Die Geheimnisse der Bibel richtig entschlüsselt

Na, jetzt geht’s los oder? Keine Angst, so schlimm wird es nicht. Aber nach Filmen wie “Religious” und so mancher Youtube- und Google-Recherche musste mir mal was handfestes in die Finger, damit ich meinen Überlegungen etwas geben kann.

So kam ich also zu Buchrecherchen zum Thema Religionskritik, Jesus, Bibel usw., dabei bin ich dann auch das Buch mit dem o. g. Titel gestoßen. Gott sei Dank fand ich auch gleich ein Kommentar zum Titel, welcher versprach, dass dieser eher den schlechtesten Satz (?) des Buches darstellt. Das ganze Buch ist nämlich durchaus wissenschaftlich, wohl nicht zuletzt dank dem Autor Robin Lane Fox.

Wie der Name schon vermuten lässt handelt es ich um original ausländische Lektüre aus dem englischsprachigem Raum. Da ich mir ein solches Thema dann doch in meiner Muttersprache erarbeiten wollte blieb mir also nix anderes übrig, als mich mit der Übersetzung abzufinden.

Die Wesentlichen Fakten zum Buch gibt’s schon bei Amazon. Also rund 600 Seiten, ca. Schriftgröße 10, ca. A5-Format. Sah nach ner Menge Theorie aus, aber das sollte es auch sein und das wurde es auch.

Das Buch ist in 4 Teile geteilt, wobei es sich in einem Fluss lesen lässt und mir die Unterteilung nicht wirklich sinnvoll/prägnant vorkam.

Der erste Teil dreht sich um den Wahrheitsgehalt des geschriebenen Wortes. Der gemeine Christ sagt am Ende von Bibelauszügen Sachen wie “Wort des lebendigen Gottes”. Irgendwie setzt das doch schon voraus, dass man damit auf die Unfehlbarkeit und den Wahrheitsgehalt des Gehörten/Gelesenen/Niedergeschriebenen nicht mehr in Frage stellt. Ein gelungener Einstieg in das Buch wird hier so vollführt, dass Dinge aufgezeigt werden, welche historisch eben nicht so stattgefunden haben können, wie in der Bibel erwähnt. Dabei wird auf ganz abenteuerliche Geschichten, wie den Auszug aus Ägypten oder die Sintflut sogar verzichtet. Es werden Episoden/Details aus dem Alten und Neuen Testament zerlegt. Sachlich und wissenschaftlich.

Der zweite Teil befasst sich mit dem Text der Schrift von der Herkunft aus. Also wie sie von wem entstanden ist und wann. Sehr interessant waren für mich vor allem Aussagen über Streichungen und Ergänzungen, sowie die Autoren und deren Zeiten und Zeitvorstellungen.

Der dritte Teil ist für die Historiker. Es wird nach echten alten Quellen gesucht und verglichen. Der Prozess Jesu unter gerichtlichen Abläufen betrachtet. Die Bibel wird eben auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Doch stets nur an den Stellen, wo eben aus anderen nicht biblischen Quellen Dinge vorliegen.

Der letzte Teil des Buches widmet sich der Aussage der Bibel. Es wird der Frage nachgegangen ob die Bibel eben trotzdem etwas besonderes ist oder eben nicht.

Soweit kurz zum Inhalt. Lesen muss man das Ganze selbst. Man muss? Nein, aber ich sage mal so, wenn man glaubt oder glaubt zu glauben, dann kann die Lektüre nicht schaden und man kann seinen Glauben auf Herz und Nieren prüfen (Glaube ich an Jesus? Glaube ich an Maria? Erbschuld? Die Rolle der Frau? Bethlehem? Offenbarung?).

Das Buch macht Spaß. Es ist fast die gesamte Zeit regelrecht spannend (wenn man halbwegs in der Materie der Bibel und ihrer Geschichten steht). Für den Umfang des Buches habe ich es regelrecht verschlungen.

Und am Ende hat man die Weisheit mit Löffeln gefressen? Nein! Aber man hat mal ein Bild erhalten, welches zumindest ich noch nicht kannte. Ob nun alle “Fakten” darin Fakten sind, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass der Autor sehr neutral und wissenschaftlich vorgeht, wenn er Aussagen trifft und auch stets betont, wenn er eine Mutmaßung macht.

Mir hat das Buch regelrecht geholfen, denn ich glaube nun, dass ich wieder ein wenig mehr weis, was ich glaube und was eben nicht. Was ich nun damit mache? Das weis ich leider noch nicht so recht aber manchmal muss man alte, bekannte, traditionelle Dinge einfach, trotz vieler Zweifel, weitermachen und vielleicht kommt einem dann später die Einsicht warum man das tut. Wenn nicht, kann man später immer noch aufhören. Fakt ist jedenfalls, was einem mehr als 25 Jahre nicht geschadet hat, sondern eher im Gegenteil, dass bringt einen nicht in einem weiteren Jahr um.

Und weiter geht’s im Leben und in Literatur mit Gott und seinen Freunden…

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