Der ewige Gärtner

Der Filmtitel läßt zumindest einen kleinen Einblick auf den Film zu. Es geht um Mord. Das stimmt auch soweit doch es geht in dem rund 4 Jahre alten Drame/Thriller um weit mehr als einen Mord.

Die ca. 130 Minuten des Films befassen sich somit auch nicht nur mit der bloßen Aufklärung des Mordes an einer Frau, welche, teils mit ihrem Mann zusammen, den afrikanischen Kontinent für eine kleine Hilfmission besuchte/bereiste.

Es geht um Verschwörung, Menschenrechte, Geheimdienste, Menschlickeit, alte Volksstämme, Liebe und viel um die Wahrheit hinter dem ganzen.

Diese Wahrheit versucht der Mann, gespielt von Ralph Fiennes, seines Zeichens Botaniker, ans Tageslicht zu bringen. Er trifft dabei auf viele alte Freunde, die sich als alles andere als das herausstellen. Er trifft auch auf das Leben seiner Frau, welches doch in vielen Bahnen gänzlich anders verlief, als er es zu „träumen“ vermochte.

Die genaue Story des Films ist mir leider nur noch vage im Kopf aber der Film verdient nicht nur eine Erwähnung hier, sondern auch eine klare Empfehlung zum selbst angucken! Er wirft einen Stein in den blitzblanken Spiegel von Organisationen wie der UN und vor allem von den Menschen dahinter, den Strippenziehern. Der Film macht wieder einmal deutlich, was längst überfällig ist. Die größten Hilfsorganisationen brauchen wohl mit selbst die größte Hilfe um nicht nur einem Selbstzweck zu dienen und das Geld vieler gutmeinender Menschen zu verfeuern. Teilweise muss sogar der Eindruck gewonnen werden, dass das Geld sogar gegenteilige Wirkung erzielt.

Der Film möchte ein wenig wachrütteln. Die Meinung die großen Summen und Organisationen dahinter werdens schon richten mit den Entwicklungsländern stimmt wohl nur alt zu wenig. Er schlägt keine neuen Lösungen vor aber zeigt, dass es so nicht weitergehen sollte. Wie viel wirklich an Wahrheit dahinter steckt? Bleibt für mich im Detail ebenfalls offen, jedoch läßt der Film alles so glaubwürdig erscheinen, dass die Wahrheit kurz dahinter zu sein scheint/ist.

Ein bisschen wirr ist der Verlauf der Story und die Anzahl der „wichtigen“, handelnden Personen, was bedeutet man sollte für diesen Film wach, konzentriert und unbeeinflußt sein, um was mitzunehmen und teilweise sogar nur, um die Handlung überhaupt zu verfolgen.

Ich glaube eines ist rübergekommen: Guckt euch den Film an, auch wenn ich leider nicht mehr viel zu sagen kann. Es ist ein Thriller & Drama, also stellt euch nicht auf leichte Kost ein. Trotzdem viel Spass!

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