schlafen tu ich am wochenende…

zur aufrechterhaltung eines lebens ausserhalb der arbeitsstelle wird man, finde ich zunehmends "gezwungen" auf solch aktivitäten, wie schlaf zu verzichten. da ich das bislang recht erfolgreich praktiziere und also nur am wochenende mir den nötigen schlaf gönne, habe ich mich einmal "umfassend" darüber informiert.

so sagt z.b. wikipedia zum schlaf grundsätzlich nur, dass es ein zustand der äußeren ruhe ist, welchen menschen und tiere eingehen können. warum ein mensch schläft und wie lange er schlagen sollte, darüber gibt es unterschiedliche auffassungen, theorien und ideen. die gleiche quelle gibt als normalschlafzeit eine dauer von 6-10h, wobei man zwischen unterschiedlichen schlaftypen unterscheiden muss und jeder mensch seinen ganz persönlichen bedarf hat. sehr gut, dass heißt für mich ich bin nicht gänzlich unnormal ;) .

zwar ist man landläufig der meinung schlaf braucht der mensch zum ausruhen und ich kann zumindest bestätigen, dass ich mich danach ausgeruhter/frischer/fitter fühle als vorher, jedoch gibt es dazu mindestens 4 interessante theorien, wobei keine gänzlich unlogisch klingt. bleibt nur noch zu überlegen, ob wir den schlaf damit also solches, uns auch abtrainieren könnten. es soll ja leute geben, die ohne auskommen und da unsere körperfunktionen, zumindest teilweise, doch verfügbar sind, spricht das auch gegen die erholungstheorie, zumindest insofern, dass man sie wirklich braucht.

ob es nun jedoch tatsächlich ein vorteil wäre, 24h/tag wach sein zu können, darüber mag man geteilter meinung sein, denn es würde wohl nur kurze zeit dauern, bis dann die 100h arbeitswoche zur realtität werden würde und das wohl ohne lohnausgleich, denn mehr zeit zum geldausgeben haben wir ja dann am ende auch nicht, also brauchen wir schließlich nicht mehr geld.

bleibt wohl am besten nur weiter die woche, durch kombination von freizeitaktivitäten und arbeit, in stress zu überstehen und am wochenende den schlaf möglichst effektiv nachzuholen…na dann: gute nacht!

Serenity

neulich, beim entspannen am sonntag geguckt, geviel mir dieser film doch zumidest so gut, dass is es für nötig halte eine kurze meinung darüber, von mir kund zu tun.

bereits 2005 erschien der science fiction film aus den usa hier in den kinos. etwa 120 minuten einblick in eine ferne zukunft bietet sich dem filmanseher.

kein wirklich bekannter schauspieler spielt in dem film mit, welcher wohl mal als erster teil einer trilogie geplant war, später jedoch nur vorlage/pilot für eine ebenso erfolglose serie wurde. dieser punkt tut dem film aber nichts schlechtes.

die story spielt in einem universum, welches von menschen besiedelt ist und weitestgehends von einer allianz beherrscht wird. da diese aber nicht ganz so alliiert mit allen meinungen/gruppen ist gibt es eben auch andere, so z.b. cäptain Malcolm Reynolds sammt schiff und crew. zu beginn entführt ein mann seine schwester, welche fragwürdigen experimenten unterliegt, aus einem streng geheimen forschungstrakt der allianz. die beide heuern als crew auf dem schiff von malcolm an und durch die "besondern" fähigkeiten von river (der schwester), bekommen sie auch ihren festen platz in der crew. river ist durch die forschung zu einer art menschlichen waffe geworden. unschlagbar im nahkampf, telepathische fähigkeiten besitzend, nur leider auch nahezu lebensunfähig alleine. die kämpferischen vorzüge nutzt der captain auf seinen raubzügen gerne aus, jedoch will er mit dem rest nix zu tun haben. dieser rest sorgt nun aber eines tages dafür, dass die "waffe" ausser kontrolle gerät und das schiff unter seine kontrolle bringt. es hat etwas vor und die, im warsten sinne des wortes, schlagenden argumente von river, zwingen alle mitzumachen. klar ist nur, es ist etwas, was die allianz auf jeden fall nicht entdeckt haben will…

spannend ist das ganze auf jeden fall. wer was mit kämpfen, raumschiffen und star trek anfangen kann, ist bei dem film nicht verkehrt. das ganze könnte auch eine überlange star trek folge sein, aber es lohnt sich auf jeden fall mal ein blick darauf, wenn man mit dem genre was anfangen kann.

nie wieder gemüse & obst essen!

zu beginn des letzten wochenendes hatte ich das zweifelhafte vergnügen, dass mir beim durchqueren eines bahnhofs ein neues produkt aus lebensmittelbranche gereicht wurde. knorr vie.

der name verspricht einem wohl das leben, der markenname knorr jedoch, relativiert dies schnell. warum der "freund" aller globalisierungsgegner unilever ausgerechnet seiner marke knorr (salzig, instant, ungesund) das neue produkt zuteilt, bleibt wohl zunächst ein rätsel.

hinter den 100ml milchglasigen plastikflaschen verspricht man die pure natur, soweit man das bei nicht bio-produkten sagen kann. 100% obst und gemüse und nicht mehr. das ganze is dickflüssig und grob, wohl zur unterstützung des natur-images. schmecken tut das ganze je nach geschmacksrichtung (z.b. apfel-karotte-erdbeere), wobei ich auch alle bestandteile erschmecken konnte, süß bis süß-fruchtig.

eigentlich klingt alles gar nicht so schlecht, wenn man nun aber bedenkt, wieviel echtes/frisches/biologisch-korrektes obst&gemüse man für ca. 1,99€ bekommt, dann is es mit den pro-argumenten vorbei. 300 ml, aufgeteilt in 3 flaschen (eine packung knorr vie), das soll unser neues obst&gemüse sein? nein danke! also ist es nicht schon schlimm genug, das kinder/jugendliche nicht mehr wissen, wie manchen, teils einheimische gemüse und obst aussieht, geschweige denn zubereitet werden muss. da mag es auch löblich klingen, wenn unilever u.u. geld in projekte steckt, welche kindern echtes obst&gemüse wieder näher bringen, wenn aber auf der anderen seite, mit dem gegenteil weit mehr geld gemacht wird, dann is das nur ein täuschungsmanöver.

apfel, banane, karotte, birne…es gibt so viel obst&gemüse, welches sich auch für den schnellen verzehr unterwegs eignet, da besteht glücklicherweise kein grund, unilever zu verfallen!

casino royal

nein, ich meine nicht die britische aktion/komödie von 1966, sondern den "neuen" james bond. gott sei dank gebt es ferienkino und dem verdanke ich, dass auch nach ca. 12 wochen der film noch im kino zu sehen ist.

der neue bond also…bekanntermaßen zur zeit gespielt von daniel craig. erst verspottet, dann hoch gelobt, da wollte ich mir dann doch mal selbst ein bild machen und nicht zuletzt sollte bond zum standardprogramm eines männliches kinobesuchers gehören. ende november kam er in die kinos, der aus hollywood stammende x-te teil der serie, diesmal, teils quälend lange, 145 minuten lang.

die handlung befasst sich, nach einigen irrungen über die bahames und durch afrika, mit einem pokerspiel. dabei geht es um ca. 150 millionen euro. zocken will vor allem der finanzverwalter einiger grosser "freiheitskämpfer" aus afrika und dem rest der welt, welcher ihr/sein geld bei optionsscheinhandelsgeschäften an der börse verzockt hatte, nachdem bond einen anschlag auf ein flugzeug verhindert hatte. das geld soll nun wieder reinkommen, aber der britische geheimdienst daran nun wahrlich kein interesse hat, schickt sie bond, ausgestattet mit 10 millionen euro und einer jungen, hübschen dame, zum pokern.

natürlich gewinnt bond letztendlich das spiel, doch was sich dann als scheinbares ende entpuppt, wobei dann der "oberböse" zum ersten mal in einem bond film am ende davongekommen wäre, verlängert sich noch einmal. so einfach läßt sich dann der obermacker sein geld doch nicht abknöpfen…

nun ja, der neue bond also…er ist weicher geworden, soviel steht fest und die romantik/nachdenke-szenen zwischendrin stören, dass passt nicht rein in einen bond film! sprüche könnte er auch mehr klopfen und das am ende dann doch keine frau neben ihm liegt, stört auch ein wenig. darüber hinaus hatte bond früher immer sehr interessante gadets bei sich, auch die fehlen nahezu komplett, schade! ford focus oder was das am anfang war, hätte man als autowahl für den coolsten agenten der welt auch überdenken können…

alles in allem ein von product placement überfüllter film, welcher dennoch gut ist, aber nicht ganz an die vorgänger anschließen kann, finde ich.

programmtipp: frontal 21

hoffentlich allen wenigstens ein begriff, konnte ich heute mal wieder in den genuss dieser zdf produktion kommen. fast jeden dienstag 21 uhr kommt "frontal21" auf dem zweiten und was man da sieht und hört gibs sonst kaum noch im zunehmends schlechten deutschen fernsehn. kritischer, nachfragender und vor allem interessanter journalismus, zu themen die die welt oder zumindest deutschland bedeuten.

ein problem hab ich bislang immer nach der sendung, nämlich das man am liebsten sofort zum nicht-wähler wird, barrikaden auftürmt und anzündet und am besten alle politiker absetzt. die zustände die beschrieben werden, lassen mich immer wieder am gesunden menschenverstand unserer regierenden zweifeln.

bsp. von heute: "ghettorente". davon abgesehn, dass ich den namen (angeblich der offizielle) schon sehr unglücklich gewählt finde, scheint diese wohl weit am ziel vorbeizuschiessen. da soll also nun ein ehemaliger ghettohäftling also beweisen, dass er freiwillig und mit entgeld im ghetto gearbeitet hat, dann hat er anspruch auf rente. ich meine hallo? wer sowas schon aufschreibt muss entweder dem rechtesten flügel aller verfügbaren parteien angehören oder aber er hat es irgendwo abgetippt und dabei mit dem teufel telefoniert. als ob es nicht genug wäre, dass jmd. die arbeit im ghetto überlebt hat und trotzdem weiter in deutschland leben möchte. nein da soll er doch quasi sagen, er war freiwillig da und hat gerne für theoretische pfennigbeträge (welche meist einfach nur in zusätzliche, lebensnotwendige nahrung umgesetzt wurden) 12 h /tag und 7 tage/woche gearbeitet. is klar! aber damit scheinbar nicht genug: auf der gegenseite bekommt man als ss-aufseher oder hinterbliebener ohne probleme ganz normal rente, denn man hat ja schließlich regulär gearbeitet…das da nicht schon leute draufgegangen sind wundert mich nahezu. also ganz ehrlich, ich wüsste nicht was ich in einer solchen situation tun würde!

danke fr. merkel für die offizielle stellungnahme "wir (die regierung) sieht momentan bei der ghettorente kein handlungsbedarf…". naja wohl is es immerhin soweit, dass sie geprüft wird…

also wer sich über unser land mal zurecht aufregen will: dienstag 21 uhr, zdf, frontal21!

Ab durch die Hecke

genau die richtige ablenkung zu frontal21 ;) . die seit kurzem auf dvd verfügbare trickfilm-komödie "ab durch die hecke".

trickfilm heißt in diesem fall animations-film, aber das tut der sache wohl eher gut als schlecht. letztes jahr noch im kino, habe ich mir heute abend diesen unterhaltsamen film angetan. warum? die kritiken damals waren erstaunlich gut und die englischen synchronsprecher waren echt bekannte leute (ich glaube auch im deutschen haben sich da promis drum bemüht).

die story dreht sich um eine kleine tiergruppe, welche nach dem winterschlaf mit einer riesigen hecke vor der "haustür" konfrontiert wird. dahinter befindet sich eine schnell aufgebaute riesige wohnsiedlung von menschen, dor wo also einst "ihr" wald war. angeführt von einem waschbären erobern sie also ihren neuen lebensraum und lernen ihn zu schätzen, vor allem bei der nahrungsbeschaffung. ganz nebenbei werden dabei allerhand alltagserscheinungen unserer zeit auf die schippe genommen (fast food, umweltschutz, fitness, …). die menschen wollen sich das natürlich nicht gefallen lassen und somit kommt es unweigerlich zum kampf zwischen den beiden parteien.

nach ca. 80 minuten is der ganze hollywood spass auch schon wieder vorbei, aber es macht spass! lustige stimmen, gute ideen, wie die tiere mit menschlichen dingen ihren alltag bewältigen, gute grafik…eine runde sache. ein wenig kindlich is es natürlich schon alles, aber wer damit klarkommt einen film ohne altersfreigabe zu sehn, der kann ihn ruhig mal gucken!

The Busters Konzert 2007 in Berlin

wie jedes jahr, so auch dieses: anfang februar oder ende januar gibt es immer ein konzert der busters in berlin (und wie auch fast immer im so36, nur diesmal mit verstopftem klo und damit der möglichkeit, mit stempel die lokalität zum urinieren zu verlassen…yeah!). dieses jahr war es am 3.2. soweit und da dies bislang stets ein termin war, welcher eine klasse ska party für ca. 17 euro garantierte, so durfte ich auch diesmal nicht fehlen.

eine gewohnte besetzung sorgte somit auch von der ersten sekunde an für stimmung. vorband war yakuzi, eine echt gute ska band mit punk elementen. natürlich ist es bei so einem hauptakt immer schwer als warm-upper, aber sie haben sich recht gut geschlagen, denk ich.

ein wenig ruhiger sind sie glaube ich geworden die jungs/männer von den busters und so gab es auch zwei baladen (The Busters – Höreindruck 1 – SO36 – 2007) zu hören, welche abwechselnd von den beiden frontsängern und dem gitarristen vortragen wurden.

The Busters Konzert 2007 in Berlin

trotzdem war es eine riesenparty und hat spass gemacht, wie jedes jahr. das es nicht nur mir so ging zeigt vielleicht dieser  live eindruck: The Busters – Höreindruck 2 – SO36 – 2007. somit wurden auch, soweit ich mich erinnere alle klassiker (“summertime”, “liebe macht blind”,…) gespielt und ich denke, die meisten der leute, ob publikum oder band, sieht man nächstes jahr wieder. ich fand diesmal ging es sogar viel zu schnell vorbei, aber das is ja wohl auch mehr ein gutes zeichen, denn sie haben ca. 120 minuten gespielt.

anschließend gabs noch ne after-show-party mit dj vogel, welcher bekanntermaßen ne klasse ska musik auflegt.

Laws of Attraction

fragt lieber nicht, warum ich diesen film gesehn hab, denn ich weiss es um ehrlich zu sein selbst nicht genau, aber irgendwie war es wohl der alte james bond der mich dazu "überredet" hat, ihn auszuleihen.

pierce brosnan spielt in dieser komödie, an der seite einer eher mau aussehenden julianne moore, einen anwalt, welcher sich auf scheidungen spezialisiert hat.

der hollywood film von 2004 beginnt zunächst mit einem, scheinbar üblichen scheidungsfall vor gericht, bei dem es um viel geld geht und darum, wie einer von beiden möglichst viel davon bekommen kann. die eigentlichen kontrahenten in solch einem "krieg" sind jedoch, nicht etwa die scheidenden, sondern die jeweiligen anwälte. diese versuchen mit allen, auch unrechten, mitteln die gegenseite über den tisch zu ziehen. als solche gegenspieler begegnen sich nun fr. wood und hr. rafferty.

wood, single frau, ende 40 (?) und davon überzeugt, dass die hochzeit etwas total überholtes ist. rafferty, frauenschwarm, single, vermutlich gleiches alter aber verfechter der hochzeit bzw. des ewiges bündnisses, auch wenn dies seinem beruflichen alltag zu widersprechen scheint. der lässig, cool gespielte rafferty hat wood blitzschnell um den finger gewickelt, doch will sich diese das nicht eingestehn und versucht vor gericht, also im beruflichen alltag, zu kontern.

nach allerlei hin und her und dem ganz grossen fall, in dem sich beide final gegenüberstehen, kommt es durch viel alkohol und party in irland zu einer hochzeit zwischen beiden, woran sich aber beide kaum erinnern können. lediglich ein ring, welchen beide am nächsten morgen tragen, ist der "beweis". dann kommt hollywood…ein scheinbarer riesen krach und dann doch happy end…

klassischer hollywood film ohne grosse momente. einzig brosnan macht den film halbwegs akzeptabel, weil er doch sehr cool spielt, wie ich finde. lachen kann man an ein, zwei stellen und 2-3 gute sprüche von brosnan gibs auch…

klick

es ist inzwischen schon eineganze weile her, da habe ich mir diesem film im kino angeschaut. das genre (komödie mit dramatischem einfluss) und die schauspieler (u.a. adam sandler) klangen nicht sehr vielversprechend, aber die story fand ich zunächst ganz ok und leichteunterhaltung war so ziemlich das, was ich gesucht hatte, also ging es ins kino!

der im september 2006 gestartete film handelt davon, wie es wäre eine fernbedienung fürs leben zu haben. man kann sämtliche situationen vorspulen, verlangsamen, anhalten und sogar in der zeit zurückspringen, um sich kapitel seines bisherigen lebens anzusehn.

der beruflich extrem unter druck gesetzte michael (sein chef spielt david hasselhoff) braucht eine auszeit und auf der suche nach einer universalfernbedienung, um wenigstens seinen eigenen fernseher wieder bedienen zu können, kommt er in den besitzt einer lebensfernbedienung, welche alles steuern kann. nach entdeckung dieser "erweiterten" funktionalitäten beginnt er auch fleißig diese zu nutzen. zunächst nur um abende mit den grosseltern oder geburtstage zu "überspringen", dann aber mal um am ende eines projektes zu sein oder ein sprung bis zur nächsten beförderung. was für ihn super klappt, hat den nebeneffekt, dass die zeit die er überspringt, wird er quasi von einem ich ersetzt, welches nur einfach körperlich anwesend ist. er verpasst zunehmends sein leben.

im verlauf des film tauchen nebenwirkungen der fernbedienungsbenutzung auf und diese sorgen dafür, dass michael sich polötzlich am ende seines lebens wiederfindet. seine kinder sind erwachsen, er geschieden aber beruflich super erfolgreich, seine eltern tot und er aufgrund von krebs kurz davor. zum aufhalten ist es zu spät nd er sieht die fehler der verwendung der fernbedienung vollständig ein.

dieser dramatische filmverlauf wird in einem durchaus schönen hollywood ende beendet. dadurch wird der film zu einer runden sache. für den fall das man also einmal eine stellenweise lustigen film, mit dramatischem verlauf sehen will, also leichte unterhaltung, ist "klick" genau richtig und dazu auch ab 20.2.07 auf dvd erhältlich.

arbeitsamt für akademiker

am freitag hatte ich das zweifelhafte vergnügen den ort zu besuchen, wo machne von uns nie hinkommen werden…das arbeitsamt für akademiker…

mamor so weit das auge reicht, leichtbekleidete frauen servieren snacks und longdrinks, klassische musik aus bose-boxen, fussbodenheizung sorgt für angenehmes klima, lederwartesessel für alle…alles leider nicht so vorgefunden!

zur vorgeschichte ist zu sagen, dass ich aufgrund meines befristeten arbeitsvertrages gesteckt bekam, ich müsste einen gewissen zeitraum vorher das arbeitsamt über diesen fakt informieren. nun ja, ich also zu meinem "vertrauten" arbeitsamt um die ecke. freitag früh kruz nach 8 uhr. dann, nach kurzem warten im empfangsbereich: "oh, sie haben studiert? dann sind sie hier falsch! da müssen sie in die charlottenstr., auf das arbeitsamt für akademiker und dort bekommen sie dann auch einen job vermittelt."

nun gut, lang lebe die gleichberechtigung aber nach anfänglichem unglauben konnte ich also feststellen, dass ich in die ca. 50 minuten fahrzeit entfernte stelle fahren sollte.

zwei wochen später betrete ich also, wieder an einem freitag, den arbeitsamtneubau in der charlottenstr., dem arbeitsamt von berlin, der zentrale. zunächst das gleiche bild, wie zu "hause". empfangsbereich suchen und dann irgendwo im gebäude verschwinden. gesagt getan und ich sollte also in die abteilung für "akademiker, schwerbehinderte und rehabilitierte", warum auch immer man diese zielgruppe zusammenlegt.

schön leer wars jedenfalls, nach ner halben stunde war der spuk vorbei und ich darf mich jetzt beim "hochschulteam" melden. yeah!

also das abenteuer verwaltung (hab nun ca. 30 seiten zum ausfüllen bekommen…) hat damit ja erst angefangen und ich bin gespannt, ob hinter tollen namen auch was steckt, was was bringt. alles in allem fand ich aber, dass man schon den eindruck hat, dass im arbeitsamt inzwischen jeder weiss, was er tut und dies auch recht effektiv tut. alles geht relativ schnell (ich war nach 1h wieder draussen) und macht einen vernetzten, geplanten eindruck. leider kann das amt keine jobs produzieren und hat damit einen ziemlich blöden "posten" in unserm system, was dafür sorgt, dass es öfters in der öffentlichen kritik steht, als dies vielleicht berechtigt wäre.