Willkommen im 21. Jahrhundert

Wenn in einer Ausschreibung für eine Webseite (!) folgendes auftaucht:

Lass uns mal über Menschenrechte reden…

Warum? Heute ist Blog-Action-Day 2013. WTF?

Ja, schon lange her, da waren Blogs das Web 2.0 und etwa von damals stammt die Idee, dass es doch total cool wäre, wenn man es schaffen würde, dass die echte Welt auch mal was von dem ganzen Internet mitbekommen würde. Man dachte sich also, wenn ganz viele Leute überall auf der Welt über ein Thema an einem Tag reden, dann müsste das doch jemand hören und vl. sogar beachten.

Das zur Theorie. Die Praxis zeigt: Ganz so einfach ist das nicht.

Schade eigentlich aber auch nicht unverständlich, denn das Internet bestimmt zwar schon viel aber Gott sei Dank auch noch nicht unser ganzes Leben.

Nun aber zum Thema. Heute wollen also ganz viele Blogger auf der Welt zum Thema Menschenrechte reden. Wie immer ein „einfaches“ und konkretes Thema das sich die Leute vom Blog-Action-Day da ausgedacht haben.

Die Menschenrechte, was ist das eigentlich? Wikipedia meint dazu: „Als Menschenrechte werden subjektive Rechte bezeichnet, die jedem Menschen gleichermaßen zustehen. Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind. Die Idee der Menschenrechte ist eng verbunden mit dem Humanismus und der im Zeitalter der Aufklärung entwickelten Idee des Naturrechtes.“ Klingt ja nicht schlecht, wenn auch (ver-)alt(tet?), denn sie sind ja schließlich aus der Zeit der Aufklärung.

Deutsch: Straße der Menschenrechte, Nürnberg
Deutsch: Straße der Menschenrechte, Nürnberg (Photo credit: Wikipedia)

Menschenrechte werden heute, sowie damals, mit Füßen getreten, wo es nur geht bzw. sie eben grad im Weg stehen. Nichtsdestotrotz stellen sie aus meiner Sicht einen elementaren Grundstein unserer Gesellschaften dar auf dem wir bauen sollen und müssen, damit es mit der Menschheit im Ganzen vorangeht. Und zwar nicht nur zeitlich immer weiter ins Verderben, sondern in eine bessere Zukunft.

Somit zählen Menschenrechte für mich auch zu den wenigen Dingen, für dich ich jederzeit und wohl bedingungslos auf die Straße gehen würde, wenn es gilt diese zu verteidigen.

So schreibt zwar Wikipedia von subjektiven Rechten, jedoch halte ich diese gerade für sehr objektiv, denn es sollte keine Meinung sein ein Menschenrecht zu akzeptieren oder nicht und es muss auch das Ziel der Menschheit sein die unterschiedlichen Auffassungen darüber, was ein Menschenrecht ist, zu überwinden.

Was bleibt? Die Worthülse „Menschenrechte“ ist sehr groß und ich habe sie nur mal ein wenig mit meiner hetzerischen Meinung gefüllt. Werde ich damit die Welt retten oder verändern? Nein, aber dem Zaungast habe ich damit mal wieder ein bissel mehr über mich preisgegeben und vielleicht sogar Menschen mit dem Glauben an die Macht vom Web 2.0 ein wenig zum erreichen höherer Ziele verholfen 😉

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Web 3.0

Hab grad den aktuellen Fluter “Ich bin dann mal web” gelesen. Wie fast immer, sehr gelungen.

Nachdem ich vor ca. drei Wochen sämtliche change.org und Derivate und Newsletter von div. Umweltschutzgruppen oder sonstwas gelöscht bzw. abgemeldet habe prophezeie ich mal: Facebook wird in 3-5 Jahren spätestens das gleiche Schicksal erleiden, wie StudiVZ, wenn da nicht noch was ganz großes passiert.

Ich habe es einfach nicht mehr geschafft die Newsletter, welche irgendwie auch immer öfters kamen zu lesen bzw. der Informationswert darin beschränkte sich auf fast nichts.

Ebenso Online-Petitionsplattformen fernab der Offiziellen. Wann bewegen die schon mal echt was in unseren Breitengraden? Ich denke da kann das Netz ein Weg aber eben nicht der Weg sein, der zum Erfolg führt. Und das Aktivistengewissen ist irgendwie auch nur eine Lüge an sich selbst gewesen. Ich bin ja ach so “aktiv” und “dagegen”, wenn ich da nur ab und an mal wo rauf klicke. Nix is man!

Der Mehrwert von Facebook und die damit zwangsläufig verbundene Kombination von beschränkt privaten mit Unternehmensinteressen ist für mich als “Kunden” schon längst schwer messbar geworden. Es ist vielmehr eine zeitgemäße Zeitverschwendung geworden sich Posts/Einträge/Likes und sonst was von “Freunden” durchzu”lesen”.

Auch wenn ich für mich selbst noch nicht soweit bin das ich mein FB-Profil löschen würde, so bin ich doch immerhin gedanklich dem ganzen ein Stück näher gekommen.

Aber was dann? Wie mit alten Freunden “treffen” bzw. “Kontakt” halten? Wie sich schnell, einfach und unkompliziert organisieren? Vl. wird das ja was: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Universitaet-Paderborn-entwickelt-P2P-Facebook-1819836.html

Fakt ist, der Mensch ist wohl nicht so dumm, dass er auf Dauer sein “ich” Konzernen schenken wird, die bald täglich ihre AGBs ändern, hoffe ich. Was fehlt ist der erste große Fehler/Missbrauch (sicher wird es den im “kleinen” Stil auch schon gegeben haben).

Warten wir’s ab!

Nachtrag: Meine Vorahnung scheint sich langsam bzw. schneller als erwartet zu erfüllen, siehe http://heise.de/-1834977.

Nachtrag 2: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-facebook-und-nsa-a-919478.html

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Earth Hour 2012

Es beginnt jetzt…oder besser gesagt jetzt ist grad die „Earth Hour“.

BERLIN, GERMANY - MARCH 26:  The Brandenburg G...
BERLIN, GERMANY - MARCH 26: The Brandenburg Gate is seen before the lights are switched off for Earth Hour on March 26, 2011 in Berlin, Germany. Earth Hour encourages individuals around the world to turn off their lights for one hour at 20:30 local time to take a stand against climate change. The largest Earth Hour was in 2010 when 128 countries participated. (Image credit: Getty Images via @daylife)

Ich kann grad schreiben, da mein Laptop über Akku läuft, denn der Rest der Wohnung ist aus geschaltet. Schöner Sonn-Abend bei Kerzenschein. Mal sehn was passiert…

Earth was?

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Earth_Hour – Allgemeines
  • http://www.youtube.com/earthhour – wilde Challenges währenddessen
  • http://www.wwf.de/earth-hour-2012/ – WWF sein Zeug dazu
  • http://www.earthhour.org/ – offizielle Seite

Bin zum ersten mal dabei und es macht Spaß 😉

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Tausende von Google Mail Groups

Ich verwende Thunderbird um meine E-Mails und Kontakte unter Windows zu verwalten.

Darüber hinaus besitze und nutze ich eine Google-Konto.

Was ich bei Google sehr praktisch finde ist der offene und flexible Kalender, sowie das Adressbuch.

Was liegt also näher als in Thunderbird, wie in MS Outlook, neben Mails und Kontakten auch Termine zu verwalten?

Soweit so gut. Nun ist es aber auf Dauer unpraktisch an zwei Orten Termine und Adressen (und ggf. Mails zu horten). Für die Mails gibt’s IMAP und Weiterleitungen. Für den Kalender Sunbird bzw. Lightning & Provider for Google Calendar. Für Adressen nutze ich Zindus aber es gibt da eben auch noch, dass auf den ersten Blick gute Google Contacts.

Wer Letzteres schon mal im Einsatz hatte, hatte vielleicht am Ende auch folgendes Problem: Im Google Mail werden manchmal/bei bestimmten Fehlern tausende von leeren Gruppen angelegt.

Das sprengt nicht nur irgendwann die Leistungsfähigkeit der Extension bzw. ihrer Scripts selbst und bringt damit Thunderbird zum ausklinken, sondern lässt auch alle Browser beim Versuch das Adressbuch online zu bearbeiten/betrachten ins Schwitzen kommen.

Was also tun mit den tausenden leeren und unnützen Kontaktgruppen? Google hat irgendwann das massenhafte Löschen von Gruppen per umgebauter GUI unmöglich gemacht.

Eine kurze Google-Recherche kann einen zu diesem Ergebnis lotsen: http://groups.google.com/a/googleproductforums.com/forum/#!category-topic/gmail/contacts-and-sync/vkCzp_61GpI

Das Beste daran? Es funktioniert immernoch, also das Programm, welches unter http://scrappydog.com/GoogleGroupCleanup/publish.htm zu finden ist.

Einfach installieren, ausführen, Nutzerdaten eingeben (die Paranoiden unter uns können ja vorher ihr Google-Konto-PW ändern und es anschließend wieder “sicher” machen) und warten. Leider werden “1000” Gruppen entfernt und anschließend muss das Programm erneut aufgerufen werden aber dieser Wermutstropfen ist leicht zu schlucken, wenn man die Alternative (klicken im Browser) probiert hat.

Anmerkung: U.U. ist es möglich mit der Fehlerhaften Erweiterung selbst die Gruppen zu entfernen. Dazu “einfach” alle Gruppen im Thunderbird-Adressbuch selektieren und entfernen. Sollte Thunderbird dabei nicht abstürzen (ggf. muss man auch immer ca. 1000 Adressengruppen blockweise löschen) kann man TB anschließend beenden und neustarten. Nach dem Sync sollte ja nun alles wieder ok sein… Spätestens dann sollte man aber die Extension wohl entfernen…

Danke ScrappyDog für diesen Zeitgewinn!

Danke Rudi!

Für die neuen Header-Images bin nämlich ich nur sehr begrenzt verantwortlich, da Gott mir zumindest kreatives Können eher wenig zugesprochen.

Gefunden habe ich ganz gute nach kurzer Google-Suche hier: http://blogorama.eisbrecher.net/2010/10/19/rudis-100-schonste-twenty-ten-theme-header-fur-wordpress/ bzw. mit Direkt-Link zur Galerie inkl. Download-Option: http://pix2day.com/galerie/#/content/1%20Willkommen/

Wer also auch nen WordPress-Blog mit Twenty Ten Theme betreibt, der sollte da vielleicht mal vorbeischauen, wenn ihm nach Abwechslung ist.

Kein Alkohol für Fische unter 16

Klolektüre? Ja, durchaus. Lehrreich? Nein, eher leerreich. Hätte man das erwarten können? Ja.

Einem geschenkten Gaul… Nein, dass wäre wohl etwas viel aber das Buch „Kein Alkohol für Fische unter 16“ erinnerte mich leicht diverse Internetseiten/Rundmails aus längst vergangenen Tagen (vielleicht nicht zuletzt aufgrund des Untertitels „Die skurrilsten Gesetze, Klagen & Urteile“), in denen skurrile Rechtslagen aus meist amerikanischen Bundesstaaten dargestellt wurden, die angeblich immer noch geltendes Recht darstellen, obwohl die entsprechenden Gesetzestexte weit über 50-100 Jahre alt sind.

Wie viel man davon glauben kann/soll? Ich glaube relativ wenig. Aber darum geht es vielleicht auch gar nicht. Viel mehr um ein bissel Unterhaltung und diese können solche Texte durchaus bringen, wenn man sich zumindest vorstellt, dass diese Texte mal realen Gesetzen entsprechen haben könnten.

Auf den rund 140 Seiten von Rainer Dressen und Anne Nina Schmid meines vorliegenden „Rundschreibens“ aus dem Hause Bassermann gibt es min. ein Highlights, welches ich meinem geneigten Leser nicht vorenthalten will:

Entscheidung des dt. Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1966, die sich mit der Frage beschäftigte, wie weit die „Pflicht zur ehelichen Lebensgemeinschaft“ geht. Hintergrund war, dass der Mann sich scheiden lassen wollte, weil seine Frau den ehelichen Verkehr als Schweinerei bezeichnete und ihn langweilig (Sie wäre imstande dabei Zeitung zu lesen) fand. Dies machte sie sogar „öffentlich“ bekannt und riet ihrem Mann doch einfach besser ins Bordell zu gehen. Wie dem auch sei, der BGH gab dem Mann recht, denn wenn es ihr schon nicht möglich sei „im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen.“ So wohl zugetragen 1966 in Deutschland…

Davon also abgesehen bietet das Buch zu verschiedensten Themen der Rechtsprechung und ihren Grundlagen teils Interessantes aber stets Kurioses. Das ganze gut sortiert nach Kapiteln im Index ganz vorne.

Was bleibt? Naja, ne Klolektüre eben, die man wohl einmal gelesen nie wieder in die Hand nehmen wird aber ich bin eh kein Mensch der Bücher zweimal liest und damit wohl auch keine Referenz.

Ich denke, wenn in ein paar Jahren jeder auf’m Klo WLAN inkl. eReader hat, dann werden solche Bücher nicht mehr auf chlorgebleichtem frischem Wald gedruckt und das ist gut so aber bis dahin heiligt der Zweck durchaus die Mittel, denn es gibt schlimmere Papierverschwendung.