Tauben unvergiftet im Park

Es ist Sommer 2008. Es ist Sonntag der 27.07.2008. Es ist heiß. Ich sitze alleine zu Hause in Berlin Friedrichshain in meiner Wohnung. Ich habe ein Fenster in den verschatteten Hinterhof. Es ist, wie üblich um diese Zeit (ca. 14 Uhr), relativ angenehm und dunkel in meinem Zimmer. Ich selbst sitze in T-Shirt und Sommerhose vor dem PC (ich bin Informatiker!). Irgendwas gibt es immer zu tun/anzusehn/zu chatten/zu verkaufen/kaufen…

An diesem Tag aber füllt mich das ganze (komischerweise) nicht so richtig aus. Ich beginne zu telefonieren. Kurze Zeit später wurde ich quasi inirekt gezwungen meine vier Wände zu verlassen und mich der Sonne direkt auszusetzen. Trotz der damit verbundenen Gefahren schnappe ich mir mein aktuelles Buch, etwas Wasser zum trinken und Kekse incl. Schokoladenüberzug und laufe ca. 100m bis zum nächsten Park und setze mich dort auf die erst beste freie Bank. Der Blick, welcher sich mir dann ergibt, ist etwa der:

Blick in den Park
Blick in den Park

Ich blicke fast genau in den Süden und somit scheint mir die Sonne fast ins Gesicht, wenn da nicht der schattenspendende Baum wäre, der meinen Bankplatz wahnsinnig attraktiv macht. Plötzlich ist sie da, die Natur. Stille inmitten der Stadt. Selbst den Vöglen, welche sich vor mir tümmeln scheint es zu warm heute und sie beschließen ein mehr oder minder ausgiebiges Bad in der Wasseranlage des Kinderspielplatzes zu versuchen. Begleitet von wilden Vogelgezwitscher genieße ich die ersten Minuten still vor mich hin. Einen Eindruck davon kann man sich in dem Video machen.

Nachdem ich mich ein wenig von der Natur entspannen lasse, ziehe ich mein Buch hervor und die nächsten Stunden vergehen, wie im Flug. Gelegentlich ist mir zu heiß, weil die Sonne mir direkt ins Gesicht scheint und grad kein Baum mir Schatten spenden will. Ein andern mal sind dann so viele Kinder vor mir am spielen, dass ein konzentriertes Lesen schwer fällt. Interessant sind die Blicke, welche einem zugeworfen werden, wenn man alleine im Park auf einer Bank sitzt und ließt bzw. gelegenlich mal enstpannt hochsieht und einfach nichts tut. Scheint allen ausser einem selbst komisch vorzukommen und man muss irgendwas im Schilde führen. Anders sind mir so manche Blicke nicht erklärbar.

Zum Abschluss des Nachmittags wird gegen 17/18 Uhr nochmal entspannt ne Runde Tischtennis gezockt, ebenfalls in dem Park.

Was bleibt? Danke Freundin, dass du mich rausgeschmissen hast 😉

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