Mein, meins, meins…

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*fauch* Schatz *fauch*

Dank an die Kleingeldprinzessin

Scan10002 Es war ein relativ warmer Novembertag im letzten Jahr. Es war der Wunsch meiner damaligen Freundin zu diesem Konzert zu gehen. Die Karte an mich war ein Geschenk.

Ich bin zugegebenermaßen nicht gerade in Begeisterungsstürme ausgebrochen, als man mir das Geschenk aushändigte.

Auch am Beginn des Abends und den damit verbundenen Vorbereitungen (Songs der Band anhören, Trinken) war jetzt die Vorfreude nicht unglaublich, sondern eher verhalten.

Die Tatsache, dass ich fast der einzige männliche Konzertgast war änderte auch nichts daran.

Kurzum, ich erwartete von dem Abend/Konzert eigentlich nichts und tat meiner Freundin schlicht den gefallen mit ihr dahin zugehen.

Wie sich herausstellen sollte was das gut so, denn wenn man nichts erwartet kann man nur positiv überrascht werden. Und was soll ich sagen? Ich bin positiv überrascht worden.

Echt schicke, schöne, schlichte, klangvolle Akustikgitarrenmusik (irgendwie sowas wie eine gelungene und gute Annett Louisan).

90 Minuten lang und überaus anhörbar. Nicht gerade die Kategorie von Konzerten, die ich sonst besuche (*freut sich auf das Kassierer-Konzert am 01.10. in Berlin*) aber trotzdem im positiven Sinne nett.

Besonderer Dank geht an die Chefin persönlich, die doch tatsächlich als letzten, zusätzlichen Song noch den spielte, auf den denke ich nicht nur ich und meine Freundin warteten. “Alles du”.

Danke Dota für diese Stück. Es wird mir wohl für immer im Kopf bleiben, denn es wurde zu dem Lied, welches während der Trauung von meiner nun Frau und mir direkt nach dem überstreifen der Ringe erklang.

Tja, und so werde ich doch, sofern es mir meine Zeit erlaubt, wenigstens noch einmal zu einem der Konzerte gehen. Ein romantischer, kritischer und positiver Abend steht also bevor und ist hiermit ge- und verplant.

@Dota: Weiter gute Laune verbreiten!

Wir reiten Hand in Hand…

…auf einem weißen Bären durch den gefliesten Wald ins Land der Friedfertigkeit.

Konnte heute für Lau auf dem Flohmarkt (Westpaket) in Leipzig die für ehemals 43,95€ gehandelte Doppel-CD “Es gibt Reis, Baby” von Helge Schneider & Hardcore ergattern. Ein Traum.

Schönen Samstagabend!

Tiefenrausch – Nachtrag

Mayday in Berlin-Kreuzberg Oranienplatz
Image via Wikipedia

Ich berichtete bereits davon, dass die Berliner Ska Combo Tiefenrausch inzwischen der Vergangenheit angehört. Innerhalb dieses Berichtes erwähnte ich ein kostenloses Doppelkonzert im SO36 in Berlin X-Berg. Da dieses Konzert definitv etwas besonderes im „Leben“ von Tiefenrausch, dem Berliner Ska (?) und mir war, möchte ich diesen, meinen Blog nutzen noch einmal besonders daran zu erinnern.

Tiefenrausch Flyer
Tiefenrausch Flyer

Wie auf dem Flyer zum Konzert ersichtlich ist das ganze Event schon locker mal fast 2 Jahre her aber meine Erinnerung immer noch recht lebhaft und der Flyer muss nun mal hier vom Schreibtisch bzw. der Pinwand weichen und damit er nicht für immer verloren geht, wird er nun hier verewigt incl. meiner kleinen Randnotiz.

Es war ein schöner Septemberabend in Berlin. Tiefenrausch wollte mit allen sein 10 jähriges Bestehen feiern. Und wie es sich für ein Feier gehört, wurde eingeladen. Gut eingeladen war ein jeder (…auch Dr. Frankenstein…) und da mit viel Publikum zu rechnen war sollten es zwei Konzerte werden. Beide hintereinander, beide im SO36, beide kostenlos und beide natürlich mit Tiefenrausch.

Ich war mit einer kleinen Gefolgschaft ca. 19.00 Uhr vor Ort und recht schnell wurde uns klar, dass das 19 Uhr Konzert für uns nicht mehr zu schaffen war. Dies lag vor allem an der durchaus sichtbaren Menschentraube vor dem So36.

Diese Traube sorgte auch dafür, dass selbst das 19 Uhr Konzert erst ne Weile nach der angesetzten Zeit beginnen konnte, denn natürlich wollte jeder rein und dabei sein. Wann gibs schließlich schonmal ein kostenloses Ska-Konzert im SO?

Die Türsteher/Veranstalter schafften es irgendwie halbwegs dafür zu sorgen, dass jeder der um 19 Uhr reinging später nicht mehr dabei war. Natürlich gab es Ausnahmen aber die meisten haben doch mitgemacht und somit nach 2h Konzert einer mindestens gleichen Anzahl von Personen nochmal die Möglichkeit gegeben Tiefenrausch zu gratulieren und mit ihnen zu feiern.

u-bhf-goerlitzer-bahnhof
u-bhf-goerlitzer-bahnhof

Karten gabs zum abholen an der Abendkasse. Das ganze war somit relativ einfach und selbstregulierend, denn wer drin war, konnte keine Karte für das zweite Konzert bekommen, da es die Karten ja quasi draussen gab und zwar erst, als das Konzert Nummer eins bereits lief.

Soviel zum Organisatorischen. Was war drinne los? Nun ja, wir waren dann natürlich schon gut vorgeglüht und voller Erwartung auf das, was da kommen mochte. Die Stimmung war ausgelassen und die Bar hatte alle Hände voll zu tun, denn schließlich hatte man ja kein Eintrittsgeld bezahlt…

Ohne große Umschweife kam dann Tiefenrausch auf die Bühne und wirkten doch recht frisch, wenn man ihr bisheriges Abendprogramm mal bedachte. Ein weiteres mal sorgten sie für fast 2h für Stimmung, die mich doch, wie so manches Mal davor und danach, mitriss. Eine einfach geile Ska-Party. Nicht mehr und nicht weniger. Am Ende die Einladung zum Weiterfeiern nebenan in Kreuzberg.

BerlinKarnevalderKulturen
BerlinKarnevalderKulturen

Was soll ich sagen, es war ein gelungener und unvergessener Abend. Obs nur daran lag, dass es kostenlos war? Ich sage mal ehrlich auch, denn sowas hab ich bislang nie wieder erlebt…

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Leipzig vs. Berlin (Teil 1?)

Es ist freitag abend. Eine party steht an. Ich befinde mich in der leipziger suedvorstadt. Es soll sich dabei um die belebte studentengegend halten und ich kann nicht sagen, dass man das nicht merken wuerde. Die straßen sind gut belebt und dass, obwohl es erst ca. 21 uhr ist.
Wie ueblich steht vor dem besuch einer party der besuch eines spaetverkaufs auf dem programm. Ausgeruestet mit etwas gutem sternbrug export geht es dann zum warmtrinken. Der halbe liter kostet hier uebrigens rund 70 cent…stolzer preis aber die alternativen sind begrenzt…
Das bier vom ersten spaeti ist alle. Der besuch der zielveranstaltung wird voran getrieben. Es ist jetzt rund 22.30 uhr. Auf dem weg noch schnell beim spaeti nacktanken, denk ich mir noch so, denn man kann je schliesslich nicht erwarten, dass einem auf einer privat party unendlich fluessiges zur verfuegung gestellt wird. Doch dann der schock, der spaeti hat zu…es ist nichtmal 23 uhr…ok als notgedrungen ohne eigenes bier zur party.
Dort bekomme ich irgendwann erklaert, dass es einen spaeti geben soll, der sogar bis 1 uhr auf hat…aeh was? Einzige lsg. Danach waere ein biernotdienst, der einem immerhin nen kasten fuer 15 eur vor die tuer faehrt…wird ich bestimmt mal drauf zurueckkommen 😉
Zu meiner ueberraschung gibt es aber schier endlos bier vom veranstalter fuer lau! Auch nicht verkehrt.
Nach einigen stunden versuchen einen raum mit tanzbarer musik zu finden geb ich und meine attraktive begleitung auf und wir verfluechtigen uns mit guten gefuehl nach haus zum babysitter, der zufrieden schlaeft, denn unser sohn hatte sich offensichtlich fuer einen ruhigen abend entschieden 😉
Was bleibt? Leipzig vs. Berlin…bislang untentschieden, denn wer brauch nen spaeti, wenn es genug bier fuer umme gibt?

Tiefenrausch – Und Tschüss!

Ob die wiederkommen? Ist wohl ungewiss aber wohl nicht undenkbar. Es gab sie sicherlich so lange, dass man sagen könnte es war lange genug aber es wäre nicht die erste Band, die warum auch immer nach einiger Zeit feststellt, dass sie vielleicht doch der Musik verschrieben ist bzw. in ihr ihr einziges Glück finden. Warten wirs also ab.

Das meines Erachtens erste und letzte Abschiedskonzert (es soll böse Zungen geben, die behaupten Tiefenrausch hätte schon so manches Abschiedkonzert gegeben, ich kann mich jedoch nich an solche Äußerungen der Band erinnern) war am 12.12.2008 und ich als alter Fan konnte es mir nicht nehmen lassen diesem beizuwohnen.

Tiefenrausch…was ist das eigentlich? Eine Ska-Band aus Berlin. Eine, die durchaus mit dafür gesorgt hat, dass Ska ein wenig zu dem wurde, was es in der Hauptstadt ist/war. Unvergessen bleibt wohl die Aktion zum Füllen der Columbiahalle „nur“ durch Tiefenrausch. Eine mutige Aktion, welche in der Szene durchaus für Aufsehen sorgte.

Tiefenrausch - Abschlusskonzert - Eintrittskarte
Tiefenrausch - Abschlusskonzert - Eintrittskarte

Die Band bestand aus den unterschiedlichsten Mitgliedern, welche durchaus öfters wechselten, was man ebenfalls in der Besetzung der Band auf ihrer Homepage sehen kann. Ein harter Kern ist zwar durchaus stets vorhanden gewesen, welcher auch dafür sorgte, dass ich auf den zahlreichen Konzerten von Tiefenrausch die Band stets wiedererkennen konnte. Nicht nur musikalisch, sondern eben auch optisch. Nicht aus meinem Kopf zu bekommen auch die Begegnung mit Front-Mann Ludwig auf dem letzten Mutabor-Konzert (welche jetzt ja wieder da sind…). Ein Mensch wie ich & du, mehr war nicht nötig, wäre übertrieben gewesen und erwartete man auch nicht.

Zwei der drei CDs der Band stehen in meinem CD-Regal. Beide sind echt Ausschnitte aus meinem Leben mit der Band, wenn ich das mal so nennen darf. Also die Zeit, in der man ständig auf Konzerten von denen war und die Musik anlaß gab wenigstens einmal pro Wochenende das Haus zu verlassen und intensivst das Tanzbein zu schwingen. Die wohl bekanntesten Lieder, welche auch einem Neuling eine Einblick in die Musik der Truppe geben können sind wohl, ohne auf Qulität oder persönliche Präferierung zu achten:

  • Ska-Vampir
  • Du & ich
  • Hafenkneipe
  • Roboterrevolution
  • Döner
  • Der Traum ist aus
  • Kein Platz für Liebe

Dazu könnte man sicher noch einige andere Reihen aber das sind doch so ziemlich die Highlights. Alle vom ersten & zweiten Album. Das dritte Album blieb mir irgendwie verschlossen und konnte auch auf den Konzerten mich nie richtig überzeugen. Die erwähnten Titel haben irgendwie was, wie so manch andere. Textlich nicht nur Schall & Rauch und musikalisch zum mitmachen. Was will man mehr? Irgendwann Abwechslung. Und das ist wohl auch der Grund, warum Tiefenrausch grad Geschichte ist. Die Band kam nicht vorwärts oder in eine Richtung, die keiner mit Ihnen gehen wollte.

Egal warum sie aufgehört haben, Tiefenrausch waren mir ein Begleiter, den ich in sehr guter Erinnerung behalte. Klasse Konzerte (unvergessen auch das kostenlose Doppelkonzert im SO36), schöne Songs und ein gutes Publikum, was leider immer jünger wurde 😉

Danke für die CDs, die mir noch eine Weile hoffe ich immer mal wieder Freude machen. Danke für ein absolut gelungenes letztes (?) Konzert. Auf wiedersehn Tiefenrausch?! Es war mir eine Freude.

Knorkator – Es war einmal

Knorkator…sollte jedem ein Begriff sein. Spätestens seit dem fast schon legendären Auftritt beim Eurovision Song Contest.

Es handelt sich dabei um eine deutsche (berliner) Rockgruppierung, welche nun endgültig (?) am 06.12.2008 in der Berliner Columbiahalle quasi das Licht ausmachte.

Knorkator Eintrittskarte

Ich selbst konnte mir mein einziges Live-Bild am 05.12.2008 machen. Also beim vorletzten Konzert der Alt-Herren-Combo. Eines gleich vorweg: Die fast 26,00€ für das Konzert haben sich absolut gelohnt und mit Knorkator verläßt mal wieder eine Band das “Parkett”, welche es definitiv weniger nötig hatte als so manches Übel, was sich immernoch dort zu Hause fühlt.

Vor dem Konzert hatte ich mir zwar fest vorgenommen mir nochmal ein paar Lieder der Band anzuhören aber da machte mir die unbegrenzte Freizeit mal wieder einen Strich durch die Rechnung. So konnte ich nur auf mein sehr begrenztes Repertoire an Liedern zurückgreifen, was aber dem Spaß keinen Abriß tat.

Knorkator "Geld"

Konzert-Highlights? Das Konzert war ein einziges Highlight. Absolut gelungen von hinten bis vorne eine runde Sache. Ein Abschiedskonzert, wie es sein muss. Spaß für Publikum & Band, daß ganze über 2,5 Stunden lang und neben Musik einige Einlagen, welche den Abend schon noch eine Weile im Gedächtnis halten, wenn nicht sogar unvergesslich machen.

Nicht desto trotz ein wenig Details zum Abend. Es fing ohne Vorband an. Damit einem beim Warten bis zum Hauptakt also nicht langweilig wurde, wurde in der ausverkauften Halle offensichtlich eine DVD gezeigt, welche von Knorkator erzeugt wurde. Parallel dazu konnte mach sich vor einer weißen Wand ablichten lassen (z.B. mit seinem Band-T-Shirt oder ähnlichem). Wozu genau letzteres war, konnte ich nicht erraten, außer vl. zur Erstellung einer vermeintlich außergewöhnlichen Erinnerung.

041208 Vorletztes Knorkator Konzert in der Columbiahalle

Dann ging es recht pünktlich auch schon los. Das Stück “Der Musikant” (zumindest heißt das so in meiner Erinnerung, in Wirklichkeit wohl anders…) bildete den Auftakt. Vorgetragen von den zwei Sängern der Band, sitzend auf Stühlen vor einem weißen Vorhang, welcher vorher die Bildwand der DVD bereitstellte. Auffälliges erscheinen war dann noch ihr Kostüm. Beide waren “bekleidet” mit einem Federding, welches sie wie Kissen/weiße Kücken oder sonst was aussehen ließ. Auf jeden Fall ein Hingucker und ein gelungener Auftakt. Was übrigens für den Rest der Band und den gesamten Auftritt gilt, daß mit dem Hingucker.

Weiter ging es dann mit viel Rock. Dazwischen dann Aktionen, wie der Aufbau eines menschlichen Floßes, von welchem eben solche dann in die umstehende Menge springen sollten. Optisch sehr gut, sportlich bzw. ausgeführte Qualität eher mittelmäßig (siehe Fotos).

Eine definitive Nennenswerte Aktion war dann noch die Menschenschleuder, von der das folgende Video ausgiebig berichtet:

Während der vorgetragenen Stücke wurde am rechten Bühnenrand das ein oder andere Musikinstrument fachgerecht zerlegt. Auch dieses Phänomen, welches typisch für Auftritte der Band sein soll, läßt sich mit einem Video belegen:

So mehr das Konzert dem Ende zuging. Desto aufwändiger wurde auf der Bühne musiziert und gefeiert. Pyroeffekte, Geldregen (siehe Bild oben) und zu guter Letzt ein perfektes Abschlußlied (Video unten) beendeten den Abend. All dies wurde stets gut beleuchtet dargeboten.

Was bleibt? Ein Ärger, daß ich nicht schon längst mal auf einem Knorkator-Konzert war. Trauer, daß ich sie wohl nie wieder sehen werde. Eine Spitzenerinnerung an den Abend, den ich vor allem der Band verdanke!

Ach so, getanzt wurde auch: