The Business

Auch bei diesem Film stellt sich nur dem Aussenseiter die Frage,
wie ich darauf gekommen bin, aber wieder einmal mehr kann ich
sagen, dass im Entdefekt das Anschauen durchaus nicht nur
Zeitverschwendung war, wenn auch ein Lerneffekt ausgeblieben ist.
Letzteres ist allerdings auch nicht unbedingt das Ziel belangloser
Unterhaltung, wie der Name schon vermuten läßt…

Der Film „The Business“ jedenfalls wurde im Jahre 2005
veröffentlicht und spielt über rund 90 Minuten in Frankreich und am
Ende und Anfang kurz in England. Aus dem letztgenannten Land stammt der Film anbei auch. Ich und andere ordnen dem Film das Genre
Thriller zu, jedoch ist es definitiv einer der leichteren Thriller und könnte letztendlich auch als Drama oder ähnliches Laufen. Der
Film hat anbei keine Jugendfreigabe, was ich im Nachhinein nicht ganz nachvollziehen kann, da es wahrlich Schlimmeres gibt, was da
grosszügiger bewertet wird. In der Handlung dreht sich alles um einen jungen Mann aus England
(Frankie genannt). Dieser „verdient“ sein Geld damit im kleinen
Stil am Stadtrand von London Drogen zu verticken. Jedoch wird
gleich zu Beginn der Boden dort für ihn zunehmends zu heiss und
spätestens, als er seinen prügelden Vater aus dem Weg räumt, muss
er schnellstens das Land verlassen. Der Film spielt in den 80’ger Jahren des 20’sten Jahrhundert und
damals galt die Costa Del Sol in Spanien im Allgemeinen als El
Dorado für Kriminelle. So war es also nicht verwunderlich, dass ein
Auftrag als Drogenkurier Frankie nach Spanien brachte zu Charlie.
Charlie hat es als Drogenhändler weit gebracht. Er vertreibt im
grossen Stil Gras aus Marokko in Spanien und dem Rest von Europa.
Er lebt in Saus und Braus, sein Dorf incl. dem finanziell
beteiligtem Bürgermeister liebt ihn. Er hat alles wovon Frankie
träumt und so steigt dieser spontan bei ihm ein und hilft ihm
fortan u. a. beim teils bewaffneten Kampf gegen die Höllander…

Leider gibt es da noch die hübsche, junge Frau von dem aggresiven
Geschäftspartner von Charlie, die sich und Frankie in sie
verknallt. Dazu kommt, dass Charlie irgendwann „erkennt“, dass viel
mehr Geld mit Kokain aus Mexiko zu verdienen ist. Also kommen
fortan Lieferungen per Flugzeug und werden ebenso in ganz Europa
vertickt. Leider finden das viele Leute nicht mehr so entspannt,
wie den Gras-Deal und Charlie bekommt zunehmends Feinde, Konkurrenz und damit verbunden Ärger.

Obendrein werden zunehmends alle Dealer ihre besten Kunden und
damit verbunden Aggresiv, Schlafunfähig und mies gelaunt. Die Lage
eskaliert schließlich und Charlie wird hochgenommen. Er kann sich
mit Hilfe von Beziehungen und List dem Knast entziehen, muss aber
fortan Untertauchen. Alle seine Versuche wieder ins Geschäft
einzusteigen scheitern und er ist nur ein Opfer seiner selbst.
Frankie ist noch jung genug das zu erkennen und er versucht wieder
aus dem Sumpf zu entkommen.

Mit letzter Vernunft und einem Plan macht er sich daran, dass
letztendlich alles für ihn zum Guten wird. Ob ihm das gelingt und
wie, soll wie immer an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden…

Ich finde der Film fängt zwar langsam an, gewinnt dann aber durch
Stilelemente, welche aus anderen Drogen-/Gansterfilmen bekannt
sind, an Fahrt. Die entspannte Atmosphäre des Films, trotz aller
noch so wilder Situationen sorgt für schöne Schmunzler beim
geneigten Zuschauer. Die kürze der Spielzeit sorgt dafür, dass kaum
Langeweile aufkommt. Die Story nimmt viele Wendungen und so ist man nicht nur am Ende echt gespannt, wie das alles Ausgehen soll. Der
Film ist, finde ich, mehr als seine „Bekanntheit“ vermuten läßt. Er
lohnt sich eigentlich. Wer also mal einen mittelmäßigen
Thriller/Krimi/Drama-Film sehen will, der kann z. B. am 29.03. um
3:45 Uhr auf Premiere 4 mal vorbeischauen oder zu besseren Zeiten
in seiner Videothek des Vertrauens.

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