Das zweite Leben des Monsieur Manesquier

Ein inzwischen ehemaliger Arbeitskollege empfahl mir vor einiger Zeit diesen Film und kurze Zeit später habe ich diesen mir auch angeschaut. Warum ich erst jetzt, nach ca. 0,5 Jahren davon blogge? Ihr wisst schon…

Dieser französische Film ist mir aber durchaus in positiver Erinnerung geblieben, obgleich er mit seinen rund 90 Minuten zumindest zeitlich nicht dazu neigt. Der Film ist übrigens bereits aus dem Jahr 2002. Nun aber zum Wesentlichen: Worum geht es eigentlich?

Der Film trägt im französischen Original den Titel “L‘ homme du train” und das sagt schon eine Menge mehr aus als das deutsche “Äquivalent”. In einem französischen Dorf mit Bahnhof hält nämlich eines Tages, wie vl. auch öfters am Tag, ein Zug. Aus diesem steigt ein Mann, der schon rein äußerlich kein Dorfbewohner zu sein scheint.

Mit Lederjacke und grimmigen Blick sieht er sich zunächst im Ort um und trifft alsbald auf einen Mann, der ein kleines Geschäft betreibt. Dieser unauffällige Herr fragt nach einigem zögern, ob er dem Neuling vielleicht helfen könne. Dieser gibt an nach einer Übernachtung zu suchen und kurze Zeit später haben sich zwei gefunden, die einander von Nutzen sind. Der eine braucht eine Bleibe und er andere freut sich über Abwechslung und jmd. zum unterhalten. Besonders Letzteres wird allerdings schnell nicht nur zur Freude des Fremdlings…

Beide alten Herren gehen nun mehr oder minder ihrem Alltag nach, wobei sie besonders Abends einander näher kommen und auch zunehmend aneinander interessiert sind. Der geheimnisvolle Unbekannte weckt längst vergangene Idee, Träume und Wünsche bei dem alten Dorfmenschen und der stetig Reisende entdeckt umgekehrt die Vorzüge einer festen und sicheren Bleibe.

Schnell ist klar, dass der Neue nur in den Ort gekommen ist, damit er die örtliche Bank auskundschaften und anschließend überfallen kann, damit er sich hinterher “unbemerkt” davonmachen kann. Doch der Alte ist nicht dumm und ahnt das Vorhaben, doch statt dem entgegenzuwirken kommt alles ganz anders…

Der Film hat was. Er ist ruhig. Nie sonderlich nervenaufreibend, gruselig, laut, actionlastig oder sonstwas in der Art. Er plätschert dahin aber auf sehr angenehme Weise. Der Film ist einfach schön zum zuschauen. Die beiden Herren in ihrem Leben zu sehen und wie dieses Leben auf die Probe gestellt wird ist unterhaltsam. Ich bilde mir sogar ein echte Lacher im Film gehabt zu haben. Situationskomik aus dem Leben zweier Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch aufeinander neidisch sind.

Der Film beginnt und endet mitten im Leben des Dorfes. Er verändert nur zwei Menschen im Film und mehr will er denke ich auch nicht außer vl., dass man sich mal um das eigene Leben in seinen Bahnen ein wenig Gedanken macht aber eben nicht zuviel, denn das Leben wird es schon machen und einen Weg für jeden von uns finden. Der Film ist eine kleine Geschichte aus Frankreich für zwischendurch. Nett. Schön. Viel Spaß!

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