The Chumscrubber – Glück in kleinen Dosen

wie ich vor kurzem auf diesen film gestoßen bin, weiss ich beim besten wille nicht mehr, aber der titel war nicht abstoßend, der genre (drama) vielversprechend und ich kannte ihn noch nicht. auch die story klang gar nicht verkehrt.

diese dreht sich nämlich in dem nur auf dvd erschienenen amerikanischen film von 2005 um eine kleinstadt in den usa bzw. um deren einwohner. diese im klassischen reihenhausstil als vorort einer grösseren stadt erbaute quasi-kleinstadt isoliert vor allem die jüngeren in ihrer schule und die hausfrauen in ihren nachbarschaften von dem rest der welt. so lebt man vermeindlich ruhig und friedlich nebeneinander. die dortige kleine welt beginnt zu wanken, als sich ein teenager in seinem poolhaus erhängt.

der tote hatte im wesentlichen einen besten freund, welcher von allem nichts wusste und nun deutlich geistig angeschlagen von seinem psychatervater mit medikamenten zugedröhnt wird. der tote war aber nicht nur irgendeiner, sondern er versorgte die gesamte schule des vorortes mit drogen aller art. diese quelle ist nun versiegt und es wird schnell zum problem der schule, dass keiner mehr klarkommt ohne sein jeweiliges zeug.

über kurz oder lang beschließt der "obermacker" der schule mit seiner gang den einzigen freund des toten zu erpressen, damit dieser seine letzten reservern besorgt und verteilt. dazu entführen sie den bruder des freundes. es stellt sich aber später heraus, dass sie diesen nicht haben, sondern einen falschen entführt haben. die eltern des kindes sind aber so mit dem vorbereitungen zu ihrer hochzeit beschäftigt, dass sie zunächst nichts vom verschwinden ihres kindes merken. dazwischen gibt es noch den dorfpolizisten, welcher der exmann der baldigen braut ist. die trauernde mutter des toten, welche ausgerechnet am hochzeitstag die trauerfeier abhalten will und viele andere durchaus zunehmends verrückte persöhnlichkeiten.

der film passt vom stil her zu american beauty oder anderen filmen dieser art. viele parallele an sich nicht verbundene storys finden am ende zusammen und beeinflussen sich auch schon während des films gegenseitig. das grosse finale am ende des films brauch den vergleich mit american beauty nicht zu scheuen und auch das erwarten dessen ist während des ansehens riesig ("wie wird das alles enden?").

wer underground "kino" gut leiden kann und auch mit dem amerikaschen drama was anfangen kann, ist bei diesem streifen genau richtig. kann ihn also absolut empfehlen. anspruchsvoll, humorvoll und heimlich (gesellschafts-)kritisch. also auf zur gut sortierten videothek um die ecke und ansehn, denn der film braucht den vergleich mit dem meisterwerk american beauty nicht zu scheuen!

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