Kleinkind überrollt…

…klingt krass oder? Ist es auch.

So in etwa war die Überschrift aus ner Berliner Tageszeitung vom 19.06.2009.

Die 23-jährige Fahrerin eines Autos aus dem Elbe-Elster-Kreis hatte das Kleinkind, das sich hinter dem Fahrzeug befand, beim Ausparken nicht bemerkt und überfahren. Laut Polizei handelt es sich um ein […] Mädchen. Die Eltern des Kindes waren bei dem Unglück in unmittelbarer Nähe. […]Unklar ist, wie das Mädchen hinter das Auto gelangte.

Gegen die Fahrerin, die keinen Alkohol getrunken hatte, werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, hieß es.

Wow, dachte ich als ich den letzten Satz las. Ich meine die Fahrerin ist 23. Also eine junge Frau. Die überfährt ausversehn ein kleines Kind, was sie unmöglich hätte sehen können. Die gute wird nie wieder richtig Aus-/Einparken, wenn überhaupt Autofahren können. Das ist, finde ich, mit das Schlimmste, was einem Autofahrer passieren kann. Man überfährt einen Menschen. Dann noch ein Kind. Die Vorwürfe an sich selbst dürften den großen Teil der Gefühle ausmachen.

Doch warum wird dann gleich wegen fahrlässiger Tötung ermittelt? Ist das Pflicht? Ich meine der Artikel ist nicht sonderlich lang und ausgeschmückt und wenn doch, dann an Stellen die völlig irrelevant sind.

Ich jedenfalls spreche den Eltern mein tiefsten Beileid aus und wünsche der Fahrerin gute Besserung. Den Ermittlungsbehörden empfehle ich dringends diese Akte ins Archiv zu räumen.

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