Beiträge vom Februar, 2007

Popmusik aus Berlin

Mittwoch, 28. Februar 2007 10:28

an dieser stelle möchte ich einmal neue musik aus berlin vorstellen. bislang den meisten wohl völlig unbekannt entstand diese musik, welche bislang auch nur 3 titel umfasst, in zusammenarbeit von einer freundin von mir namens Freya und einem bekannten von ihr.

alle drei stücke ordne ich einfach mal als deutsch-pop ein. d.h. eine gesangsstimme wird begeleitet von elektrisch erzeugter popmusik.

zunächst der titel “Wir fliegen fort“. er ist definitv der frischeste von allen. peppig, frech und gute laune verbreitend. es geht ums fortfliegen zu einem unbekannten ort. ja, über themen läßt sich streiten, jedoch das genre kritische popmusik ist wohl auch nicht umsonst nahezu unbekannt. also ausreissen, abhauen, wegfliegen zu neuen ufern…wer träum nicht davon im alltagsgrau? einziger verbesserungsvorschlag: die elektrische “aufarbeitung” von der textstelle “wir fliegen fort” nach ca. 1 minute spielzeit. der rest klasse!

Irgendwann” werd ich dich finden…nicht nur das thema, sondern auch der text und die melodie sind wesentlich getragener und ruhiger als der erste titel. es geht um das alleine sein, auf der suche nach jemanden für den das ganze leben einen sinn macht. ein rundum gelunger song, wie ich finde.

der dritte und letzte mir bislang verfügbare titel “Für eine Nacht” handelt vom miteinander glücklich sein für eine nacht, also dem trendphänomen one-night-stand. die frage ob man sich danach jemals wiedersehen sollte/könnte oder nicht. eine frage, welche meist unbeantwortet bleibt, was dem lied den nachdenklichen charakter zuteilt. ansonsten ist es recht peppig und fröhlich. mein kritikpunkt ist das “instrumenten-solo” bei ca. 2 minuten, das und die zeit danach sollte man u.u. nochmal überdenken.

alles in allem, finde ich, es ist gute, hörbare popmusik. deutsche texte erfordern mut, machen das ganze aber viel verträglicher, im gegensatz zu bekannter englischsprachiger popmusik. leider ist alles, u.u. aufgrund der mangelnden technik oder vermögens noch nicht ganz satt im sound, was leider auch die klasse stimme nicht ganz zur geltung bringt. sind jedoch diese kleinigkeiten aus dem weg geräumt, steht dem ganzen ein radio-debüt, meines erachtens, nichts mehr im wege. also weiter so!

Thema: Musik | Kommentare (0) | Autor: derhecht

zivilcourage!?

Mittwoch, 28. Februar 2007 10:18

gestern abend, ca. 19.15 uhr, s bahn zwischen mahlsdorf und kaulsdorf, erster wagen in fahrtrichtung.

ich bin auf dem weg nach hause, kuchen unterm arm, etwas geschafft vom tag. die bahn ist irgendwas zwischen 10-20% gefüllt. die tageszeit bringt bereits dunkelheit mit sich. ich nehme allein in einem 4-er-sitzabteil platz. wie immer bin ich ohne handy unterwegs. der nächste erwachsene männliche mensch, welcher mir bei folgender situation helfen könnte sitzt ca. 10 m hinter mir.

neben mir im 4-er-sitzabteil sitzen zwei herren mittleren alters. ca. 40-50 jahre. der eine etwas jünger, der andere etwas älter. der junge ist ca. 190 cm gross, trägt ne graue jacke von irgendeiner no-name-firma ala "contex" oder sowas. kurze, blonde haare (haarschneidemaschinenschnitt). der alte ca. 1,60 m, ungepflegter, grosser rauschebart, verliert langsam haare mit dem resultat einer kleinen krone auf dem kopf (um ein haarloch im zentrum "ranken" haare). er trägt irgendeine olle, alte, schwarze jacke.

ich sehe beiläufig rüber und bemerke zunächst drei rucksäcke. zwei leute, drei rücksäcke? naja, mir doch egal. zwei der drei rucksäcke liegen unter ihnen auf dem boden. der eine ist geöffnet. ein "böhse onkels" aufnäher vorne drauf. marke 4you. eher ein jugendrucksack denke ich mir. die beiden sind dicht beeinander gebeugt und lassen aussenstehende kaum etwas sehen. ein geldbeutel wird geöffnet und untersucht. bankkarte, ausweise, fahrschein…dann meine ich in einem kurzen moment auf dem ausweis ein bild zu erkennen. definitv ein jugendliches mädchen ist darauf zu sehen. die sache wird mir ein wenig komisch. ich beginne zu überlegen was man tun kann…dann kommt s kaulsdorf, meine station. ich steige aus.

was kann man da alleine machen? nachher zur polizei gehen und ewig sachen ausfüllen? jmd. fragen und die beiden gemeinsam ansprechen? einfach nur polizei anrufen, was auch papierkram bedeutet? auch wenn ich es total ausschließen würde, so waren es vl. nur bekannte/vater/opa…

ich hoffe einfach mal, dass das mädel seine sachen grösstenteils wiedersieht und ihr nichts passiert ist…scheisse is es aber schon. aber was hätte mensch tun solln?

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das leben der anderen

Dienstag, 27. Februar 2007 17:12

gerade eben mit dem oscar für den besten ausländischen film ausgezeichnet. seit gestern kann ich sagen zurecht. wer ihn noch nicht gesehn hat, sollte sich diesen film schnellstmöglich antun.

der in deutschland gedrehte film handelt von einem drama, welches sich mitte der 80′er jahre in der ddr spielt. über etwa 140 minuten (!) filmzeit wandelt sich der aufrichtige und vermeindlich hartherzige stasi-lieutenant zum menschen mit herz.

beginnen tut alles mit einer theateraufführung. der autor, welcher in der ddr anerkannt und erlaubt ist, soll überwacht werden. zunächst nur um sicherzugehen, dass wirklich nichts an ihm ist, was einem verrat der republik gleichkommt. gerade im umfeld von intellektuellen sucht der staatsicherheitsdienst verstärkt nach auffälligkeiten.

der fleissige, strenge, graue stasi-lieutenant hauptmann wird mit der personen observation des autors beauftragt. dieser macht sich auch gleich mit allen standardroutinen an sein werk. nach vollständiger verkabelung der wohnung seines opfers, sitzt er tag für tag und nacht für nacht, teils mit ablösung, mit einem kopfhörer auf, auf dem dachstuhl über der wohnung und lauscht dem leben seines opfers. zunehmends baut er dabei eine beziehung zu ihm und seiner schauspielerfrau auf. letztere spielte auf der zu beginn zu sehenden theateraufführung die hauptrolle.

zunächst entdeckt er eine affäre der schauspielerin mit einem seiner chefs und zerstört diese unaufgefordert. ganz zum leidwesen seines vorgesetzten. nach dieser ersten einmischung in das leben seiner zu observierenden personen beginnen die ersten probleme. es werden ergebnisse erwartet von ihm, d.h. er soll etwas finden, was seine opfer straffällig macht. das veranlaßt ihn zusätzlich dazu, die ersten illegalen aktionen seines opfers und dessen freunde zu vertuschen. als er dann aber letztendlich schuld daran ist, dass eine republik feindliche schrift veröffentlciht werden kann, zieht sich die schlinge um seinen hals enger. mit zunehmenden zweifeln am system und den menschen, welche es regieren, entschließt er sich zu einer letzten tat, um sein opfer letztendlich zu retten…

in zeiten wie damals, auch wenn ich sie gsd nie erlebt habe, war ein echter freund wohl manchmal mehr wert, als man sich vorstellen konnte. andere menschen nicht zu verraten und dafür selbst einstecken zu müssen gehört für mich ohne frage zu den ganz grossen tugenden, welche ein mensch haben kann. auch wenn ich nicht hoffe jemals in solch eine situation zu kommen, zeigt sich doch dann erst bei manchem der wahre charakter. manche fehler kann man nicht zweimal machen und nur einige dieser art lassen sich wieder gut machen.

ich wünsche niemandem erfahrungen, wie diese, welche die personen im film machen mussten. die aufgabe der zukunft kann es von daher nur sein, solche strukturen von beginn an zu bekämpfen und laut zu werden. mensch zu sein.

der film ist nicht nur für ehemalige ddr-bürger sicher interressant, zeigt es doch den menschenfeind und -freund in der stasi. er ist jedem zu empfehlen!

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open water 2

Dienstag, 27. Februar 2007 10:20

seit ca. 3 wochen im dvd-verleih meines vertrauens und nach dem sehen des ersten teils ein grund sich auch den nachfolger anzusehn. nachfolger ist in diesem fall relativ, da der film nur aus marketing-gründen so genannt wurde und ursprünglich alleine erscheinen sollte.

die deutsche (!) produktion kam ende 2006 in die kinos. über etwa 90 minuten wird in dem thriller beschrieben, wie aus einer bootstour von 6 freunden eine horrortour wird.

die story ist kurz erzählt. 6 alte freunde treffen sich nach jahren wieder und wollen anläßlich eines geburtstages eine yacht-tour machen. die yacht gehört einem vermeindlich beruflich erfolgreichen der 6. an board beginnt nun erstmal ausgelassen party, nachdem man natürlich schön weit auf das meer gefahren ist. auch ein bad im meer steht an, welchem sich mehr oder minder freiwillig alle anschließen. dabei passiert es. man vergißt die leiter von board zu lassen, welche den einzigen einstieg ermöglicht…ab jetzt wird es ernst. nach anfänglichen versuchen an der boardwand hochzukommen, scheitert ein plan nach dem andern und auch das warten auf rettung entpuppt sich als fehler. nach und nach fordert der überlebenskampf opfer…

das ende hinterläßt ein weitaus besseres gefühl im bauch, als im ersten teil, soviel sei an dieser stelle gesagt.

open water 2 ist ein subtiler (horror-)thriller, welcher zeigt, wie schnell aus spass bitterer ernst werden kann. gleich dem ersten teil, zeigt er wie übermächtig die natur dem menschen ist und wie klein er wird im gegensatz zu ihr. wer überlebt und wer nicht, scheint eine laune zu sein…wer den ersten teil mochte, der kann auch am zweiten spass haben.

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yahoo, clever ???

Montag, 26. Februar 2007 13:44

das wachsen bzw. regelrechte sprießen der frage-antwort-portale, welche momentan sich wachsender beliebtheit erfreuen, verschafft dem online-surfer so manche freude.

so konnte ich heute bei yahoo-clever auf folgende frage stossen:

Was ist und bedeutet interlektuell? 

juchu, da hat zumindest der fragende eine antwort schon vorne weg genommen: er ist es nicht! die restlichen antworten lassen sich auch schnell ohne yahoo-"clever" ermitteln, insofern man wikipedia, duden und online-lexikas kennt.

nun ja, verdanken tun wir diese angebote wohl dem web 2.0 und sicherlich gibt es auch irgendeinen nutzen, auch wenn das ganze für mich ein themensortiertes forum auch tun würde…

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nacho libre

Montag, 26. Februar 2007 10:54

dieses we in die videoverleihe gekommen, war die "starbesetzung" dieses films ein grund mehr ihn zu sehn.

starbesetzung heißt in diesem fall, dass jack black mitspielt. der rest der schauspieler ist allenfalls insidern bekannt. die komödie von ende letzten jahres spielt in einem kloster in mexiko. in 92 minuten wird darin aus dem kleinen waisenjunge nacho der "profi"-wrestler "nacho libre", welcher für einen guten zweck kämpft.

der film beginnt in nachos jugend, wo er ins kloster kommt und seine aufgabe schon sehr früh in richtung küchenjunge abgetan wird. fortan kocht er für die anderen waisenkinder und die oberen und träumt dabei nur heimlich manchmal von einer karriere als wrestler. als er dann ca. ende 30 ist bekommt das kloster finanzielle schwierigkeiten. da beschließt nacho also "nacho libre" sich geld für das kloster, vor allem für die kinder darin, zu erkämpfen. mit hilfe eines strassenjungen aus dem dorf bildet er ein duo, welches sich zunächst sehr erfolglos durch wrestlingkämpfe schlägt. da sie aber gern gesehn werden vom publikum, bekommen sie trotzdem schon ein wenig geld zusammen.

nachdem den klosterbrüdern bekannt wird, dass nacho kämpft, wird er kurzerhand dem kloster verwiesen. nun ganz auf sich gestellt nimmt nacho noch einmal alle kraft und allen glauben zusammen…

eine nette, kurzweilige komödie. etwas zu schlechter humor, jedoch mit kurzen momenten, über welche man auch lachen kann. fürs kino definitv zu schlecht, aber für nen dvd-session allemal ok, für leute die jack black und seinem humor etwas abgewinnen können.

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achtung angriff!

Montag, 26. Februar 2007 10:31

da ist sie wieder, die terrorgefahr. endlich. ich finde wir haben lange nichts intensives gehört von unseren mitmenschen, welche ständig anschläge auf uns planen. aber nun endlich, wenn auch zunächst in england. von dort erreichen uns unglaubliche zahlen.

2000 (in worten: zweitausend) muslimische (wenn das nicht mal wichtig ist) potentielle attentäter planen wohl derzeit anschläge in grossbritannien. ALLE mit verbindung zu al-kaida und ALLE extrem gefährlich und so gut wie fertig mit den vorbereitungen. mi5, geheimdienstchefin in england, hält auch angriffe mit chemischen und atomaren waffen für möglich. na wenn das nix is!

ich würde sagen es wird höchste zeit für eine neue stufe der überwachung. mehr kameras, mehr abhörung, mehr durchsuchungen, mehr pro forma verhaftungen! alles is doch so gefährlich in diesen tagen…

und die muslime erst, alle verhaften sollte man die, prophilaktisch  natürlich erstmal nur. und dann, nachdem nachbarn, freunde, arbeitgeben von dem vermeindlichen terroristen wissen, ihn mangels beweise (gründe) freilassen. schön das leben im arsch.

an dieser stelle sollte man sich vor augen halten, dass die gefahr an lungenkrebs, alkoholvergiftung, verkehrsunfällen, lottogewinn…die liste läßt sich unendlich fortführen, teilzuhaben/sterben/gewinnen, um wohl ein vielfaches höher ist, als wenigstens nur augenzeuge eines terroraktes zu werden. das gilt zumindest für europa.

warum auch immer man uns solche angst machen will, seien es neue "schutzgesetzte" oder dem verdecken von wichitgen entscheidungen die eigentlich anstehen würden, ich finde es hochgradig schlimm! sicher ist es richtig, in "terror"-schutz zu investieren/entwicklen, jedoch sollte europa nicht die hauptziele ausser acht lassen, welche dem menschen dann doch mehr helfen sollten. integration, einwanderungspolitik, schuldenerlass, subventionen, zölle…um nur einige zu nennen… 

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“urlaub” in afrika?

Freitag, 23. Februar 2007 11:02

aus aktuellem anlass möchte ich einmal kurz von einem projekt berichten, welches sich um afrika dreht.

vor einiger zeit wurde von ein paar jungen leuten aus berlin/deutschland ein verein gegründet. er heißt volnet und kümmert sich um ebenfalls junge menschen, welche einmal freiwillig für eine ausgewählte zeit nach afrika möchten, um dort zu leben, zu arbeiten und zu helfen. im gegensatz zu anderen organisationen kostet der gesamte aufenthalt vor ort nichts und es sind lediglich die flugkosten vom freiwilligen reisewilligen zu tragen.

seit vereinsgründung (aktueller zeitungsartikel, seite 2) wurde bereits ein fast 5000 qm grosses grundstück dort, in gambia, gekauft und darauf behausungen gebaut, in denen die freiwilligen übernachten können, falls dies nötig ist. oftmals ist es aber auch möglich, direkt bei einer gambischen familie zu wohnen. die arbeit, welche einen vor ort erwartet, kann man sich weitestgehends schon von deutschland aus überlegen/aussuchen. natürlich ist diese unbezahlt, denn es handelt sich ja auch um ein freiwillgen aufenthalt.

neben den zahlreichen aktivitäten und planungen, welche zum alltag gehören, gibt es momentan ein problem, welches mir anlass gab diesen eintrag zu schreiben.

ablie, das gambische vereinsmitglied, ist krank und braucht aller vorraussicht nach eine behandlung in deutschland. wer zeit hat leist sich doch mal bitte diesen aufruf durch und guckt, ob er da nicht was reissen könnte. nicht nur wegen einer persönlichen verbindung zu dem verein liegt mir doch am herzen, diesem menschen zu helfen. also helft mit und nehmt euch zumindest die zeit zum durchlesen!

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es geht auch anders: pflicht-kv

Donnerstag, 22. Februar 2007 17:54

da habe ich diese woche noch gejammert, dass es keine guten nachrichten aus der politik gibt und was passiert? im lokalblatt, welches oft auch als offline-spam, ein eher kurzes dasein prägt, findet sich die nachricht. versteckt zwar, aber eine nachricht, welche ich durchaus erwähnenswert finde.

so meldete die berliner woche in ihrer aktuellen ausgabe(download wird empfohlen, kein direktes ansehn, ~ 7 MB) auf seite 10, dass es nun, mit hilfe der ab 1.4.07 gültigen gesundheitsreform, möglich ist, dass ehemals nicht versicherte wieder aufgenommen werden. bahnhof?

also, wer früher z.b. selbstständig war und dann diese aufgeben musste, der hatte kaum eine chance in die gesetzliche kv zu kommen. ebenfalls arbeitslose, welche es nicht innerhalb von 3 monaten, nach absage von alg-2, geschafft haben sich freiwillig zu versichern. das ändert sich jetzt. diese menschen haben nun freie wahl der gesetzlichen kv und müssen dort auch angenommen werden. das ganze sogar beitragsfrei, wenn nötig, womit eine grundversorgung abgedeckt wird.

da wird doch mal wieder eine soziale glanzleistung vollbracht. ein grosser wassertropfen auf den heissen stein, wie ich finde. menschen, welche in situationen leben, welche meist schon schwierig genug sind, wird geholfen. die einzige frage die bleibt ist: warum erfährt man sowas im lokalblatt?

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surfpoeten

Donnerstag, 22. Februar 2007 17:30

gestern abend war es soweit. nach vielem hören-sagen und lesen über die surfpoeten, habe ich mich mal aufgerafft da hin zugehen. gleich zu beginn: es hat sich gelohnt!

die surfpoeten sind eine gruppe von 5 literaten und einem dj (dj lt. surf). der dj macht seinem namen alle ehre und sorgt für tanzbare surfmusik zwischen, vor und nach den literarischen einlagen. der ganze abend ist, wie mehrfach erwähnt wurde, eine tanzveranstaltung, welche nur unterbrochen wird für texteinlagen. doch es wurde auch darauf hingewiesen, dass es jedem frei steht, auch zu den texten zu tanzen. zwischen dem tanz befindet sich nun also die wortkunst. diese wird abwechselnd von den surfpoeten oder einer freiwilligen person vorgetragen, welche im rahmen des offenen mikrofons jederzeit vortreten kann.

so bunt durchmischt wie das programm ist, so bunt sind auch die beiträge. von schwer verständlichen (sehr unverständlichen) texten über was auch immer, bis zu anekdoten aus dem alltag (besuch beim kinderarzt, ein baguetteverkäufer berichtet). auch lieder werden mal vorgetragen. den abschluss des literarischen teils bildet ein gebet gegen die arbeit, welches von allen (poeten und gäste) laut gebetet wird.

das publikum beginnt altersmäßig im unteren bereich der zwanziger jahre und reicht nach oben, bis etwa 50, wobei ich mich bei letzterem auch irren kann. man sitzt, sofern man noch einen platz findet, auf bänken, sesseln und barhockern. das ganze im mudd-club in berlin. die poeten bzw. deren platform befindet sich halbwegs in der mitte zwischen allen. sehr angenehm ist das rauchverbot im club während der veranstaltung, das hat den effekt, dass man nach dem verlassen nicht den eindruck hat, in einer räucherkammer gewesen zu sein. beim betreten des raumes riecht es dadurch natürlich ein wenig nach mensch. ebenfalls optimal ist, dass der konsum von mitgebrachten getränken ausdrücklich erwünscht ist, denn es gibt an der bar nur becks, was von den poeten selbst nicht als bier bezeichnet wird.

für 3 euro eintritt bekommt man einen sehr lustigen abend geboten, welcher von ca. 21 – 24 uhr gehen kann, insofern man anschließend nicht noch zum tanzen bleibt. wer wortkunst zu schätzen weiss und rauchfreie bars mag sollte die surfpoeten unbedingt mal besuchen!

 

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