Partyalarm

was ein film titel nicht wahr? aber es wird noch gesteigert, denn der offizielle deutsche untertitel dazu lautet "Finger weg von meiner Tochter". warum man sowas beim synchronisieren der englischen titel tut, bleibt mir für immer ein rätsel, denn dort heißt der film schlicht weg "My boss’s daughter". das weiss man zwar schon fast worum es geht und trotzdem macht zumindest der titel wesentlich neugieriger als die eingedeuschte alternative. dort erwartet man nämlich dann schon gar nix mehr und hofft eigentlich nur, dass es nicht allzu schlimm wird.

warum ich ihn geguckt habe dürfte dem regelmäßigen leser bekannt sein und liegt einzig und allein darin begründet, dass der streifen einer tv movie beilag, welche ich immer noch im abo beziehe (obwohl ich keinen fernseher habe…ich sollte es kündigen…).

bereits vor mehr als vier jahren erschien dieser gott sei dank recht kurze film (ca. 85 minuten). die komödie ist humortechnisch irgendwie zwischen scary movie und die nackte kanone. den vergleich zieh ich jetzt mal ausgehend vom autor (david zucker), welcher für alle drei filme (mit-)verantwortlich ist (ich weiss, er hat auch schon wesentlich bessere filme gemacht). wer die anderen nicht kennt: eher sehr flacher humor.

die handlung ist schnell umschrieben. es geht um einen jungen "mann", welcher auf die tochter seines chefs abfährt. er ist zunächst natürlich viel zu schüchtern sie auch nur um etwas zu fragen. plötzlich macht sie ganz unvermittelt den ersten schritt und fragt ihn, ob er nicht heute abend zu ihr kommen könnte. er ist sich zwar nicht ganz sicher und eher sehr verblüfft, sagt aber ja. der haken kommt dann am abend selbst, als sich herrausstellt, dass sie gar nicht da ist, sondern zu einer party unterwegs. sein boss will ebenfalls weg und so soll er auf haus und haustier aufpassen. da es sein boss ist sagt er natürlich zu und schon beginnen die probleme.

kaum ist sein chef aus der tür klingelt eine fragwürdige gestalt nach der andern an der tür und will fragwürdige geschäfte/unterhaltungen/übernachtungen/kurierdienste/partys in anspruch nehmen. allen voran der angebliche bruder des chefs und seine "freunde". das dann auch noch die hauseule o.j. ausfliegt scheint nur so zu passen. wie der junge herr das dann wieder in den griff bekommt will ich mal nicht vorweg nehmen, falls tatsächlich jemand vorhat sich den film anzutun.

was der film nicht ist, ist spannend. ebenfalls kaum ist er lustig. es gab zwar etwa drei stellen an denen auch ich schmunzeln, respektiv lachen musste, aber abgesehn davon ist da nix, was auch nur annähernd einem niveau jenseits der bordsteinkante entsprechen würde. also was genau die zielgruppe des film ist, bleibt mir unklar und somit kann ich auch niemandem wirklich empfehlen den film einzulegen, es sei denn man ist mann und absoluter tara reid fan, denn diese bekommt man zu sehen in der rolle der hübschen cheftochter und häßlich ist sie ja wahrlich nicht…

Kommentar verfassen