Von Löwen und Lämmern

das ansehen dieses kino films liegt schon ca. einen monat zurück aber mir ist gerade mal wieder die kinokarte in die hand gefallen und da ich die wegschmeissen will, kommt jetzt vorher mein beitrag zum film hierher.

der also dieses jahr erschienene film ist dem genre drama zugeordnet und da gehört er denke ich auch richtig hin, auch wenn der film bei weitem nicht richtig dramatisch ist, sondern vielmehr versucht zum denken anzuregen. das wort versucht ist an dieser stelle bewusst gewählt, denn leider schafft er es nur sehr bedingt.

der film machte zwar nur mäßig werbung für sich selbst, konnte aber dafür mit namhaften schauspielern wie robert redford und tom cruise für sich werben, was allein schon für viele reichte sich den film anzusehn. so ähnlich war es wohl auch bei mir…man erwartete bei solchen leuten und einem drama einfach einen guten film.

die handlung läßt sich in drei parallele stränge aufteilen. zunächst zwei soldaten im fronteinsatz bei einer mission im irak/afghanistan. über diesen einsatz weiß ein aussichtsreicher senator bescheid und vergibt einer neugierigen reporterin eine exklusivstory dafür. die beiden soldaten waren vorher studenten und haben sich freiwillig gemeldet. der alte professor der beiden führt nun eine gespräch mit einem etwas faulen studenten u.a. über diese beiden ehemaligen von ihm.

im verlaufe des relativ kurzen (zu kurzen!) films scheitert langsam aber sicher die mission der soldaten und sie sterben nach- und füreinander. der darüber in kentniss gesetzte senator gerät zunehmends ins stocken und verwurschtelt sich in politischen grundsätzen und diskussionen über us-aussenpolitik. der professor versucht seinem faulen problemkind nun klar zu machen, was er da an talent verschenkt, während er faulenzt und was denn die studenten nicht für helden waren, die in den krieg gegangen sind. auch wenn er selbst als intellektueller den kriegseinsatz natürlich nicht unterstützt, so ist er doch erstaunt über den mut der beiden für ihr vaterland alles zu geben.

tja, was soll man sagen? abgesehn von ein paar interessanten ansichten bringt einem der film nichts. als es gerade anfängt interessant zu werden und die gegensätze sich langsam anziehen oder besser gegenseitig auffressen da ist der film plötzlich zu ende. mensch soll wohl alleine weiter drüber nachdenken. sicher nicht verkehrt der gedanke, jedoch etwas zu kurz alles angeschnitten und zu fiktiv. ich denke einige amis hätten sich den film lieber mal angucken sollen, jedoch wird er dem durchschnittlichen mitteleuropäer eher langweilen bis nicht berühren. schade, denn der film hatte potential, wie ich finde.

also, wer ihn gucken will solls tun, alle andern sollten sich echte packende dramen raussuchen und die gucken.

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