Beiträge vom November, 2008

Eläkeläiset – Lido – 2008

Mittwoch, 26. November 2008 16:12

Na lieber Leser, Probleme gehabt die Überschrift zu lesen? Das ging auch mir beim ersten Mal so. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann sag ich immer noch nur sowas wie: “Älkäset also diese finnische Humppa-Band eben”.

Damit sind wir auch schon beim Thema. Bei Eläkeläiset Eläkeläiset Ticket(auf finnisch heißt das übrigens “Rentner”) handelt es sich um eine Musikgruppe aus dem hohen Norden. Aufmerksam bin ich auf diese Gruppe durch die Wallerts geworden.

Sie gelten als die Väter ihrer Musikrichtung und damit waren sie für mich Pflichtprogramm bei ihrem nächsten Berlinaufenthalt. Dies war dann am 11. April diesen Jahres soweit und somit wurde nicht lange gefackelt, ein wenig Probegehört und dann die Tickets bestellt. Vorband sollten sogar die Wallerts werden, was will man mehr für sein Geld?

Am Lido angekommen war es rammel voll. Ausverkauft. Es war eigentlich noch viel zu früh und draußen keine Musik zu hören also entschlossen wir uns noch ein wenig erfrischenden Hopfensaft vor der Tür zu konsumieren, bevor es in den stickigen Konzertraum geht.

Als wir dann reingegangen sind spielten dann die Wallerts schon und wie wir erfuhren nicht etwa erst seit fünf Minuten, nein sie waren im Begriff sich von der Bühne zu verabschieden. Sauerei! Eine Band fängt zu früh an, wann gab es sowas schon mal in Berlin? Aber alles gemeckere über die Gesamtsituation half nichts und so konnte ich mir wenigstens noch eine günstiges und optisch überzeugendes Wallerts-T-Shirt ergattern.

Anne B. kurz vor dem Konzert

Dann ging es superpünktlich mit Eläkeläiset los. Der Konzertraum war komplett gefüllt und die Luft war quasi weg. Die Band war schlicht und ergreifend Aufgrund ihrer Sprache genau Null zu verstehen. Aber die Musik konnte sofort überzeugen und mitreißen.

Humppa macht einfach Spaß und ist offensichtlich international. Hinweg über Sprachbarrieren konnten denk ich alle (Publikum und Band) das Konzert, ein großer Teil sogar tänzerisch, genießen/erleben.

Ein besonderes Schmankerl ereignete sich zum Ende des Konzertes. Die Band war gerade dabei ihre erste Zugabe zu spielen, was angesichts von Konzertminute 60-70 zwar früh war aber auf weitere 30-45 Minuten Konzert hoffen ließ. Plötzlich viel dem Keyboarder am rechten Bühnenrand auf, dass sein Musikinstrument keinen Mux mehr macht. Auch herbeieilende Techniker konnte das Problem nicht lösen. Zunächst fand er das alles noch ein bißchen lustig und versucht gesanglich sein Instrument zu imitieren.

Doch diese, zugegeben unproduktive, Idee half nicht lange seinen Unmut über die Situation zu verbergen. Da sich die anderen Bandmitglieder davon aber nicht beirren ließen und man ja schließlich auch mitten in einem Song war, fing er an sich anderweitig abzureagieren.

Er zerlegt Stück für Stück sämtliche Technik und Bühnenaufbauten. D. h. er nahm es soweit möglich auseinander und schmiss es ins Publikum. Besonders eindrucksvoll war dieser Hergang beim Schlagzeug zu beobachten. Irgendwann war dann nur noch unverstärkt ein wenig Gesang und Melodie der Gitarre von der Bühne zu vernehmen und die absolut entspannte Band kapitulierte vor dem Zorn ihres Mitgliedes, der das übrigens unter stetem Applaus der Zuschauer/-hörer tat. Die nun eintretende Ruhe wurde genutzt, um sich kurz zu entschuldigen und das Ende des Konzertes zu verkünden, denn unter diesen Umständen war auch an weiterspielen nicht zu denken. Anschließend verließen die Akteure die Bühne. Endgültig.

Ich denke ein definitiv spontanes und ungeplantes Ende. Leider etwas früh. Der Band wars egal, das Publikum fands zum größten Teil lustig und sah auch ein, dass da jetzt nix mehr zu machen war.

Solange die Band spielte war sie übrigens stets gut gelaunt, verbreitete perfekte Partystimmung, trank die meiste Zeit gut mir/vor und auch die Show war einzigartig. Es war quasi keine. Kurze Ansagen unterbrachen unverständliche Musiktexte. Dazwischen/Dabei viel Humppa.

Wer mal einen Auftritt der Band mitbekommt, Zeit & Geld hat und mit der Musik was anfangen kann, dem kann ich nur Nahe legen hinzugehn. Lohnt sich. Vorher mal die Wallerts hören (was auf deren Homepage kostenlos möglich ist) und dann weiß man exakt was einen erwartet.

Als letztes vielleicht ein Hinweis: In eigenem Interesse hier gelegentlich vorbeischauen ;)

Thema: Fotos, Musik | Kommentare (1) | Autor: derhecht

War Against People

Dienstag, 25. November 2008 18:41

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann bekam ich das Buch letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Vielleicht war es auch zum Geburtstag des vergangenen Jahres, doch das soll hier nicht die Rolle spielen. Durchgelesen habe ich es bereits vor ca. 6 Monaten, doch wie die Zeit es wollte, schaffe ich leider erst jetzt mal darüber zu bloggen.

Noam ChomskyDer Autor des Buches ist Noam Chomsky und vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Mir war er vorher nur aus Büchern anderer Autoren bekannt und so kam es auch, dass ich mal ein Buch von ihm selbst lesen wollte. Laut seinem deutschen Wikipedia Eintrag bzw. dem dort “zitierten” Arts and Humanities Citation Index (Ein Blick darein lohnt sich in jedem Fall, denkt man doch eher nicht, wer da in den Top 10 ist.) war er zwischen 1980 und 1992 die meist zitierte lebende Person der Welt! Ich fand ein Grund mehr, mal ein Werk von ihm zu lesen.

Das Buch “War Against People” trägt übrigens im deutschen den Untertitel “Menschenrechte und Schurkenstaaten”. Das zeigt dem kundigen Leser schon ein wenig die Richtung, in die das Buch geht. Der, der politischen Linken zugeordnete, Autor schreibt in dem Buch, welches im September 2001 auf den Markt kam also schon vorher fertig war, über die wohl eigentlich größten Schurkenstaaten (in dem Fall natürlich die USA) und ihren Umgang mit den Menschenrechten.

Das Buch unterteilt sich im inhaltlichen (textlichen) Teil in sieben Abschnitte. Beginnen tut es mit der Frage, wer denn eigentlich die Schurkenstaaten sind. Interessant finde ich die Tatsache, dass der Begriff hier verwendet wird, obwohl das Buch erst nach dem 11.09.2001 erschienen ist. Ob es sich dabei um eine nachträgliche Übersetzungsidee handelt weiß ich allerdings nicht.

In diesem ersten Teil wird zunächst also der Frage nachgegangen, wer vielleicht und warum ein Schurkenstaat ist. Diese Überlegung wird im zweiten Teil sachlich versucht zu untermauern. Dabei wird vor allem der Begriff selbst aus Sicht der USA definiert und ihrem eigenen Verhalten gegenübergestellt.

Bei sämtlichen Verhalten nimmt N. Chomsky Konflikte der letzten 50 Jahre (ausgehend von 2001) unter die Lupe. Somit ist von größeren bzw. bekannteren Dingen, wie dem ersten Irak-Krieg oder dem Vietnam-Krieg die Rede. Ebenso kommen aber auch, zumindest mir, fast unbekannte Themen zum sprechen, wie der Indonesien-Konflikt, welcher immerhin indirekt bis fast 1999 andauerte.

Er setzt dabei das Verhalten der USA bzw. ihrer Verbündeten in diesen Konflikten ins Verhältnis zu den Aussagen ihrer Sprecher und z.B. der UN-Charta oder anderen international offiziell gültigen Dokumenten/Einigungen oder ähnlichem. Schon krass, wenn man dabei so manche offizielle Äußerung der V. Staaten lesen muss/kann. Da ist schon irgendwie sowas wie eine Generalentschuldigung wie vom Vatikan nötig, damit vergangene Verbrechen erkannt und so wenigstens ein Stück verbüßt werden.

Bei seinen Vergleichen/Äußerungen verwendet Noam Chomsky fast ständig direkt Zitate von Politikern/Machthabern, was besonders beeindruckend/angsteinflößend wirkt. Ebenfalls gut gefallen haben mir die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels, die alles oftmals nochmal auf einen Nenner bringen, was vorher mit Aussagen und Fakten untermauert wurde.

Das dritte Kapitel widmet sich dann dem Verhältnis zwischen Kuba und den USA. N. Chomsky beginnt das Kapitel mit folgenden beiden Sätzen:

Kuba und die Vereinigten Staaten haben, was die internationalen Beziehungen angeht, einen ganz eigenartigen – faktisch sogar einzigartigen – Status. Es gibt keinen vergleichbaren Fall, in dem eine Macht gegen eine andere – hier die größte Supermacht gegen ein kleines Drittweltland – in so unnachgiebiger Weise vierzig Jahre lang mit Terror und ökonomischer Kriegsführung vorgegangen wäre.

Schon eine verlockende Eröffnung fand ich und auch der Inhalt des Kapitels ließ mich so manches Detail dieser ungleichen “Freunde” neu erfahren bzw. Hintergründe begreifen.

Dem kurzen dritten Abschnitt folgt dann das vierte Kapitel mit dem Titel “Jubeljahr 2000”. Darin geht es um den für dieses Jahr geplanten Schuldenerlass an die Länder der sogenannten dritten Welt. Durchaus gut und aus einer interessanten Perspektive beleuchtet Noam Chomsky die Ursachen der Verschuldung und die Resultate des “Erlasses” der Selbigen.

Daran anschließen tut sich ein Buchabschnitt, welcher sich mit dem Weg zur vollständigen und echten Wiederherstellung der Menschenrechte, befaßt. Hier wird auf die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Änderungen eingegangen, welche erforderlich sind, damit eine neue Ordnung, gemäß dem Autor, hergestellt  werden kann. Diese neue (sozialere) menschliche Ordnung ist schwer zu erreichen, jedoch sagt N. Chomsky auch:

Wir müssen die allgegenwärtigen Leiden und Ungerechtigkeiten ebensowenig hinnehmen wie die Aussicht auf gewaltige Katastrophen, die eintreten werden, wenn die Menschheit aus dem Weg, den sie eingeschlagen hat, verbleibt.

Dieser neuen Ordnung steht vor allem eines im Wege und das ist der kriegerische Charakter des Menschen, welchen der Autor im nun folgenden Abschnitt “Die Erblast des Krieges” eindrucksvoll beleuchtet. Dabei geht er zurück zu den Wurzeln kriegerischer Auseinandersetzungen. Ins echte, alte Europa der Kreuzzüge und Eroberungskriege. Das Kapitel ist menschlich und geschichtlich wohl mit das Interessanteste. Ich würde sogar soweit gehen, dass ohne die darin erwähnten Grundlagen des menschlichen Handelns eine neue, wie auch immer geartete, menschlichere Weltordnung nicht existieren kann.

Das sich nun anschließende letzte Kapitel beleuchtet das Problem der staatlichen Souveränität. Damit einher geht also das Verhältnis der Staaten untereinander. Welche Rolle, welchem Staat zukommt und warum. Dazu möchte ich noch ein letztes mal aus dem Buch direkt zitieren. Die letzten Worte Noam Chomskys im Buch sind nämlich:

Es vermag nicht zu überraschen, dass die Zerschlagung der nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Wirtschaftsordnung von einem entschiedenen Angriff auf die Demokratie – Freiheit, Souveränität, Menschenrechte – begleitet wurde. Der Schlachthof dieses Angriffs lautete und lautet: Es gibt keine Alternative. Das klingt wie eine Parodie auf den Vulgärmarxismus. Der Schlachtruf ist natürlich reiner Selbstbetrug. Die sozioökonomische Ordnung, die jetzt von oben verfügt wird, ist das Ergebnis der Entscheidungen von Menschen, die in von Menschen geschaffenen Institution wirken. Die Entscheidungen können widerrufen, die Institution verändert werden. Sollte es sich als notwendig erweisen, kann sie zerschlagen und ersetzt werden. Das haben aufrechte und mutige Menschen im Lauf der Geschichte immer wieder vollbracht.

Das ist nun klar als Aufruf zu verstehen. Widersage dem “Bösen”! Schluss mit dem “das haben wir schon immer so gemacht”! Ich denke hier muss vor allem die Geschichte den Menschen (einschließlich dem Autor) recht oder unrecht zusprechen.

Ich glaube fest daran und versuche ganz nebenbei auch so zu handeln, dass die Menschen sich nicht alles gefallen lassen werden und eine neue Weltidee/-ordnung näher ist, als viele es wahrhaben wollen. Wie diese aussehen wird und was bis dahin passieren muss/wird, dass male ich mir lieber nicht aus, selbst, wenn ich es könnte. Vielmehr schaue ich frohen Mutes in die Zukunft und freue mich auf eine bessere, menschlichere, sozialere Welt, in der vielleicht schon ich aber zumindest hoffentlich doch meine Kinder und Kindeskinder leben werden!

Was man dazu brauch? Ein wenig Mut, Menschlichkeit, Tatendrang und Gottvertrauen. Auf geht’s Zukunft, ich lache dir ins Gesicht!

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass Buch lohnt sich. Mit ein wenig Abstand gelesen und für sich persönlich ausgewertet, beinhaltet es viele brauchbare Informationen, welche einem bei der Meinungsbildung über die Welt(-politik) helfen können.

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Thema: Bücher, Politik | Kommentare (0) | Autor: derhecht

Modersohn-Zirkus 2008

Dienstag, 25. November 2008 9:29

Was ist das denn nun schon wieder? Ich gebe zu, dass diese Projekt wohl den meisten unbekannt ist und auch schwer zu erraten ist, um was es sich dabei handelt.

Der Berliner Insider kennt vielleicht gerade noch die Modersohn-Brücke im Bezirk Friedrichshain, welche dem Zirkus ein wenig Namenspatron ist. Vielmehr ist aber der Name der Modersohn-Grundschule, welche ebenfalls in der Nähe der Brücke ist, Namensgeber des Projektes.

Eintrittskarte in den Modersohn-Zirkus

Nun läßt sich wohl so langsam erahnen, worum es geht. Die Modersohn-Grundschule beschloß, gemäß Protokoll, im Frühjahr 2007 ein Schulprojekt zu starten, welches sich mit einem Zirkus befassen sollte. Durch diverse Zwischenstationen, vielfältigste Unterstützer und wohl vor allem durch die Mitarbeit vieler Eltern, gelang es bis zum Mai 2008 das Projekt auf die Beine zu stellen.

Konkret hieß das dann im Mai 2008, dass es zu Zirkusvorstellungen durch die Kinder der Modersohn-Grundschule kam. Eingeteilt in zwei Gruppen und einer extra Elterngruppe kamen so kleine Zirkusvorstellungen vor ein breites Publikum. Jung und alt ließen sich vor allem durch die Jüngsten unterhalten.

Es war eine pralle Hitze im Zirkuszelt, die aber die Stimmung weder bei Publikum noch bei den Artisten verderben konnte. Durch Stärkung von Eis & Kuchen am Imbiss und mit Hilfe von musikalischer Einstimmung durch die Elternband war man bestens auf das Zirkusprogramm vorbereitet und wurde lediglich durch die angeordnete Pause zu einem wohltuenden Break animiert.

Dargeboten wurde dann die Show mit dem Titel “Detektive & Tortellini”. Dabei kam eigentlich alles zum Einsatz, was man von einem Zirkus erwartet, bis auf die fehlenden Tiere vielleicht. Aber jede Altersgruppe der Schule und ich denke auch jeder Schüler hatte seinen Platz im Zirkus und lebte ihn. Davon kann man sich nicht zuletzt auf den Fotos überzeugen.

Mein ältester Neffe - Maxim

Was hab ich da gemacht? Mein ältester Neffe war auch da (siehe obenstehendes Foto)!

Was bleibt? Mir am Ende ein schöne Erinnerung und ich hoffe den Veranstaltern, den Organisatoren und vor allen den Kindern auch. Eine Wahnsinnsleistung aller Beteiligten. Soweit ich mich erinnern kann nicht immer mit der größten Unterstützung von Senat und anderen Offiziellen. Unendlich viel ehrenamtlicher Arbeit.

Kann man hoffen, dass bei vergleichbaren Projekten in der Zukunft die Ängste (?) der Offiziellen weniger sind und solche Dinge gleich mehr Unterstützung erfahren können, denn letztlich ist das wohl eine der so oft gewünschten Projekte, wo Eltern mit ihren Kindern gemeinsam aufbauen und erleben können.

Ich wünsche mir mit meinen Kindern ähnliches “durchmachen” zu dürfen!

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Fahrradsternfahrt – Berlin – 2008

Montag, 24. November 2008 9:49

Wie jetzt Sternfahrt im Winter? Nein, keine Angst ich habe nur jetzt erst mal Zeit gefunden/genommen, um darüber zu berichten.

Fahrradsternfahrt? Darunter versteht man/der Berliner eine Fahrt mit dem Fahrrad, welche Sternförmig aus allen Richtungen ins Zentrum der Stadt verläuft. Das heißt nicht eine Gruppe von Radfahrern fährt sternförmig umher, sondern viele Gruppen von Radfahrern treffen sich nach mehr oder minder gerader Fahrt in der Stadtmitte, wobei sie mit ihrer gemeinsamen Route sowas wie einen Stern nachbilden. Wie sowas dann fertig aussehen kann sieht man z.B. auf dem Routenplan zur Sternfahrt 2008.

Wie man dem Routenplan entnehmen kann, handelt es sich bei der einmal jährlich stattfindenden Tour nicht um einen reinen Freizeitspaß. Zumindest die Organisatoren verfolgen noch ein höheres Ziel. Nicht zuletzt der Termin der Sternfahrt ist etwas besonderes. Er findet am autofreien Sonntag in Berlin statt. In Zeiten von Umweltschutz und Klimakillern konnten so bei der letzten Sternfahrt offiziell rund 250.000 Radfahrer als Teilnehmer verzeichnet werden.

Ich selbst war etwa zum 5. Mal dabei und kann das Event jedem mal empfehlen. Es ist einfach ein tolles Gefühl mit tausenden anderen Radfahrern auf den schön ausgebauten Straßen frei umherzufahren, wo sonst Blechlawinen einen daran hindern. Mein persönliches Highlight der Strausberger Route ist jedesmal die Fahrt über die Stadtautobahn und die damit verbundene Tunneldurchfahrt.

Organisiert wird die Fahrt übrigens vom ADFC bzw. seiner Berliner Ortsgruppe. Diese stellt auf ihrer Seite auf Fotos u.a. von der letzten Sternfahrt zur Verfügung.

Falls jmd. Lust hat mal selbst mitzufahren, dem sei empfohlen sich einen Routenstartpunkt für sich zu wählen. Irgendwo dazu stoßen geht zwar auch, macht aber längst nicht soviel Spaß und schafft auch nicht soviel Atmosphäre als wenn man sieht, wie es Stück für Stück mehr Radfahrer werden. So beginnt man meist mit ca. 25-50 Radfahrern am Rande von Berlin im Morgengrauen und wächst bis ins Zentrum zu einer völlig unüberschaubaren (massiven) Masse heran.

Mit dabei sind immer die ausgefallensten Radkonstruktionen und Techniken rund ums Rad incl. ihrer Fahrer, die oftmals ebenso sehenswert sind.

Fahrradsternfahrthinfahrkarte

Damit man z.B. die Strausberger Route von Beginn an mitfahren kann, mußte man am 1. Juni diesen Jahres um 8.30 Uhr am S Bahnhof Strausberg sein. Da Radfahren noch genug kommen sollte am Tag entschied ich mich mit vielen anderen die Hinfahrt mit der S-Bahn zu unternehmen. So hieß es bereits um kurz nach halb acht früh mit Rad und leichtem Gepäck für den Tag in die Bahn zu steigen.

Am S Bahnhof Strausberg angekommen geht es dann nach dem sammeln in gemütlichem (manchmal fast zu gemütlichem) Tempo (max. 20 km/h im Durchschnitt, eher 3-5 km/h weniger) Richtung Berliner Stadtrand. Bereits an der zweiten Station am S Bahnhof Mahlsdorf um rund 10.45 Uhr waren wir dann rund 200 Leute. Und so ging es dann mit stetig zunehmender Teilnehmerzahl in leider stets langsameren Tempo incl. Pausen in die Stadtmitte, also zum Großen Stern in Berlin.

Berlin Skyline - Sicht von der Siegessäule

Dort angekommen ist dann seit ein paar Jahren schon ein Umweltfest organisiert, was die lange Fahrt zusätzlich entschädigt. Dort kann man dann bei Eis/Kaffee/Kuchen oder was auch immer sich erholen und über verschiedenste Umweltverbände/-vereine informieren. Damit klingt dann der organisatorische Teil der Sternfahrt aus und man fährt alleine bzw. mit seinen persönlichen Mitfahrern wieder gen Heimat. Auch dies empfehle ich per Rad zu tun, denn die Stadt ist voller Radfahrer und nicht selten kommt es vor, dass sich so eine zusammenfahrende Gruppe für den Heimweg findet und man schnell mal eine Spur der Straßen für sich beanspruchen kann/muss.

So hat man am Ende zwar rund 60-80 km im Sattel verbracht, die merkt man aber meist erst beim Absteigen und der Tag hat sich allemal gelohnt.

Die Termine für die nächsten Sternfahrten findet man übrigens ebenfalls im Netz auf den Seiten des ADFC. Ich würde vorschlagen, wir sehn uns am 07. Juni 2009 am S Bahnhof Strausberg. Die Uhrzeit bitte dem dann verfügbaren Routenplan entnehmen ;)

Thema: Alltag, Politik, Umwelt | Kommentare (0) | Autor: derhecht

Die Kassierer…

Sonntag, 23. November 2008 18:23

…was ist das eigentlich? Die Frage stellt die Band selbst an sich und das Publikum. Damit wäre nun auch dem Leser dieser Zeilen, der bisher nix von der Band wußte, gesagt es handelt sich bei “Die Kassierer” um eine deutsche Musikgruppe. Warum ich sie hier erwähne? Ganz einfach, ich finde sie sind sehr erwähnenswert.

Das letzte Konzert der Band, welchem ich beiwohnen konnte, fand am 08.11.2008 im Berliner SO36 statt. Es war das dritte Konzert der Band, welchem ich teilhaben konnte. Was fällt nun also auf? Was ist das Besondere?

Die Kassierer - Eintrittskarte

Zunächst ein scheinbar und so langsam auch wahrhaftiges eher nicht so schönes aber auffälliges Detail. Die Band spielt scheinbar immer genau das gleiche Programm runter. Egal wo, egal wann. Die Liedreihenfolge, die Gags, die Ansagen (ok, da gibt es leichte Unterschiede, die aber im Bereich von einzelnen Worten liegen) alles ist identisch. Doch dies scheint zwar ein Manko, ist aber ok, denn die Show (und dieser Begriff ist hier definitiv zu wählen) ist einmalig und unvergesslich.

Dargeboten wird feinste Musik (vorher unbedingt mal rein hören, wer die Musik nicht kennt!) mit atemberaubend guten Texten. Ja die Band hat was. Allerdings sollte man vielleicht weder Frau noch Kind mitnehmen und auch bei seinen Kindern darauf achten, dass sie wenigstens das 16. Lebensjahr abgeschlossen haben und fest im Leben stehen.

Die Bühnenshow beinhaltet übrigens neben der Musik auch stets ein kleines Theaterstück, denn die Bandmitglieder waren nach eigenen Angaben früher Mitglied einer Kabarettgruppe (der Wahrheitsgehalt dieser Aussage ist mit Vorsicht zu genießen).

Jeder Charakter der Musikgruppe wirkt auf seine Weise leicht geistesgestört, doch diesen Punkt vergißt man spätestens beim Hören der vielschichtigen Texte. Hits wie “Arbeit ist Scheiße” oder “Saufen, saufen, saufen” gehen einem einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Die Kassierer bezeichnen sich selbst als mächtig. Ich würde sagen, in bestimmter Interpretationsrichtung kann dies wohl so stehenbleiben. Sie sind eine Institution und ich hoffe das bleibe sie auch noch eine Weile. Zu oft sollte man die Musik vielleicht nicht hören und auch nicht all zu sehr in seinen Alltag integrieren. Gegen gelegentliches Lauschen im Kreise von Freunden und einem Schluck frischen Hopfensaft in der Hand, kann und will wohl niemand etwas sagen.

Prost und viel Spaß allen denen “Die Kassierer” noch unbekannt sind!

Thema: Musik | Kommentare (0) | Autor: derhecht

Ein ungezähmtes Leben

Samstag, 22. November 2008 13:51

Der Abend/Tag an dem ich diesen Film gesehen habe liegt nun wohl auch schon nicht mehr nur 14 Tage hinter mir aber wie immer schaffe ich es auch dafür irgendwann meinen Senf zum Film dazuzugeben und sei es nur, damit ich für mich später feststellen kann, ob ich den FIlm schoneinmal sah und wie er mir gefiel…

Ein ungezähmtes Leben ist ein knapp 110 Minuten langer Film von 2005. Die Hauptrollen können sich mit Jennifer Lopez, Morgan Freeman, Damian Lewis und Robert Redford durchaus sehen lassen. Ich finde es fast schon erstaunlich, dass der FIlm durchaus kaum beachtenswert in meiner Erinnerung angepriesen wurde als er in die Kinos kam.

Worum geht es? Der oben anschaubare Trailer verrät es im Wesentliche. Eine Frau flieht mit samt Tochter vor ihrem Ehemann, der die Sprache der Gewalt zur normalen Umgangsform gegen sie erhoben hat. Die Flucht geht zu dem letzten dem sie trauen kann und von dem sie hofft, dass er Ehemann sie dort nie findet. Ins beinahe nichts. Eine Ranch mitten in Amerika, eine gute Autostrecke vom nächsten Dorf entfernt.

Die Familie als letzter Rückzugsort. Ihr Schwiegervater. Sein Sohn und ihr Ex-Mann ist tot. Der neue ein Schläger und der Kontakt seit dem Tod alles andere als lebhaft. So geht es denn auch erstmal darum vorsichtig Kontakt aufzunehmen.

Quelle: Getty Images

Quelle: Getty Images

Wichtiger Fakt ist noch, dass der Schwiegervater dort nicht alleine auf seiner Ranch wohnt, sondern mit einem alten Freund, welcher schwer verletzt und krank gepflegt werden muss, ihm aber in jedem Fall eine willkommende Gesellschaft ist.

Nach ersten Anlaufschwierigkeiten kann sich eine gesunde Beziehung zwischen Opa, Mutter, Tochter und dem Freund entwickeln. Dabei wird jeder Charakter im Film kurz ausführlich beobachtet bzw. filmisch erläutert. Die dabei fortschreitende Handlung ist nun soweit, dass dem eingekehrten Frieden der Ehemann der Frau in die Quere kommt.

Er hat sie aufgespürt und bittet natürlich zunächst um Vergebung und verspricht das nie wieder zu tun…

Die Frau fällt darauf jedoch nicht mehr rein und sofort stellt sich wieder seine brutale Seite zur Schau. Der Showdown ist natürlich wenig spektakulär und man konnte ihn erwarten, jedoch gehört er zu einem solchen Drama auch ein wenig dazu.

Der Film ist ein netter Zeitvertreib an einem verregneten Samstagnachmittag. Man ist anschließend nicht klüger/dümmer/hübscher oder was man sonst nach einem Film sein könnte. Er zeigt einfach Menschen in Familie und dabei ein wenig idyllische Landschaft. Er hat keinen echten Höhepunkt. Die Handlung läuft dahin. Man verpaßt also bei dem Film nichts aber man nimmt auch keinen Schaden.

Wer also Lust auf entspanntes Familiendrama hat, wie schon erwähnt ideal für einen verregneten/kalten Wochenendentspannungstag, kann zugreifen.

Thema: TV-Video-Kino | Kommentare (0) | Autor: admin

Na dann…

Donnerstag, 20. November 2008 12:24

…mach ich vielleicht lieber doch noch mal was vernünftiges? Wie? Was? Wieso? Warum?

Konnte gerade in der iX-Ausgabe 8/2008 den Artikel “IT-Arbeit macht krank” lesen. Darin wird ein Arbeitspapier zusammengefaßt, welches durchaus beunruhigende Statistiken über meinen Berufszweig darstellt. Die vier Seiten sind schnell gelesen und einen Abschnitt möchte ich trotzdem mal direkt hier “abdrucken”:

Einige Befunde aus neueren Studien

In einer Zusammenfassung der Ergebnisse des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes „Nachhaltigkeit in der Projektarbeit“ weisen die Autorin und der Autor (Latniak / Gerlmaier 2006, S.1) vor allem auf zwei Punkte hin:

  • IT-Beschäftigte in den untersuchten Softwareentwicklungs- und beratungsprojekten leiden bis zu viermal so häufig unter psychosomatischen Beschwerden (chronische Müdigkeit, Nervosität, Schlafstörungen und Magenbeschwerden) wie der Durchschnitt der Beschäftigten in Deutschland.
  • 40% der Befragten zeigten eine Zunahme chronischer Erschöpfung, einem Frühindikator für Burnout. 30% hatten Probleme, sich zu erholen. Nach dem Gesundheitsreport der Techniker Kranenkasse gibt es eindeutige Indizien, dass psychische Gesundheitsgefahren für die IT-Branche im Besonderen zutreffen. (Voermans 2007)
  • Der Gebrauch von Antidepressiva liegt bei IT-Beschäftigten um 60% höher als im Durchschnitt aller Beschäftigten.
  • Der Gebrauch von Psychopharmaka liegt bei IT-Beschäftigten um 91% höher als im Durchschnitt aller Beschäftigten.

Na Gesundheit, sag ich mir da. Gerade die letzten beiden Fakten sind ja nicht unbedingt das, was ich mir von einer sorgenfreien Zukunft vorstelle.

Ich meine wer kann seine Arbeit schon so leiden, daß er nicht auch wenigstens zum Spaß mal den Satz “Arbeit macht krank” gebrauchen würde? Aber muss es denn gleich so harte Realität sein?

Bin ich ja froh, dass mir erst ein Fall bekannt ist, bei dem ein Symptom davon aufgetreten ist/auftritt. Tue ich wohl weiter gut daran für ausreichend Bewegungssport durch mich zu suchen und diesen zu praktizieren. Kombiniert mit abendlichen Aktivitäten schaffe ich dann hoffentlich ein Netz, was mich vor dem bewahren wird, was mir die Statistik anzuhängen versucht…

Thema: Alltag, Internet | Kommentare (0) | Autor: derhecht

Mission Impossible 1 & 3

Mittwoch, 19. November 2008 12:34

Ich habe diese beiden Filme nicht erst gerade eben geguckt, nein! Den ersten Teil der “Serie” habe ich gar im Fernsehen und nicht im Kino geguckt. Trotz der recht langen Zeitspanne zwischen Ansehen und diesem Blog-Eintrag möchte ich einmal über die beiden Filme (zusammen) etwas schreiben, da man als Action-Fan keinen Bogen um die machen sollte.

Zwischen beiden Filmen liegen ca. 10 Jahre. Der erste erschien 1996 in den Kinos und immerhin rund 3,3 Millionen Zuschauer haben sich den Streifen damals schon angesehen. Der neuste Teil geht mit ca. 126 Minuten Spiellänge etwas mehr als eine Viertelstunde länger als der Erste.

Die Hauptfigur aller Teile ist bislang Ethan Hunt, welcher von Tom Cruise gespielt wird. Dieser wird übrigens nicht in einem vermeintlich kommenden Teil 4 spielen, denn nicht zuletzt Aufgrund von seinen negativen Verbindungen zur Sekte/Kirche Scientology hat die Produktionsfirma Paramount Pictures den Vertrag mit ihm gekündigt (Quelle: Wikipedia).

Ethan Hunt ist ein Geheimagent der IMF (“Impossible Mission Force”) und erledigt für dies Organisation eben solche als unmöglich bezeichnete Aufträge.

Die wohl bekannteste Szene aus dem ersten Teil, der Raub der NOC-Liste aus dem CIA-Rechner, wird schon im Trailer (siehe unten) mehrfach angeschnitten.

Die NOC-Liste stellt quasi auch den Inhalt des ersten Teils die. Sie enthält die realen Namen aller CIA-Agenten und wäre damit de Facto nicht nur das Ende aller Agenten, sondern käme für viele wohl auch einem Todesurteil gleich.

Für diese Liste wird natürlich von einschlägigen Verbrecherorganisationen viel Geld geboten. Diese Angebote haben offensichtlich einen Maulwurf innerhalb der IMF entstehen lassen, der alsbald mit Liste und Aufsicht auf Geld seine Verfolger/Mitwisser auszulöschen versucht. Im gelingt dies auch fast, denn vermeintlich nur Ethan überlebt. Dieser macht sich auch gleich daran den Maulwurf zu entlarven. Dabei entdeckt er nicht nur totgeglaubte Kollegen…

Der bislang jüngste, dritte Teil beginnt mit einer Szene, in der die Frau von Ethan bedroht und anschließend in seinem Beisein erschossen wird. Danach folgt ein zeitlicher Rücksprung und Ethan befindet sich in einem entspannten Leben ohne die Arbeit bei der IMF.

Während einer Party mit seiner Frau geht die Story dann los, welche Ethan rund um den Globus führt, ihm eine Bombe im Kopf einbringt und ihn am Ende aber doch die erwünschte Ruhe beschert…

Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter über den Inhalt referieren, denn den kann man an diversen anderen Stellen im Internet erlesen. Vielmehr soll hier kurz noch meine Meinung zu den Filmen dargestellt sein.

Ich finde die Serie bislang außerordentlich gelungen. Zwar ist mir der dritte Teil ein wenig zu hektisch, so dass ich nicht immer wußte, wer nun gerade was jagt und warum aber die Action-Szenen haben es einfach in sich. Da kann sich auch Bond, finde ich, manchmal eine Scheibe abschneiden, wenn man diesen in dem Genre mal als Referenz heranzieht.

Allgemein stehen die beiden Serien (Bond und M:i) scheinbar ein wenig in Konkurrenz. Beides Geheimagenten, beides zunehmend Action-Filme und beide ohne Ende in Sicht. Welche Serie nun besser ist, darüber vermag ich mir kein Urteil. Bond hat meist die besseren Storys und M:i dafür mehr/bessere Action-Szenen. Am besten ist wohl, man guckt beide Serien, denn GsD kommen ja davon nicht im Monatstakt neue Folgen heraus, sondern eher gemütlich im 1-2-Jahreswechsel.

Da bietet es sich doch an, dass der neue Bond gerade im Kino kommt. Also auf gehts zum Konkurrenzkampf ins Kino!

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Thema: TV-Video-Kino | Kommentare (0) | Autor: derhecht

We feed the World

Samstag, 15. November 2008 17:31

Der Film geht und ging um die Welt. Er behandelt ein Thema, welches vielen scheinbar uninteressant scheint und schon gar keinen Kinofilm wert sein kann. Wer das denkt irrt und sollte vl. auch seine Priorität beim Essen mal überdenken. Die Wirkung von Ernährung in all ihren Facetten ist denke ich weitestgehends unklar. Fakt ist wohl, dass über die Nahrung mehr als nur Nährstoffe aufgenommen werden, denn eine “ausgewogene” Ernährung mit Vitamintabletten tut auf Dauer niemandem gut.

“Ein Kind das aus Hunger stirbt heute, wird ermordet.” Krasses Zitat aus dem Film von einer nicht geringen Person, welche sich denke ich auskennt und der Wahrheit und Wirkung seiner Worte bewußt ist. Das Zitat selbst ist mir, dass gebe ich zu, so nicht in Erinnerung geblieben, jedoch kommt es auch im Trailer zum Film vor.

Der Unter-/Nebentitel des FIlms lautet “Essen global” und erklärt damit ein Stück weit, worum es im FIlm geht. Er zeigt die globale Ernährungsmaschinerie, welche aufgebaut wurde, damit wir in Europa/Amerika leben, so wie wir es für nötig/richtig halten.

Es geht über Hühnerzucht, Wassermärkte, Gemüseanbau sowie “outgesourcede” Landwirtschaft in Osteuropa. Das sind natürlich nur ein paar Themenbeispiele aus dem Film.

Die Thematiken werden stets ruhig und gelassen bebildert. Dazu spricht eine Stimme aus dem Off Fakten oder läßt in Interviews einfach Menschen Fakten/Meinungen erzählen. Es wird nichts direkt kommentiert. Oftmals werden auch einfach stumm die Bilder gezeigt. Die Bilder verfehlen ihre Wirkung in keinster Weise. Dazu die bedrückenden Fakten ließen zumindest mich einmal mehr an meiner Meinung über Globalisierung und Ernährung festhalten.

Der Film stammt übrigens aus Österreich, wurde bereits 2006 abgedreht und erschien in vielfältigen Sprachen. Die ca. 105 Minuten des Films vergehen nicht rasend, sind jedoch auch nicht langweilig. Ich musste mich mehrmals dabei erwischen, wie man fast schon zähneknirschend im Sitz versinken möchte.

Alle wichtigen Entscheidungsträger wissen von den Schweinereien, welche weltweit auf unsere Kosten geschehen und niemand von denen tut was dagegen. Der Lobbyismus arbeitet hochgradig effektiv. Gerade in Europa ist dies zwar längst kein Geheimnis mehr, jedoch damit doppelt schlimm, da alle davon wissen und niemand etwas ändert. Ein Europa für die Menschen? Leider nur ein Traum. Zumindest bisher und in absehbarer Zeit wird es wohl auch so bleiben.

Der Film klagt übrigens niemanden direkt an. Er dokumentiert einfach Situationen. Das macht ihn authentisch und erwirkt somit, dass was er wohl auch erwirken soll.

Wem die Nahrung bisher nie zu billig sein konnte, wer sich wundert, warum alle seine Kinder seltsame Allergien haben, wer ständig krank ist, wer nur dem Preis hinterherjagt, ob bei Nahrung oder Kleidung, dem sei dieser Film mal wieder von Herzen geraten. In Ruhe anschaun und auf sich wirken lassen. Niemand verlangt danach übrigens die totale Veränderung. Ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein reicht, denn wie schon ein nicht ganz so toller deutscher Musiker mal sinnngemäß sang/meinte: “Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch wenn die stundenlang Wasser auf die Stirn tropf, wirst du sehn, es kann die Hölle sein.”

Qualität wird GsD in letzter Zeit immer mehr in den Köpfen der Menschen verankert. Leider merkt das auch die Werbeindustrie. Wir haben uns 50 Jahren von ihr blenden lassen und das Resultat zeigt der Film. Wie wäre es, wenn wir einfach konsequenter wegzappen, wenn der Fernseher schon laufen muss? Wer wenig Fernsehn guckt, sollte vl. überlegen, ob er nicht ganz weg kann? Ganz ehrlich, ich habe nun seit knapp nen Jahr keinen mehr und ich vermisse absolut nichts! Man verpasst nichts. Null.

In diesem Sinne mein Appell: Zeigt der Werbung den Stinkefinger! Informiert euch selbst über Qualität euer Waren und holt diese Infos nicht vom Hersteller. Der Verbraucher hat macht, nutzen wir sie! Gutes muss und ist nicht unbedingt teuer und wer braucht schon täglich 23 verschiede Brotbelagsorten im Kühlschrank? Qualität statt Quantität! Wer immer noch nur ans Geld denkt: Tu es für deine Gesundheit, für dein Leben, deine Lebensqualität! Und auch wenns am Anfang seltsam klingt, es macht sogar Spass, eine eigene Meinung/Ernährung/Kleidung/Entscheidung zu haben/treffen. Der Aufwand lohnt sich!

Thema: Alltag, Politik, TV-Video-Kino, Umwelt | Kommentare (0) | Autor: derhecht

Final Destination 2

Freitag, 14. November 2008 16:04

Dieser Film ist nun schon eine ganze Weile in meiner Erinnerung aber zu Recht. Ich habe inzwischen sogar alle drei Teile der Trilogie gesehn und muss sagen, dass sie mir besser gefällt als so manch andere im ähnlichen Genre und Machart (z.B. Scream).

Der nun besprochene Teil 2 erschien bereits 2003 und versprach bereits im Trailer, sich von der Story bzw. dem Hintergrund treu zu bleiben.

Es geht diesmal nicht um ein Flugzeug bzw. dessen Absturz, sondern um einen durchaus sehenswürdigen Autounfall. Sagen wir mal besser eine waschechte Massenkarambolage.

Ein paar Freundinnen sind mit dem Auto unterwegs und da hat eine von ihnen eine Vision. Darin sieht sie den Unfall mit all seinen Folgen. Eingeleitet wird dieser nicht zuletzt durch ein Manöver der Frauen in ihrem Jeep. Eingeleitet ist vl. übertrieben aber doch zumindest in seinem Verlauf entscheident beeinflußt.

Aus Angst der Traum könnte Wirklichkeit werden wird alles daran gesetzt, den Unfall zu verhindern. Als dies dann aber schließlich gelingt, ist alles andere als Ruhe und Glück allen Unfallbeteiligten auf den Fersen. Niemand geringeres als der Tod selbst verlangt nun sein Tribut und holt sich die Totgeschriebenen Stück für Stück durch unterschiedlichste Unfälle zurück.

Dem Mädchen mit der Vision fällt dies auf und sie findet nach Recherchen im Internet auch schnell herraus, dass dies keinenfalls das erste Mal ist, dass so etwas geschieht. Sie nimmt dann Kontakt zu dem Mädchen auf, welches im ersten Teil der Trilogie die Vision hatte und als einzige überlebt hat. Diese lebt jedoch nun in eine Nervenklinik, denn natürlich hat ihr nie jmd. die Story geglaubt.

Nach ein wenig einfühlendem Gespräch kann die “Neue” das Vertrauen der “Alten” gewinnen und sie verrät ihr, wie sie damals vorgegangen ist, damit man dem Tod enkommen kann. Der Tod scheint einer Liste zu folgen. Die Reihenfolge bleibt also gleich. Der der beim Unfall zu erst gestorben wäre, denn erwischt nun auch zu erst ein Unfall im Leben und so weiter. Der letzte Tode ist somit ein Hinweis darauf, wer der nächste sein wird.

Leider ist die Vision zwar schön detailiiert im Film dargestellt (einfach geil dieser Crash), es fehlen jedoch manchmal wichtige Details oder es sind schlicht Erinnerungslücken vorhanden. Jedenfalls bleibt eine gewisse Unsicherheit vorhanden, wer denn nun als nächstes bei dem Horrorcrash gestoben wäre. Diese Unsicherheiten kosten während des Films noch so manchen sein grad zurückgewonnenes Leben…

Auch wenn das sicher nicht alles sonderlich wegreißend klingt, so ist doch an der Final Destination Reihe irgendwas besonderes. Sie ist stehts unterhaltsam. Ein wenig Horror ist immer dabei und die Menschen kommen auf sehr “schöne” Art und Weise um, dass muss man einfach mal so sagen. Das ist vl. auch das, was Die Reihe so besonders macht. Man freut sich regelrecht auf den nächsten Todesfall. Besonders im dritten Teil wird das ins Extreme getrieben.

Wer den ersten Teil nicht kennt, keine Angst, es wird alles nochmal lang und breit erklärt und die Story steht völlig losgelöst da. Wer also auf einen definitiv unterhaltsamen Horrostreifen steht und ein wenig Mädelsgekreische (im Film) abkann, der ist mit FInal Destination 2 gut aufgehoben. Freunde des Komödie-/Romatik-/Action-Genres, welche dem Horro eher skeptisch bis feindlich gegenüberstehen sollte die Finger von lassen. Actinreich lohnenswert ist vl. noch der Anfang mit seiner, wie schon erwähnt, sehenswerten Unfallinszenierung.

Wer auf den Appetit gekommen ist, der sollte sich anschl. den dritten Teil nicht ersparen. Den hab ich mir sogar als DVD geholt. In der absolut empfehlenswerten Fassung mit interaktiven Spiel. Die ist, wenn der dritte Teil, ein muss! 5-10 Freunde einladen, DVD rein und Spaß haben.

Thema: TV-Video-Kino | Kommentare (0) | Autor: admin