Blog Action Day 2007 – Umwelt

ich kann von mir behaupten durchaus ca. 12h pro tag im www unterwegs zu sein, natürlich mal mehr und mal weniger intensiv, aber ich bin auf jeden fall ständig online. da man dadurch ein wenig rumkommt im netz und ich als aktiver betreiber dieser seite mich als blogger bezeichne, so interessiert mich natürlich verstärkt content, welcher aus der bloggosphäre kommt. irgendwie kam es also so, dass ich wahrscheinlich beim lesen eines anderen blogs auf den Blog Action Day aufmerksam geworden bin, die idee gut fand und nun so mitmache.

soweit ich das mir durchgelesen habe, geht beim blog action day darum, dass alle mitmachenden blogs an einem weit im vorraus festgelegten tag zu einem thema etwas posten. dies soll dazu führen, dass die "macht" aller leser und blogger das thema in den focus der weltöffentlichkeit rücken. thema des diesjährigen und glaube ich ersten blog actions days ist die umwelt. nun werde ich also mal versuchen ein paar zeilen zum thema umwelt zu schreiben, wobei ich mir mühe gebe nicht altes zu reposten oder sonstigen statistischen müll zu verzapfen, sondern meine meinung zu verdeutlichen.

über umwelt wird ja grad in den letzten tagen viel erzählt und berichtet. die meisten menschen haben aber glaube ich schon lange eine recht eigene meinung zu dem thema, welche sich meist damit umschreiben läßt, dass sie alleine eh nix für die umwelt tun können. naja, das seh ich ein wenig anders. natürlich dachte ich bis vor ca. 4-5 jahren ähnlich oder besser ich habe mir keine/kaum gedanken gemacht.

dann war die schule vorbei und plötzlich hatte man keine zeit mehr für nix…naja, fast nix. dann rief mich eines tages greenpeace an und fragte, ob ich nicht fördermitlgied werden will. da meine finanziellen resourcen dies zuließen (beitrag ab 5€/monat) und ich nix gegen die truppe hatte/habe, entschloss ich mich einzusteigen. damit begann mein interesse für umweltthemen erst so richtig.

zunächst habe ich mir bücher über greenpeace und teils ehemalige führungsmitglieder besorgt. gelesen und das hat lust auf mehr gemacht. dann bekommt man als mitglied ja noch eine zeitschrift, welche zusätzlich über die aktuelle arbeit von gpeace informiert. somit ging es über umweltschutz zu ernährungsproblemen, waffenschiebereien und das welt-finanzsystem. dazu habe ich jeweils bestimmt auch mindestens 2 bücher gelesen.

da man nicht mit jedem buch/aussage/aktion d’accord geht habe ich mir auch weiterführende literatur durchgelsen und so z.b. angefangen mich mehr mit meinem glauben zu beschäftigen. ich konnte zunehmends feststellen, dass das alles zusammenpasst. jetzt fehlte nur noch der schritt zum aktiv werden.

der fehlt im wesentlichen bis heute, zumindest im grossen stil. in kleinen schritten habe ich jedoch glaube ich schon ganz gut angefangen und das sind auch die punkte, über die finde ich jeder mal nachdenken sollte. das fängt bei banalen dingen wie mülltrennung, müllvermeidung und müllbeseitigung an. umfaßt änderungen am lebenstil aber ebenso, so bin ich ja z.b. seit nun fast einem halben jahr bio-vegetarier, ich esse also nur fleisch aus nicht konventionellem anbau. auch das ist ein beitrag für die umwelt, denn man verhindert massentierhaltung und damit ausbeutung von tieren, umwelt und resourcen.

jetzt kommt das leidige thema geld ins spiel. die klassische ausrede ist ja immernoch, dass das alles zu viel kostet. wer so denkt, dem empfehle ich einfach mal die preise aktiv zu vergleichen und vl. nicht unbedingt demeter mit lidl zu vergleichen, sondern z.b. lidl mit lidl eigenen bio produkten, welche mitlerweile ja fast jede kette anbietet. dann wird man zwar feststellen, dass die preise der höherwertigen produkte in der tat höher sind, aber man konsumiert auch automatisch weniger, was oftmals nicht unbedingt schlecht ist. die konzentration auf weniger aber dafür bessere lebensmittel halte ich nicht für verkehrt und was ist eigentlich wichtiger als eine gesunde ernährung? die auswirkungen davon sind weitestgehend unbekannt, fakt ist aber, dass es immer mehr allergiker gibt, die krebsrate steigt und trotz allem überfluss weiterhin so viele menschen (ver-)hungern, wie vor 25 jahren.

ich finde eine gesunde ernährung sollte es wert sein, dass man sich bestimmte andere dinge nicht mehr leisten kann. ist man zu diesem schritt bereit, hat man schon mehr für die umwelt getan, als man glaubt. wer sich das nicht zutraut oder wem die argumente/fakten fehlen, dem empfehle ich dringends sich einmal die "mühe" zu machen ein buch zu lesen, was sich mit einer dieser erweiterten umweltthematiken beschäftigt. vl. hilft das ja schon zum umdenken. sollte das zu teuer sein, denk an die 10 euro für den nächsten arztbesuch, den du wegen deiner allergie beuschen musst. spar sie dir und ernähr/leb dich gesünder/bewusster!

anbei mag man es kaum glauben, aber es macht sogar spass alles ein wenig bewusster zu tun. man lebt irgendwie intensiver. ich jedenfalls wünsche mir, dass du (leser) dem ganzen zumindest eine chance gibst und eines der sachen probierst. ich hab ja schließlich auch mal klein angefangen.

für die ganz fleißigen: sprecht mit andern darüber und versucht sie für die sache zu begeistern und schon wird aus der mücke (mensch) ein elefant!

für alle: viel spass und danke fürs "zuhören"!

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