30 Days of Night

30 Tage Nacht? Wo gibs denn sowas? In Alaska zum Beispiel und auch in vielen anderen Gebieten nördlich des nödlichen Polarkreises bzw. südlich vom südlichen Polarkreis. Nennt sich dann Polarnacht und kann auch weit aus länger als 30 Tage gehen. Was heißt das konkret? Ganz einfach, die Sonne geht z.B. 30 Tage nicht auf.

Ein wenig darum gehts in diesem Film. Es geht in dem rund 110 Minuten langen Horror um eine Kleinstadt, welche wie jeden Winter 30 Tage von der Sonne „verschont“ bleibt. Die meisten Menschen fahren über diese Zeit ein wenig in den Süden und entkommen so der deprimierenden Stille und Dunkelheit. So auch in dem verschlafenen Nest im Film. Doch ein paar Dorfbewohner bleiben natürlich daheim.

Diesen wiederfährt diesmal jedoch etwas durchaus Aussergewöhnliches. Sie bekommen unerwarteten Besuch. Von durchaus ungebetenen Gästen, nämlich Vampiren…

Diese finden in der Polarnacht natürlich ideale Nahrungsbedingungen, denn vor der Sonne müssen sie sich nicht so schnell wieder verstecken und so kann in „Ruhe“ ein Dorfbewohner nach dem andere vertilgt werden.

Natürlich ist diese „Ruhe“ nicht ganz so, sonst wäre der Film vl. etwas sehr abgedreht, wenn man nur Vampiren beim Speisen zu schauen würde. Und somit findet sich schnell eine mehr oder minder stabile Gruppe von Überlebenden, welche den Kampf gegen die Biester aufnimmt.

Dazwischen müssen leider  noch ein paar Beziehungskrisen ausgestanden werden, was wie immer in solchen Filmen eher nervend und störend als sinnvoll & hilfreich erscheint.

Die Story des Films ist damit eigentlich schon vollständig beschrieben und man kann schon hier sagen, dass wer nix von Vampir-Horror-Filmen hält, hier ganz klar die Finger von lassen sollte. Die Vampire sehen obendrein ziemlich mau aus. Einfach eine Spur zu klischeehaft das ganze.

HOLLYWOOD - OCTOBER 16:  Actor Josh Hartnett a...
Image by Getty Images via Daylife

Trotzdem schafft es der Film durch seine düstere & durchweg dunkle Grundstimmung eine gewisse Spannung zu erzeugen. Irgendwie ist man mehr oder minder gefesselt vom Film, auch wenn die gelegentlichen Patzer einen ein wenig zum Aufregen bringen und die gar hässlichen Vampire in Kombination mit nervigen Beziehungskisten das ganze deutlich runterziehen.

Wer Vampirfilme cool/gut findet, der findet „30 Days of Night“ sicher auch ganz ok. Einfach mal auch wieder ganz nett nen Vampirfilm zu sehen, der nicht schon 20 Jahre als ist. Josh Hartnett Fans sollten den Film nur wegen ihm nicht angucken, denn besonders das Ende könnte zu starken Herzschmerzen führen 😉 Für nen guten Horror ist der Film irgendwie zu blutrünstig und hat auch nicht umsonst keine Jugendfreigabe.

Was bleibt also? Nen, netter Zeitvertreib, der einem nen schönes Bacuhgefühl vor dem schlafen gehen bringen kann 😉

Enhanced by Zemanta

Kommentar verfassen