Botanischer Garten Berlin

Vor einer gefühlten Ewigkeit (ca. 1 Monat) habe ich mich mal aufgemacht zu einem der Punkte in Berlin, welche in einem eigens gekauften Reiseführer noch markiert waren. Ich gebe zu, dass Wetter war nur begrenzt zu empfehlen, aber ich hatte Zeit und Lust rauszugehn und so hab ich kurzer Hand eine Freundin samt ihrem neuen Anhang angerufen und uns verabredet.

Im Südwesten, im Stadtbezirk liegt er der botanische Garten von Berlin. Erreichbar optimal über den S-Bahn-Hof Botanischer Garten. Für 5 Euro kommt momentan ein Erwachsener ohne irgendwelche Ermäßigungen rein. Mensch kann dafür sogar noch das botanische Museum auf dem gleichen Grundstück besichtigen. Letzteres haben wir uns geklemmt, ergo kann ich nur vom eigentlichen Garten berichten.

Die Ausmaße und Geschichte kann man im Wiki nachlesen. Mir kam das ganze durchaus gross vor, soll heissen man läuft nicht mal eben schnell durch und hat alles gesehn, sondern muss dafür auch mal schnell 2h einplanen. Dann hat man auch "nur" den Garten gesehn und nicht die im Winter besonders verlockenden Gewächshäuser. Da momentan das (berühmte?) grosse Haus zu ist, wegen Umbauten, kann man "nur" die 13 anderen Gewächshauser angucken. Will man das auch machen, kann man getrost 2 weitere Stunden einplanen.

Als biologisch nicht sonderlich betuchter Mensch habe ich mich also völlig unvoreingenommen der Artenvielfalt unseres Planeten gestellt… Aufgrund der "guten" Wetterlage ging es zunächst in die Gewächshäuser. Dort läuft man durch tropische Atmosphäre. Teils fliegen Vögel durch die Häuser, man kann auf Echsen und andere Kriechtiere treffen. Dazwischen alles voller sattem grün. Tropisch heißt natürlich vor allem warm und feucht. Man läuft auf recht engen Pfaden vorbei an Bananen, Ananas und Orangen. Dazwischen Palmen aller Arten und vieles "Kleinzeug". Man fühlt sich ein Stück wie im Urwald oder man bekommt besser eine Vorstellung davon, wie er Wahrscheinlich sein könnte. Leider war für den Leihen echt wenig erklärt bzw. sehr lieblos aufbereitet, wobei ich zugeben muss mir da auch ein wenig die Ideen fehlen, wie man mich dafür den Hintergrund begeistern könnte.

Die Gewächshäuser teilen sich quasi in zwei Bereiche auf und so kam für mich nach dem tropischen der trockene (afrikanische) Teil. Alle Arten von Kakteen säumten plötzlich den weiterhin engen Weg und die sichtbarste Änderung für mich war die Wandlung der Pflanzen von dicken, stämmigen, fleischigen Blättern/Pflanzen zu dünnen, blassgrünen Trieben, welche dafür farbenfroher und lebendiger rüberkamen.

Nach den Wind- und Wettergeschützten Häusern ging es in den eigentlichen Garten. Der Regen hatte sich inzwischen weitestgehends gelegt und somit stand einem Spaziergang nichts mehr im Wege. Der Garten ist in verschiedene Gebiete eingeteilt. Dies sind teilweise Kontinente, aber auch geografisch besondere Bereiche, wie die Alpen. Darüber hinaus ist nach Arten eingeteilt, so gibt es z.B. einen Bereich mit diversen Holz-/Baumarten. Was mir ebenfalls auffiel, sind die grosszügigen Freiflächen, welche zwischendrin immer wieder gelassen sind. Es gibt auch ausgezeichnete Liegewiesen. Dies macht den Park besonders im Sommer, denke ich, besonders attraktiv. Lediglich der Eintrittspreis wird somit den Strom an Besuchern regeln, was den Vorteil haben könnte im Sommer, auf der Suche nach einem schönen Platz, hier auf jeden Fall Erfolg zu haben.

Der botanische Garten Berlin ist für mich zwar im Reiseführer nun abgehakt, jedoch werde ich bestimmt nochmal hingehn. Das nächste mal sicher im Sommer und auch erst, wenn das neue grosse Gewächshaus wieder offen ist, aber ich werde wieder hingehn. Das kann ich auch jedem nahelegen, der mit dem Gedanken spielt oder noch nicht da war. Im Sommer ist der Park auf jeden Fall seinen  Besuch wert. In diesem Sinne: Viel Spass und gesunde Beine!

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