Zürich 2008

Ein Freund von mir residiert gerade in Zürich um sein Architektur Studium ein wenig voranzutreiben, was lag da näher als in der Stadt des Geldes mal vorbeizuschauen? Mit dabei waren neben mir noch ein paar Freunde damit das ganze keinen alt so homoerotischen Touch bekommt haben wir auch noch eine “hochschwangere” Freundin mitgenommen, die sich wie erwartet mit den ganzen Männern bestimmt tierisch amüsiert hat…

ZürichCARD Los ging es an einem Donnerstag Abend in Berlin vom Hauptbahnhof. Mit dem City-Night-Line nach Zürich. Direkt ohne einmal umsteigen. Das ganze für manche von uns zum Preis von 29,00€. Was will man mehr? Die sinnlose Nacht nutzen wir als mehr oder minder sinnvoll im Zug und konnten so “ausgeschlafen” in Zürich um etwa halb zehn Uhr morgens aufbrechen und die Stadt unsicher machen.

Zürich Info-Materialien

Ausgestattet mit der Zürich-Touri-City-Card für 72h (Kosten etwa 34 CHF, also grad rund 21,87 Euro) ging es zunächst in das Architekturbüro “unseres” Studenten. Dort wollten wir uns zunächst einmal ein Bild vom Studenten, fern ab der Heimat, selbst machen. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeit die Räumlichkeiten des Design-Büros ein wenig zu überblicken und unser überquellendes Gepäck ein wenig zwischenzulagern.

Da die Arbeit dem Studentenjunge die Freizeit raubte und er Zürich-Touri-City nun doch schon mehr als einmal durchschritten hatte, sind wir nun also los den touristischen Hauptteil unseres Trips abzuarbeiten. Übrigens sehr gute Unterstützung sowohl im Vorfeld als auch dabei wurde uns durch folgende Medien zu Teil:

  • Zürich-Eintrag bei Wikipedia
  • Züricher Museen-Führer Ausgabe 2008 (kostenlos am Touri-Stand im Haupfbahnhof von Zürich, da wo es auch die City-Card gibt)
  • kleiner Züricher Stadtplan (ebenfalls am Touri-Stand)
  • ZürichCARD-Guide 2008 (gabs mit der gleichnamigen Karte)
  • Zürich Guide Herbst 2008 (offizieller, ebenfalls kostenloser City Guide)
  • Stadtrundgang Zürich 2000

Der Begann wiederrum am Hauptbahnhof. Wir flanierten also die Straße entlang, unter der diverse Goldreserven der Schweiz liegen sollen. Kein schlechtes Gefühl, allerdings jeder Fußgängerpassage der Welt eher identisch als verschieden. So ging man nun also vorbei an den Sehenswürdigkeiten, welche unsere Reiseführer uns verrieten. Hielten mal hier mal dort. Tranken und aßen ein wenig bei Sprüngli. Kauften kleine Souvenirs. Wir waren eben Touris.

Dazu gehörte auch eine Bootsfahrt auf dem Zürichsee, welche übrigens auch im ZürichCARD-Preis enthalten ist.

November 2008 Besuch bei Stephan in Zürich

Gegen Ende des Nachmittags waren wir um einiges müder und am Ende der Altstadt-Touristen-Tour angekommen. Es ging also los, die Sachen und den immernoch arbeitenden Studenten abholen. Dieser wurde kurzerhand eingesackt und dann gings in seine Züricher Bleibe, wo dann zünftig gekocht und gespeist wurde. Vorher/dabei wurden natürlich noch ein paar herbe Frischgetränke organisiert und vertilgt, denn der Abend sollte ja noch lang und heiter werden.

Der Abend war dann sehr feucht und fröhlich und sorgte dafür, dass der nächste Tag erst gegen 12 Uhr Mittags für die meisten von uns begann. Da die Sonne aber lachte, wurde nicht lange gefackelt und das letzte, große touristische Muss abgehakt. Der Uetliberg. Aufgrund der allgemeinen Katerstimmung wurde auch die Große-Uetliberg-Tour gewählt und man wanderte so gemütlich in den Sonnenuntergang bis zur nächsten Seilbahnstation, welche die Abfahrt vom Berg und anschließende Heimfahrt (in die Studentenwohnung im Altersheim (!)) per Bahn einläutete.

Der letzte, gemeinsame, lange Abend wurde dann nach Versorgung der leiblichen Bedürfnisse dazu genutzt um die Altstadt bei Nacht zu erkunden. Dazu gehörte ein Besuch in einer halbwegs alternativen Bar und einem Späti (Berlinerisch für Spätverkauf), welcher nebst durchaus preisgünstigem aber nicht schlechtem Wein und Bier auch interessante, wenn auch teils abstoßendes/provokantes Bildmaterial zum Anschauen zur Verfügung stellte. Der Wein an diesem Abend bekam mir zwischen all dem Hopfensaft irgendwie nicht. War aber auch nicht sooo tragisch, da man noch sichtlich und unersichtlich geschafft vom Vorabend kurz nach Mitternacht kollektiv die Heimreise ins Altersheim antrat.

Der Sonntag in Zürich wurde dann nach leqqerem Frühstück dazu genutzt, das Landesmuseum zu “erobern”. Der Eintrittspreis dafür ist übrigens ebenso, wie viele weitere Museen und Ausstellungen im Preis der ZürichCARD inbegriffen. Der Sonntag wurde sonst eher zum ausspannen, vorbereiten der Heimreise und dem obligatorischen Shopping, Kochen und anschließendem Essen gewidmet.

Dann hießt es auch schon Abschied nehmen und wieder in den CNL steigen, um Berlin am nächsten Morgen ausgeschlafen in die Arme zu nehmen. Was bleibt? Zürich ist teuer zumindest bei allen Waren (vor allem Lebensmitteln) des täglichen Bedarfs. Der Züricher an sich scheint unfreundlich (bislang ist kein freundlicher bekannt). CNL ist eine lohnende Erfahrung (billig & lustig, vor allem wenn man es vorzieht nicht so viel zu schlafen). Wieder dahin? Muss nicht sein. Ein verlängertes Wochenende scheint für Zürich zu reichen und für lange vorzuhalten.

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