Open Range

wohl den wenigsten ist dieser film bekannt, welcher im deutschen den beinamen oder untertitel "weites land" bekommen hat. dieser western im alten stil erschien bereits 2003 in den kinos, wobei er dort wohl nur mäßigen erfolg hatte, was nicht zuletzt an der story und dem genre liegen mag.

kevin costner führte regie und ist einer der beiden hauptdarsteller. wie schon in seinen im gleichen genre spielenden anderen filmen, geht es um ehre, pferde und das leben im "wilden" westen.

costner spielt an der seite von "boss" einen echten cowboy. zunächst zu viert treiben sie eine viehherde durchs land, stets auf der suche nach freiem, neuem weideland. alles was sie brauchen haben sie auf dem rücken ihrer pferde und nur selten müssen sie in eine stadt um eventuelle vorräte aufzustocken. der western spielt in der zeit, in der indianer bereits größtenteils vergangenheit sind und nun die zeit der grossgrundbesitzer beginnt. diese stehen natürlich ganz im gegensatz zu den cowboys und so kommt es schnell zum streit zwischen einem der besitzer und den freien cowboys, welche vermeindlich gutes weideland "stehlen". boss und seine männer wollen sich jedoch nicht einfach vertreiben lassen und bestehen auf ihren rechten als freie menschen in einem freien land.

es kommt zum streit in dem dorf, welches von einem korrupten, unter der kontrolle des grossgrundbesitzers stehenden marschall geführt wird. die einen sind gegen die cowboys (die "bösen") und die andern für sie. da man konflikte im wilden westen scheinbar nur durch ein mittel lösen kann, kommt es unweigerlich zum schusswechsel.

beginnen tut alles mit einem feigen überfall auf die cowboys, welcher bereits ein todesopfer fordert. im gegenschlag sterben viele menschen. das costner am ende noch steht und das gute die waffen am besten beherrscht ist wohl jedem klar.

nicht desto trotz ist das echte ende (kurz nach beginn des abspanns) dennoch interressant und läßt einiges offen.

"open range" finde ich gelungen und durchaus ansehnlich. schöne landschaftsaufnahmen gepaart mit lebenseinstellungen und ansichten, welche erstrebenswert sind, wenn auch nur zum teil. die story bleibt die ganze zeit auf einem mäßig spannenden niveau, was ein anschauen der ganzen ca. 135 minuten film erleichtert. wer mit dem genre western was anfangen kann und nicht nur blut, gewalt, sex und prügeleien braucht (gibt es sowas?), der kann sich den film durchaus ansehn.

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