death proof

ach ja…seit vorgestern in den deutschen kinos, gestern war ich dann da, um ihn mir anzusehn. als taratino-fan, ich glaube so könnte man mich bezeichnen, da ich doch versuche alle filme von ihm zu gucken, war der film ein muss, also ging es hin, egal was es kostet.

im abschluss kann ich nur sagen, dass der film mich gott sei dank nur um 5 euro ärmer gemacht hat. ich fand das ganze machte mehr den eindruck eines konzept- oder kunstfilms. tarantino lebt sich hier glaube ich mal wieder einfach nur aus und einen film gemacht, auf den er gerade lust hatte, bzw. er hatte eine idee, fand die lustig und wollte wohl nen film drüber machen. solche geschichten hat wohl jeder mal in einer kneipe im ansatz im kopf und man lacht drüber. wer das geld hat es zu verfilmen tut dies dann manchmal auch, so wohl in diesem fall.

der film beginnt im auto, spielt die meiste zeit auch dort und endet ebenfalls neben einem auto. gleich zu beginn vielleicht der hinweis, dass der film für autohasser eher nix is. drei junge frauen fahren auf einer strasse in einem offensichtlich heissem bundesstaat/jahreszeit der usa in ihrem wagen. ein coupe. sie sind auf dem weg zu einem entspannten wochenende am see, wollen aber vorher nocheinmal richtig in ihrer stammkneipe feiern.

gesagt getan und so wird man als kinozuschauer zeuge eines kneipenabends von zunächst drei später etwa 5 frauen und etwa 4 männern. die kneipe wird geführt von einem abgefahrenen barmann (gespielt von taratino), welcher jeden gast kennt und alle gäste kennen ihn. im anschluss an den kneipenabend, welcher ausser einem lapdance und der damit verbundenen bekanntschaft der meute mit "stuntman mike", nichts besonderes war, geht es mit dem auto zum see.

stuntman mike fährt etwa zu gleichen zeit mit einer jungen blonden frau, welcher er vermeindlich nach hause fährt in seinem schwarzen todsicheren, weil verstärktem, auto los. die fahrt aller endet relativ schnell, da stuntman mike nichts besseres zu tun hat, als zunächst seine begleitung durch abruptes bremsen auszuschalten und anschliessend frontal mit dem auto der 4 anderen frauen zu kollidieren. ergebnis dieses herbeigeführten "unfalls": 4 tote frauen und ein leicht verletzter stuntman mike.

szenenwechsel. 4 frauen sitzen in einem auto und fahren eine strasse entlang…

ja im prinzip passiert jetzt wieder etwa 45 minuten filmlänge nichts. zwischendurch taucht der gute stuntman mike mal wieder auf. am ende versucht er die mädels ebenfalls zu erwischen, scheitert jedoch und bekommt dann sogar plötzlich von den frauen ordentlich was zugesetzt, da sie seine autospielchen gar nicht lustig finden. dieser ungleiche kampf bildet den höhe- und schlusspunkt des films.

also "death proof" ist knapp 2h autofahrt mit ca. 10 personen in verschiedenen autos. dazwischen ohne ende geiel sprüche, zitate und gesten der darsteller, welche ihres gleichen suchen. allerdins sind 90% der handlung tatsächlich frauengequatsche. zwar nicht die ganz profane art über frisuren, pferde und stricken aber auch nicht viel interessanter. die szenenwechsel und schnitte des films geben inclusive des sounds und der bildqualität (70’er jahre) ihren rest dazu, um den eindruck zu erwecken, dass dies ein experiment ist und kein normaler spielfilm.

wer einen echten action-thriller sehen will, sollte nicht zu death proof gehen. wer tarantino geil findet, der muss ihn sehn und wird den film auch mögen. alle anderen werden ihn wohl eher scheisse finden, dann 90 minuten frauengesprächen lauschen, bei fragwürdiger bildqualität, kann man auch in der kneipe um die ecke…

ich fand den film ok, dass heißt das die sprüche, ambiente und alles zusammenpasste. tarantino hat mal wieder einen für ihn typischen film produziert. es gibt glaube ich nicht allzu viele leute, die den film wirklich gut finden werden, aber er ist auf jeden fall mal wieder was anderes.

Eine Antwort auf „death proof“

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