Trainspotting

vorwort: aufgrund eines serverausfalls letzte woche fehlen leider zwei einträge zu den filmen "die legende von paul und paula" und "sleepy hollow". es sei an dieser stelle nur kurz zusammengefasst: paul&paula muss man gesehn haben, ganz im gegensatz zu sleepy hollow. nun zu trainspotting: 

wer kennt ihn nicht? ich habe ihn mir einfach mal wieder angesehn. gleich zu beginn dieses textes eines: falls dir der film nicht bekannt ist, hör jetzt auf zu lesen, geh in die nächste videothek und sieh dir den film an!

trainspotting kam bereits 1995 in die kinos, geht etwa 90 minuten und ist widererwartend in grossbritannien gedreht worden. das dieser film dort spielt fällt einem bereits nach weniges sekunden ansehn auf, den britische umgebung erkennt man nunmal irgendwie an autos, polizei, menschen, landschaft, häusern und und und. ansiedlen läßt sich der film in genres drama und komödie.

nicht zuletzt die mischung dieser beiden genres macht den film zu dem, was er isst. er tragisch, komischer film.

die handlung befasst sich mit dem drogenabhängigen mark renton. dieser lebt in einer britischen kleinstand, welche ich im norden der insel ansiedeln würde, denn die landschaft sieht sehr schottisch aus. mark nimmt nicht etwa verhältnismäßig lasche drogen, wie cannabis, extasy oder alkohol und kaffee. er ist auf "h" oder für nicht insider heroin. sein gesamter alltag dreht sich um die beschaffung und den konsum davon. bekommt er gerade kein h, so wird alles genommen, was sonst für geld zu bekommen ist. hauptsache ist, man ist zugedröhnt. mark ist dabei allerdings nicht allein, denn alle seine freunde, wenn man diese zwangsgemeinschaft so nennen kann, sind auch dem heroin verfallen. manche schon genauso lange, wie mark, andere kommen erst durch ihn oder im laufe des film dazu.

andere menschen im leben von mark sind seine eltern oder ein paar stets alkoholbetäubte bekannte. im laufe des films kommt noch eine junge frau in sein leben, welche ihn aber auch nicht zurückholen kann. ebenso entzugsversuche und haftaufenthalte können mark und die sucht nicht stoppen.

was den film letztlich neben der tragik komisch macht, ist die tatsache diesem leben zuzusehen. es ist so fern der vorstellung eines "normalen" lebens, dass es lustig wird. selbst landausflüge mit freunden werden darin zu ausflügen auf/mit/für drogen. krasse szenen, wie ein toter, verhungerter und vergessener säugling einer junkie-mutter aus mark’s wg holen einen zurück in das drama des films.

im handlungsverlauf bekommt nun mark die chance auf den grossen h-deal und damit die chance auf das gr0sse geld. die hoffnungen, welche damit verbunden werden, lassen alle ängste verschwinden. der deal gelingt doch letztendlich kommt wieder alles anders bzw. nicht anders als man es erwartet…

der film ist kult! ich kann nur jedem (mindestens über 16!) empfehlen sich den film anzusehn. der film schreckt ab, macht zwar auch gleichzeitig neugierig, dies aber in einem maße, welches denke ich schlimmeres verhindert. er verändert zwar nicht dein leben, aber vielleicht die sicht auf bestimmte alltäglichkeiten oder werte. er zeigt menschen in grenzbereichen ihrer seelischen, finanziellen und körperlichen existenz. ein klassiker.

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