Der letzte König von Schottland

nein, der film handelt nicht von einem aufstrebenden highlander gleichem , menschlichem halb-gott und er spielt auch nicht auf der europäischen insel, welche das "land" des titles beherbergt.

der selbsternannte letzte könig von schottland ist im film der ehemalige ugandische diktator idi amin. spätestens jetzt wird klar, dass es sich bei dem ca. 120 minuten langen film nicht um eine komödie handelt, sondern um den mit der herrschaft von amin verbundenen zustand des landes. der drama in diesem film wurde im jahre 2006, ca. 3 jahre nach dem tot des diktators im saudischen exil, in grossbritannien gedreht.

die handlung des film beginnt im herzen schottlands, wo der junge arzt Nicholas grad seine doktorarbeit bestanden hat und nun die welt erkunden will oder besser einfach raus muss von zu hause. da er nicht so richtig weiss, wo es hingehn soll überläßt es dem zufall, welcher in kurzerhand nach uganda bringt.

dort angekommen findet er sich nach einer abenteuerlichen reise in einer krankenstation wieder. vor ort sind neben ihm, neben allerhand ugandischen menschen, ein ebenfalls britischer älterer arzt und seine attraktive jüngere frau. nach kurzer einarbeitungszeit funktioniert das team zunehmends besser und es macht allen beteiligten spass. dabei kommen sich nicholas und die frau des doktors langsam näher und letztendlich verhindert nur der aufstieg des idi amin an die spitze des staates ein weiteres "eskalieren" der beziehung.

nicholas lernt den neuen präsidenten zufällig kennen, als dieser nach einer aufbrausenden rede einen autounfall hat. den präsident ist von der direkten und ehrlichen art des jungen menschen begeistert und ernennt ihn kurze zeit später zu seinem persönlichen leibarzt. nicholas weiss zunächst gar nicht so recht wie ihm geschieht, ist jedoch ersteinmal hellauf begeistert und stürzt sich in die arbeit. er soll eigentlich helfen das gesundheitssystem von uganda mit aufzubauen, doch schnell hohlt in der "alltag" des präsidenten ein und die arbeit gerät in den hintergrund.

neben der freundlichen und zuvorkommenden art des präsidenten gegenüber ihm bemerkt nicholas schnell, dass das nicht alles ist und irgendwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. zunächst macht er sich darum jedoch keine sorgen und genießt ersteinmal das neue leben. auch als ihn der britischer geheimdienst kontaktiert bleibt er locker und verteidigt sogar noch seinen "freund" den präsidenten. dadurch und die tatsache, dass er stets an der seite des diktators auftaucht und ihn letztendlich sogar ab und an vertritt, machen ihn auch in der westlichen welt bekannt.

etwa zu diesem zeitpunkt werden die spannungen im land größer und die erklärungen des präsidenten zu "verschwundenen" personen werden nicholas zunehmends seltsamer. als er dann aussteigen will, ist es längst zu spät und eine ungewollte schwangerschaft einer frau des präsidenten, welche durch nicholas verschuldet ist, machen es auch nicht leichter.

wie aus diesem konflikt und dem ausufernden gebaren des präsidenten entkommt, will ich an dieser stelle nicht schreiben, um spannung für zukünfitge zuschauer zu erhalten. der film lohnt sich nämlich absolut ihn selbst anzusehn. der film basiert nämlich, zumindest was den präsidenten und einige storypunkte betrifft, auf wahren begebenheiten und läßt somit einen einblick in afrikanische geschichte zu.

der film ist alles andere als leichte kost und zurecht ab 16 jahren erst freigegeben, nicht zuletzt damit das verständnis des gezeigten die richtigen synapsen trifft. also wer lust hat auf einen anspruchsvollen film mit geschichtlichem hintergrund ist bei "der letzte könig von schottland" genau richtig.

kritik läßt sich lediglichen an der wenig einfühlsamen und eher mauen story ansetzen, jedoch ist es ja auch nicht so trivial gleichzeitig geschichtlich halbwegs korrekt zu bleiben und eine total klasse aufgeputschte story zu liefern, bei der nicht am ende die liebesschnulze steht. in diesem sinne: ansehn!

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