Beiträge vom Februar, 2008

Das Beste kommt zum Schluss

Donnerstag, 28. Februar 2008 21:51

dieser Film wurde mir von einem Bekannten empfohlen. Seit kurzem oder besser seit 24.1. diesen Jahres läuft dieser Film im Kino. Er wurde letztes Jahr in den USA gedreht und wird von offizieller Seite in die Kategorie Komödie und Drama eingeordnet. Der Film zeigt in ca. 100 Minuten die letzten Tage zweier Männer im Alter von etwa 50 Jahren.

Die beiden könnten verschiedener nicht sein. Der eine, genannt Edward, hat Geld ohne Ende und braucht sich um nichts zu kümmern. Er hat seinen eigenen Assistenten, der ihm jeden Wunsch von den Lippen abließt. Er ist Chef einer großen Firma und hat eigentlich den ganzen Tag zu tun. Dabei jettet er um die ganze Welt, um Geschäftsterminen nachzukommen. Erst ein unfreundlicher Zeitgenosse, welcher keine Zeit für Familie, Freunde oder sonst eine zwischenmenschliche Beziehung zu haben scheint.

Der andere ist Mechaniker, Vater von mehreren Kindern, glücklich verheiratet und auch sonst so ziemlich das Gegenteil von Edward.

Diese beiden Männer begegneten sich nun das erste Mal in einem Krankenhauszimmer. Edward gehört dieses Krankenhaus sogar, doch auch dies hilft ihm nichts vor seiner nun anstehenden Diagnose. Beide haben Krebs im Endstadium und noch höchstens ein Jahr zu leben. Zunächst sind bei der zutiefst erschüttert und können mit der Situation wenig anfangen. Beide versuchen mit ihrer Situation und ihren Mitmenschen trotz der Krankenhausatmosphäre klar zu kommen. Dies geht auch einen Augenblick so gut. Doch dann eines Tages, entdeckt Edward einen Zettel von Carter, der Mechaniker, worauf dieser notiert hat, was er noch unbedingt tun möchte davor er stirbt.

Dieser Zettel bringt die beiden Männer ins Gespräch und im Anschluss daran auf eine Idee. Da es Edward nicht an Geld mangelt und auch sonst erst einmal nichts dagegen spricht, füllt er die Liste nun zusammen mit Carter weiter auf. Am Ende umfasst zehn Punkte. Diese 10 Punkte beinhalten Neben sachen wie Fallschirmspringen oder die Besichtigung der chinesischem Mauer, auch Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann wie zum Beispiel "jemand Fremden einen Gefallen tun".

Während die beiden diese Liste nun Stück für Stück abarbeiten, lernen sie sich kennen. Aus dem zunächst unfreundlichen und unnahbaren Edward wird schon bald ein Mensch mit Gefühlen und wie sich später herausstellt, sogar mit Familie. Wie Edward diese wieder neu entdeckt und am Ende sogar Carter als wohl seinen besten Freund bezeichnen kann und wie das Leben der beiden Männer endet, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Der Film konfrontiert einen mit dem Tod. Das ist nicht immer einfach, jedoch zeigt er wieder einmal dass es sich lohnt, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Die Kenntnis seines baldigen Todes was für ein Menschen furchtbar schwer sein und ich denke nicht jeder kann die Reaktion oder die Handlungen des Betroffenen verstehen. Ich denke aber andererseits muss man diesem Menschen alle Freiheiten geben, die er möchte, denn es ist sein Leben. Ganz nebenbei erfährt man, wieder einmal, dass alles Geld der Welt nichts ist im Vergleich zu einer Familie, welche einem Geborgenheit geben kann.

Dieser Film ist definitiv ein Drama er hat lustige, nachdenkliche und Szenen, welche wohl die meisten zu Tränen rühren. Ich kann diesen Film jedem nahelegen, der vielleicht nicht gerade selbst jemanden verloren hat, denn er lädt ein zum Nachdenken. Der hektische Alltag kann kurz ausgeblendet werden und man ist quasi gezwungen sich Gedanken zu machen. Wer dazu Lust hat und sich ganz nebenbei sogar anspruchsvoll unterhalten lassen will, der ist hier genau richtig. Jack Nicholson und Morgan Freeman haben mal wieder gezeigt, was die Alte Schule in ein etwa an noch kann. Also auf ins nächste Kino oder aushalten ist die DVD erscheint!

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The Chumscrubber – Glück in kleinen Dosen

Mittwoch, 27. Februar 2008 14:26

wie ich vor kurzem auf diesen film gestoßen bin, weiss ich beim besten wille nicht mehr, aber der titel war nicht abstoßend, der genre (drama) vielversprechend und ich kannte ihn noch nicht. auch die story klang gar nicht verkehrt.

diese dreht sich nämlich in dem nur auf dvd erschienenen amerikanischen film von 2005 um eine kleinstadt in den usa bzw. um deren einwohner. diese im klassischen reihenhausstil als vorort einer grösseren stadt erbaute quasi-kleinstadt isoliert vor allem die jüngeren in ihrer schule und die hausfrauen in ihren nachbarschaften von dem rest der welt. so lebt man vermeindlich ruhig und friedlich nebeneinander. die dortige kleine welt beginnt zu wanken, als sich ein teenager in seinem poolhaus erhängt.

der tote hatte im wesentlichen einen besten freund, welcher von allem nichts wusste und nun deutlich geistig angeschlagen von seinem psychatervater mit medikamenten zugedröhnt wird. der tote war aber nicht nur irgendeiner, sondern er versorgte die gesamte schule des vorortes mit drogen aller art. diese quelle ist nun versiegt und es wird schnell zum problem der schule, dass keiner mehr klarkommt ohne sein jeweiliges zeug.

über kurz oder lang beschließt der "obermacker" der schule mit seiner gang den einzigen freund des toten zu erpressen, damit dieser seine letzten reservern besorgt und verteilt. dazu entführen sie den bruder des freundes. es stellt sich aber später heraus, dass sie diesen nicht haben, sondern einen falschen entführt haben. die eltern des kindes sind aber so mit dem vorbereitungen zu ihrer hochzeit beschäftigt, dass sie zunächst nichts vom verschwinden ihres kindes merken. dazwischen gibt es noch den dorfpolizisten, welcher der exmann der baldigen braut ist. die trauernde mutter des toten, welche ausgerechnet am hochzeitstag die trauerfeier abhalten will und viele andere durchaus zunehmends verrückte persöhnlichkeiten.

der film passt vom stil her zu american beauty oder anderen filmen dieser art. viele parallele an sich nicht verbundene storys finden am ende zusammen und beeinflussen sich auch schon während des films gegenseitig. das grosse finale am ende des films brauch den vergleich mit american beauty nicht zu scheuen und auch das erwarten dessen ist während des ansehens riesig ("wie wird das alles enden?").

wer underground "kino" gut leiden kann und auch mit dem amerikaschen drama was anfangen kann, ist bei diesem streifen genau richtig. kann ihn also absolut empfehlen. anspruchsvoll, humorvoll und heimlich (gesellschafts-)kritisch. also auf zur gut sortierten videothek um die ecke und ansehn, denn der film braucht den vergleich mit dem meisterwerk american beauty nicht zu scheuen!

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Idiocracy

Mittwoch, 27. Februar 2008 13:32

dieser film ist wohl wahrlich schon in die jahre gekommen, aber kein grund für mich ihn erst jetzt zu gucken. die dvd fand sich just die tage in der dvd-sammlung einer meiner mitbewohner und da ja zeit und beamer vorhanden waren/sind, wurde nicht lange gefackelt.

"idiocracy" spielt in einer fernen (ca. 2500 n.c.) zeit. der zugang dorthin wird zwei der protagonisten dadurch zu teil, dass sie bei einem experiment der armee mitmachen, bei der es darum geht sich einfrieren zu lassen und quasi ein jahr lang winterschlaf zu halten. das experiment geht eigentlich gut, jedoch nur eigentlich, denn das experiment gerät in vergessenheit und niemand kann sich jemals wieder an das ganze erinnern. schließlich im jahre 2505 wird dann durch einen zufall die tür der elektrischen "särge" geöffnet und die beiden kommen getrennt voneinander in der neuen welt zum vorschein.

die komödie aus den usa wurde im jahre 2005 veröffentlicht und behandelt ab dem moment des erwachens also ca. 90 minuten das leben im jahre 2505. der titel des films läßt diese zukunft schon ein wenig vorrausahnen. die zukunft wird vermüllt, verdreckt und stets unmittelbar vor dem zusammenbruch stehen, denn die leute werden immer fauler, dümmer, fetter und irgendwann geht schlicht nichts mehr vorwärts.

der intelligenztest, den jeder bürger machen muss, umfasst für die meisten unlösbare probleme, wie das einstecken eines quaders in eine dafürvorgesehne quaderförmige öffnung. auf grundlage dieses wird joe, einer der eingefrorenen, zum klügsten menschen der welt erklärt, da er so gut wie kein anderer den test bestand. er soll fortan dem präsidenten (einem muskelpaket, welcher pronostar ist) helfen, die probleme des landes zu lösen. dazu gehört z.b. das ausbleiben des wachstums der nahrung. man hatte sie begonnen mit einem energydrink zu giessen, weil wasser von einem grossen konzern als unnütz und ungeeignet abgestempelt wurde.

die welt, welche gezeigt wird hat neben dem ganzen witz auch einiges an kritk an der derzeitigen situation in sich. einer oder wenige konzerne kontrollieren jeden bereich des lebens und die politik ist zu einer reinen show geworden, in der nix zu erreichen und sinnvoll umzusetzen ist. die extreme dummheit der menschheit 2505 wird immer wieder sehr brilliant dargestellt. es geht allen nur um spass, sex, party, fernsehen und essen. niemand produziert etwas geschweige denn arbeitet überhaupt richtig. die darstellung dessen und der menschen ist, finde ich, herrlich umgesetzt. auch kleine details im hintergrund oder am rande fehlen nicht, einzig die etwas lausigen gerenderten computerhintergrundbilder sind manchmal etwas hässlich, stören aber den film nicht und unterstreichen seine satirische note.

der film hat mich zwar nicht umgehaun, er lohnt sich aber durchaus und kann damit also angesehn werden. er ist absolut anspruchslos, wenn man nicht ein wenig hinter die story sieht und kann zu gelegentlichem lachen verhelfen. wer ihn noch nicht gesehn hat, den kann ich ihm nur empfehlen für zwischendurch mal. für einen abend zu kurz und zu blöd, aber für nen lückenfüller am nachmittag genau richtig. dvd nicht kaufen sondern leihen, denn ein kauf lohnt beim besten willen nicht. also auf zur videothek couchpotato!

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The Dead Girl

Mittwoch, 27. Februar 2008 12:39

ich bin beim surfen im netz über diesen film gestolpert und da ein interessant klang und dem genre drama zugeordnet wird, hab ich nicht lange überlegt und ihn mir einfach mal angesehn. das ganze übrigens im zuge meiner genesungsphase, nachdem ich mir am letzten freitag abend den rechten ringfinger in einer s-bahn-scheibe gequetscht habe und somit endlich gelegenheit und grund genug hatte um tage vor meinem beamer zuverbringen.

"the dead girl" also ist ein drama mit kleiner krimi ähnlicher story inklusive.  der film erschien meines wissens nie im kino in deutschland und ist seit januar diesen jahres als dvd zu leihen. der amerikanische streifen von 2006 geht rund 90 schnellvergehende minuten.

die handlung wird rückwärts erzählt. es beginnt alles mit dem toten mädchen/frau, welche nackt, zerstümmelt und vor allem tot und vergewaltigt einige zeit nach ihrem vorzeitigen ableben auf einem feld gefunden wird. die finderin lebt mit ihrer mutter in der nähe des feldes in einem amerikanischen dorf/stadt im nirgendwo. ihre mutter ist pflegebedüftig und trotz des liebevollen einsatzes ihrer tochter, hat diese für sie nur hohn und spott übrig. das finden der leiche sorgt bei der finderin für einen erweiterten ausraster und sie verläßt kruzerhand ihre mutter, um mit einem völlig fremden ins unbekannte zu fahren.

dieser unbekannte ist quasi der titel der ersten story, welche erzählt werden. darauf folgen dann noch weitere, bis zum schluss das tote mädchen selbst eine story bekommt, welche unmittelbar vor ihrem tot spielt.

bis dahin hat man ihre mutter, ihre "arbeitskollegin", ihren mörder, dessen frau und weitere menschen kennengelernt. dramatisch an der ganzen geschichte ist eigentlich die selbstverständlichkeit mit der alles passiert. nichts wirkt an sich besonders schlimm oder gar unverständlich, abgesehn vl. von dem mörder und seiner frau, welche aber auch durchaus menschlich verständlich handelt.

durch die mehreren handlungen/geschichten schafft man es nicht ganz, sich mit einem der charaktere zu identifizieren oder ähnliches verhältnis aufzubauen. der film läuft somit auf die klärung des mordfalles hinaus, d.h. wer ist der mörder und wie konnte es dazu kommen. das dabei nie klassische polizei(-arbeit) zum einsatz kommt, sondern quasi "nur" erzählt wird, wie alles geschah, macht die sache zu etwas besonderem/anderem. leider schaffte der film es nicht mich zu überzeugen, denn irgendwie will auch echte spannung nicht aufkommen und somit kann ich eigentlich nur sagen, dass es sich nicht wirklich lohnt diesen film zu sehen. also wer darauf stößt, kann beruhigt vorbeigehen, es sei denn Brittany Murphy ist sein/ihr lieblingsschauspielerin oder ähnliches.

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die liebe und ihre tücken…

Donnerstag, 21. Februar 2008 17:41

um gegen mein schlechtes gewissen etwas zu tun schreibe ich mal wieder einen blog-eintrag und das obwohl mein eigener pc gerade gar keine lust hat mit mir zu arbeiten. seit über einer woche nun schon arbeite ich mit diversen live-systemen, da mein gutes gericom supsonic nach ca. 3-4 jahren der meinung war die festplatte ins jenseits zu jagen. naja, die daten sind fast wöchentlich gesichert worden und damit ist also nur der zustand des fehlens eines vernünftigen pc’s etwas nervend (zumindest als it’ler). wer jetzt allerdings denkt "hey, neue platte rein und weiter gehts", der sollte mal nach dem genannten notebook (version kn1) und dem problem des plattewechselns suchen…bislang hat es wohl niemand (!) geschafft…

so genug geklagt und "zurück" zum thema. durch den morgendlichen aufruf der startseite einer grossen internetsuchmaschine mit diversen zusätzlichen funktionalitäten, kam ich heute beim überfliegen der "nachrichten"-artikel auf folgenden interessanten artikel. *klick*

gerade gegen ende konnte ich feststellen, dass er durchaus seine wahren seiten hat und wer zeit und lust hat ihn zu lesen, der hat zumindest nicht seine zeit verschwendet find ich. genug erzählt. lesen!

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John Rambo

Donnerstag, 14. Februar 2008 17:54

gestern war es endlich so weit, denn der neue rambo film kam in die kinos! die meisten werden es verschalfen haben oder sich von vorne rein nicht dafür interessiert haben, diesen kann ich nun sagen, dass das zu unrecht war. ich war gestern bei der premiere von "John Rambo" und kann sagen, dass meine durchaus geringen erwartungen übertroffen wurden.

das kino war gut gefüllt, vor allem mit männlichem publikum und man konnte also in "vertrauter" atmosphäre unter szenenapplaus und gegröle dem vierten teil der kleinserie den gebührenden respekt zollen.

dieser vierte teil der rambo-serie spielt ca. 90 minuten in birma bzw. einem nachbarland davon. zu beginn wird daraufhingewiesen, dass die zustände im echten birma durchaus vergleichbar sind mit denen im film und der autor, regieführer, produzent und hauptdarsteller sylvester stallone will mit einnahmen aus dem film auch den menschen dort helfen.

der alte vietnamveteran john rambo lebt zurückgezogen im dschungel und interessiert sich eigentlich recht wenig für seine umwelt. als eines tages eine gruppe von ambitionierten christen zu ihm kommt und ihn bittet, sie flussaufwärts nach birma zu bringen, damit sie vor ort helfen können, schlägt er sie zunächst in die flucht. eine besonders hartnäckige blonde vermeindliche schönheit kann ihn dann aber doch überzeugen sie zu unterstützen und somit liefert er die gruppe in birma ab.

auf dem weg dorthin kommt es zu einer ersten auseinandersetzung mit flusspiraten, welche für alle der piraten durch mister john rambo tödlich endet (erster szenenapplaus).

wieder "zu hause" angekommen wird ihm als bald berichtet, dass die gruppe als vermisst gilt und er wird beauftragt eine gruppe von angeheuerten söldnern zu ihnen zu bringen, damit sie befreit werden. somit macht sich das ungleiche team auf in die hö(h)l(l)e des löwen. nach einigen auseinandersetzungen über rangordnung und können der einzelnen werden die "befreier" augenzeuge eines zerstörten dorfes und einer menschenverachtenden hetzjagdt, welche durch john rambo abgebrochen wird, bevor sie ein grausiges ende findet.

dann muss es schnell gehen und die birmische armee bzw. eines ihrer camps wird kurzerhand angegriffen und die geiseln befreit. das dies letztendlich nicht völlig unbemerkt geschieht dürfte klar sein und so kommt es am schluss zum offenen kampf zwischen den teils angeschlagenden söldnern, rambo und den birmischen truppen.

wie das ausgeht und das viele leute dabei ihr leben lassen dürfte klar sein und ist auch soweit ok, wenn es nicht alles irgendwie ein wenig schnell und gradlinig funktionieren würde.

das ist auch mein einziger kritikpunkt für den film, erst ist einfach zu schnell zu ende. ansonsten ist er ein paradebeispiel für einen männerfilm. keine schnulzigen szenen und sinnfreie story umwürfe, sondern knallharte aktion und sehr atmosphärische sprüche. abgesehn von ein paar logikschnitzern und unrealistischen szenen also eine runde sache.

das die jugendfreigabe für diesen film entfällt halte ich für absolut gerechtfertigt und eine gekürzte fassung kann ich absolut nicht empfehlen, denn da würde zuviel fehlen. der film zeigt beeindruckend und damit beängstigend realistisch die grauen eines krieges bzw. bewaffneten kampfes um leben und tod. leider schafft es rambo nicht zuletzt durch seine sprüche nicht eine aussage gegen waffen und kreig im allgemeinen rüberzubringen, doch das wäre wohl auch etwas viel für einen vierten teil der rambo serie gewesen. also männer (auch wenn mir eine frau bestätigte, dass der film nicht schlecht ist): ansehn!

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Der Schwarm

Dienstag, 12. Februar 2008 17:16

jeder sollte inzwischen schon einmal davon gehört haben und wenn man mit offenen augen durch die läden geht, so entkommt man diesem buchtitel eigentlich auch gar nicht. das wohl mit erfolgreichste buch der letzten jahre und ich glaube immer noch auf den bestseller listen vorhanden. geschrieben 2004 vom deutschen autor frank schätzing.

ich selbst habe mich an den riesigen wälzer nur in digitaler form rangetraut und kann somit zwar nur aus der leicht gekürzten hörbuchfassung berichten, jedoch ist diese mit ihren 10 cd’s und über 700 minuten laufzeit, auch alles andere als besonders kurz.

im zuge der recherche zu dem buch konnte ich feststellen, dass es inzwischen sogar trailer im internet zu büchern gibt oder sagen wir mal besser zu diesem buch. über den sinn und unsinn dessen kann man hier selbst urteilen.

die absolut interessante story des buches beginnt in norwegen und kanada im prinzip zeitgleich. an diesen orten arbeiten und leben mehrere hauptprotagonisten des buches. der eine ist biologe an einem institut und der andere meeresforscher, welcher momentan vor allem mit walen beim walewatching zu tun hat. der norweger bekommt zufällig von einer seltsamen untersee-wurm art mit, welche kürzlich entdeckt wurde und er untersuchen soll. der meeresforscher wird auf einer ganz normalen bootstour plötzlich von walen attakiert, welche ganz offensichtlich gezielt menschen und booten angreifen.

ausgehend von diesen seltsamen entdeckungen finden überall auf der welt seltsame dinge im bezug auf meeresbewohner statt. so wird z.b. frankreich von einer seuche heimgesucht, welche von explodierenden hummern ausgegangen ist. davon beunruhigt und aufgeschreckt werden zunächst firmen aktiv, welche um ihr bohrinseln fürchten, welche an fragwürdigen meerespositionen angebracht, plötzlich seltsame statusdaten liefern. den letztendlichen ausschlag, welcher klar macht, dass hier etwas ganz grosses am werkeln ist, liefert eine gigantische flutwelle, welche die britische insel und das europäische festland überrollt. ausgelöst wurde sie durch das abrutschen eines gigantischen stückes der kontinentalplatte weit unter der wasseroberfläche, welche durch das "arbeiten" der neuen wurmart ausgelöst wurde.

nach den verheerenden folger der flutwelle in europa und zunehmenden ungereimtheiten überall auf der welt wird unter führung der usa ein treffen von führenden wissenschaftlern und natürlich militärs einberufen. dort beschließt man nach einigen aufbrausenden diskussionen die einberufung eines spezial teams, welches kontakt zu der neu kreierten rasse der "Yrr" aufnehmen soll.

die usa stellen dazu eine gigantische plattform im meer zur verfügung und läßt die forscher zunächst ungestört erfahrungen über den neuen vermeindlichen feind rausfinden. schnell stellt sich dabei heraus, dass die usa-führung deutlich andere ziele verfolgt als die wissenschaftler.

wie und warum dann letztendlich im sinne aller menschen die geschichte ein unerwartetes, wenn auch unbefriedigendes ende findet, will ich an dieser stelle nicht sagen, denn dies soll dem hoffentlich angeregten leser übrig bleiben.

das eigentlich interessante an dem buch sind, finde ich, die parallelen zu der aktuellen zeit. die usa, welche nahzu vorreiter in sachen umweltzerstörung sind und jedem politischen konflikt zunächst einmal mit militärischer gewalt begegnen. daneben staaten und wissenschaftler, welche diese rolle alles andere als tolerieren und mit händen und füssen sich versuchen zu wehren. dieses wird vor allem dadurch bestätigt, dass amerikanische militärs und "wissenschaftler" bis zuletzt behaupten, hinter den angriffen würden "islamistische" terroristen stecken. das wirkt vor dem hintergrund der angriffe schon fast lustig und wie eine parodie auf die usa.

abgesehn von der klasse story und dem aktuellen hintergrund dazu finde ich das buch aber insgesamt eher langweilig. nach anfänglichem guten spannungsaufbau und einführung in die personen und den wissenschaftlichen hintergrund, flacht die story dann ab dem treffen der wissenschaftler in den usa ab. ab dann geht es nur noch um den konflikt usa gegen den rest der welt. am "schlimmsten" wird es dann auf der platform auf der eine gefühlte ewigkeit ausgeharrt, geforscht und gekämpft wird. das hohe potential der story wird, finde ich, allzu flach und schnell verspielt. ebenfalls kann das ende der gesamten story nicht gerecht werden, wobei ich ehrlich bin und sagen muss, dass ich auch nicht wirklich wüsste, wie man das hätte besser machen können, jedoch erwartet man während des lesens einfach mehr zum schluss.

nicht desto trotz ist das buch klasse und ich denke das sowohl hörbuch, als auch das gedruckte werk, die meisten begeistern wird, welche mindestens schon etwa das 16. lebensjahr vollzogen haben. also: weg vom monitor und ab zum buchhändler deines vertrauens (oder am monitor online kaufen :) ). danach lesen oder hören!

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Zulu Dawn

Dienstag, 12. Februar 2008 12:22

ich denke ich lehne mich nicht aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass die wenigsten diesen Film kennen. “Zulu Dawn” ist ein Film aus dem Jahre 1979 (Link in der IMDB) und handelt von dem letztendlich nahezu vernichtetem Volk der Zulu und ihrem erbitterten Kampf gegen die britische Krone um das Jahr 1897 rum. Der mir erst jetzt bekannt gewordene deutsche Titel des Films ist “Die letzte Offensive”.

Ich bin auf diesen Film durch ein Buch aufmerksam geworden, welches ich vor eingier Zeit gelesen habe und mir Anschluss daran die Quellen davon näher angesehn habe. Dabei entdeckte ich vermehrt Quellen, welche sich auf der Volk der Zulu bezogen und somit war der Film vorgemerkt.

Der Film spielt also etwa im Jahre 1879 in Südafrika in einer englischen Kolonie. Die Briten leben dort friedlich aber dennoch in ständiger Vorsicht und versuchen ihren englischen Lebensstil mit allen Einzelheiten dort fortzusetzen. Besonders die Besiedlung des Landes wird vorangetrieben und somit sind auch Konflikte mit den Einheimischen Völkern nicht auszuschließen.

Zunächst herrscht zwischen den Zulu und den Briten Frieden, denn sie haben sich auf einen natürliche Grenze zwischen ihnen geeinigt, welche keine der beiden übertreten soll. Dieser Fluss trennt somit lange Zeit die Gebiete und läßt beide Seiten in Ruhe leben. Doch die Beschwerden der britischen Siedler über die “Neger” reissen nicht ab und so beschließt die “Krone” dem ein Ende zu bereiten und die Zulu in die Schranken zu weisen, sollten sie sich weigern ihr Land zu verlassen.

Die Zulu lassen ein Ultimatum verstreichen und somit erklären die Briten ihnen den Krieg. Es beginnt unmittelbar mit der Moblimachung aller vorhandenen Truppen und der sofortigen Überschreitung der Grenze und dem damit verbundenen unberechtigtem Eintritt ins “Zulu-Land”.

Die englische Armee verfügt neben viel Infanterie und Kavallerie vor allem über Gewehre und schwere Geschütze. Darüber hinaus ist die Logistik perfekt ausgebaut und es spricht alles dafür ein kurzer und verlustarmer (zumindest für die britische Seite) Krieg zu werden.

An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass das Volk der Zulu von einem König “regiert” wird, welche die alleinige Befehlsgewalt hat. Dazu kommt, dass Showkämpfe mit meist tödlichem Ausgang ebenso zum Alltag der Zulu gehören, wie traditionelles Tanzen und Feiern. Alles in allem sind sie jedoch ein kriegerisches Volk, welches für den Kampf, wenn auch mit einfachen Speeren und Schilden, bestens ausgebildet und gerüstet ist. Es gibt nahezu keine Zivilisten unter ihnen und ihr stehendes Heer besteht aus mehreren zehntausend Mann.

Während die Briten immer tiefer in das Land der Zulu eindringen erkundschaften diese ihre Taktik und locken sie in einen totbringenden Hinterhalt bzw. starten einen ungeahnt grossen Überraschungsangriff.

Der Kampf dauert im Wesentlichen einen Tag und während zu Beginn noch alles nach einem Sieg der Briten aussieht, verschiebt sich im Verlauf des Tages die Gunst immer weiter auf die Seite der Zulu, welche durch Mut und Masse letztendlich den Briten ihre schlimmste Niederlage bis zum zweiten Weltkrieg einbringen.

Interessanterweise basiert der Film auf der Wirklichkeit und nicht zuletzt dies machte ihn für mich absolut interessant. Die scheinbare Überlegenheit der Briten und ihre andauernde Arroganz beim Verhandeln und Beobachten, sowie beim Einschätzen der Lage wurde ihnen letztendlich zum Verhängnis. Wer im “Feld” auf seinen Mittagstee nicht verzichten kann und Essen aus silbernen Schüsseln, ganz wie in der Heimat, konsumiert, der ist offensichtlich fehl am Platze. Die früher so erfolgreiche Disziplin, Ordnung und vor allem Etikette im britischen Heer bereitete ihnen am Ende den Untergang.

Der Film verbreitet zunächst eine schlechte Stimmung und man erwartet ein Massenabschlachten des einheimischen Volkes. Dieses üble Magengefühl weicht dann im Verlauf des Films einem euphorischen Freudengefühl, wenn man dabei zusehen kann, wie vermeindlich einfache Menschen die Briten überrollen und zurückschlagen. Das ganze vor einem historischen Hintergrund und mit ein wenig Literaturrecherche verbunden macht den Film zu etwas, dass im Kopf bleibt. Bei weitem keine leichte Kost, aber etwas Geschichte, die es Wert ist zu kennen, wie ich meine. Wer also mal eine andere Geschichte von dem Eindringen westlicher Kulturen in den Lebensraum indigener Völker erfahren will, ist bei dem Film genau richtig. Die in die Jahre gekommende Filmtechnik tut dem Inhalt dabei keinen Abriss. Also liebe Kultur- und Geschichtsfreunde: ansehn!

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