jeden tag eine gute tat?

du hast ein defizit, zumindest was dieses lebensmotto betrifft? wer hat das nicht? wer lust hat was dagegen zu tun, zumindest an einem bzw. zwei tagen, der kann jetzt weiterlesen.

dkms. wem das was sagt, der ist vielleicht schon soweit, dass er sich den artikel sparen kann und er hat damit zumindest mir schon was vorraus. alle anderen: dkms steht für deutscheknochenmarkspenderdatei. wer jetzt an riesige spritzen quer durch das eigene rückenmark denkt, der hat die gleichen gedanken, welche auch mir zuerst durch den kopf gingen.

aufmerksam auf dieses thema wurde ich zunächst über einen zeitungsartikel in einer meiner lokalen kostenlosen zeitungen. es ging darin um eine registrierung in der deutschenknochenmarkspendendatei, um menschen zu helfen, welche knochenmarkspenden benötigen um zu überleben. dies kann aus verschiedensten gründen sein. in der konkreten aktion ging es um einen 18 jährigen jungen aus mitteldeutschland, welcher einen spender suchte.

knochenmarkspender zu finden, welche auf sein knochmark passen ist äußerst schwierig, da etwa 1000 merkmale übereinstimmen müssen. deshalb ist es so wichtig, dass sich möglichst viele registrieren lassen, damit die wahrscheinlichkeit einer übereinstimmung steigt.

zusätzlich motiviert durch meinen vater, welcher sich gleich zum „blutabsaugen“ meldete, informierte ich mich zunächst ein wenig grundlegend auf der homepage der dkms. dort kann man sich einfach online registrieren (link zur registrierung), was ich auch gleich mal tat. da ich nur flüchtig über die nun folgenden schritte geflogen bin, war alles was ich erstmal mitnahm die tatsache, dass man mich nun schriftlich kontaktiert zum weiteren vorgehen.

da eine registrierung, samt aufnahme in die datenbank, die DKMS gGmbH nach eigenen angabe ca. 50 euro kostet, habe ich mich gleichnoch entschlossen auch diesen betrag locker zu machen und im rahmen der registrierung den gespendet. achtung für alle die nicht so flüssig sind: das ist keine pflicht!

nach ca. dreit tagen kam dann ein brief von der dkms. viel papier und ein umschlag. ich hatte mich mit der tatsache abgefunden irgendwohin zum blutabnehmen zu fahren, damit ich typisiert werden kann. auch aufgrund der tatsache, dass ich dabei regelmäßig kollabiere eine nicht angenehme vorstellung. doch dann kam die überraschung. man kann sich ganz einfach zu hause selbst typisieren konnte ich lesen. mein geistiges auge sah mich zwar schon selbst eine fingerdicke kanüle in meinen rücken/arm rammen, jedoch wurde auch dieser gedanke gott sei dank schnell zersträut. die typisierung kann über dna, also speichel erfolgen. dazu muss man also lediglich mit den beiligenden wattestäbchen sich ein wenig in der mundhöhle (wangenseite) rumreiben und schon ist die „tortur“ überstanden.

das klingt nicht nur einfach, sondern dauert auch nur etwa 5 minuten. das ganze dann in einen umschlag packen, noch nen zettel mit persönlichen daten ausfüllen, porto rauf (das einzige geld, was man also tatsächlich investieren muss) und ab in den briefkasten.

und schon sind zwei gute taten mal wieder vollbracht. erstens registriert und damit bereit und in der lage anderen menschen das leben zu retten. zweitens 50 euro gut investiert. einziger nachteil für menschen mit geplanter krimineller zukunft: dna daten sind in einer datenbank gespeichert, welche z.b. dem bnd bestimmt nicht unzugänglich ist. man sollte sich also lediglich überlegen, wie man in zukunft verbrechen begeht, ohne dabei genetische spuren zu hinterlassen.

also auf gehts zum registrieren! nie war es einfacher und komfortabler menschenleben zu retten bzw. die bereitschaft dafür zu zeigen, denn allein die registrierung verpflichtet zu nichts. wenn man tatsächlich für eine spende in frage kommt (wahrscheinlichkeit sehr gering), kann man immernoch seine zustimmung oder ablehung zu spende geben. viel spass beim guten gefühl kassieren!

Edit: Wer noch immer keine Lust hat, der ließt sich vielleicht mal diesen Aufruf durch: Helenes Leben soll weitergehen

Gibt es überhaupt ein Argument gegen eine Registrierung?

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