Muellermilch Coffee – Espresso

’1 Flasche enthaelt ca. 135mg Koffein – soviel wie in 2-3 Tassen gutem Espresso.’ Na, wenn das nix is. Dachte ich mir und trank die gut 250ml in etwa 2 Minuten aus.

Woher hatte ich das Zeug? Gab es als Praesent zur Markteinfuehrung morgens am Leipziger Hauptbahnhof.

Das ganze wurde kuehlschrankkalt verteilt und sollte auch so getrunken werden.

Müllermilch - Espresso

Müllermilch - Espresso

Wonach schmeckts? Naja, bei ueber 80% Milchanteil…natuerlich nach Milch. Ok, auch nach Kaffee. Im Prinzip nach einem nicht so ueberzuckertem Nescafe. Also eigentlich ganz gelungen.

Was bleibt? Mm, gute Frage. Wacher bin ich auch ne halbe Stunde nach den ’2-3 Tassen gutem Espresso’ noch nicht. Vl. ist das mit Koffein doch nur nen Placebo-Effekt? Man weiss es nicht, aber nen echter Kaffee wirkt bei mir besser.

Da das Zeug definitv besser schmeckt als Nescafe kann man ja gespannt sein, wer den Kampf gewinnt, denn fuer beide ist gewiss kein Markt vorhanden. Ob man sowas wie sueßen, kalten Kaffee ueberhaupt braucht, sei dahingestellt…
Prost!

Labyrinth der Leidenschaften

Hallo? Jetzt geht’s los oder was? Nen Erotik-Film vorstellen, mir ist wohl nichts zu peinlich???

Langam, langsam! Den Film hab ich im Auftrag der Wissenschaft geguckt. Ok, im Auftrag meiner Freundin, die widerum ihn aber fuers Studium gucken musste.

Gleich vorweg: Der Film ist, trotz des vielversprechenden Genres, grauenhaft! Er zaehlt definitv zu den miesesten Filmen, die ich je sah.

Er wurde bereits 1982 veroffentlicht und war damals vl. sogar ein wenig revolutionaer. Heute ist er nur noch traurig. Interessanterweise entstammt er der selben ‘Feder’ wie ‘Volver’, den ich zwar auch ganz klar den Frauenfilmen zuordne aber wenigstens och ansehbar ist. Gesehen wurde er uebrigens auf Empfehlung des Dozenten…

Handlung: Gute Frage. Wenn man ein bisschen versucht zu verstehen, worum es geht, dann kommt man vl. zu dem Schluß, dass es um die ‘Heilung’ zweier sexuell verwirrter Seelen geht. Wie das gemacht wird ist schwer zu sagen. Ein echter Handlungsstrang ist fast nur muehevoll zu erkennen.

Ein ‘zu heilender’ Adliger besucht verdeckt Madrid und ‘amuesiert’ sich. Seine ihn suchende Stiefmutter ‘verfolgt’ ihn dabei. Eine ‘kranke’ Frau namens ‘Sexilia’ laeuft ihm ebenfalls ueber den Weg. Am Ende ‘heilen’ sich beide selbst gegenseitig und erkennen in dem Verhalten der Stiefmutter den Ursprung allen uebels.

Die Erkenntnis gelingt dank einer ‘Psychologin’ und des Vaters der Nymphomanin…

Zwischendurch werden unmengen Orgien gestartet, Drogen konsumiert und Konzerte mit spntan gegruendeten Bands gegeben.

Verstanden? Keine Angst, auch wenn man den Film sieht/gesehen hat, geht es einem leider nicht viel besser. Kurze, viel zu kurze Dialoge, schnelle Schnitte und Szenenwechsel sorgen dafuer, dass man echte Muehe hat dem Film zu folgen. Bisweilen muss man auch einfach resignieren…

Was bleibt? Eine Warnung: Bitte nicht ansehn! Sonst nix, ausser vl. Großes Unverstaendnis fuer diesen Film und seine Daseinsberechtigung.

Junk-Food (1?!)

Mmm, leqqer…Naja, oftmals ja nicht aber weil dem so ist dacht ich mir, ich kann doch mal hier gelegentlich reinschreiben, was ich mir so zubereite. Keine Angst, dass wird hier jetzt kein Kochblog und ich werde das auch bei weitem nicht sehr oft tun!

Heute jedenfalls gab es “Kohlrabi-Tofu-Matsch”.

Warum? Ich hatte Hunger & der Kohlrabi musste weg.

Was braucht man? Nen relativ alten (ca. 1 Woche nach Kauf/Ernte, gelagert in der Küche und im Kühlschrank ca. 50/50) Kohlrabi, ca. 200g Tofu unbehandelt und Brühe. Naja und dann eben noch nen Mixer, Ofen und Topf aber bestimmte Dinge setzt ich mal vorraus als hat-sowieso-jeder.

Ablauf:

  1. Kohlrabi in Stücke schneiden (ca. 1x1x0.5cm)
  2. Topf mit etwa 0.25l Wasser füllen
  3. Kohlrabi rein und auf den Herd incl. Deckel
  4. Deckel abnehmen und ca. 1 Teelöffel Brühe rein, Deckel wieder schliessen
  5. aufs kochen warten
  6. dann nochmal etwa 5 Minuten warten (Kochzeit)
  7. im Besten Fall hat man derweil das Tofu in 1x1x2cm große Stücke gemacht, sonst hat man jetzt ein Zeitproblem, denn das Tofu kommt jetzt mit in den Topf
  8. bei Bedarf Wasser nachfüllen (sollte noch leicht zwischen dem Kohlrabi und dem Tofu zu sehen sein)
  9. ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze warten
  10. Mixer raushohlen, Topf von der Herdplatte nehmen und Herplatte aussschalten (!)
  11. Tofu-Brühe-Kohlrabi-Suppe mit dem Mixer zu einem Brei/Matsch zerkleinern. Vorsicht: Kann spritzen!

Das wars schon! Hört sich unleqqer an? Naja, ich werde damit keine Preise abräumen aber als Brotaufstrich (auf Schwarzbrot) incl. vl. einer Gewürzgurke und/oder Kochkäse schmeckt das echt ok und macht satt (Ziel des Essens erreicht).

Kohlrabi-Tofu-Brotaufstrich

Kohlrabi-Tofu-Brotaufstrich

Guten Appetit!

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Uh, klingt ja spannend, nicht wahr? Ne, nicht wirklich fand ich. Vor allem, da ich den quasi ersten Teil “Das Vermächtnis der Tempelritter” schon gesehen hatte und auch nicht gerade von den Socken war vor Begeisterung. Nicht desto trotz war mir die bekanntgabe des Sequels Grund genug mir damit die Zeit zu vertreiben.

Seit 2007 zu sehen und über zwei Stunden lang sollte der Trip in die “Geschichte” Amerikas mit Nicolas Cage dauern. Es verging aber schnell und wurde nur zum Ende hin eine ganze Spur zu abgedreht und damit leider zu dämlich/oberflächlich.

Es geht darum, dass ein längst verstorbener Verwandter vom Entdecker/Helden/Hauptdarsteller nach neusten “Erkenntnissen” ein Mittäter beim Attentat auf Abraham Lincoln gewesen sein soll. Diese Schande möchte er natürlich keinenfalls auf sich sitzen lassen und so macht er sich auf, den Erkenntnissen nach zugehen. Seine Reise/Untersuchung (Trailer ansehen) bringt ihn schnell in direkten Kontakt mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Nachdem dann das eigentlich Problem tatsächlich geklärt werden konnte geht die Reise weiter zu dem “größten Schatz aller Zeiten”. Diesen hatte “unser” Held quasi schon in Petto und damit wurde die ein oder andere Gefälligkeit erpresst. Leider ist die Suche und das Finden des Superschatzes alles andere als gelungen, so dass ein sehr mauer Beigeschmack im Munde bleibt, wenn man den Film dann fast schon endlich fertig hat.

Ja, mehr gibt es zu dem Streifen eigentlich wirklich nicht zu sagen. Er ist einfach da und die Welt hat ihn nicht vermißt. Man ist nicht dümmer und auch nicht klüger danach. Gut unterhalten wurde man auch eher nicht. Ein wenig Action gabs zu sehn, dass wars dann aber auch schon. Wer Rätsel-/Abenteuerfilme mag, der kann den Film gerne mal anschauen, wenn grad sonst nix zur Auswahl da ist. Alle anderen: Finger weg!

Wag the Dog

Der Untertitel “Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt” sagt schon eingiges über das Genre des Film. Es handelt sich aber keinesfalls um eine billige Komödie, nein, das ist eine Satire! Obendrein eine systemkritische und gute.

Ich bin über diesen Film irgendwann mal in einem Buch gestolpert, wo darauf verwiesen wurde. Da ich es durchaus erstaunlich finde, wenn es ein Film heutzutage schafft in einem Buch Erwähnung zu finden, dachte ich mir, den muss ich doch mal ansehen.

Der Film ist mittlerweile schon über 10 Jahre alt (veröffentlicht 1997) und mit seinen knapp 100 Minuten Spielzeit auch keine lange Filmnacht wert aber inhaltlich kann er sich auch heute noch sehen lassen. Es geht um die Manipulation der Öffentlichkeit durch die Medien und ein wenig auch darum, was die Politik sich erlaubt, wenn sie diese Medien nutzen wollen.

Auffällig fand ich beim Recherchieren nach dem Film, dass zwei so gute Schauspieler wie Robert De Niro und Dustin Hoffman mitspielen und mir trotzdem nicht wirklich ins Gedächtnis kam von diesem Film schon einmal gehört zu haben.

Diese beiden sind es dann übrigens auch, die den Film echt sehenswert machen. Die passen in ihre Rollen einfach brilliant hinein. Beide spielen einfach perfekt satirisch.

Worum gehts es nun eigentlich? Das ist schnell erklärt. Es stehen Wahlen in Amerika an. Der Präsident fällt in Missgunst Aufgrund eines Vorfalls, der dem politisch interessierten Weltenbürger durchaus bekannt sein sollte aus dem amerikanischen Präsidentenhaus ;)

Da aber Wahlen sind muss nun schnell eine Strategie her, wie der Präsident dennoch wiedergewählt werden kann. Da werden kreative Leute gebraucht und so landet man bei einem Filmregisseur/Produzenten (gespielt von Dustin Hoffman). Dieser läßt auf der Leinwand kurzerhand einen Krieg entfachen. Mit allem was dazu gehört. Weinenenden Kindern, traurigen Eltern, zerbombten Häusern, Dreck, Matsch eben Dinge die eklig/dreckig sind und ein bisschen nach Krieg  aussehn. Dazu wird dramatische Musik eingespielt und das ganze dann den Nachrichtensendern zugespielt. Die erhalten dies natürlich als brandheißen Material von der Front. Der Kriegsschauplatz wird extra so gewählt, dass kaum ein Amerikaner weiss wo das ist bzw. wer da warum gegen wen Krieg führen sollte. Doch das ist erst der Anfang…

Die Nachrichtensender schlucken den Wurm und schon hat Amerika einen Krieg und einen Präsidenten, der diesen souverän meistert. Seine Sympathiewerte steigen fortan wieder in wahlsiegversprechende Zonen.

Das ganze Szenario wirkt unwahrscheinlich kreativ/dreist. Aber es funktioniert und man kann sogar den glauben bekommen, dass in leicht modifizierter Version so etwas durchaus möglich wäre. Vl. nicht mit Krieg und sicher nicht ganz so offensichtlich aber den Nachrichtensendern und damit dem Volk Unsinn auftischen und das als bare Münze verkaufen, dass ist ja eh kein Geheimnis mehr und wird täglich praktiziert. Wie lustig & kreativ die Leute im echten Leben sind, die das Volk verdummen, möchte man eigentlich gar nicht genau wissen…

Der Film läßt sich sehr gut ansehen. Absoluten Unterhaltungswert incl. zum später/dabei drüber nachdenken. Als Europäer freut man sich natürlich, dass da Amerika veräppelt wird, auch wenn das ganze auch hier ähnlich stattfindet/stattfinden kann. Für jeden politisch/interessierten/kritischen Menschen ist der Film in jedem Fall sehenswert und ein Gewinn an Unterhaltung und vl. sogar ein wenig mehr Mut zum Hinterfragen des täglichen Vorgehaltenen “Fakten”-Wissens.

Goodbye Bafana

Lang ist es her, dass ich diesen Film sah, doch ich hab seit langem mal wieder nen fast freien Abend und da dacht ich mir, ich schreibe mal meine Kritik zu dem Streifen. Für mich als Erinnerung und für den Rest der Welt, der es lesen mag.

Goodbye Bafana wurde 2007 veröffentlicht und schaffte es meines Erachtens aber nie wirklich wahr genommen zu werden. Vl. wurde er ein wenig erwähnt, als er auf den Filmfesten lief aber mehr hat er wohl nie wirklich erreicht. Wie ich drauf gekommen bin? Ich glaube ich habe in einer (Film-)Zeitschrift davon gelesen und mich spontan dazu entschieden diesen Film einmal (näher) anzusehn.

Als dann also mal wieder ein Abend wie dieser frei war machte ich mich daran das knapp zweistündige Drama zu gucken.

Der Trailer läßt das Thema schon frei und macht auch deutlich, dass es sich um ein Ernstes handelt. Apartheid in Afrika. 60er Jahre und Nelson Mandela. Dazu noch 21 Jahre Gefängnis. In einem Satz: Der Film stellt die Gefangenschaft von Nelson Mandela auf einer Gefangeneninsel in Afrika incl. seines speziellen Wärters dar.

Der Film ist langsam aber nicht zu langsam. Eher ruhig und wichtig. Manchmal etwas zu detailliert aber nicht zu überladen. Eigentlich genau richtig. Ein gelungenes Finale, auch wenn dies quasi vorhersehbar war, wenn man ein wenig Geschichtskentnisse mitbringt. Das ist es auch, was dargestellt wird. Geschichte. Der brutale Alltag der Apartheid. Ehrlich erschreckend und für mich als jungen Mitteleuropäer kaum bis gar nicht vorstellbar.

Menschlichkeit wird ein wenig vermittelt aber im Vordergrund steht schon der geschichtliche Wandel. Die Erkenntnis der Weißen, dass Farbige eben gleichwürdige Menschen sind. Aus dem rassistischen Gefängniswärter wird ein Humanist. Er stellt nach und nach fest, was ihn verbindet mit dem Schwarzen und stellt umso mehr fest, dass sie eigentlich nichts trennt und das es eben ein Mensch ist, wie er selbst.

Dieser Wandel ist quasi das Thema des Films. Das wird zu Beginn vom Rassismus im Leben aller bestimmt und geht gegen Ende in völliger Harmonie (abgesehn von ein paar (dummen) Alten) auf.

Was bleibt am Ende? Gott sei Dank ist das alles vorbei! Man ist nicht klüger (oder nur ein wenig, was das Leben von Nelson Mandela betrifft) aber positiv gestimmt. Dieser blinde Hass auf andere Menschen ist Geschichte. Das beruhigt ungemein und hilft auch in Zukunft bei Anzeichen von Rassenhass sofort zu intervenieren. In sofern: Wer daran zweifelt, dass farbige Menschen gleichwürdig sind, dem wird auch der Film nicht mehr helfen können. Alle anderen: Ein schöner, sehenswerter, menschlicher Film mit guten Schauspielern.