Früher war alles besser oder Nah-Tod-Erfahrung dank NFC

Früher hab ich zum Verschrotten alter EC-/VISA-/Krankenkassenkarten meist zunächst die Schere verwendet, um 2 Teile zu erzeugen.

Schritt zwei war ein zusätzliches Einritzen beider Teile des Magnetstreifens.

Schritt drei diente der Zerstörung des Chips auf der Karte. Dazu wurde eben diese für max. 15 Sekunden in die Mikrowelle gelegt. Nach sichtbaren 1-5 Funken auf der Chipoberfläche war ich mir hinreichend sicher, dass damit niemand mehr mit vertretbaren Aufwand was anfangen kann.

Soweit so gut, so alt, so früher.

Nun kam neulich die neue VISA-Karte mit NFC an. Dank meiner Bank habe ich sogar drei Stück bekommen aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls durfte ich am Ende 2 neue VISA-Karten mit NFC-Chip verschrotten.

Schritt 1 + 2 liefen ohne Probleme ab.

Schritt drei sollte auch wie immer durchgeführt werden, leider habe ich dabei keine Sekunde daran gedacht, was NFC ist und wie es funktioniert…

Das Ergebnis war ein mittelgroßes VISA-Karten-Feuer in der Mikrowelle nach gefühlten 1,5 Sekunden Aufenthalt darin. Mein panisches zur Mikrowelle rennen und aufreißen verhinderte wohl Schlimmeres. Die halbgaren Karten konnten nur noch stark verkohlt und unter starker Rauch- und Geruchsbelastung aus der Mikrowelle entfernt werden. Ganz zur Freude meiner Mitbewohner…

Warum? Nun ja, die NFC-Antenne eben… Wenigstens konnte man gut erkennen, wo sie in die Karte eingearbeitet war.

Merke: NFC-Chipkarten irgendwie anders zerstören oder eben Schritt drei lassen, was allerdings grad bei VISA-Karten mir nicht die Lösung zu sein scheint. Vielleicht ja so:

 

BTW: Jmd. von euch schon eine NFC/RFID-Kreditkarte/Personalausweis und ggf. was zum Selbstschutz unternommen?

Die Chancen der Globalisierung

Äh, nicht erschrecken, ich schreibe nur mal wieder was…

Warum? Hab nach gut 2 Jahren mal wieder ein Buch geschafft. Ok, es waren andere zwischendrin dran über die ich nicht berichtete. Aber durchaus lange hat mich dieser Tobak beschäftigt und deswegen will ich ihn euch nicht vorenthalten.

Die Fakten bzw. zum anlesen/kaufen:

Worum geht’s? Einen relativ konkreten Plan bzw. Pläne/Ideen, wie man die Globalisierung doch noch zu etwas drehen kann, was Nutzen für den “einfachen” Mensch bringt.

Damit man die Lösungen versteht muss man sich zunächst durch anschauliche und erschreckende Beispiele lesen. Danach gibt’s Theorie, welche nicht zuletzt daran Schuld ist, dass ich das Buch immer wieder zu Seite gelegt habe.

Schafft man aber diesen Theorie-Abschnitt UND versteht man ihn wenigstens im Wesentlichen, dann folgt ein weiterer schöner/spannender/Hoffnung machender Teil über die Lösungsansätze zu den Problemen, welche zwar nicht Tagespolitisch aber wohl weltpolitisch und alltagsbestimmend/-zerstörend sind.

Der Autor Joseph E. Stiglitz war übrigens mal nen hohes Tier im Weltfinanzwesen und nach seinem Ausstieg zunächst ein Buch über Die Schatten der Globalisierung geschrieben. Mit etwas weiter Abstand darauf ist dann das nun von mir gelesene Werk entstanden.

Was bleibt? Hoffnung auf die Welt, die da kommen mag und wird. Hoffnung darauf, dass der gesunde Menschenverstand und die Nächstenliebe, die Stiglitz für seine vorgeschlagenen Lösungen braucht, irgendwann bei den richtigen Menschen ankommen.

Das Buch ist ein interessanter Wissen-/Ideenspeicher, wenn man mal wieder grad kein Argument für die Globalisierung hat. Für wen? Naja, für alle die es verstehen und verstehen wollen. Ersteres setzt ein klein wenig Kenntnisse im Finanz-/Zinssektor voraus und auch Begriffe, wie Inflation, Währungsreserven und Zinseszins sollten nicht nur sinnfreie Worte sein. Letzteres sollte jeden Treffen, der sich, wenn auch nur halböffentlich zum Thema äußert.

In jedem Fall ist das Buch seinen Platz im Regal wert auch wenn der Wiederlesefaktor wohl gering ist.

Persönlicher Nachtrag zum Dezember 2008 in Griechenland

Wie die Zeit so vergeht… Mir wurde damals rund um den Jahreswechsel in Berlin 2008/09 eine CD-Hülle mit 2 CDs auf der Straße zugespielt. Schon die Aufmachung und Aufschriften ließen vermuten, dass es sich um Material der linken/alternativen/autonomen Szene handelt und das es im Zusammenhang mit der Ereignissen vom Dezember 2008in Griechenland steht.

die griechen sind die neuen türken?
die griechen sind die neuen türken? (Photo credit: caratello)

Nun, wie dem auch sei, ich habe es heute geschafft mir beide CDs mal zu gemüte zu führen. Okay… Das eine ist eine DVD/Video-CD mit rund 40 Minuten Filmmaterial, welches teilweise mit Musik unterlegt ist und diese ist neben anderen Titeln auf der zweiten CD zu finden.

Die Musik ist meist weder deutsch- noch englischsprachig und damit für mich (leider) nicht zu verstehen. Der Musikstil passt zu der DVD bzw. Straßenkämpfen/-schlachten mit der Polizei gut als Hintergrund. Sonst kann ich damit leider wenig anfangen. Eher so schlechter Allerweltspunk ohne echte Höhepunkte… Man verzeihe mir, wenn ich hier „bekannte“ Größen damit kleinrede aber ein wenig kenne/kannte ich mich ja auch mal in der Szene aus und mir kam das auf anhieb eher alles unbekannt vor (zu recht).

Das Video… ja, gut es ist eine mit englischen Zwischentexten und griechischen Straßenkampfbildern mit fremdsprachiger (Punk-)Musik unterlegter „Film“. Aussage? Sucht man eher vergebens, is doch eher blinde linke Propaganda in sehr miesem Englisch.

Was blieb trotzdem hängen? Beachtlich/verstörend wirkte auf mich die Tatenlosigkeit der griechischen Sicherheitskräft aka Polizei. Da muss ich doch sagen, dass, auch wenn ich das nicht immer befürworten würde, die Taktik der ausgestrecketen Hand einfach mal auch dort recht wirksam wäre. Man müsste wohl zunächst ganz schön oft durchgreifen aber dann wäre denke ich Ruhe, wenn jeder der 400 Randalierer einmal seine 3 Monate im Knast war…

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Flächenbrände, die „die Griechen“ da regelmäßig veranstalten wirklich im Interesse der Gesellschaft sein können und durchdacht sind (bei allem Respekt vor der autonomen Szene vor Ort). Aber wenn man dann zwischendrin den schwarzen Block in leuchtenden 3-Streifen-Schuhen wegrennen/steineschmeissen sieht und ich anderen Szene Autos/Läden von normalen „kleinen“ Griechen ansteckt, dann hat das wenig mit Kapitalismuskritik oder Polizeistaat geschweige denn mit Trauer um den ermordeten (!) Jungen zu tun, sondern einfach mit mal „die Sau raus lassen“ und feiern.

Eigentlich Schade, denn ich denke die Griechen hätten bei alle dem offensichtlich Potenzial auch mal was wirklich zu reissen auf politscher Ebene (echte Veränderungen). Aber stattdessen fröhnt man nun dem Nationalismus und schimpft auf andere. Das kann leider jeder (Deutschland mit eingeschlossen!).

Heute, rund 4 Jahre danach, sieht das schon alles ganz schön klein und vergessen aus. Leider zu recht und die Griechen haben jetzt ganz andere sorgen, die sie leider immernoch teilweise genauso „lösen“. Man darf gepsannt sein wie lange noch…

Enhanced by Zemanta

Woran erkannt man…

…das die Ritzel & Kette seines Fahrrads trotz Nabenschaltung (und Kettenspanner) mal wieder wechselbereit ist?

A: Man fährt seit mehreren Tagen mit einem kleinen Stöckchen durch die Gegend mit dem man die Kette wieder auf den Kranz hebt, wenn diese mal wieder beim “durchtreten” runtergesprungen ist…

Das wird teuer… Ritzel vorne & hinten, Kette, Mantel hinten (man sieht jetzt langsam aber sicher die blaue Sicherheitseinlage der SmartGuard-Bereifung durch) und nen Spritzschutz für hinten am Schutzblech, der dann neben dem eigentlich Effekt auch noch mein unschön “ausgefranstes” Schutzblechende überdeckt.

Aber immerhin ist das der erste Mantelwechsel und Ritzel-/Kettenwechsel nach 9 Jahren Fahrradfahren. Wer das von seinem Kettenschaltungsrad sagen kann, der ist schlicht und ergreifend in den 9 Jahren eben nicht Fahrrad gefahren…

Nachtrag: Für rund 140€ wurden Ritzel, Kette und Mantel im Fahrradladen des Vertrauens gewechselt.

Das läuft doch was falsch…

…in Europa und zwar ganz gewaltig.

Ein Tropfen auf den heißen Stein: www.flucht-ist-kein-verbrechen.de

Kann man nur hoffen, dass es einen mal nicht selbst betrifft und das endlich mal geändert wird. Schande über uns und die EU!

Kundenfreundliche Bahn?

Telefonieren kostenlos?

Mal im ernst, normalerweise wird die Bahn bzw. das gleichnamige, deutsche Unternehmen ja nicht in einem Atemzug mit Kundenfreundlichkeit und Flexibilität genannt aber ich konnte nun schon wiederholt feststellen, dass dies nicht immer ganz zu recht ist.

Neulich waren wir mit dem Europa-Spezial in Tschechien unterwegs. Rückfahrt war bereits bei Antritt gebucht und mit dem Hinfahrticket zusammen. Die Rückfahrt musste früher angetreten werden und erst da wurde klar, dass das quasi ein ganzes Ticket ist, was nach Beginn der Hinreise nicht mehr stornierbar ist.

Hätte man es also einzeln gekauft, wäre ein Umtausch für 15€ Umtauschgebühr also kein Problem gewesen.

Gut vor Ort nicht lange gefackelt und die Rückfahrt am Schalter gekauft. Rund 80€ also ziemlich genau dass, was wir schon dafür bezahlt hatten.

Zu Hause dann eine Mail an die Bahn geschrieben und die Situation geschildert. Exakt eine Woche danach landet in unserer Post ein Bahn-Gutschein über 50€… Zieht man noch die eh fälligen 15€ Umtauschgebühr dazu ist das schon mal nen echt cooles “Geschenk”.

Danke! Was will man mehr? So kann es auch gehen und das lädt zum wiederverwenden ein.

P.S.: Besonders interessant daran fand ich, dass bis auf die Bearbeitungsnummer vom Online-Ticket-Kauf keine Belege verlangt wurden. Ergo wurden nie Tickets zur Bahn geschickt. Um es krass auszudrücken: Die Rückfahrt hätte regulär stattfinden können und man hätte trotzdem den 50€ Gutschein bekommen…