Betreuungsschlüssel

Wieder einmal findet es Gesprächsthema der letzten Tage Einzug in mein Blog. Zufall oder nicht aber heute viel mir ein Artikel in die Hände, welcher sich mit dem Betreuungsschlüsseln von KITAs beschäftigt.

Dort konnte ich erfahren, dass die Bertelsmann Stiftung einen Betreuungsschlüssel von 7,5 (für Kinder ab 3 Jahren) empfiehlt und diesem alle hinterherhecheln aber niemand ihn erreichen kann.

In Deutschland schwankt alles offiziell zwischen 1:8 und 1:13,4, wobei andere Quellen, welche Krankheiten, unausgebildete Kräfte und Weiteres einfließen lassen sogar von 1:17 ausgehen (zumindest in Sachsen).

Gesetzlich ist übrigens reichlich wenig geregelt, weswegen es auch nur ein Qualitätsmerkmal ist, möglichst niedrige Schlüssel vorweisen zu können.

“Lustig” wird es, wenn man die sinnvollen/gedachten internationalen “Standards” für unter 3-jährige heranzieht (aus Wikipedia “Betreuungsschlüssel”):

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) stellte im März 2009 fest, dass die aktuellen Betreuungsschlüssel in deutschen Kindertagesstätten nicht mehr internationalen Standards entsprächen. So die sollte Gruppengröße bei unter Dreijährigen auf maximal zwölf Kinder begrenzt sein; innerhalb dieser Gruppengröße sei für Säuglinge zwischen neun und zwölf Monaten ein Schlüssel von 1:2, für Kleinkinder von 12 bis 24 Monaten ein Schlüssel von 1:3 und von 24 bis 36 Monaten ein Schlüssel von 1:4 erforderlich.

Warum lustig? Ich weiß nicht, ob es bei anderen KITAs groß anders ist aber in unserer gibt es glaube ich nicht wirklich eine Unterscheidung im Betreuungsschlüssel zwischen “jungen” und “alten” Kindern. Bei uns haben die selten vollständig anwesenden 16 Kinder unter 3 Jahren 2 Erzieher. Macht ergo ca. 1:8 und 16 Kinder in einer Gruppe.

Wohl mal wieder ein gutes Beispiel für was schön, sinnvoll und nachhaltig wäre und was bezahlbar sein will…

Wären Kinder eine Bank, würde sie wohl gerettet werden…

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