War Against People

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann bekam ich das Buch letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Vielleicht war es auch zum Geburtstag des vergangenen Jahres, doch das soll hier nicht die Rolle spielen. Durchgelesen habe ich es bereits vor ca. 6 Monaten, doch wie die Zeit es wollte, schaffe ich leider erst jetzt mal darüber zu bloggen.

Noam ChomskyDer Autor des Buches ist Noam Chomsky und vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Mir war er vorher nur aus Büchern anderer Autoren bekannt und so kam es auch, dass ich mal ein Buch von ihm selbst lesen wollte. Laut seinem deutschen Wikipedia Eintrag bzw. dem dort “zitierten” Arts and Humanities Citation Index (Ein Blick darein lohnt sich in jedem Fall, denkt man doch eher nicht, wer da in den Top 10 ist.) war er zwischen 1980 und 1992 die meist zitierte lebende Person der Welt! Ich fand ein Grund mehr, mal ein Werk von ihm zu lesen.

Das Buch “War Against People” trägt übrigens im deutschen den Untertitel “Menschenrechte und Schurkenstaaten”. Das zeigt dem kundigen Leser schon ein wenig die Richtung, in die das Buch geht. Der, der politischen Linken zugeordnete, Autor schreibt in dem Buch, welches im September 2001 auf den Markt kam also schon vorher fertig war, über die wohl eigentlich größten Schurkenstaaten (in dem Fall natürlich die USA) und ihren Umgang mit den Menschenrechten.

Das Buch unterteilt sich im inhaltlichen (textlichen) Teil in sieben Abschnitte. Beginnen tut es mit der Frage, wer denn eigentlich die Schurkenstaaten sind. Interessant finde ich die Tatsache, dass der Begriff hier verwendet wird, obwohl das Buch erst nach dem 11.09.2001 erschienen ist. Ob es sich dabei um eine nachträgliche Übersetzungsidee handelt weiß ich allerdings nicht.

In diesem ersten Teil wird zunächst also der Frage nachgegangen, wer vielleicht und warum ein Schurkenstaat ist. Diese Überlegung wird im zweiten Teil sachlich versucht zu untermauern. Dabei wird vor allem der Begriff selbst aus Sicht der USA definiert und ihrem eigenen Verhalten gegenübergestellt.

Bei sämtlichen Verhalten nimmt N. Chomsky Konflikte der letzten 50 Jahre (ausgehend von 2001) unter die Lupe. Somit ist von größeren bzw. bekannteren Dingen, wie dem ersten Irak-Krieg oder dem Vietnam-Krieg die Rede. Ebenso kommen aber auch, zumindest mir, fast unbekannte Themen zum sprechen, wie der Indonesien-Konflikt, welcher immerhin indirekt bis fast 1999 andauerte.

Er setzt dabei das Verhalten der USA bzw. ihrer Verbündeten in diesen Konflikten ins Verhältnis zu den Aussagen ihrer Sprecher und z.B. der UN-Charta oder anderen international offiziell gültigen Dokumenten/Einigungen oder ähnlichem. Schon krass, wenn man dabei so manche offizielle Äußerung der V. Staaten lesen muss/kann. Da ist schon irgendwie sowas wie eine Generalentschuldigung wie vom Vatikan nötig, damit vergangene Verbrechen erkannt und so wenigstens ein Stück verbüßt werden.

Bei seinen Vergleichen/Äußerungen verwendet Noam Chomsky fast ständig direkt Zitate von Politikern/Machthabern, was besonders beeindruckend/angsteinflößend wirkt. Ebenfalls gut gefallen haben mir die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels, die alles oftmals nochmal auf einen Nenner bringen, was vorher mit Aussagen und Fakten untermauert wurde.

Das dritte Kapitel widmet sich dann dem Verhältnis zwischen Kuba und den USA. N. Chomsky beginnt das Kapitel mit folgenden beiden Sätzen:

Kuba und die Vereinigten Staaten haben, was die internationalen Beziehungen angeht, einen ganz eigenartigen – faktisch sogar einzigartigen – Status. Es gibt keinen vergleichbaren Fall, in dem eine Macht gegen eine andere – hier die größte Supermacht gegen ein kleines Drittweltland – in so unnachgiebiger Weise vierzig Jahre lang mit Terror und ökonomischer Kriegsführung vorgegangen wäre.

Schon eine verlockende Eröffnung fand ich und auch der Inhalt des Kapitels ließ mich so manches Detail dieser ungleichen “Freunde” neu erfahren bzw. Hintergründe begreifen.

Dem kurzen dritten Abschnitt folgt dann das vierte Kapitel mit dem Titel “Jubeljahr 2000”. Darin geht es um den für dieses Jahr geplanten Schuldenerlass an die Länder der sogenannten dritten Welt. Durchaus gut und aus einer interessanten Perspektive beleuchtet Noam Chomsky die Ursachen der Verschuldung und die Resultate des “Erlasses” der Selbigen.

Daran anschließen tut sich ein Buchabschnitt, welcher sich mit dem Weg zur vollständigen und echten Wiederherstellung der Menschenrechte, befaßt. Hier wird auf die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Änderungen eingegangen, welche erforderlich sind, damit eine neue Ordnung, gemäß dem Autor, hergestellt  werden kann. Diese neue (sozialere) menschliche Ordnung ist schwer zu erreichen, jedoch sagt N. Chomsky auch:

Wir müssen die allgegenwärtigen Leiden und Ungerechtigkeiten ebensowenig hinnehmen wie die Aussicht auf gewaltige Katastrophen, die eintreten werden, wenn die Menschheit aus dem Weg, den sie eingeschlagen hat, verbleibt.

Dieser neuen Ordnung steht vor allem eines im Wege und das ist der kriegerische Charakter des Menschen, welchen der Autor im nun folgenden Abschnitt “Die Erblast des Krieges” eindrucksvoll beleuchtet. Dabei geht er zurück zu den Wurzeln kriegerischer Auseinandersetzungen. Ins echte, alte Europa der Kreuzzüge und Eroberungskriege. Das Kapitel ist menschlich und geschichtlich wohl mit das Interessanteste. Ich würde sogar soweit gehen, dass ohne die darin erwähnten Grundlagen des menschlichen Handelns eine neue, wie auch immer geartete, menschlichere Weltordnung nicht existieren kann.

Das sich nun anschließende letzte Kapitel beleuchtet das Problem der staatlichen Souveränität. Damit einher geht also das Verhältnis der Staaten untereinander. Welche Rolle, welchem Staat zukommt und warum. Dazu möchte ich noch ein letztes mal aus dem Buch direkt zitieren. Die letzten Worte Noam Chomskys im Buch sind nämlich:

Es vermag nicht zu überraschen, dass die Zerschlagung der nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Wirtschaftsordnung von einem entschiedenen Angriff auf die Demokratie – Freiheit, Souveränität, Menschenrechte – begleitet wurde. Der Schlachthof dieses Angriffs lautete und lautet: Es gibt keine Alternative. Das klingt wie eine Parodie auf den Vulgärmarxismus. Der Schlachtruf ist natürlich reiner Selbstbetrug. Die sozioökonomische Ordnung, die jetzt von oben verfügt wird, ist das Ergebnis der Entscheidungen von Menschen, die in von Menschen geschaffenen Institution wirken. Die Entscheidungen können widerrufen, die Institution verändert werden. Sollte es sich als notwendig erweisen, kann sie zerschlagen und ersetzt werden. Das haben aufrechte und mutige Menschen im Lauf der Geschichte immer wieder vollbracht.

Das ist nun klar als Aufruf zu verstehen. Widersage dem “Bösen”! Schluss mit dem “das haben wir schon immer so gemacht”! Ich denke hier muss vor allem die Geschichte den Menschen (einschließlich dem Autor) recht oder unrecht zusprechen.

Ich glaube fest daran und versuche ganz nebenbei auch so zu handeln, dass die Menschen sich nicht alles gefallen lassen werden und eine neue Weltidee/-ordnung näher ist, als viele es wahrhaben wollen. Wie diese aussehen wird und was bis dahin passieren muss/wird, dass male ich mir lieber nicht aus, selbst, wenn ich es könnte. Vielmehr schaue ich frohen Mutes in die Zukunft und freue mich auf eine bessere, menschlichere, sozialere Welt, in der vielleicht schon ich aber zumindest hoffentlich doch meine Kinder und Kindeskinder leben werden!

Was man dazu brauch? Ein wenig Mut, Menschlichkeit, Tatendrang und Gottvertrauen. Auf geht’s Zukunft, ich lache dir ins Gesicht!

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass Buch lohnt sich. Mit ein wenig Abstand gelesen und für sich persönlich ausgewertet, beinhaltet es viele brauchbare Informationen, welche einem bei der Meinungsbildung über die Welt(-politik) helfen können.

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Modersohn-Zirkus 2008

Was ist das denn nun schon wieder? Ich gebe zu, dass diese Projekt wohl den meisten unbekannt ist und auch schwer zu erraten ist, um was es sich dabei handelt.

Der Berliner Insider kennt vielleicht gerade noch die Modersohn-Brücke im Bezirk Friedrichshain, welche dem Zirkus ein wenig Namenspatron ist. Vielmehr ist aber der Name der Modersohn-Grundschule, welche ebenfalls in der Nähe der Brücke ist, Namensgeber des Projektes.

Eintrittskarte in den Modersohn-Zirkus

Nun läßt sich wohl so langsam erahnen, worum es geht. Die Modersohn-Grundschule beschloß, gemäß Protokoll, im Frühjahr 2007 ein Schulprojekt zu starten, welches sich mit einem Zirkus befassen sollte. Durch diverse Zwischenstationen, vielfältigste Unterstützer und wohl vor allem durch die Mitarbeit vieler Eltern, gelang es bis zum Mai 2008 das Projekt auf die Beine zu stellen.

Konkret hieß das dann im Mai 2008, dass es zu Zirkusvorstellungen durch die Kinder der Modersohn-Grundschule kam. Eingeteilt in zwei Gruppen und einer extra Elterngruppe kamen so kleine Zirkusvorstellungen vor ein breites Publikum. Jung und alt ließen sich vor allem durch die Jüngsten unterhalten.

Es war eine pralle Hitze im Zirkuszelt, die aber die Stimmung weder bei Publikum noch bei den Artisten verderben konnte. Durch Stärkung von Eis & Kuchen am Imbiss und mit Hilfe von musikalischer Einstimmung durch die Elternband war man bestens auf das Zirkusprogramm vorbereitet und wurde lediglich durch die angeordnete Pause zu einem wohltuenden Break animiert.

Dargeboten wurde dann die Show mit dem Titel “Detektive & Tortellini”. Dabei kam eigentlich alles zum Einsatz, was man von einem Zirkus erwartet, bis auf die fehlenden Tiere vielleicht. Aber jede Altersgruppe der Schule und ich denke auch jeder Schüler hatte seinen Platz im Zirkus und lebte ihn. Davon kann man sich nicht zuletzt auf den Fotos überzeugen.

Was hab ich da gemacht? Mein ältester Neffe war auch da (siehe obenstehendes Foto)!

Was bleibt? Mir am Ende ein schöne Erinnerung und ich hoffe den Veranstaltern, den Organisatoren und vor allen den Kindern auch. Eine Wahnsinnsleistung aller Beteiligten. Soweit ich mich erinnern kann nicht immer mit der größten Unterstützung von Senat und anderen Offiziellen. Unendlich viel ehrenamtlicher Arbeit.

Kann man hoffen, dass bei vergleichbaren Projekten in der Zukunft die Ängste (?) der Offiziellen weniger sind und solche Dinge gleich mehr Unterstützung erfahren können, denn letztlich ist das wohl eine der so oft gewünschten Projekte, wo Eltern mit ihren Kindern gemeinsam aufbauen und erleben können.

Ich wünsche mir mit meinen Kindern ähnliches “durchmachen” zu dürfen!

Fahrradsternfahrt – Berlin – 2008

Wie jetzt Sternfahrt im Winter? Nein, keine Angst ich habe nur jetzt erst mal Zeit gefunden/genommen, um darüber zu berichten.

Fahrradsternfahrt? Darunter versteht man/der Berliner eine Fahrt mit dem Fahrrad, welche Sternförmig aus allen Richtungen ins Zentrum der Stadt verläuft. Das heißt nicht eine Gruppe von Radfahrern fährt sternförmig umher, sondern viele Gruppen von Radfahrern treffen sich nach mehr oder minder gerader Fahrt in der Stadtmitte, wobei sie mit ihrer gemeinsamen Route sowas wie einen Stern nachbilden. Wie sowas dann fertig aussehen kann sieht man z.B. auf dem Routenplan zur Sternfahrt 2008.

Wie man dem Routenplan entnehmen kann, handelt es sich bei der einmal jährlich stattfindenden Tour nicht um einen reinen Freizeitspaß. Zumindest die Organisatoren verfolgen noch ein höheres Ziel. Nicht zuletzt der Termin der Sternfahrt ist etwas besonderes. Er findet am autofreien Sonntag in Berlin statt. In Zeiten von Umweltschutz und Klimakillern konnten so bei der letzten Sternfahrt offiziell rund 250.000 Radfahrer als Teilnehmer verzeichnet werden.

Ich selbst war etwa zum 5. Mal dabei und kann das Event jedem mal empfehlen. Es ist einfach ein tolles Gefühl mit tausenden anderen Radfahrern auf den schön ausgebauten Straßen frei umherzufahren, wo sonst Blechlawinen einen daran hindern. Mein persönliches Highlight der Strausberger Route ist jedesmal die Fahrt über die Stadtautobahn und die damit verbundene Tunneldurchfahrt.

Organisiert wird die Fahrt übrigens vom ADFC bzw. seiner Berliner Ortsgruppe. Diese stellt auf ihrer Seite auf Fotos u.a. von der letzten Sternfahrt zur Verfügung.

Falls jmd. Lust hat mal selbst mitzufahren, dem sei empfohlen sich einen Routenstartpunkt für sich zu wählen. Irgendwo dazu stoßen geht zwar auch, macht aber längst nicht soviel Spaß und schafft auch nicht soviel Atmosphäre als wenn man sieht, wie es Stück für Stück mehr Radfahrer werden. So beginnt man meist mit ca. 25-50 Radfahrern am Rande von Berlin im Morgengrauen und wächst bis ins Zentrum zu einer völlig unüberschaubaren (massiven) Masse heran.

Mit dabei sind immer die ausgefallensten Radkonstruktionen und Techniken rund ums Rad incl. ihrer Fahrer, die oftmals ebenso sehenswert sind.

Fahrradsternfahrthinfahrkarte

Damit man z.B. die Strausberger Route von Beginn an mitfahren kann, mußte man am 1. Juni diesen Jahres um 8.30 Uhr am S Bahnhof Strausberg sein. Da Radfahren noch genug kommen sollte am Tag entschied ich mich mit vielen anderen die Hinfahrt mit der S-Bahn zu unternehmen. So hieß es bereits um kurz nach halb acht früh mit Rad und leichtem Gepäck für den Tag in die Bahn zu steigen.

Am S Bahnhof Strausberg angekommen geht es dann nach dem sammeln in gemütlichem (manchmal fast zu gemütlichem) Tempo (max. 20 km/h im Durchschnitt, eher 3-5 km/h weniger) Richtung Berliner Stadtrand. Bereits an der zweiten Station am S Bahnhof Mahlsdorf um rund 10.45 Uhr waren wir dann rund 200 Leute. Und so ging es dann mit stetig zunehmender Teilnehmerzahl in leider stets langsameren Tempo incl. Pausen in die Stadtmitte, also zum Großen Stern in Berlin.

Berlin Skyline - Sicht von der Siegessäule

Dort angekommen ist dann seit ein paar Jahren schon ein Umweltfest organisiert, was die lange Fahrt zusätzlich entschädigt. Dort kann man dann bei Eis/Kaffee/Kuchen oder was auch immer sich erholen und über verschiedenste Umweltverbände/-vereine informieren. Damit klingt dann der organisatorische Teil der Sternfahrt aus und man fährt alleine bzw. mit seinen persönlichen Mitfahrern wieder gen Heimat. Auch dies empfehle ich per Rad zu tun, denn die Stadt ist voller Radfahrer und nicht selten kommt es vor, dass sich so eine zusammenfahrende Gruppe für den Heimweg findet und man schnell mal eine Spur der Straßen für sich beanspruchen kann/muss.

So hat man am Ende zwar rund 60-80 km im Sattel verbracht, die merkt man aber meist erst beim Absteigen und der Tag hat sich allemal gelohnt.

Die Termine für die nächsten Sternfahrten findet man übrigens ebenfalls im Netz auf den Seiten des ADFC. Ich würde vorschlagen, wir sehn uns am 07. Juni 2009 am S Bahnhof Strausberg. Die Uhrzeit bitte dem dann verfügbaren Routenplan entnehmen 😉

We feed the World

Der Film geht und ging um die Welt. Er behandelt ein Thema, welches vielen scheinbar uninteressant scheint und schon gar keinen Kinofilm wert sein kann. Wer das denkt irrt und sollte vl. auch seine Priorität beim Essen mal überdenken. Die Wirkung von Ernährung in all ihren Facetten ist denke ich weitestgehends unklar. Fakt ist wohl, dass über die Nahrung mehr als nur Nährstoffe aufgenommen werden, denn eine „ausgewogene“ Ernährung mit Vitamintabletten tut auf Dauer niemandem gut.

„Ein Kind das aus Hunger stirbt heute, wird ermordet.“ Krasses Zitat aus dem Film von einer nicht geringen Person, welche sich denke ich auskennt und der Wahrheit und Wirkung seiner Worte bewußt ist. Das Zitat selbst ist mir, dass gebe ich zu, so nicht in Erinnerung geblieben, jedoch kommt es auch im Trailer zum Film vor.

Der Unter-/Nebentitel des FIlms lautet „Essen global“ und erklärt damit ein Stück weit, worum es im FIlm geht. Er zeigt die globale Ernährungsmaschinerie, welche aufgebaut wurde, damit wir in Europa/Amerika leben, so wie wir es für nötig/richtig halten.

Es geht über Hühnerzucht, Wassermärkte, Gemüseanbau sowie „outgesourcede“ Landwirtschaft in Osteuropa. Das sind natürlich nur ein paar Themenbeispiele aus dem Film.

Die Thematiken werden stets ruhig und gelassen bebildert. Dazu spricht eine Stimme aus dem Off Fakten oder läßt in Interviews einfach Menschen Fakten/Meinungen erzählen. Es wird nichts direkt kommentiert. Oftmals werden auch einfach stumm die Bilder gezeigt. Die Bilder verfehlen ihre Wirkung in keinster Weise. Dazu die bedrückenden Fakten ließen zumindest mich einmal mehr an meiner Meinung über Globalisierung und Ernährung festhalten.

Der Film stammt übrigens aus Österreich, wurde bereits 2006 abgedreht und erschien in vielfältigen Sprachen. Die ca. 105 Minuten des Films vergehen nicht rasend, sind jedoch auch nicht langweilig. Ich musste mich mehrmals dabei erwischen, wie man fast schon zähneknirschend im Sitz versinken möchte.

Alle wichtigen Entscheidungsträger wissen von den Schweinereien, welche weltweit auf unsere Kosten geschehen und niemand von denen tut was dagegen. Der Lobbyismus arbeitet hochgradig effektiv. Gerade in Europa ist dies zwar längst kein Geheimnis mehr, jedoch damit doppelt schlimm, da alle davon wissen und niemand etwas ändert. Ein Europa für die Menschen? Leider nur ein Traum. Zumindest bisher und in absehbarer Zeit wird es wohl auch so bleiben.

Der Film klagt übrigens niemanden direkt an. Er dokumentiert einfach Situationen. Das macht ihn authentisch und erwirkt somit, dass was er wohl auch erwirken soll.

Wem die Nahrung bisher nie zu billig sein konnte, wer sich wundert, warum alle seine Kinder seltsame Allergien haben, wer ständig krank ist, wer nur dem Preis hinterherjagt, ob bei Nahrung oder Kleidung, dem sei dieser Film mal wieder von Herzen geraten. In Ruhe anschaun und auf sich wirken lassen. Niemand verlangt danach übrigens die totale Veränderung. Ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein reicht, denn wie schon ein nicht ganz so toller deutscher Musiker mal sinnngemäß sang/meinte: „Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch wenn die stundenlang Wasser auf die Stirn tropf, wirst du sehn, es kann die Hölle sein.“

Qualität wird GsD in letzter Zeit immer mehr in den Köpfen der Menschen verankert. Leider merkt das auch die Werbeindustrie. Wir haben uns 50 Jahren von ihr blenden lassen und das Resultat zeigt der Film. Wie wäre es, wenn wir einfach konsequenter wegzappen, wenn der Fernseher schon laufen muss? Wer wenig Fernsehn guckt, sollte vl. überlegen, ob er nicht ganz weg kann? Ganz ehrlich, ich habe nun seit knapp nen Jahr keinen mehr und ich vermisse absolut nichts! Man verpasst nichts. Null.

In diesem Sinne mein Appell: Zeigt der Werbung den Stinkefinger! Informiert euch selbst über Qualität euer Waren und holt diese Infos nicht vom Hersteller. Der Verbraucher hat macht, nutzen wir sie! Gutes muss und ist nicht unbedingt teuer und wer braucht schon täglich 23 verschiede Brotbelagsorten im Kühlschrank? Qualität statt Quantität! Wer immer noch nur ans Geld denkt: Tu es für deine Gesundheit, für dein Leben, deine Lebensqualität! Und auch wenns am Anfang seltsam klingt, es macht sogar Spass, eine eigene Meinung/Ernährung/Kleidung/Entscheidung zu haben/treffen. Der Aufwand lohnt sich!

Deutschland, ein trauriges Märchen…

…das jedenfalls denk ich manchmal, wenn ich mir so Entscheidungen aus der Tagespolitik anschauen/anhören „muss“.

Da haben es doch unsere „Volksvertreter“ mal wieder geschafft eine Entscheidung zum Wohle des Volkes zu treffen, welche nebenbei auch ganz sicher das Interesse der Massen trifft. *HUST*

Die Rede ist vom Beschluss, wie denn in Zukunft die Autos zu besteuern sind. Da reden fast alle schon seit nunmehr Jahren vom Klimaschutz und sobald es mal konkret wird drücken sich aber alle. Ich find das ist eine Riesenschweinerei und alles, was durch solches Geschwafel erreicht wird, ist die so oft genannte politische Verdrossenheit.

Wer geht denn wählen, wenn er doch nur auf Luftblasen setzen kann? Wozu der Aufwand? Warum dann nicht extreme Parteien wählen, die wenigstens aber versuchen für ihre Ankündigungen nach allen Kräften einzustehen?

Ich finde grad so offensichtliche Dinge, wie diese Kfz-Besteuerung sollten Politiker nicht nutzen, um for Lobbyisten einzuknicken. Das Volk provitiert einfach nicht von einer besseren Besteuerung für den Q7. Das Volk kann sich so ein Auto einfach nicht leisten (GsD!). Das Volk würde von einer billigeren Kfz-Steuer beim A3 vl. noch ein wenig was haben, denn den kann sich die Mittelschicht leisten.

Ein zu wohl 99,9% von Firmen „genutztes“ Fahrzeug, wie der Q7, Cayenne etc. ist schlichtweg sinnlos mit Steuervorteilen zu überhäufen. Die Autos zahlen wir eh quasi schon durch die Dienstwagensteuererleichterungen mit.

Ein klares Ampelsystem, was anzeigt, welches Auto wieviel CO2 u. ä. ausstößt wäre einfach zu verstehen und hätte sicher schnelle Wirkung. Wohl leider aber eine, welche verträumte Autohersteller, welche leider viel zu oft aus Deutschland kommen, nicht wahr haben wollen/können.

Schade Deutschland. Schande über deutsche Politik.

Ich werde mein Kreuz bei der nächsten Wahl wohl noch machen, kann aber immer mehr Leute verstehen, die dies sein lassen oder ins Extreme „abdriften“.

In diesem Sinne, ganz dem Motto der APPD/Pogo-Partei: Meine Stimme in den Müll!

Passt irgendwie zum Thema…

…, wenn man davon ausgeht, dass in diesen Tagen sich wohl relativ viel um die Wahl in den USA gedreht hat. Ich selbst habe zwar dann erste heute morgen feststellen müssen, dass die „Nacht der Nächte“ ja grad vorbeigegangen ist aber gut. Es soll halt Leute geben, die noch besseres zu tun haben, als Nachts aufzubleiben, damit sie sich „Live“-Wahlergebnisse vom anderen Stern Kontinent ansehen können.

Ich konnte jedoch heute morgen durch Querverlinkungen auf diesen Eintrag gelangen und muss sagen, dass er doch erstaunlich viel wahres in sich hat. Zwar kann man das alles schon in Büchern lesen, welche vor Jahren gedruckt worden sind, doch diese persönliche Einschätzung des Ganzen verleiht der Sache einen erstaunlich frischen Anstrich. Einfach ehrlich und erschreckend dadurch.

Die Zukunft aka heutige Gegenwart hätte anders aussehen können. Vielleicht sogar ein wenig so, wie sie die alten Griechen schon als erstrebenswert erachtet haben. Voller Muße, Ruhe und Streben nach Höherem Wissen oder ähnlichem. Stattdessen bekämpft man sich gegenseitig, damit eine Wirtschaft am laufen bleibt, welche schon seit ihrer Geburt von Experten als krank bezeichnet wird und dem Untergang über kurz oder lang bevorsteht.

Krieg als Wirtschaftsfaktor und damit als Grund, damit das System funktioniert…läßt manchen hoffentlich ein wenig neu auf so manchen Konflikt der letzten 50 Jahren schauen oder zumindest eine alte Meinung mal überdenken.

Hoffen wir es und schauen frohen Mutes auf das, was da kommen mag. In den USA, Europa und der Welt!