Lost Memory – Killer ohne Erinnerung

wie ich auf diesen film gekommen bin sollte dem aufmerksamen leser dieses blogs klar sein, denn ich denke mal niemand hat bislang von diesem film was gehört…

wie auch der letzte hier vorgestellte streifen ist dies ein dem genre thriller und krimi zuzuordnender, ca. 120 minuten langer film. er spielt auf europäischen boden und dies etwa in den ländern frankreich, belgien, niederlande und deutschland. mitspielen tun neben personen eben solcher staatsangehörigkeiten auch diverse klein- und grosskriminelle aus dem ehemaligen ostblock.

die handlung dreht sich, wie zunächst überhaupt nicht erkennbar, um einen alten aber noch voll einsatzfähigen profikiller. er pist dement und schreibt sich so wichtige dinge, wie auftragsziele, auf seinen unterarm. als er ein ca. 12 jähriges mädchen erschiessen soll, leht er den auftrag ab.

fortan versucht er herauszubekommen wer eigentlich seine auftraggeber sind und warum sie diesem mädchen den gar aus machen wollten. da verbindet sich die handlung mit der zu beginn ausgeführten razzia einem "anbieter" von kindern. ein europaweit agierender kinderpornoring steht hinter allem. mittendrin sind allerdings hochrangige adlige und politiker, welche mit allen mitteln versuchen die ermittlungen einzustellen und sich herauszuwinden aus der immer enger werdenden schlinge.

die story ist grad zu beginn sehr verwirrend und man benötigt eine zeitlang bis man dahinter steigt, wer wie mit wem verbunden ist und wer eigentlich wem freund und feind ist. hat man das geschafft wird die story spannend. der killer hilft zwei loyalen polizeibeamten mit versteckten hinweisen und tipps auf die spur seiner auftraggeber zu kommen, wobei diese zunehmends weniger werden, da der killer sich an ihnen rächt und einen nach dem andern vor der polizei liquidiert.

diese verbindung aus killer und polizei ist ebenfalls nicht von anfang an klar und auch den polizisten macht sie zunehmends angst und bereitet unbehagen, jedoch ist es letztendlich der killer, welcher den versteckten skandal so ins licht der öffentlichkeit rückt.

nicht zuletzt diese verbindung oder besser tatsache machen den film spannend. er ist nicht überhetzt oder gar blitzschnell, jedoch ähnlich einem krimi mit immer wieder kurzen aktionlastigen phasen. er wird nie wirklich langweilig oder -atmig und füllt somit gut einen abend. ein brisantes thema innerhalb der eu fasst er gut auf und verarbeitet es auch recht nett. der film ist also wie so oft nichts besonderes aber durchaus sein ansehen unter der woche, als alternativ programm zum tv, wert.

36 tödliche Rivalen

ja, ich lebe noch, keine angst ;) ! hatte mir nur beim snowboarden bzw. den ersten wintersportversuchen meines lebens mir ein wenig rücken "geholt" und war nicht zuletzt dadurch zu wenig freizeit, in der ich mich nach lust und laune bewegen konnte, verurteilt. zum wintersport bald mehr an gleicher stelle.

nun zum thema film/video. der oben genannte film kam mir einmal mehr durch das (inzwischen abbestellte) zeitung+dvd-abo zu gute. es handelt sich um französischen krimi/thriller, welcher etwa 2004 auf video erschien. in frankreich kam er "sogar" im kino, in deutschland kann ich nicht genau sagen aber ich glaube eher nicht.

die handlung beschreibt den kampf zweier pariser mordkommissare um den nächst höheren posten. der eine ist ein echter draufgänger, der gerne an vorderster front mit "seinen männern" zusammen die verbrecher jagdt. der andere ist eher der schreibtisch-bulle, welcher nur ungern rausgeht und dann lieber arg krumme dinger dreht, als wirklich zu helfen.

zunächst werden beide vor die aufgabe gestellt eine raub-mord-bande aus paris zu stellen, welche schon seit wochen einige erfolgreiche überfälle für sich verzeichnen kann. da dabei stets sicherheitspersonal ums leben kam, ist das interesse besonders hoch, die bande zu schnappen. als der draufgänger das versteck der bande ausmachen kann wird eine grosse razzia geplant. kurz vor beginn dieser stört sein rivale den hinterhalt und läßt die sache gewaltig schiefgehen. zwar wird die bande dingfest gemacht, aber es kommen allerhand polizisten und besonders ein altgedienter, kurz vor der pension stehender, zu schaden und zu tode.

danach sieht zunächst alles so aus, als ob der draufgänger die sache für sich entscheiden kann, doch dann erfährt sein rivale, wie er die infos über das versteck der band erfahren hat. er hat nämlich die infos von einem gefangenen in haft, welcher für ein alibi für einen mord ausgepackt hat. als das rauskommt, dreht sich alles um und der schreibtisch hengst kommt nach vorne, während der andere in den knast wandert.

nahezu die gesamte polizei von paris steht jedoch hinter dem nun gefangenen und somit beginnt eine schwere amtszeit für den neuen. als dann noch während der gefängniszeit die frau des draufgängers bei einem mysteriösen unfall stirbt, bekommt sein alter rivale zunehmends angst vor der zeit, wenn sein "gegner" wieder rauskommt.

als dies dann soweit ist, ist nichts mehr so, wie es einmal war. der ex-polizist kann auf ein paar alte freunde zurückgreifen, aber sonst scheint nichts mehr zu funktionieren. er schwört nur rache und diese kommt dann zum schluss völlig anders als erwartet, denn zwei alt gediente kommissare haben, wie sich rausstellt nicht nur sich selbst zum feind…

der film ist, finde ich, erstaunlich spannend. die etwas mehr als 100 minuten vergehen regelrecht blitzartig. kaum langeweile oder damit vergleichbare szenen stören die handlung. zwischendrin sogar echte aktion und diese kann sich teils sehen lassen und erinnert ein wenig an ronin, leon der profi oder the transporter, wenn letzterer auch ein völlig anderer stil ist. die kalblütige gewalt, welche manche charaktere ausstrahlen und praktizieren macht den film zu einem typischen französischen streifen dieser art. pariser-stil könnte man sagen. wem krimiähnliche aktionatmosphäre gefällt, der ist bei dem film nicht verkehrt. auf jeden fall kann ist er einen blick darauf wert, wenn auch nur unter der woche und nicht als event zu plakatieren. also nichts besonderes aber durchaus sehenswert.