ja das geld, welches nicht ganz wenig is (ca. 40 – 70€ je nach preiskategorie), macht sich bezahlt. alles was man sein sollte, ist ein wenig offen für die indische musik und dann macht das ganze schon spass.

die story, welche jedoch mehr als rahmenhandlung zu bezeichnen ist, befasst sich mit dem thema nahezu jeden bollywood streifens. ein paar findet über umwege zu einander…gott sei dank ist diese "spannende" geschichte aber völlig nebensache und auch unwichtig bei bharati. ganz zu schweigen davon, dass es mir am ende schwerviel auszumachen, wer denn nun den kampf um die geliebte gewonnen hatte…aber wie gesagt, story ist unwichtig.

das bühnenspektakel ist eine grosse (teilweise ca. 50-60 leute auf der bühne), musikalische (5 sänger und ca. 10 leute an instrumenten) tanzshow. die musik, welche einem sehr vertraut vorkommt, wenn man zumindest in letzter zeit mal einen club besucht hat, welcher nur im ansatz indische musik spielt, wird auf mehr oder minder traditionellen indischen instrumenten live gespielt. dazu singen ebenfalls live 5 solisten. die stimmen fand ich klasse. man traut diesen, doch für europäische verhältnisse, relativ kleinen leuten eine solche stimmgewaltigkeit gar nicht zu. ich fand die gesangsleistung somit am besten von allem.

die show, also die sehr gut synchronisierten tänze der protagonisten, war ebenfalls gut und optisch stets durchaus ansprechend.

der gesamte abend ist in zwei teile, durch eine etwa 20 minütige pause getrennte, zerlegt. nach ende der pause, kommt der, wie ich finde, schwächste teil der show. hier wird ein, nicht zu handlung passender ausflug, nach bollywood der neuzeit gemacht…naja ist wohl als werbung zu verstehen das ganze. dadurch entstand bei mir kurz der gedanke, dass ganze wird etwas langatmig. schade, denn ohne diese "einlage" wären die ca. 120 minuten show ohne ein aber…

stattgefunden hat das ganze für mich im berliner icc und dort kann man von allen verkauften plätzen gut sehn und bekommt auch alles mit. wer noch zeit und geld hat und sich vorstellen kann sowas gut zu finden, dem empfehle ich hiermit noch schnell sich karten zu besorgen (oder abendkasse nutzen) und hinzugehen. es lohnt sich!

Good Night and Good Luck

George Clooney präsentiert uns eine film über das fernsehen um 1950 in den usa. ein bisschen präsentiert er auch sich selbst, denn er ist produzent, autor und schauspieler in dem film.

dabei kommt etwas raus, was meines erachtens man hätte vor 20 jahren zeigen können. komplett in schwarz-weiss, 93 minuten lang (und das kommt einem wesentlich länger vor) und auch ein wenig langweilig ist dieses der kategorie drama zuzuordnendes werk.

fernsehen setzt sich mit aktueller tagespolitik kritisch auseinander…heute immernoch eine ranerscheinung, damals aber regelrecht aufsehenserregend. naja leider war das alles mal ganz spannend, is es aber nicht mehr.

fazit: der film mag für amerikaner noch recht interessant sein, aber für den normalen europäer ist er nichts. kaum spannung, wenig handlung und somit eine schwarz-weiss dokumentation, welche wahrscheinlich wenig echte fakten dokumentiert.

Chaos

bei diesem film ist der name programm. bis zum ende verstand ich nicht ganz worum es eigentlich geht…was durchaus negativ zu verstehen ist.

die ca. 105 minuten des films, welcher nur auf dvd erschienen ist sind nur sehr bedingt spannend. nicht zu verwechseln übrigens ist der film mit dem gleichnamigen japanischen epos.

trotz einem, mir sehr beliebten schauspieler, Jason Statham kann der film nicht überzeugen. es ist einfach zu verwirrend und irrsinnig das ganze. jeder ist angeblich täter und opfer, alle jagen sich gegenseitig, tote leben wieder und eigentlich is das ende zumindest teilweise schon nach ca. der hälfte der zeit absehbar…

fazit: nicht angucken, lohnt sich absolut nicht.

Ghetto Gangz

ich folgte glaube ich einem tip eines freundes, als ich mir diesen film organisierte und letztendlich auch ansah.

eine durchaus gute dvd, welche da gepresst wurde…ein französischer action-film, welcher sich mit filmen ala "the transporter" messen kann. etwas schneller vielleicht, sofern das möglich ist.

sehr sportliche leute kämpfen sich durch einen pariser vorort der zukunft. abgeriegelt vom rest der welt, sich selbst überlassen. das resultat sind privatarmeen und banden, welche die gebiete unter sich aufteilen.

der held und sein späterer kompane retten im verlauf des film ca. 2-5 millionen menschenleben, weil sie eine bombe vor dem hochgehn bewahren. bis sie das schaffen gehen etwa 100 leute durch prügel und schüsse drauf…aber immer recht gut gemacht, nie langweilig…find ich.

wer "house jumping" mag, jene extrem sportart, wo man über/unter/an/durch häuser rennt und keine hindernisse kennt, wird diesen film lieben. hordenweise begegnet man hier mehr oder minder begabten leuten dieser sportart. allen vorran natürlich der hauptdarsteller.

die 82 minuten, dieses französischen films von 2004, vergehen schnell. eine anpöbelei, schiesserei oder prügelei kombiniert mit explosionen und verfolgungsrennen folgt der nächsten.

fazit: wer sowas mag, bekommt gute unterhaltung und spass. alle anderen: finger weg.

The Da Vinci Code

ich habe mir gerade mal diesen film auf dvd angeschaut…

ich finde es wird eine durchaus spannende, wenn auch etwas zu lange (148 min) geschichte erzählt. der aufwind den der film erlebt hat ist mir jedoch nicht ganz verständlich. lediglich als werbeaktion kann man ihn verstehen, da doch sehr deutlich ist, dass dies die verfilmung eines romans ist.

über die wahren hintergründe und den roman in der buchfassung kann ich bislang nichts sagen, da sie mir unbekannt sind, jedoch denke ich läßt sich festhalten, was auch der film als aussage enthält, denn ob jesus nun gott oder mensch war und familie hatte oder nicht, ändert nichts an dem fakt das er etwas besonderes war und die welt verändert hat und auch noch mitgestaltet.

in so fern muss denke ich jeder für sich selbst entscheiden, ob und in wie weit er dem ganzen glauben schenken mag.

fazit: ein ansehnlicher thriller aus dem jahr 2006 ist "The Da Vinci Code", jedoch nicht mehr und nicht weniger!