Veganer sind Mörder!

Ich konnte neulich in der ForestFinest 2/2014 lesen, dass es erstaunlicherweise erst jetzt gelang, Pflanzen eine messbare Intelligenz nachzuweisen.

Näheres dazu hat das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) unter http://www.ufz.de/index.php?de=32467 veröffentlicht.

Nicht zuletzt darum konnte ich mir folgendes Phänomen meiner Umwelt einfacher erklären:

Die Haselnuss wirft ja all-herbstlich ihre Nüsse vom Baum. Die meisten einfach vom Boden aufzulesen und rund und braun, wie man sie mag. Einige jedoch haben noch ein wenig Blattwerk/Grünzeug/Nusshalter dran. Alle Nüsse mit Schmuck sind leer. Für einen Parasiten oder sonstiges Getier, welches ggf. der Pflanze schadet nicht auszumachen. Ist dies vielleicht eben auch ein solch intelligentes Verhalten?

Zu was führt uns das? Ist das Essen von Pflanzen auch nicht so unbedenklich oder zeigt das am Ende etwa, dass die Bedenken gegen Fleischkonsum völliger Mist sind? Der gemeine Frutarier vielleicht der einzige Gutmensch?

Ich habe da definitiv noch keine Antwort für mich gefunden aber es hat mich nicht zuletzt zu diesem Artikel bewogen, weil es mir doch zeigt, dass zum Thema Ernährung noch nicht der letzte Satz gesprochen wurde.

Becel pro.activ

foodwatch-logo mit claim cmyk_21cm 300dpi
foodwatch-logo mit claim cmyk_21cm 300dpi (Photo credit: foodwatch)

Es mal wieder so weit: Neue Medizin aus dem Supermarkt ist da!

Diesmal als durchaus bekanntes Produkt mit vermeindlich guten Ruf. Die Magarine Becel dürfte spätestens durch die Werbung jedem mal durch den Kopf gegangen sein, wenn er nicht schon wenigstens im Supermarkt seines Vertrauens dran vorbeigegangen ist.

Nun aber hat sich Becel was „neues“ einfallen lassen. Es ist jetzt eine pro aktive Margarine… Die macht also was von alleine, ohne das man selbst was tun muss. Klingt ja erstmal nicht schlecht. So gesund durch Essen anstatt durch Bewegung.

Wie schon in dem oben verlinkten Artikel seh aber GsD nicht nur ich sowas kritsch, sonder auch der Verbraucherschutzbund meines Vertrauens (Foodwatch), der sich zum Thema hier geäußert hat: http://www.focus.de/gesundheit/gesundheits-news/foodwatch-verbraucherorganisation-warnt-vor-becel-pro-activ_aid_683201.html

Man erreicht also mit der Magarine Effekte mit Wirkstoffen, wie sie sonst in Medikamenten mit exakt dem gleichen Ziel verwendet werden. Hervorragend, wenn man das Medikament eh benötigt. Nicht so, wenn man eigentlich ganz gesund ist (schwanger ist, anderen Risikogruppen angehört), denn spätestens dann sollte man sich nicht städnig (und unwissentlich) mit Medikamenten vollpumpen, die man gar nicht brauch. Dies könnte ja im Extremfall sogar dazu führen, dass man dann nicht mehr auf das nötige Medikament anschlägt…

Wie dem auch sei, ich finde sowas gehört in die Apotheke oder ganz gesondert ausgeschrieben inkl. Beipackzettel, wenn im Supermarkt. Solange das nicht passiert sehe ich mich hier schon fast verpflichtet, euch zu warnen.

GsD gibt es genug alternative Magarinen…

In diesem Sinne: Guten Hunger und Augen auf beim Einkauf!

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Ei in der Mikrowelle

Nur zur Info: Mein persönliches Mysterium, ob ein rohes Ei einfach in der Mikrowelle verzehrfertig zuzubereiten ist, habe ist soeben gebusted…

Deutsche sind knauserig

Glaubst du nicht? –> Im diesmaligen (wie immer kostenlosen) Fluter (www.fluter.de) gabs nen schönen (neben vielen hochinteressanten) Artikel zum Thema Deutsche und die Zahlvarianten beim gemeinschaftlichen “Essen gehen”.

Paying the German Way

Wie ein Kellner darüber staunt, wenn die Gäste im
Lokal alle getrennt bezahlen

Meine Eltern sind in den frühen sechziger Jahren von Hongkong in die
Niederlande ausgewandert, wo ich geboren wurde. Als ich 15 Jahre alt
war, sind wir nach Deutschland umgezogen und haben ein Chinarestaurant
eröffnet, in dem ich nach der Schule immer als Kellner aushelfen musste.
Da habe ich hautnah erlebt, dass die deutsche Gründlichkeit kein
bloßes Klischee ist. Wenn größere Gruppen zum Essen kamen, dann haben
sie nicht nur getrennt bezahlt, sie haben sich sogar auf den Pfennig
genau von mir ausrechnen lassen, wer was hatte und wer wie viel bezahlen
muss. Bis aufs letzte Bier. Aus Holland kannte ich nur, dass eine
Restaurantrechnung grob zwischen den beteiligten Personen aufgeteilt
wurde. Aber in Deutschland bin ich manchmal eine halbe Stunde lang mit
dem Taschenrechner von Gast zu Gast gelaufen. „Paying the German way“
sagt man in den USA, wenn jeder für sich bezahlt. Ganz anders ist das
bei meiner Verwandtschaft in Hongkong. Da bricht nach dem Essen im
Restaurant regelmäßig ein Kleinkrieg darüber aus, wer bezahlen darf.
Auf diese Weise zeigt man den anderen seine Wertschätzung und demonstriert,
dass man wohlhabend ist. Da fliegen schon mal Portemonnaies
durch die Gegend, und es gibt ein regelrechtes Handgemenge. [Wing-Chung
Li (39 Jahre) – Niederländer mit chinesischen Wurzeln, fluter Nr. 41, http://www.fluter.de/heftpdf/issue106/artikel9999/pdf_article9999.pdf].”

Fand ich sehr amü- und interessant und werden mal versuchen was gegen den Trend zu tun, wenn ich mal wieder Gelegenheit dazu habe (freiwillig und nicht erzwungen)…

Good Food, Bad Food

Wilder deutscher Untertitel: Anleitung für eine bessere Landwirtschaft

Interessanter Film (erfahren davon über irgendwelche Greenpeace-Quellen, zuletzt erwähnt hier: http://jakob.ybals.de/2011/11/08/man-nehme/). Es geht, um was sonst, um Nahrungsmittelproduktion (früher hieß das Landwirtschaft).

Eigentlich nichts wirklich neues und irgendwie schon tausendmal gehört? Ja, ich auch. Aber hab ihn trotzdem geseh und wieder einige interessante, kuriose und schlimme Dinge erfahren.

Schwerpunkt des Films (IMDB http://www.imdb.com/title/tt1600731/, 113 Minuten, Januar 2011, Frankreich, 6.9 Wertung) ist die Landwirtschaft bzw. dessen Auswüchse, wie wir sie heute erleben. Angefangen wird bei vermeintlichen Gründen, die die Interviewten bereits in den Spätfolgen des zweiten Weltkriegs sehen.

Nicht nur dies auch andere Thesen des Film scheinen mir etwas weit hergeholt oder aber eigentlich nicht relevant um zum Schluss des Films zu kommen.

Ein gut einstudiertes Wort im ganzen Film ist „multinationaler Konzern“. Etwas nervend aber die einzelnen, teils hoch dotierten, Sprecher aus allen Teilen der Welt kennen sich ja nicht und wussten wohl nicht, dass das bereits die 10 anderen vor ihnen gesagt haben.

Also, nicht alles Gold was glänzt. Aber trotzdem ein sehr informativer und interessanter Film. Sehenswert.

Erklärungen zu biologischem/ökologischen Landbau, mit einem Hang zum Altertümlichen aber auch das ist für den Schlusskonsens GsD nicht relevant.

Mir hat es obendrein Lust auf Gartenarbeit bzw. die erste eigenen Ernte gemacht 😉

Was ein wenig gefehlt hat ist eine kritische Hinterfragung von Viehhaltung aber das eben diese zu oft als positiv herausgestellt wurde, wäre das wohl zu schwer geworden.

Der Film macht mir Mut, Freude und Hoffnung, denn ich glaube wieder ein Stück mehr, dass ich zu einer Generation gehören werden, die grundlegende gesellschaftliche und globale Veränderungen erleben darf und diese sogar gestalten kann, sofern sie denn will und gelassen wird. Die Welt wird besser und das wegen uns, denn sie muss!

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Billig-Bio

Ich bin ja seit mittlerweile Jahren bekennender Bio-Produkte-Konsument/-Einkäufer. Gelegentlich muss man sich dafür bei allerlei Leuten rechtfertigen. Manchmal ist das gar nicht so einfach aber da es vor allem ne Grundeinstellungssache ist, die wenig mit tagesaktueller Politik oder Nachrichten zu tun hat konnte bislang mir niemand reinreden.

Aldi
Image via Wikipedia

Hinzu kommt, dass ich auch nicht geneigt bin andere zu missionieren und man allein dadurch vielen „Konflikten“ aus dem Weg geht. Wer es natürlich mal wissen will, der bekommt von mir auch schonmal ausfürhlichere Antworten, als er vielleicht wollte…

Egal. Hin und wieder taucht das Argument auf, dass man ja, wenn man schon Bio kauft dann doch immer in den extra Bio-Supermarkt gehen muss, denn nur da würde man ja echtes, gutes Bio bekommen (was auch immer das sein mag).

Diesem Thema nahm sich das inzwischen auch in die Jahre gekommende Greenpeace Magazin in der Ausgabe 6/10 an. Das Ergebnis war auch für mich durchaus überraschend.

So ist es z.B. so, dass 95% aller deutschen Bio-Mastschweine aus Betrieben kommen, die neben dem EU-Bio-Siegel ein Weiteres tragen, welches einem ökologischen Anbauverband gehört. Überträgt man diese Zahl nur zum Teil auf andere Bereiche, so kann man davon ausgehen, dass ein Großteil aller Bio-Produkte „Premium-Bio“ ist.

Nach Recherchen vom GPM kommt z.B. bei Aldi-Nord jede (!) Bio-Kartoffel von Naturland. Da gibt es Lieferverträge, welche eben hohen Absatz garantieren und damit niedrigere Preise ermöglichen. Für mehr als beide Seiten ein Gewinn.

Warum das nicht ausgewiesen wird? Ganz einfach, die Anbauverbände wollen ihr „Premium“-Siegel nicht verrammschen.

Der Artikel dazu im GPM ist auf jeden Fall für jeden lohnenswert, den das Thema nicht völlig kalt läßt der der „frißt“ was man ihm auftischt…

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