Das Beste kommt zum Schluss

dieser Film wurde mir von einem Bekannten empfohlen. Seit kurzem oder besser seit 24.1. diesen Jahres läuft dieser Film im Kino. Er wurde letztes Jahr in den USA gedreht und wird von offizieller Seite in die Kategorie Komödie und Drama eingeordnet. Der Film zeigt in ca. 100 Minuten die letzten Tage zweier Männer im Alter von etwa 50 Jahren.

Die beiden könnten verschiedener nicht sein. Der eine, genannt Edward, hat Geld ohne Ende und braucht sich um nichts zu kümmern. Er hat seinen eigenen Assistenten, der ihm jeden Wunsch von den Lippen abließt. Er ist Chef einer großen Firma und hat eigentlich den ganzen Tag zu tun. Dabei jettet er um die ganze Welt, um Geschäftsterminen nachzukommen. Erst ein unfreundlicher Zeitgenosse, welcher keine Zeit für Familie, Freunde oder sonst eine zwischenmenschliche Beziehung zu haben scheint.

Der andere ist Mechaniker, Vater von mehreren Kindern, glücklich verheiratet und auch sonst so ziemlich das Gegenteil von Edward.

Diese beiden Männer begegneten sich nun das erste Mal in einem Krankenhauszimmer. Edward gehört dieses Krankenhaus sogar, doch auch dies hilft ihm nichts vor seiner nun anstehenden Diagnose. Beide haben Krebs im Endstadium und noch höchstens ein Jahr zu leben. Zunächst sind bei der zutiefst erschüttert und können mit der Situation wenig anfangen. Beide versuchen mit ihrer Situation und ihren Mitmenschen trotz der Krankenhausatmosphäre klar zu kommen. Dies geht auch einen Augenblick so gut. Doch dann eines Tages, entdeckt Edward einen Zettel von Carter, der Mechaniker, worauf dieser notiert hat, was er noch unbedingt tun möchte davor er stirbt.

Dieser Zettel bringt die beiden Männer ins Gespräch und im Anschluss daran auf eine Idee. Da es Edward nicht an Geld mangelt und auch sonst erst einmal nichts dagegen spricht, füllt er die Liste nun zusammen mit Carter weiter auf. Am Ende umfasst zehn Punkte. Diese 10 Punkte beinhalten Neben sachen wie Fallschirmspringen oder die Besichtigung der chinesischem Mauer, auch Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann wie zum Beispiel "jemand Fremden einen Gefallen tun".

Während die beiden diese Liste nun Stück für Stück abarbeiten, lernen sie sich kennen. Aus dem zunächst unfreundlichen und unnahbaren Edward wird schon bald ein Mensch mit Gefühlen und wie sich später herausstellt, sogar mit Familie. Wie Edward diese wieder neu entdeckt und am Ende sogar Carter als wohl seinen besten Freund bezeichnen kann und wie das Leben der beiden Männer endet, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Der Film konfrontiert einen mit dem Tod. Das ist nicht immer einfach, jedoch zeigt er wieder einmal dass es sich lohnt, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Die Kenntnis seines baldigen Todes was für ein Menschen furchtbar schwer sein und ich denke nicht jeder kann die Reaktion oder die Handlungen des Betroffenen verstehen. Ich denke aber andererseits muss man diesem Menschen alle Freiheiten geben, die er möchte, denn es ist sein Leben. Ganz nebenbei erfährt man, wieder einmal, dass alles Geld der Welt nichts ist im Vergleich zu einer Familie, welche einem Geborgenheit geben kann.

Dieser Film ist definitiv ein Drama er hat lustige, nachdenkliche und Szenen, welche wohl die meisten zu Tränen rühren. Ich kann diesen Film jedem nahelegen, der vielleicht nicht gerade selbst jemanden verloren hat, denn er lädt ein zum Nachdenken. Der hektische Alltag kann kurz ausgeblendet werden und man ist quasi gezwungen sich Gedanken zu machen. Wer dazu Lust hat und sich ganz nebenbei sogar anspruchsvoll unterhalten lassen will, der ist hier genau richtig. Jack Nicholson und Morgan Freeman haben mal wieder gezeigt, was die Alte Schule in ein etwa an noch kann. Also auf ins nächste Kino oder aushalten ist die DVD erscheint!

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