Solaris

ein sehr sonderbarer und aussergewöhnlicher film. ich habe gerade die version von 2002 mit george clooney gesehn und war doch durchaus froh nach ca. 90 minuten den film überstanden zu haben. die vorlage dauert immerhin ca. 170 minuten und den kann ich mir momentan bei ähnlicher handlung nicht vorstellen.

der psychodoktor, gespielt von g. clooney, wird in einer nahen zukunft von der erde auf die raumstation nahe des planeten solaris gerufen. ein freund von ihm ruft ihn in einem video um hilfe an. er berichtet von seltsamen ereignissen und erwähnt nur als letztes vorsichtig, dass er und dir crew nicht allein auf dem schiff sind. als der doktor ankommt leben noch 2 crewmitglieder. dieser verhalten sich allerdings äußerst seltsam und es ist zunächst nicht wirklich möglich zu kommunizieren. nach der ersten "nacht" auf der station allerdings versteht auch der doktor was passiert ist. eine fremde lebensform oder ein phänomen ist in der lage die gedanken der menschen quasi zu materialisieren. so ist plötzlich des doktors tote frau neben ihm auf dem schiff. völlig real und menschlich, jedoch unsterblich. nachdem er das erste exemplar von ihr ins all schießt, kommt er vom nächsten nicht mehr los. auch die erkenntnis, dass es sich um gedächtniskopien von ihm handelt und der tatsache, dass die "wesen" sich ihrer nicht menschlichkeit bewusst werden, verändert an der bindung zu ihnen nichts. die lösung des problems, die wesen wieder zu dematerialisieren, kann den doktor nicht recht überzeugen und er zieht unter umständen fragwürdige konsequenzen.

das ende ist mir nicht vollständig klar, aber ich vermute zu wissen, was passiert ist und was die aktuelle situation dann ist.

so unklar der ausgang des films ist, so spannend ist er dennoch. die filmmusik nervt ein wenig, mir ist jedoch auch währenddessen keine passendere eingefallen. wer sich auf diesen film einläßt kann ihn gut finden. er hat auf jeden fall interessante aspekte. für leute die aber nach 5 minuten abschalten oder das genre des science-fiction dramas nichts ist, ist der film unglaublich schlecht. somit definitiv nichts für einen coolen filmabend, aber durchaus nett zum einmaligen ansehn in entspannter nachmittagsatmosphäre.

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