Tödliche Versprechen

seit einer woche in den deutschen kinos und gestern abend in der spätvorstellung angesehn. damit also eine nahezu brandaktuelle filmmeldung.

leider muss ich sagen, dass es nicht der beste film war und somit die bewertung meinerseits auch etwas mau ausfallen wird und vielleicht den ein oder anderen mehr davon abhält den film zu gucken als hinzugehn. aber filmkritiken sollen ja schließlich auch dazu da sein schlechte filme mit wenig besucherzahlen abzustrafen, meine ich.

tödliche versprechen ist ein ca. 100 minuten langer film, welcher im london von heute spielt. dort im speziellen in kreisen der dort ansässigen russischen mafia.

anfangen tut alles mit der geburt eines kindes zu weihnachten. die noch 14 jährige unbekannte mutter stirbt bei der geburt. die der geburt beistehende hebamme macht sich nun auf die suche nach verwandten des kindes, damit das neugeborene nicht in ein pflegeheim oder ähnliches muss. ihre einzige spur ist dabei ein tagebuch und eine visitenkarte daraus, welche das mädchen bei sich trug.

die visitenkarte führt sie zu einem russischen restaurant, welches der ansässigen russenmafia als hauptquartier dient. da das tagebuch auf russisch ist, läßt sie es zunächst von ihrem russischen onkel übersetzen. parallel dazu nimmt sie aber auch kontakt zu dem restaurantbesitzer und seinen gefolgsleuten auf, was sich als grosser fehler herrausstellen wird. eh sie sich versieht steckt sie mitten drin in den machenschaften der mafia. ihr onkel weiss durch das tagebuch plötzlich "zuviel" und auch sie gerät zunehmends unter druck.

einzig der misteriöse Nickolai (gespielt von Viggo Mortensen) scheint ihr nicht direkt böse gesonnen auch wenn er mitten in der mafiaszenerie drinsteckt. welche rolle er letztendlich in dem thriller oder auch drama spielt erfährt sie nie, jedoch wendet sich am ende doch alles zu einem akzeptablen zustand für sie und ihre verwandten.

genau dieses ende ist es, was erstens zu plötzlich kommt und zweitens mir viel zu offen ist. es passt irgendwie nicht zu dem film und sollte es keinen zweiten teil, was ich nicht glaube, so ist es einfach schade, denn die story beginnt gerade interessant zu werden, da ist sie auch schon wieder vorbei. spannend ist der film ohne frage die ganze zeit aber er kommt halt nicht wirklich voran und als es dann vorwärts geht in der handlung ist er eben zu ende. schade.

eigentlich ist dies der einzige grund, warum ich kein empfehlung für den film aussprechen kann. sollte das ende einem egal sein, so kann mensch sich einen schönen mafia thriller angucken mit allem was dazu gehört. schlägereien, sex, waffen, alkohol, frauen… das ganze in der heutigen zeit mitten in london. die szenerie hat schon was und kommt absolut glaubwürdig, wenn auch unvorstellbar rüber. tja, bis auf das ende bzw. die eben maue handlung ein gelungener film. entscheidet am besten selbst ob es euch das kino wert ist, auf dvd ausgeliehen ist er aber allemal sein geld wert.

Kommentar verfassen