Willkommen im 21. Jahrhundert

Wenn in einer Ausschreibung für eine Webseite (!) folgendes auftaucht:

Velvet – Nachruf

Die Band ist hatte nie großen überregionalen Erfolg und ich würde ihr auch nicht unbedingt zusprechen, dass sie diesen verdient hätte. Doch bevor sie für immer in Vergessenheit gerät sei ihr hier mal hinterhergerufen, denn schon sie bei Google zu finden (ich nehme das mal als Referenz) ist nicht einfach, wenn nicht sogar inzwischen ausgeschlossen (ausgenommen hier irgendwelche schwer zu durchsuchenden Internetarchive).

Velvet… Ich habe genau ein Titelloses Album der 3-4 Mann Combo, welche mich mit ihren Stücken in etwa um die Jahrtausendwende erfreuten.

Nicht ganz ohne Selbstironie wohl der Titel „10 Seconds“ (Spieldauer 0:07) zu erwähnen…

Gelungen waren auch jeden Fall „Mushroom poisening“ und mein Highlight „Vladimir“. Nicht schlecht war „Wrong enemy“.

Was ist aus ihnen geworden, was waren sie? Eine (Punk-) Rock Band, wie aus dem Buche. Miese Soundqualität, kombiniert mit Spaß und teilweise Talent. Zenit nach max. 1-2 Jahren überschritten und im Anschluß in anderen „Projekten“ verloren.

Die CD (kein Album, schlicht nen gebrannter Rohling, den es nach nem Konzert, ich glaube sogar konstenfrei, gab) bleibt auf jeden Fall im Schrank, schon wegen „Vladimir“ und den damit verbundenen Erinnerungen 🙂

Bloodhound Gang

Gähn, bin mal wieder über meinen eigenen Blog gestolpert und dabei mal in der verstaubten Ecke meines Zimmers CD’s gefunden über die ich mich mal äußern wurde.

Hefty Fine
Hefty Fine (Photo credit: Wikipedia)

Nun ja, da bloggen etwa so in ist, wie kabelgebundenes Telefonieren will ich meine Kritiken/Äußerungen mal nicht auf eine einzelne CD sondern auf ganze Bands beziehen. Das spart mir Arbeit, entspricht mehr dem, was ich machen will und spart meiner geneigten Leserschaft unnötig viel Zeuch aus meinem Kopf über sich ergehen zu lassen. Wir leben ja schließlich im 21. Jahrhundert und da sind Texte > 140 Zeichen eher eine Zumutung als eine Informationsquelle.

Die Bloodhound Gang also. Ich habe hier im konkreten die CD „One Fierce Beer Coaster“ vor mir. Bin mir aber sowohl bewusst, dass die Band mehr als diese CD heraus gebracht hat, als auch kann ich von mir behaupten durchaus auch andere Stücke ausser eben dieser CD zu kennen.

Ich mag die Jungs. Das erwähnte Album würde ich nichtmal als das Beste bezeichnen, denn wie so oft, sind die Alben vor dem Durchbruch einer Band, interessanter und manchmal sogar besser. Sicher enthält „One Fierce Beer Coaster“ einige Klassiker wie

  • Kiss Me Where It Smells Funny,
  • Fire Water Burn,
  • Lift Your Head Up High (And Blow Your Brains Out) und
  • Why’s Everybody Always Pickin‘ On Me.

Diese machen das Album auch absolut empfehlenswert, jedoch dann zu sagen, man würde die Bloodhound Gang kennen ist denke ich etwas zu gewagt. Das Album ist doch sehr Mainstream und Pop lastig. Ebenso das folgende Album „Hooray For Boobies„.

Along Comes Mary
Along Comes Mary (Photo credit: Wikipedia)

Schöne Anekdoten der Band gibt es z.B. im zugehörigen Wikipedia-Artikel nachzulesen. Der auch mal wieder eine kleine Aktualisierung verdienen könnte… Denn vielleicht wohnt ja z.B. Evil Jared gar nicht mehr in Berlin.

Fazit? Ich finde die Band absolut solide und hörenswert auch wenn ich zum „neuen“ Album (2010, „Show Us Your Hits“) bewusst noch keine Äußerung machen kann. Rockmusik, die garantiert mal einen unvergesslichen Konzertbesuch mit sich bringen könnte. Dieses Vergnügen hatte ich nämlich bislang noch nicht wissentlich.

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Web 3.0

Hab grad den aktuellen Fluter “Ich bin dann mal web” gelesen. Wie fast immer, sehr gelungen.

Nachdem ich vor ca. drei Wochen sämtliche change.org und Derivate und Newsletter von div. Umweltschutzgruppen oder sonstwas gelöscht bzw. abgemeldet habe prophezeie ich mal: Facebook wird in 3-5 Jahren spätestens das gleiche Schicksal erleiden, wie StudiVZ, wenn da nicht noch was ganz großes passiert.

Ich habe es einfach nicht mehr geschafft die Newsletter, welche irgendwie auch immer öfters kamen zu lesen bzw. der Informationswert darin beschränkte sich auf fast nichts.

Ebenso Online-Petitionsplattformen fernab der Offiziellen. Wann bewegen die schon mal echt was in unseren Breitengraden? Ich denke da kann das Netz ein Weg aber eben nicht der Weg sein, der zum Erfolg führt. Und das Aktivistengewissen ist irgendwie auch nur eine Lüge an sich selbst gewesen. Ich bin ja ach so “aktiv” und “dagegen”, wenn ich da nur ab und an mal wo rauf klicke. Nix is man!

Der Mehrwert von Facebook und die damit zwangsläufig verbundene Kombination von beschränkt privaten mit Unternehmensinteressen ist für mich als “Kunden” schon längst schwer messbar geworden. Es ist vielmehr eine zeitgemäße Zeitverschwendung geworden sich Posts/Einträge/Likes und sonst was von “Freunden” durchzu”lesen”.

Auch wenn ich für mich selbst noch nicht soweit bin das ich mein FB-Profil löschen würde, so bin ich doch immerhin gedanklich dem ganzen ein Stück näher gekommen.

Aber was dann? Wie mit alten Freunden “treffen” bzw. “Kontakt” halten? Wie sich schnell, einfach und unkompliziert organisieren? Vl. wird das ja was: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Universitaet-Paderborn-entwickelt-P2P-Facebook-1819836.html

Fakt ist, der Mensch ist wohl nicht so dumm, dass er auf Dauer sein “ich” Konzernen schenken wird, die bald täglich ihre AGBs ändern, hoffe ich. Was fehlt ist der erste große Fehler/Missbrauch (sicher wird es den im “kleinen” Stil auch schon gegeben haben).

Warten wir’s ab!

Nachtrag: Meine Vorahnung scheint sich langsam bzw. schneller als erwartet zu erfüllen, siehe http://heise.de/-1834977.

Nachtrag 2: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-facebook-und-nsa-a-919478.html

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Das Buch von Gott – Die Bibel als Roman

Über 900 Seiten (Autor: Walter Wangerin) und damit dem Original/der Vorlage gar nicht mal so weit weg, kurz um, dass dickste Buch, dass ich je gelesen habe. Und was soll ich sagen? Es ließt sich, wie ein Roman und das überrascht dann trotzdem ein wenig. Spannend, aufregend, fließend. Das Buch ist tatsächlich nicht langweilig, was man von der Vorlage sicher auch nicht sagen kann, diese jedoch ließt sich weitaus schwieriger, zumindest für mich.

Worum geht es also? Es ist der, wie ich finde gut gelungene, Versuch die Bibel als Roman in einem mehr oder minder durchgehenden Fluss zu erzählen. Gerade im Alten Testament ist das sicher nicht immer einfach aber es gelingt tatsächlich.

English: Woodcut for "Die Bibel in Bilder...
English: Woodcut for „Die Bibel in Bildern“, 1860. Siebter Tag, Gott ruht. Deutsch: Holzschnitt aus „Die Bibel in Bildern“, 1860. Français : Gravure en bois pour «Die Bibel in Bildern», 1860. Português: 7º dia: Deus abençoa, descança e santifica o sétimo dia. (Photo credit: Wikipedia)

Höhepunkt ist dann „trotzdem“ das Neue Testament. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickpunkten erzählt (Jünger, Maria, Weggefährten). Dabei wird versucht eine gute Mischung aus originalem Text und historischen Analysen/Fakten zu suchen.

Der Roman schafft es sich stets mitten in den gut bekannten Geschichten zu fühlen und man gewinnt so viele neue Denkideen. Nicht nur wegen der anderen Perspektive und Sprache, sondern auch aufgrund der nachvollziehbaren bzw. erklärten Handlungen.

Ich denke das Buch kann einen an das Original heranführen bzw. nimmt die Hürde davor. Man bekommt Lust auf mehr und auf die echte Fassung.

Ich gebe zu, mir fällt es grad schwer hier Begeisterungsstürme loszubrechen aber das Buch lohnt sich wirklich. Einzige Voraussetzung ist der Wunsch, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und ein wenig Textkenntnis macht es leichter, sich auf den Verlauf der Story zu freuen. Man ist quasi während des Lesens von Kapitel 1 bereits gespannt, wie es im 5. Kapitel weitergeht, da man ja die Geschichte grob schon kennt. Interessanterweise wird es dadurch nicht langweiliger sondern eben durchaus spannender. Wer will -> Viel Sapß!

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Die zehn Gebote

Kaum nen Buch zu Ende gelesen schon quäle ich meinen geneigten Zuhörer damit. Und dann auch noch wieder son religiöser Kram…

Es ist schon ne ganze Weile her, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe aber wie das so is mang der Arbeit und Familie, wann kommt man da schon mal zum lesen?
Egal, nun ist es geschafft und es war streckenweise echt nicht einfach…

Worum gehts? Das sagt eigentlich schon der Titel und der bislang verschwiegene Untertitel „Eine Ethik für heute“. Nun ja, klingt nicht sonderlich spannend und um ehrlich zu sein, dass war es auch nicht.

10 Gebote (Lucas Cranach d A)
10 Gebote (Lucas Cranach d A) (Photo credit: Wikipedia)

Das ganze Buch dreht sich „nur“ um die Bedeutung der zehn Gebote für uns heute. Angefangen bei ihrer Entstehung und damaligen Bedeutung hin zu ihrer heuten Rolle in Gesellschaft(en), Religion(en) und überhaupt. Das ganze teils hochtrabent philosophisch, wobei diverse dem Thema nahestehende Personen der Geschichte mit Rang und Namen herangezogen und teils analysiert und verglichen werden.

Das schlimmste? Das Kapitel „Was ihre Magie ausmacht: Zahlenzauber“. Da dachte ich echt, jetzt ists vorbei. Auf rund sechs Seiten wird einem „beigebracht“ wie entscheidend, besonders und wichtig die Zahl zehn denn wäre… Nun gut, wers braucht/glaubt…

Interessant scheint, dass der Autor zumindest nicht ganz dem katholischen Glauben anhänglich ist. Das schafft manchmal neue Blickwinkel auf Altgeglaubtes aber leider meist nur theologisch mit dem katholischen Glauben (zur Zeit) nicht vereinbare/falsche Blickwinkel.

Was bleibt? Das frage ich mich auch gerade… Eigentlich nichts neues, nach den 288 Seiten dann doch schon recht ernüchternd… Vl. braucht Mensch solche Bücher einfach nicht. Das ist einfach zu fokussiert auf zehn Sätze, darüber sollte man vl. einfach kein ganzes Buch schreiben. Man kann sicher mal nen Abend drüber diskutieren oder nen Thesenpapier aufsetzen aber muss es denn gleich ein ganzes Buch sein?

Ich denke nein und damit soll auch diesem Papierberg hiermit genug Aufmerksamkeit gewidmet sein.

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Früher war alles besser oder Nah-Tod-Erfahrung dank NFC

Früher hab ich zum Verschrotten alter EC-/VISA-/Krankenkassenkarten meist zunächst die Schere verwendet, um 2 Teile zu erzeugen.

Schritt zwei war ein zusätzliches Einritzen beider Teile des Magnetstreifens.

Schritt drei diente der Zerstörung des Chips auf der Karte. Dazu wurde eben diese für max. 15 Sekunden in die Mikrowelle gelegt. Nach sichtbaren 1-5 Funken auf der Chipoberfläche war ich mir hinreichend sicher, dass damit niemand mehr mit vertretbaren Aufwand was anfangen kann.

Soweit so gut, so alt, so früher.

Nun kam neulich die neue VISA-Karte mit NFC an. Dank meiner Bank habe ich sogar drei Stück bekommen aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls durfte ich am Ende 2 neue VISA-Karten mit NFC-Chip verschrotten.

Schritt 1 + 2 liefen ohne Probleme ab.

Schritt drei sollte auch wie immer durchgeführt werden, leider habe ich dabei keine Sekunde daran gedacht, was NFC ist und wie es funktioniert…

Das Ergebnis war ein mittelgroßes VISA-Karten-Feuer in der Mikrowelle nach gefühlten 1,5 Sekunden Aufenthalt darin. Mein panisches zur Mikrowelle rennen und aufreißen verhinderte wohl Schlimmeres. Die halbgaren Karten konnten nur noch stark verkohlt und unter starker Rauch- und Geruchsbelastung aus der Mikrowelle entfernt werden. Ganz zur Freude meiner Mitbewohner…

Warum? Nun ja, die NFC-Antenne eben… Wenigstens konnte man gut erkennen, wo sie in die Karte eingearbeitet war.

Merke: NFC-Chipkarten irgendwie anders zerstören oder eben Schritt drei lassen, was allerdings grad bei VISA-Karten mir nicht die Lösung zu sein scheint. Vielleicht ja so:

 

BTW: Jmd. von euch schon eine NFC/RFID-Kreditkarte/Personalausweis und ggf. was zum Selbstschutz unternommen?