Rock am Ring 2007

jaja, ich weiss das ganze event ist schon ne ganze weile vorbei, aber wie das so is mit der zeit und der arbeit daneben, komm ich halt erst jetzt dazu die fotos samt einem kleinen statement dazu online zu stellen.

rock am ring 2007…kostete 125€, fand vom 1.-3. juni am nürburgring statt, war zum ersten mal in der geschichte ausverkauft und war geil!

die organisation benötigte zwar etwa zwei tage bis sie funktionierte aber anschließend war kein grund mehr zum klagen. die ankunft in der nacht zum freitag stellte sich zwar als fehler herraus, da die nicht abgestimmten “ordner” jegliche kontrolle verloren hatten und wir somit ca. zwei stunden umherirrten, um am ende doch etwa bei unserem “stamm”-zeltplatz zu landen, wo wir vor zwei jahren schon waren. das hießt etwa einen fussmarsch von 45 minuten zum konzertgelände oder den “teuren” bus nehmen. aber da der weg immer ein abenteuer ist entschied, zumindest ich mich immer für fussweg.

Rock am Ring 2007

highlights in musikalischer hinsicht waren für mich: muse, billy talent, the white stripes, beatsteaks, wolfmother, die ärzte. der rest war teilweise sehr enttäuschend (linkin park, mando diao, kaiser chiefs, wir sind helden, korn, velvet revolver).

ansonsten war das festival wahrscheinlich wie jedes dieser grösse. laut, alkoholreich, dreckig, schlafraubend, anstrengend, eng. wetter war durchwachsen aber insgesamt optimal. was rock am ring für mich zu was besonderm macht ist die autonomie, welche nicht zuletzt durch die größe und die verteiltheit der zeltplätze garantiert ist. der spassfaktor ist dadurch, finde ich, um so manches bisschen grösser als bei anderen festivals (hurricane).

nicht desto trotz werde ich wohl nächstes jahr mal ein kleines festival ala fusion ausprobieren, wenn nicht ein anders mit zu verlockenden bands ködert :)

50 einfache dinge…

…die sie tun können, um die welt zu retten und wie sie dabei geld sparen.

ich gebe zu, dass der titel dieses buches wohl etwas unglücklich ist, aber im kern trifft er bereits den inhalt und ist damit wenigstens halbwegs selbsterklärend.  das buch ist eine art lebenshilfe für menschen, die sich entschieden haben bewusster zu leben, bzw. bewusster in und mit der umwelt zu leben.

auf knapp 170 seiten beschreibt andreas schlumberger, klar getrennt nach themen und gebiete, was man konkret tun kann um umweltgerechter zu leben und rechnet jeweils auch vor, was man dabei spart bzw. sparen kann. das buch entdeckte ich auf der suche nach dem durchaus bekannteren werk von leo hickman mit dem titel "fast nackt". im unterschied zu diesem buch beschreibt schlumberger ganz klar und nach fakten "nur" punkte aus dem alltag, welche man ändern kann um seinen ökologischen fussabdruck zu verringern. es wird keine geschichte erzählt oder sonst irgendwie abgelenkt, es ist eine reine aneinanderreihung von fakten.

es geht über themen wie strom sparen durch standby verhinderung, kalt waschen und "richtig" heizen hinzu themen wie fliegen, auto fahren, klamotten kaufen und natrülich essen. überall läßt sich, die richtige einstellung vorrausgesetzt etwas sparen und ändern. mal mit mehr mal mit weniger finanziellem effekt. es gibt auch bereiche in denen schlumberger offen zugibt, dass man nahezu nichts spart, jedoch der umwelt sehr viel gutes tut.

überzeugungsarbeit leistet das buch nicht oder besser fast nicht, aber es stellt eine hilfe dar für alle, welche überzeugt sind oder wurden, sich für eine gerechtere und gesündere welt zu einzusetzen. es ist quasi ein nachschlagewerk für weltverbesserer. wem die überzeugung dazu noch fehlt dem empfehle ich l. hickman sein buch, auf welches ich in meinem blog später noch zurückkommen werde, allen anderen kann ich das buch als hilfe empfehlen, da es sich nicht zuletzt aufgrund der größe als kleiner helfer sehr gut eignet.

The third Wave

wie immer ein film, den ich ohne mein so geliebtes tv-movie dvd abo wohl nie kennen gelernt hätte. diesmal ist es aber nicht ein 0815-scheiss film, wie fasst immer, sondern ein echt guter streifen, welcher zu unrecht vollkommen unbekannt ist.

der film kommt aus schweden und wurde bereits 2003 dort auf dvd veröffentlicht. im kino kam er wohl nie. der knapp 2h andauernde film dreht sich um internationale (in diesem fall innerhalb der eu) illegale finanzgeschäfte.

ich finde schon allein dies brisante thema macht den film sehenswert. man erfährt neben der stets schnellen und durchaus packenden story, allerlei über subventionen und deren vergabepraktiken.

der untertitel "die verschwörung" weisst darauf hin, dass es um die aufklärung einer eben solchen geht. diese verschwörung zwischen verschiedene bossen von europaweit agierenden firmen wird im laufe des films aufgedeckt und zerschlagen. beginnen tut alles mit dem mord an dem neuen chef von europol. das dies nur ausversehn passiert, weil in wirklichkeit die undichte stelle der verschwörung dran glauben soll, weiss zunächst natürlich niemand. es entbrennt ein krieg zwischen zwei privatarmeen, der europäischen polizei und einem ex-polizisten, welcher quasi in die geschichte reinrutscht und zum stillen helden wird.

bis er dies allerdings ist, sterben unzählige unschuldige und schuldige menschen. es werden diverse verfolgungsjagden unternommen und so mancher wechselt mitten im "krieg" die seiten.

"the third wave" ist meiner meinung nach ein klasse aktion film, welcher so manchen hollywood movie den rang abläuft. absolut sehenswert für den kleinen aktion-thriller-abend zwischendurch. bleibt die hoffnung, dass die eu mit allen ihren randerscheinungen nicht ganz so schlimm missbraucht wird, auch wenn diese hoffnung nicht gerade gross ist bei mir…

Rock für Links

kostenlos und draussen, mitten in berlin. das ganze garniert mit teils sehr unterhaltsamer und guter musik. das ist rock für links.

zeitlich stets einem wochenende um die nachmittagszeit, ist rock für links schon seit jahren eine regelmäßige veranstaltung im kulturellen zentrum der alternativen szene.

Rock für Links

dieses jahr ging es für uns nach lauschen der musik und betrachten der sportlichen aktivitäten einiger mitmenschen vor uns, über einen kurzen ausflug vor der bühne, zwecks rythmischer bewegnung zur musik, zu einer spontanen einweihunsaktion in eine neue berliner wg…

Tierpark Berlin

ich nehme mir mal wieder zeit für euch. die arbeit gönnt mir grad eine technische pause und somit nutze ich die zeit, um euch von meinem letzten besuch im tierpark zu berichten.

es war ein sonntag am ende mai. bekannt wurde der tag deshalb, weil genau an diesem datum ein neuer, demzufolge kleiner, elefant geboren wurde. doch dazu mehr später.

das letzte mal war ich im tierpark mit geschätzen 12 jahren. ergo vor ebenso langer zeit ungefähr. warum weiss ich nicht, aber es lag wohl daran, dass ich als kind sehr oft da war und als jugendlicher eher begrenzt das verlangen verspürte mir stinkende, eingesperrte tiere anzusehn. nun ja, mit dem alter kommt die ruhe und man entdeckt mehr und mehr die schönheit der natur. so dachte ich mir, es wäre mal wieder zeit die heimischen und nicht heimischen tiere in einer städtischen umgebung zu betrachten. gesagt, getan. die sonne ließ es sich nicht nehmen kräftig zu scheinen und so stand einem ausgiebigen tierparkbesuch nichts mehr im wege.

kosten tut der spass grad 11,00€/erwachsenen es gibt jedoch für nahezu alle nicht “otto-normal-verbraucher” sondertarife. zeitlich schafft man fast alles anzusehn, wenn man sich einen sonntag lang zeitnimmt, allerdings wage ich es nicht zu vermuten, wie lange dies mit einem oder mehr neugierigen kindern dauern mag.

nach dem abdrücken des eintrittsgeldes und dem entwerten der ausgehändigten eintrittskarten geht es als, am besten mit hilfe eines tierparkplans, auf die “rundtour”. wir gingen also zunächst nach rechts über die adler zu den bären. dort konnte man mal knut in x jahren betrachten, was ein durchaus beeindruckender anblick ist. anschließend wurde vögel, esel, pferde und rentiere besucht, welche den weg zum “alfred-brehm-haus” flankieren. dort kann man bei tropischer hitze und angemessenem geruch alle arten von raubkatzen beim abhängen im käfig beobachten. diese scheinen sich unendlich zu langweilen und nur der überlebenstrieb scheint sie dazu zu bringen, sich für die nahrungsaufnahme zu bewegen.

anschließend sollte das dickhäuterhaus von innen betrachtet werden, was jedoch durch verschlossene türen und ein schild “elefantengeburt” verhindert wurde. so konnten wir ausgiebig die giraffen und draussen stehenden restlichen elefanten betrachten. ich hielt das schild für eine ausrede der reinigungskräfte und wir liefen ergo weiter um uns den verbleibenden rest der tieren anzuschaun. bereits in der u-bahn auf dem nach hause weg sollte sich diese entscheidung als fehler herrausstellen, da dort bereits bilder und brichte von dem kleinen elefanten zu sehen waren. nun gut, wir gingen also noch an moschussochsen und rehen vorbei zu den schlangen und schildkröten, um dann den heimweg anzutreten.

ich kann den tierpark von berlin in so fern empfehlen, dass sich wohl alle 10 jahre auch für einen erwachsenen ein besuch lohnt. es entspannt und ist teils einfach schön. besonders die monate april/mai/juni scheinen besonders geeignet zu sein, denn es werden allelei jungtiere geboren, was den blick auf z.b. drei tage alte rehkitze erlaubt. darüber hinaus ist es relativ menschenleer, was den besuch unter umständen angenehmer und einfacher macht. wen sowas nicht interessiert, der kann natürlich auch die andern monate zum besuchen verwenden.

wer immernoch nicht genug hat für den gibs noch die fotos:

Tierpark Berlin

Trainspotting

vorwort: aufgrund eines serverausfalls letzte woche fehlen leider zwei einträge zu den filmen "die legende von paul und paula" und "sleepy hollow". es sei an dieser stelle nur kurz zusammengefasst: paul&paula muss man gesehn haben, ganz im gegensatz zu sleepy hollow. nun zu trainspotting: 

wer kennt ihn nicht? ich habe ihn mir einfach mal wieder angesehn. gleich zu beginn dieses textes eines: falls dir der film nicht bekannt ist, hör jetzt auf zu lesen, geh in die nächste videothek und sieh dir den film an!

trainspotting kam bereits 1995 in die kinos, geht etwa 90 minuten und ist widererwartend in grossbritannien gedreht worden. das dieser film dort spielt fällt einem bereits nach weniges sekunden ansehn auf, den britische umgebung erkennt man nunmal irgendwie an autos, polizei, menschen, landschaft, häusern und und und. ansiedlen läßt sich der film in genres drama und komödie.

nicht zuletzt die mischung dieser beiden genres macht den film zu dem, was er isst. er tragisch, komischer film.

die handlung befasst sich mit dem drogenabhängigen mark renton. dieser lebt in einer britischen kleinstand, welche ich im norden der insel ansiedeln würde, denn die landschaft sieht sehr schottisch aus. mark nimmt nicht etwa verhältnismäßig lasche drogen, wie cannabis, extasy oder alkohol und kaffee. er ist auf "h" oder für nicht insider heroin. sein gesamter alltag dreht sich um die beschaffung und den konsum davon. bekommt er gerade kein h, so wird alles genommen, was sonst für geld zu bekommen ist. hauptsache ist, man ist zugedröhnt. mark ist dabei allerdings nicht allein, denn alle seine freunde, wenn man diese zwangsgemeinschaft so nennen kann, sind auch dem heroin verfallen. manche schon genauso lange, wie mark, andere kommen erst durch ihn oder im laufe des film dazu.

andere menschen im leben von mark sind seine eltern oder ein paar stets alkoholbetäubte bekannte. im laufe des films kommt noch eine junge frau in sein leben, welche ihn aber auch nicht zurückholen kann. ebenso entzugsversuche und haftaufenthalte können mark und die sucht nicht stoppen.

was den film letztlich neben der tragik komisch macht, ist die tatsache diesem leben zuzusehen. es ist so fern der vorstellung eines "normalen" lebens, dass es lustig wird. selbst landausflüge mit freunden werden darin zu ausflügen auf/mit/für drogen. krasse szenen, wie ein toter, verhungerter und vergessener säugling einer junkie-mutter aus mark’s wg holen einen zurück in das drama des films.

im handlungsverlauf bekommt nun mark die chance auf den grossen h-deal und damit die chance auf das gr0sse geld. die hoffnungen, welche damit verbunden werden, lassen alle ängste verschwinden. der deal gelingt doch letztendlich kommt wieder alles anders bzw. nicht anders als man es erwartet…

der film ist kult! ich kann nur jedem (mindestens über 16!) empfehlen sich den film anzusehn. der film schreckt ab, macht zwar auch gleichzeitig neugierig, dies aber in einem maße, welches denke ich schlimmeres verhindert. er verändert zwar nicht dein leben, aber vielleicht die sicht auf bestimmte alltäglichkeiten oder werte. er zeigt menschen in grenzbereichen ihrer seelischen, finanziellen und körperlichen existenz. ein klassiker.

Nach eigenen Regeln

ich lebe noch/wieder! nach einigen tagen der abstinenz nun mal wieder eine wortmeldung von mir über meinen blog. was ich so alles gemacht habe in letzter zeit kann ich hoffentlich in form von einträgen demnächst präsentieren.

nun zum film "nach eigenen regeln". den habe ich mir diese woche per tv-movie-dvd angeguckt und irgendwie kam er mir bekannt vor. die tatsache konnte ich mir bis zuletzt nur so erklären, dass ich den film schonmal gesehn habe ich mich aber nicht erinnern konnte. das kann zum teil an der mangelnden spektakularität liegen, welche der film bietet.

im etwa 105 minuten langen film geht es um eine sonderermittlergruppe aus l.a. um ca. 1950 rum. beginnen tut alles mit einer vermeindlich üblichen praxis der polizisten, wie sie mit unliebsamen gangstern, denen man nix nachweisen kann, umgehen. er wird kurzerhand einen berg/klippe/abhang hinuntergeschmissen und anschließend verwarnt oder besser aufgefordert die stadt umgehend zu verlassen.

kurz danach taucht eine leiche auf. sie ist komplett zerbrochen, dass heißt sämtliche knochen sind zerbrochen und sie ist kaum aufzuheben. die frau stellt sich im verlauf der geschichte als heimliche geliebte des chefs der polizeitruppe heraus. dieser ist jedoch nicht der einzige, welcher etwas von ihr bekam, was ihm andere/seine frau nicht geben konnte. auf der suche nach motiven und weiteren liebhabern kommen die polizisten in den bereich einer militärbasis und den dazugehörigen cäptain (gespielt von john malkovich).

der captain gibt nach anfänglichem zögern auch zu etwas mit der frau gehabt zu haben, bestreitet jedoch die tat. da ermittlungen gegen solche "hohen tiere" nicht gern gesehen sind und auf der militärbasis streng geheime operationen laufen, welche nicht für menschauge bestimmt sind, bekommen die bullen ärger mit anderen regierungsstellen. dies führt u.a. dazu, dass die frau des fremdgehenden polizisten von der affäre erfährt und ihren mann kurzerhand verläßt.

einige irrungen und wirrungen später können sich zunächst zwei der polizisten aus einem notgelandetem/abgestürztem flugzeug selbst retten, wobei einer von ihnen kurz danach an den folgen einer schussverletzung stirbt. der fall ist letztendlich geklärt, jedoch wird die einheit aufgelöst, denn der unkontrollierte rahmen ihrer handlungen ist niemand mehr herr geworden.

tja, klingt unspektakulär und das ist es auch. irgendwie ist der spannungsbogen des film die gesamte zeit auf bodenniveau und steigt nur zum showdown einmal ganz kruz an, um gleich wieder abzuflauen. nicht zuletzt dadurch ist der film schwer in erinnerung zu behalten und nicht erwähnenswert. einzig und allein der krebskranke captain, welcher von j. malkovich gespielt wird macht den film für fans akzeptabel. ich kann allen nur raten, sich die 105 minuten "thriller" zu ersparen und sinnvoller auszuleben!