studentensportart?

Die erste Frage die ich mir stellte, als sich von dieser neuen Sportart hörte, war wie hoch mal wohl das Durchschnittsalter dieser Sportgruppe sein. Das Motto der Sportart die ich meine, könnte wohl lauten " laufen und saufen ".

Offizieller Arbeitstitel der Sportart ist oder besser sind die Hash House Harriers. Dabei handelt es sich aber auf keinen Fall um einen Verein. Es ist vielmehr ein loser Verbund von Menschen, welche sich Treffen um gemeinsam zu laufen und dabei zu trinken. Das Trinken an sich ist natürlich kein Zwang, doch hebt es den Spaß sicherlich ungemein. Mitmachen kann jeder, der bereit ist die € 3,- pro Veranstaltung zu bezahlen. So viel zumindest, kostet der Beitrag in Berlin. Wie viel es in den weltweit 1500 Gruppen dieser Art kostet, kann ich nicht sagen. Die Berliner Harriers treffen sich jeden Sonntag in einer Stammkneipe, von wo die Tour losgeht.

Die Tour selbst bestimmt so etwas wie ein Hase, der der Gruppe voraus läuft und Mehl auf den Weg streut. Wichtig dabei ist, nicht der sportliche Gedanke zählt, sondern der Spaß. Wenn alle am Ziel sind wird ein abschließendes Getränk gereicht. Wer dieses seit letzter austrinkt, muss sich dem Rest seines Bechers über den Kopf kippen.

Diese schräge Art der Fortbewegung entstand durch britische Offiziere (der britische Ursprung sorgt übrigens auch dafür, dass überall auf den Veranstaltungen nach wie vor Englisch geredet wird ), welche sich lang weilten und nach Abwechslung suchten. Ausgangspunkt ihrer Touren war eine Kantine in Kuala Lumpur, von der aus sie durch den Dschungel rannten. Anschließend konnte man sein Durst in der Kantine löschen.

Wenn man jetzt denkt das vor überwiegend junge Leute dieser Sportart nachgehen, so irrt man. Meistens sind die sog. Harriers zwischen 35 und 50 Jahren alt.

Ich finde es ist an der Zeit, dass sich mehr Studenten in dieser Sportart engagieren! Das einzige Hindernis könnte dann noch sein, dass die Startzeiten meist am frühen Nachmittag sind und zu dieser Zeit die meisten Studenten wohl noch schlafen…

Schachboxen

Dank der Sonderbeilage der Berliner Zeitung " fit in Berlin " kann man, sofern man will, diverse neue und ausgefallene Sportarten kennen lernen. Eine davon ist Schachboxen.
Viel gibt es über diese Sportart wahrlich nicht zu berichten, dennoch wurden in dieser jungen Sportart bereits Europa und Weltmeisterschaften ausgetragen. Die Tatsache, dass es sich um eine Nischensportart handelt wird dadurch bekräftigt, dass es weltweit nur einen Verein gibt. Darüber hinaus ist der amtierende Weltmeister gleichzeitig Begründer der Sportart.
Wie regelmäßig auch immer sich diese Mitglieder zum Schachboxen treffen, so finde ich doch die Kombination aus geistiger und körperlicher Betätigung eine nette Idee und diesen Artikel wert.

hochwürden greift ein – heiraten verboten!

Fragt mich lieber nicht, wieso ich diesen Film gesehen hab. Aber der Sonntagnachmittag ist der bekanntlich nicht einer der Phasen wo man besonders aktiv ist.

In voller Länge habe die 92 Minuten des Films natürlich nicht gesehen, jedoch eine gute Stunde lang habe ich mir dieses unter dem Genre Heimatfilm laufende Spektakel einmal angetan. An bei möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Tatsache das der Film auf DVD erschienen ist, durchaus dafür spricht, dass die Komödie, wenigstens teilweise, unterhaltsam ist

Der Film, welcher bereits 1956 in Deutschland gedreht wurde, handelt von zwei bayerischen Dörfern, welche miteinander im Streit sind. Jeweils 4-köpfige Gemeindevorsteher Vertretenen jeweils eines der Dörfer. Der Streit zwischen den Dörfern wird vor allem durch diese acht alten Herren geprägt. So beschließen Sie, nach kräftigem Bierkonsum, dass in Zukunft keine Heiraten mehr zwischen den Dörfern stattfinden dürfen

Etwas problematisch wird das Ganze dadurch, das in dem einen Dorf 12 junge Frauen sind, während im anderen 12 Junggesellen auf die richtige warten. Letztendlich bringt der Beschluss der Gemeinderäte die jungen Erwachsenen und alle Mütter der " verfeindeten " Dörfer zusammen und sie arbeiten gemeinsam gegen ihre alten Herren. Unterstützung finden sie dabei sogar bei den geistlichen Vertretern im jeweiligen Dorf. Was unter Umständen noch wichtig ist zu erwähnen, ist die Tatsache, dass im gesamten Film alle oder besser fast alle in " perfektem " bayrisch reden

Ich weiß nicht, ob ich einfach total müde war oder ob es tatsächlich gut gemacht ist, aber ich musste im Verlaufe des Filmes öfters wenigstens Schmunzeln. Lediglich das, natürlich gute, Ende ist ein wenig arg kurz geraten

Ich möchte an dieser Stelle ganz klar keinen Tipp geben sich die DVD auszuleihen, jedoch für den Fall, dass der Film demnächst noch mal im Tv kommt und man gerade gar nichts zu tun hat, kann man ihn sich ansehen.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Arbeitslos und Spaß dabei? Naja, ganz so lustig ist es bestimmt nicht, vor allem, wenn noch Obdachlosigkeit dazukommt, aber neulich fand ich im Straßenfeger (Obdachlosenmagazin in Berlin Ausgabe 0407) einen interessanten Leserbrief.

Der Leserbrief widmete sich dem Sammeln von Pfandflaschen bzw. dem professionellen sammeln von Pfandflaschen.

Zunächst wird darauf hingewiesen dass das Sammeln von Dosen viel effektiver ist als das sammeln von Bierflaschen, denn eine Dose bringt 25 Cent während eine Flasche nur etwa 15 Cent bringt. Doch dann der Knaller. Es wird von jemandem erzählt, der mit seinem eigenen Pkw zweimal pro Woche zum Flughafen Frankfurt fährt. Die Strecke die er dafür zurücklegt beträgt zweimal je 220 Kilometer. Laut dem Verfasser des Textes ergibt sich ein Nettogewinn nach Abzug der Sprit Kosten von 150 bis 220 Euro.

Das finde ich doch mal nicht schlecht. Denn bedenkt man nun, dass für 400 Kilometer bei 10 l pro 100 Kilometer Verbrauch und einem Sprit Preis von ein Euro pro Liter, ca. 40 Euro Spritkosten hinzukommen, ergibt sich, dass fand gut wird von mindestens 200,- gesammelt werden muss. Dies wiederum heißt aber, dass der Sammler etwa die etwas unentspannte Summe von 1000 Getränkedosen sammeln muss.

Ich finde, das klingt nach echter Arbeit. In diesem Sinne einen großen Respekt an unseren fleißigen Sammler.