Sunshine

es ist schon eine beachtliche weile her, dass ich diesen film im kino gesehn habe und nur die tatsache, dass mir grad die kinokarte durch die hand rutschte bringt euch in die zweifelhaft glückliche situation euch diesen text durchzulesen.

sunshine kam im frühling diesen jahres in die kinos und sorgte dort wohl nicht für das, was man einen aufstand nennt. er ging in der breiten masse von filmen unter, welche woche für woche mit viel tam-tam neu erscheint. das er unter ging ist anbei nicht so schade und durchaus verständlich.

der action-thriller beschreibt in seinen laufzeit von etwa 1,75h die mission von einer truppe heldenhafter menschen, welche auszogen nichts geringeres zu tun, als die welt zu retten. hintergrund ihrer mehr oder minder freiwilligen aktion ist die tatsache, dass die sonne ihre lebenskraft verliert und nun die schlauen forscher ein atombombe im innern der sonne zünden wollen, um sie wieder ein wenig zum leben zu erwecken. ohne sonne ist nämlich auf der erde sowas wie ewiger winter und damit dort alles andere als erträglich.

ausgestattet mit einem riesigen raumschiff und menschen aus verschiedensten fachrichtungen geht es also zur sonne. unmittelbar vor der ankunft beginnen aber dann die probleme (nach jahrelangem geradeausflug durchs all). der sonnenwind (wer nichts damit anfangen kann wikilink) und ein unglückliches manöver des raumschiffes zerstören auf einmal wichtige lebenserhaltene systeme an board. im überlebenskampf der crew wird dann auch noch die längst verschollene vorgängermission wiederentdeckt, welche immernoch ihre bahnen vor der sonne dreht. man entschließt also an board des alten schiffes zu steigen um dort u.u. wichtiges material für das erfolgreiche abschliessen der mission zu bekommen. alle diese aktionen laufen ohne kontakt zur erde ab, da man im sonnenwind keine funksignale versenden kann (?).

"natürlich" lebt an board des alten schiffs nach ca. sieben jahren blindflugs noch jemand, welcher aber offensichtlich einen kleinen schuss hat und somit sich für einen amoklauf entscheidet. die nun stark ledierte crew will aber um jeden preis die welt retten und so entschließt man sich "einfach" mit samt schiff in die sonne zu rauschen und dort die bombe dann noch schnell zu zünden, bevor man selbst drauf geht. ich glaube mich dunkel zu erinnern in diesem zusammenhang öfters die amerikanische flagge gesehn zu haben, was in anbetracht der weltrettungsmission mehr als peinlich war.

beim eigentlichen showdown kann dann irgendwie keine stimmung mehr aufkommen, weil die überlebenden nur damit beschäftigt sind sich gegenseitig umzulegen oder aber mit "letzter" kraft an der bombe basteln, um sie hochzujagen. als dann auch noch sonnenfantasien von superhellem licht auftauchen, in das man kollektiv hineinschreitet/fällt auftauchen wird es zunehmends absurd. auch die vermeindliche love-story, welche natürlich in einem film dieses kalibers nicht fehlt, wirkt in diesem momenten einfach nur noch lächerlich. ob sie ihre mission dann doch noch erfüllen, will ich mal an dieser stelle nicht sagen, um die wenigen neugierigen nicht abzuwimmeln…

wie mein unterton wohl schon leicht vermuten läßt, war ich von dem film nicht zu 100% begeistert. zuviele, konfuse charaktere streiten sich über nichtigkeiten bei einer vermeindlich wichtigen mission. das ganze hatte was von einer 105 minuten doku-soap. auch wenn ich lost noch nie gesehn hab, denke ich das der plot durchaus passen würde. eine interessante story (anbei auch der grund für meinen kinobesuch) wurde mal wieder mies umgesetzt. man will es allen recht machen (pärchen, männern, ökos, frauen…) und das gelingt zum wiederholten male "erstaunlicherweise" nicht. schade…

Kommentar verfassen