Ralph erzählt uns Unsinn?!

Hab den Blog (“Ralphs nutzloses Wissen“) über einen Hinweis von nem Freund bekommen. Ein Bissel reingelesen und für gut befunden. Gleich mal in den Blogroll aufgenommen.

Herrlicher Artikel (obs nur Gespinne is oder nicht, einfach nur geile Idee, in jedem Fall): Ökowaffen – Krieg führen und die Umwelt schonen

Lohnt sich auf jeden Fall mal ein Blick rein in den Blog. Viel Spass!

Die Berliner Unterwelt

Jetzt kenne ich sie, die Berliner Unterwelt. Gut, vl. nicht komplett und auch nicht mit allen Facetten aber doch wenigstens einen Teil und im Ansatz.

Letzten Samstag nämlich habe ich mich mit einer Handvoll mutiger Begleiter, einem Führer und seinem Gehilfen, sowie noch ca. 10 anderen Menschen hinabbegeben in das Reich der ewigen Nacht unter den Straßen Berlins.

Klingt schön schaurig. Ganz so schlimm is es aber nicht. Beim Verein Berliner Unterwelten werden nämlich zahlreiche Touren angeboten, wobei wir uns für Tour 3 entschieden. Das hatte vor allem praktische Gründe, denn nicht jede Tour wird immer und erschwinglich angeboten und es ging vor allem darum es überhaupt zu tun.

So ging es also hinab in zwei “alte” Luftschutzanlagen am S+U Gesundbrunnen und U Bornholmer Straße. Alt stimmt eben nicht wirklich, weil zumindest letztere Anlage erst vor wenigen Jahren (weniger als fünf) stillgelegt wurde, denn es wurde entschieden, dass Berlin sowas nicht mehr brauch. Dieser Punkt wurde vom “Führer” übrigens mehrfach als bedenkenswert eingestuft. Wohl nicht nur, weil es schwer werden dürfte allein mit den Eintrittsgeldern diese Anlagen in Betrieb zu halten.

Berliner Unterwelten - Eintrittskarte

Berliner Unterwelten - Eintrittskarte

Man erfährt und erlebt in Ausführungen in den 90 Minuten einer solchen Tour dann, was es hieß und wohl auch heissen würde, wenn man in eine Luftschutzanlage im Ernstfall hineingehen wollte/möchte. Man erkennt sowohl die Sicherheitsvorkerungen, welche heute noch sichtbar auf der Straße bzw. in den U-Bahnhöfen integriert sind. Als auch das einem schnell vor Augen geführt wird, was es hieß in einer solchen Anlage zu “leben”. Letzteres sehen die gesehenen Anlagen nur für maximal 14 Tage vor, wobei auch diese Tage in der Anlage mit 2000 Menschen eher kein Urlaub werden.

Alles in allem ein gelungener Rundgang mit interessanten Ausführungen, den ich jedem Berliner und auch den Touristen sehr Nahe legen kann. Kosten tut das ganze übrigens ab 7€ für Studenten und 9€ “Normale”. Historisch interessant und “Tagesaktuell” bedenkswert. Dazu gibt es Lüftungsanlagen zum selbst ausprobieren und jede Bevölkerungsgruppe darf sich unterschiedlich in das Bunkerleben integrieren.

Bleibt vl. zu sagen, dass es erst für Kinder ab ca. 12 Jahren geeignet ist, denn vorher dürfte das schlicht zu uninteressant sein. Wohl auch eine Sache, die einem erst bewusst wird, wenn man ne Familie hat ;)

Tauben unvergiftet im Park

Es ist Sommer 2008. Es ist Sonntag der 27.07.2008. Es ist heiß. Ich sitze alleine zu Hause in Berlin Friedrichshain in meiner Wohnung. Ich habe ein Fenster in den verschatteten Hinterhof. Es ist, wie üblich um diese Zeit (ca. 14 Uhr), relativ angenehm und dunkel in meinem Zimmer. Ich selbst sitze in T-Shirt und Sommerhose vor dem PC (ich bin Informatiker!). Irgendwas gibt es immer zu tun/anzusehn/zu chatten/zu verkaufen/kaufen…

An diesem Tag aber füllt mich das ganze (komischerweise) nicht so richtig aus. Ich beginne zu telefonieren. Kurze Zeit später wurde ich quasi inirekt gezwungen meine vier Wände zu verlassen und mich der Sonne direkt auszusetzen. Trotz der damit verbundenen Gefahren schnappe ich mir mein aktuelles Buch, etwas Wasser zum trinken und Kekse incl. Schokoladenüberzug und laufe ca. 100m bis zum nächsten Park und setze mich dort auf die erst beste freie Bank. Der Blick, welcher sich mir dann ergibt, ist etwa der:

Blick in den Park

Blick in den Park

Ich blicke fast genau in den Süden und somit scheint mir die Sonne fast ins Gesicht, wenn da nicht der schattenspendende Baum wäre, der meinen Bankplatz wahnsinnig attraktiv macht. Plötzlich ist sie da, die Natur. Stille inmitten der Stadt. Selbst den Vöglen, welche sich vor mir tümmeln scheint es zu warm heute und sie beschließen ein mehr oder minder ausgiebiges Bad in der Wasseranlage des Kinderspielplatzes zu versuchen. Begleitet von wilden Vogelgezwitscher genieße ich die ersten Minuten still vor mich hin. Einen Eindruck davon kann man sich in dem Video machen.

Nachdem ich mich ein wenig von der Natur entspannen lasse, ziehe ich mein Buch hervor und die nächsten Stunden vergehen, wie im Flug. Gelegentlich ist mir zu heiß, weil die Sonne mir direkt ins Gesicht scheint und grad kein Baum mir Schatten spenden will. Ein andern mal sind dann so viele Kinder vor mir am spielen, dass ein konzentriertes Lesen schwer fällt. Interessant sind die Blicke, welche einem zugeworfen werden, wenn man alleine im Park auf einer Bank sitzt und ließt bzw. gelegenlich mal enstpannt hochsieht und einfach nichts tut. Scheint allen ausser einem selbst komisch vorzukommen und man muss irgendwas im Schilde führen. Anders sind mir so manche Blicke nicht erklärbar.

Zum Abschluss des Nachmittags wird gegen 17/18 Uhr nochmal entspannt ne Runde Tischtennis gezockt, ebenfalls in dem Park.

Was bleibt? Danke Freundin, dass du mich rausgeschmissen hast ;)