Neues von Gott

Dieses Buch habe ich neulich in meinem Regal gefunden auf der Suche nach noch nicht gelesenen Büchern. Wer es noch nicht weiss, weil ihm der Titel ganz und gar unbekannt ist, der sollte an dieser Stelle bereits erfahren, dass der Autor Funny van Dannen ist. Er ist obendrein der Künstler, dem man als Besitzer des Buches die dekorative Front verdankt.

Über rund 160 Seiten erfährt man aus dem Buch, welches mir in der Erstauflage von 2004 vorliegt, eigentlich nichts. Doch das auf teils sehr unterhaltsame Art und Weise.

Die grob gezählten 41 Kapitel umfassen eigentlich alle erdenklichen Themen und behandeln diese stets nicht ganz ernst oder sogar so unernst, dass nur schwer überhaupt ein Sinn in der Story zu erfassen. Die Kapitel verbindet inhaltlich, soweit ich mich entsinne, nichts und so erzählt jedes eine mal längere mal kürzere Geschichte. Diese Geschichten können teils sogar stattgefunden haben, jedoch sind andere auch wieder frei erfunden und handeln von sprechenden gelben Austern, welche den Herbst auslachen…

Das Buch ist nicht zuletzt Aufgrund seines begrenzten Seitenumfangs schnell durchgelesen. Aber es macht vor allem auch Spass zu lesen. So machen Lacher und meist gute Laune wird man sich kaum verkneifen können beim Lesen des Buches. Leider ist der Lerneffekt gleich Null und auch das Erinnern an die Geschichten fällt, zumindest mir, schon jetzt extrem schwer. Jede ist ja durchschnittlich auch nur vier Seiten lang…

Der Titel des Buches übrigens bezieht sich nur auf die erste Geschichte im Buch. Diese widerum handelt davon, dass Gott vor hat eine "perfekte" Familie zu kreieren, damit deren Kind die Welt rettet. Ganz nett, wenn auch nicht neu, oder? Naja, hier sucht sich Gott jedoch eine deutsche Frau mit Migrationshintergrund und Kind aus gescheiterter Beziehung aus. Dazu wird der "einfache" Roland als Mann auserwählt, via Genanalyse, sagt Gott zumindest. Der Schlussdialog dieser vierseitigen Story geht so:

Frau: "Was hast du solange gemacht?"

Roland: "Mit Gott gesoffen."

Frau: "Die ganze Nacht?"

Roland: "Die ganze Nacht!"

Frau: "Und, wie war’s?"

Roland: "Er hat alles bezahlt."

Was soll man dazu noch sagen, denn hier endet die Geschichte "Neues von Gott"?! In diesem Stil und mit eben dieser Absurdität sind auch alle anderen Geschichten geschrieben und sie können somit dem geneigten Leser sehr viel Freude bereiten.

Anbei sei noch erwähnt, dass der Leser vl. das 16 Lebensjahr erreicht haben sollte, denn nicht alle Geschichten sind so recht Jugendfrei. Allen anderen: Viel Spass beim Lesen!

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