Beiträge vom 23. März 2008

300

Sonntag, 23. März 2008 18:03

Um diesen Film kam man im letzten Jahr eigentlich nicht drum herum. Überall hingen teils riesige Plakate und vor eigentlich jedem Film, der nur annähernd in die Zielgruppe passte kam zunächst der Kino- und anschließend der DVD-Trailer.

"300" ist ein Abendteuerfilm. In wie fern der Film an der Realität angelehnt ist entzieht sich meiner Kenntniss. Auf jeden Fall aber versucht er fast zwei Stunden lang dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln es wird eine alte Legende/Geschichte erzählt. Dafür dass der Film letztes Jahr erst in die deutschen Kinos kam, ist er ganz schön mau, soviel mal gleich zu Beginn.

Die Handlung befasst sich mit dem letzten Aufgebot der Spartarner in Griechenland ca. 500 vor Christus. Dem Film nach zogen 300 mutige und aufs töten von Geburt an gedrillte Männer in den Kampf gegen die anrückenden Perser. Letztere bieten ein Heer von hundertausenden von Männern. Die Spartarner führt der König Leonidas an. Die Perser werden von Xerxes, der sich selbst für einen (Halb-)Gott hält, angeführt.

Den aussichtlosen Kampf wollen die Spartarner mit Schlauigkeit gewinnen und "zwingen" das riesige Heer sich durch eine Felsenge zu drängen. So können die 300 das Heer Stück für Stück niedermähen, ohne nennenswerte eigene Verluste zu haben. Nur ein Verrat am Ende bringt die Taktik zum Erliegen und damit letztendlich zum Scheitern…

So kurz wie die Handlung erzählt ist, so kurz und knapp ist sie leider auch. Es wird im Wesentlichen die ganze Zeit gekämpft und man schaut also mehr oder weniger interessiert einem schier endlosen, teils gut brutal dargestelltem, Kampf zu. Dazwischen wird unnötig palavert und versucht eine weitere Rahmenhandlung um Intrigen, Politik und Freundschaften in der Stadt Sparta zu erschaffen. Diese Scheinhandlung im Hintergrund ist es auch, welche versucht den Film zu einer Aussage zu bringen. Der dabei entflammte heroische Gedanke entstammt defintiv amerikanscher Federn und kann zumindest bei mir überhaupt nicht fruchten. Vielleicht soll er ja Menschen zum Krieg/Kampf für die gute Sache (aus amerikanischer Sicht: gegen den Irak?!) ermutigen? Ich weiss es nicht und es ist schlichtweg schlecht gemacht und sollte auch nicht Ziel eines Films für die Öffentlichkeit sein, dass Menschen zu bewaffneter Konfliktlösung ermutigt werden.

Ich denke es ist klar geworden, dass mich der Film überhaupt nicht überzeugen konnte. Es ist mir völlig unklar, warum solch sinnfreie Filme überhaupt gedreht werden. Die Action ist zwar halbwegs ok und auch die Stimmung von Bild und Handlung hat was, aber die gesamte Machart schon ist regelrecht abschreckend. Ich glaube 90% des Film wurden digital gedreht, d.h. vor einer blauen Wand. Das grosse Problem daran ist vor allem, dass man es sieht. Es sieht einfach vieles auch extrem billig aus. Also wer nur ein bisschen Anspruch, Stil oder sonstwas von einem Film erwartet, der sollte um "300" einen grossen Bogen machen. Gesehn haben kann man ihn schon aber dann nur um mitzureden über einen der wohl schlechtesten, aber dafür extrem bekannten Filme der letzten Zeit. Muss man das nicht unbedingt können, so kann ich nur raten: Bloss nicht ansehn!

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The Business

Sonntag, 23. März 2008 16:13

Auch bei diesem Film stellt sich nur dem Aussenseiter die Frage,
wie ich darauf gekommen bin, aber wieder einmal mehr kann ich
sagen, dass im Entdefekt das Anschauen durchaus nicht nur
Zeitverschwendung war, wenn auch ein Lerneffekt ausgeblieben ist.
Letzteres ist allerdings auch nicht unbedingt das Ziel belangloser
Unterhaltung, wie der Name schon vermuten läßt…

Der Film “The Business” jedenfalls wurde im Jahre 2005
veröffentlicht und spielt über rund 90 Minuten in Frankreich und am
Ende und Anfang kurz in England. Aus dem letztgenannten Land stammt der Film anbei auch. Ich und andere ordnen dem Film das Genre
Thriller zu, jedoch ist es definitiv einer der leichteren Thriller und könnte letztendlich auch als Drama oder ähnliches Laufen. Der
Film hat anbei keine Jugendfreigabe, was ich im Nachhinein nicht ganz nachvollziehen kann, da es wahrlich Schlimmeres gibt, was da
grosszügiger bewertet wird. In der Handlung dreht sich alles um einen jungen Mann aus England
(Frankie genannt). Dieser “verdient” sein Geld damit im kleinen
Stil am Stadtrand von London Drogen zu verticken. Jedoch wird
gleich zu Beginn der Boden dort für ihn zunehmends zu heiss und
spätestens, als er seinen prügelden Vater aus dem Weg räumt, muss
er schnellstens das Land verlassen. Der Film spielt in den 80′ger Jahren des 20′sten Jahrhundert und
damals galt die Costa Del Sol in Spanien im Allgemeinen als El
Dorado für Kriminelle. So war es also nicht verwunderlich, dass ein
Auftrag als Drogenkurier Frankie nach Spanien brachte zu Charlie.
Charlie hat es als Drogenhändler weit gebracht. Er vertreibt im
grossen Stil Gras aus Marokko in Spanien und dem Rest von Europa.
Er lebt in Saus und Braus, sein Dorf incl. dem finanziell
beteiligtem Bürgermeister liebt ihn. Er hat alles wovon Frankie
träumt und so steigt dieser spontan bei ihm ein und hilft ihm
fortan u. a. beim teils bewaffneten Kampf gegen die Höllander…

Leider gibt es da noch die hübsche, junge Frau von dem aggresiven
Geschäftspartner von Charlie, die sich und Frankie in sie
verknallt. Dazu kommt, dass Charlie irgendwann “erkennt”, dass viel
mehr Geld mit Kokain aus Mexiko zu verdienen ist. Also kommen
fortan Lieferungen per Flugzeug und werden ebenso in ganz Europa
vertickt. Leider finden das viele Leute nicht mehr so entspannt,
wie den Gras-Deal und Charlie bekommt zunehmends Feinde, Konkurrenz und damit verbunden Ärger.

Obendrein werden zunehmends alle Dealer ihre besten Kunden und
damit verbunden Aggresiv, Schlafunfähig und mies gelaunt. Die Lage
eskaliert schließlich und Charlie wird hochgenommen. Er kann sich
mit Hilfe von Beziehungen und List dem Knast entziehen, muss aber
fortan Untertauchen. Alle seine Versuche wieder ins Geschäft
einzusteigen scheitern und er ist nur ein Opfer seiner selbst.
Frankie ist noch jung genug das zu erkennen und er versucht wieder
aus dem Sumpf zu entkommen.

Mit letzter Vernunft und einem Plan macht er sich daran, dass
letztendlich alles für ihn zum Guten wird. Ob ihm das gelingt und
wie, soll wie immer an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden…

Ich finde der Film fängt zwar langsam an, gewinnt dann aber durch
Stilelemente, welche aus anderen Drogen-/Gansterfilmen bekannt
sind, an Fahrt. Die entspannte Atmosphäre des Films, trotz aller
noch so wilder Situationen sorgt für schöne Schmunzler beim
geneigten Zuschauer. Die kürze der Spielzeit sorgt dafür, dass kaum
Langeweile aufkommt. Die Story nimmt viele Wendungen und so ist man nicht nur am Ende echt gespannt, wie das alles Ausgehen soll. Der
Film ist, finde ich, mehr als seine “Bekanntheit” vermuten läßt. Er
lohnt sich eigentlich. Wer also mal einen mittelmäßigen
Thriller/Krimi/Drama-Film sehen will, der kann z. B. am 29.03. um
3:45 Uhr auf Premiere 4 mal vorbeischauen oder zu besseren Zeiten
in seiner Videothek des Vertrauens.

Thema: TV-Video-Kino | Kommentare (0) | Autor: admin