rothenburg

der film sorgte im vorfeld bzw. bevor er ins kino kam/kommen sollte bereits für einigen trubel und wurde letztendlich sogar verboten. diese einstweilige verfügung wurde von dem menschen verhängt, welcher in dem film ansatzweise dargestellt werden soll, nämlich Armin Meiwes.

der film behandelt nun die story, welche sich in deutschland abgespielt hat. dies geschieht allerdings aus der sicht von amerika, denn dort wurde der film gedreht. dieser tatsache ist es wohl zu "verdanken", dass der film grosse teile im dunkeln spielt und das bild-farb-zusammenspiel äußerst fragwürdig ist. alles ist von vornerein auf schummrig, düster, verregnet, dreckig, alt, östlich gemacht. rückblenden in die vermeindliche schwere kindheit des täters und des opfers, welche dann sogar verwackelt und unscharf erscheinen, unterstreichen diese tatsache.

der film, welcher zurecht hierzulande die fsk 18 "freigabe" erhielt geht etwa 90 minuten lang und ich empfehle in ganz klar nicht vor oder nach einer mahlzeit zu gucken. ein seltsames magengefühl ließt sich besonders am schluss bei mir einfach nicht verhindern.

die filmgeschichte zeigt eine junge studentin, welche für ihre diplomarbeit das thema aussucht und somit möglichst viel über die menschen rausbekommen möchte, welche sich hinter dem "opfer" und dem "täter" verbargen. angefangen von buchrecherchen gipfelt ihr wissensdurst in dem organisieren des videos der tat und einem einbrechen in die wohnung des täters, um dort fotos zu machen und ihn zu begreifen. parallel zu den aktionen der studentin werden immer einblicke/rückblicke in die "tatsächliche" geschichte gezeigt.

so richtig doll war der film definitv nicht, wenn auch interessant. irgendwie wird doch geschafft, dass man sich ein wenig in die menschen hineinversetzen kann, wenn es auch unmöglich ist die tat und deren auswüchse zu verstehen, zumindest für mich. ich kann den film nur menschen empfehlen, welche sich bewusst sind, dass dies nach einer wahren begebenheit ist und stark veränderte realität darstellt, denn nciht umsonst hat armin m. dagegen einspruch erhoben. so entscheidet selbst, ob ihr euch das antun wollt oder nicht, aber eines sei gesagt, es ist harter stoff, welcher nicht unbedingt das prädikat gut verdient.

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