Fear and Loathing in Las Vegas

Wer diesen Film nicht kennt, der kennt Johnny Depp nicht. Wer widerrum Johnny Depp nicht kennt, der guckt entweder nie Filme oder Fernsehen oder ist einfach noch zu jung, damit er das geistig hinbekommt. Anders kann man wohl ein Nicht-Kennen dieses Menschen nicht wirklich erklären.

Alle die meinen J. Depp zu kennen aber den Film, welcher den Titel des Artikels trägt, nicht kennen, sollten ihn sich schnellstens antun!

Worum geht es im Film? Fakt ist, die eigentliche Handlung ist nicht schwer zu definieren, nein, sie verschwimmt auch im Hintergrund. Sie ist eigentlich auch egal. Der Film handelt mehr oder minder von einem Lebensgefühl. Es geht um Unmengen von Drogen. Diese werden von den beiden Hauptakteuren (zweiter ist Dr. Gonzo aka Benicio del Toro) den ganzen Film lang in großen, unüberschaubaren Mengen konsumiert. Wo das passiert, sagt der Titel.

Die Wirkung dieser Drogen bestimmt logischerweise damit die gesamte Wahrnehmung und zunehmends auch das gesamte Verhalten und Handeln der Darsteller. Wo zu Beginn noch ein Auftrag, ein Ziel und ein Plan vorhanden ist, ist zu guter Letzt nur noch ein Fluchtweg aus dem vollständigen Chaos vorhanden. Wobei auch dieser eher entsteht, als geplant worden zu sein.

Der Film stellt die unterschiedlichen Drogen, welche eingeworfen/-gezogen/-geraucht werden, bzw. dessen Wirkung dar. Dies geht von „normalen“ Halluzinationen über zu Wahnvorstellungen, die in vollständigem tagelangem Realitätsverlust enden. Die „armen“ Protagonisten wachen mehrmals nach ihren Trips in völligem Chaos auf…

Die Wikipedia-Seite zum Film (*Klick*) verrät, dass der Film auf einer Buchvorlage gedreht wurde und das von niemand geringerem als Terry Gilliam. Auch dort läßt sich, mit Hilfe der niedergeschriebenen Zitate aus dem Buch/Film, schon mehr sagen als so mancher langer Satz von mir sagen könnte.

Der Film stellt die Drogentrips dermaßen gut dar, dass man zwar zum Teil Lust darauf bekommt wenigstens ein paar davon selbst einmal auszuprobieren aber er zeigt auch gut, wo das hinführen kann und wird somit seiner vl. gewollten abschreckenden Wirkung gerecht.

Wer mal herzlich lachen will und das über solchen Humor kann, der ist bei diesem Film genau richtig. Er sollte allerdings schon wenigstens 16 Jahre als sein, denn über so machen Witz sollte man einfach früher noch nicht lachen können. Darüber hinaus ist die ein oder andere Einstellung auch für jüngeres Publikum ungeeignet. Der Rest: Keine Angst, es ist nicht einer von diesen „langweiligen“ Kifferfilmchen. Der Film hat echt eine extreme Abgedrehtheit, wie sie mir schwer fällt in Relation zu einem anderen zu sehn. Er ist schlichtweg krank. Man merkt die Monty Python Einflüße. Er lebt von den Hauptdarstellern und der Zeit der 70’ger Jahre. Drogen, Party, Geld, Sex, Autos, Sonne, Glücksspiel, Kunst…Leben…

Die mehr als zwei Stunden Filmzeit vergehen, wie im Fluge. In diesem Sinne, keine Zeit vergeuden und ansehn, wer ihn nicht kennt. Wer den Film kennt, wird ihn mit Sicherheit immer mal wieder gerne neu gucken und nicht zuletzt das spricht für ihn!

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