Goodbye Bafana

Lang ist es her, dass ich diesen Film sah, doch ich hab seit langem mal wieder nen fast freien Abend und da dacht ich mir, ich schreibe mal meine Kritik zu dem Streifen. Für mich als Erinnerung und für den Rest der Welt, der es lesen mag.

Goodbye Bafana wurde 2007 veröffentlicht und schaffte es meines Erachtens aber nie wirklich wahr genommen zu werden. Vl. wurde er ein wenig erwähnt, als er auf den Filmfesten lief aber mehr hat er wohl nie wirklich erreicht. Wie ich drauf gekommen bin? Ich glaube ich habe in einer (Film-)Zeitschrift davon gelesen und mich spontan dazu entschieden diesen Film einmal (näher) anzusehn.

Als dann also mal wieder ein Abend wie dieser frei war machte ich mich daran das knapp zweistündige Drama zu gucken.

Der Trailer läßt das Thema schon frei und macht auch deutlich, dass es sich um ein Ernstes handelt. Apartheid in Afrika. 60er Jahre und Nelson Mandela. Dazu noch 21 Jahre Gefängnis. In einem Satz: Der Film stellt die Gefangenschaft von Nelson Mandela auf einer Gefangeneninsel in Afrika incl. seines speziellen Wärters dar.

Der Film ist langsam aber nicht zu langsam. Eher ruhig und wichtig. Manchmal etwas zu detailliert aber nicht zu überladen. Eigentlich genau richtig. Ein gelungenes Finale, auch wenn dies quasi vorhersehbar war, wenn man ein wenig Geschichtskentnisse mitbringt. Das ist es auch, was dargestellt wird. Geschichte. Der brutale Alltag der Apartheid. Ehrlich erschreckend und für mich als jungen Mitteleuropäer kaum bis gar nicht vorstellbar.

Menschlichkeit wird ein wenig vermittelt aber im Vordergrund steht schon der geschichtliche Wandel. Die Erkenntnis der Weißen, dass Farbige eben gleichwürdige Menschen sind. Aus dem rassistischen Gefängniswärter wird ein Humanist. Er stellt nach und nach fest, was ihn verbindet mit dem Schwarzen und stellt umso mehr fest, dass sie eigentlich nichts trennt und das es eben ein Mensch ist, wie er selbst.

Dieser Wandel ist quasi das Thema des Films. Das wird zu Beginn vom Rassismus im Leben aller bestimmt und geht gegen Ende in völliger Harmonie (abgesehn von ein paar (dummen) Alten) auf.

Was bleibt am Ende? Gott sei Dank ist das alles vorbei! Man ist nicht klüger (oder nur ein wenig, was das Leben von Nelson Mandela betrifft) aber positiv gestimmt. Dieser blinde Hass auf andere Menschen ist Geschichte. Das beruhigt ungemein und hilft auch in Zukunft bei Anzeichen von Rassenhass sofort zu intervenieren. In sofern: Wer daran zweifelt, dass farbige Menschen gleichwürdig sind, dem wird auch der Film nicht mehr helfen können. Alle anderen: Ein schöner, sehenswerter, menschlicher Film mit guten Schauspielern.

Kommentar verfassen