Factotum

Wenn ich noch wüsste, wie ich zu diesem Film gekommen bin, würde ich es hier schreiben. So bleibt mir nur zu sagen, dass ich ihn irgendwann mal zwischen die Finger bekam und nicht zuletzt deswegen ansah, weil ich ja eigentlich bekanntlich alles gucke, was mir zwischen die Finger kommt. Das das Höhen und Tiefen mit sich nimmt, dürfte dem geneigten Leser klar sein und ist natürlich auch irgendwie logisch.

Der Film Factotum ist weder eine Höhe noch eine echte Tiefe. Er ist einfach da. Man schaut mehr oder minder interessiert über 90 Minuten einem dem Alkohol und den Frauen verfallenem Mann zu, der versucht sein Leben über diverse „Looser“-Jobs zu finanzieren, damit irgendwann einmal der große Schriftsteller aus ihm werden kann, für den er sich irgendwie hält.

Interessant ist vl. die Tatsache, dass der Film mehr oder minder wohl auf einer real existierenden Person namens Charles Bukowski basiert. Wobei diese Tatsache erst so richtig interessant wird, wenn man den Film dann mal tatsächlich gesehen hat…

Die Handlung ist recht…eingeschränkt. Eigentlich guckt man dem „Schriftsteller“ beim Leben zu. Man macht alles mit. Sein Alkohol, sein Sex, seine Geschichten, seine Arbeit…alles. Das wars dann auch schon. Klingt nicht viel, is es auch nicht.

Der Film fängt irgendwo an und endet eigentlich auch irgendwo. Das macht ich keineswegs langweilig vielmehr wohl überflüssig. Aber er ist sicher keine alt zu schlechte Zeitverschwendung. Bevor man sinnfreies im Fernsehen guckt ist der Film immernoch ein Hauptgewinn!

Brillieren tut in dem Film übrigens, der mir sehr sympatische Schauspieler, Matt Dillon. Er spielt den „mir-ist-alles-egal“ Charakter einfach perfekt. Ruhig, gelassen, ehrlich und nicht kalt, wenn auch brutal (ehrlich). So ist eigentlich auch der Film insgesamt. Ruhig und gelassen.

Also jmd. Lust auf entspannte Unterhaltung, welche ihre gewisse Komik in den Situationen und Reaktionen des Films hat? Keine komplizierte Story mit tiefem Sinn, einfach nur nen netter Film. Ich kann ihn nicht endgültig empfehlen, kann ihn aber auch niemanden abraten. In diesem Sinne: Macht was draus!

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