Ray Charles – Soundtrack

Nachdem ich den Film Ray gesehen hatte, habe ich mir mehr oder minder direkt danach den Soundtrack dazu gekauft. Über diesen und den Film an dieser Stelle ein bißchen Senf von meiner Seite.

Der Film ist eine Biographie über den blinden Musiker Ray Charles, welche in seinem Todesjahr erschien. Der Musiker dürfte jedem Menschen bekannt sein, der sich schon einmal mindestens für die Musik eines gesehenen Filmes interessiert hat, denn seine Musik wird in unzähligen FIlmen verwendet. Darüber hinaus spielen auch Radiosender abseits des Mainstream des öfteren seine Stücke.

English: Ray Charles' star on the Hollywood Wa...
English: Ray Charles‘ star on the Hollywood Walk of Fame at 6777 Hollywood Blvd. (Photo credit: Wikipedia)

Musikalisch ist er laut Wikipedia im Bereich von Rhythm and Blues, Blues, Country und Soul anzusiedeln.

Der Film ist m. E. eine gelungene Möglichkeit sich mit dem Musiker „vertraut“ zu machen. Nicht zuletzt die Oscar-Nominierung spricht dafür. Mehr ist zum Film eigentlich kaum zu sagen. Er ist gut, musikalisch und eben biographisch.

Der Soundtrack spiegelt, denke ich, sowas wie die kommerziell erfoglreichsten Hits von Ray Charles wieder. Man kennt eigentlich jeden Song und es macht einfach gute Laune diese zu hören. Musik für jedermann, könnte man denken, auch wenn es dies sicherlich nicht ist.

Genau das richtige für einen Sonntagmorgen, -nachmittag oder -abend. Ruhig, entspannend, gelassen und fröhlich zugleich…

Gut, genug „geredet“. Wer ihn kennt, dem brauch ich nix zu erzählen, wer nicht, der sollte schleunigst mal was von ihm anhören und sich ein Urteil bilden!

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Heroes

Was macht man am Samstagmittag, wenn man noch keinen Bock auf kochen hat und eh alleine in der Wohnung rumhockt? Richtig, über ne längst gesehene Fernsehserie mal was schreiben, für Leute die grad was zum angucken suchen…

Wie dem auch sei, vor nun schon einigen Vollmonden habe ich in steter Zweisamkeit mir alle Folgen der US-Serie Heroes angesehn.

Worum gehts? Menschen in div. Alterstufen merk(t)en irgendwann, dass sie über Spezialfähigkeiten verfügen, die sie doch ausserordentlich von ihren Mitmenschen unterscheiden. So können welche fliegen, sind unverwundbar, können Gedanken lesen, …

Vermuten tut dies schon länger ein indischer Forscher. Wissen tut dies schon lange eine US-Firma, welche im geheimen Versuche mit den Menschen macht oder sie zumindest beobachtet und versucht zu kontrollieren.

Dazwischen gibt es auch gefährliche „Helden“, welche sich die Fähigkeiten von anderen aneignen können, indem sie sie „vertilgen“.

Das ist der Stoff der Serie und man verfolgt also das Schicksal der „Helden“ und ihre

Heroes (TV series)
Heroes (TV series) (Photo credit: Wikipedia)

Organisation bis zu ihrem finalen Status in der Gesellschaft, heraus aus dem verborgenen.

Das ganze ist in 4 Staffeln abgedreht worden und hat einen echten Schluss, der keine Fortsetzung verlangt.

Die Folgen sind meist spannend, unterhaltsam und abgedreht zugleich, wenn auch aufgrund der Fähigkeiten stets ein bissel sinnfreie Probleme entstehen aus denen man ja auch einfach davonfliegen könnte oder sonst wie seine Fähigkeit einsetzen…

Alles in allem ne echte Empfehlung. So mit Anfang und Ende und Spannung und Spaß, wenn auch sicher nicht in jeder Folge/Staffel (z.B. die zweite ist manchmal etwas zäh).

Wer also nen bissel SF abkann und mal was für nen Monat Unterhaltung sucht, der is da genau richtig. Viel Spaß!

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Persönlicher Nachtrag zum Dezember 2008 in Griechenland

Wie die Zeit so vergeht… Mir wurde damals rund um den Jahreswechsel in Berlin 2008/09 eine CD-Hülle mit 2 CDs auf der Straße zugespielt. Schon die Aufmachung und Aufschriften ließen vermuten, dass es sich um Material der linken/alternativen/autonomen Szene handelt und das es im Zusammenhang mit der Ereignissen vom Dezember 2008in Griechenland steht.

die griechen sind die neuen türken?
die griechen sind die neuen türken? (Photo credit: caratello)

Nun, wie dem auch sei, ich habe es heute geschafft mir beide CDs mal zu gemüte zu führen. Okay… Das eine ist eine DVD/Video-CD mit rund 40 Minuten Filmmaterial, welches teilweise mit Musik unterlegt ist und diese ist neben anderen Titeln auf der zweiten CD zu finden.

Die Musik ist meist weder deutsch- noch englischsprachig und damit für mich (leider) nicht zu verstehen. Der Musikstil passt zu der DVD bzw. Straßenkämpfen/-schlachten mit der Polizei gut als Hintergrund. Sonst kann ich damit leider wenig anfangen. Eher so schlechter Allerweltspunk ohne echte Höhepunkte… Man verzeihe mir, wenn ich hier „bekannte“ Größen damit kleinrede aber ein wenig kenne/kannte ich mich ja auch mal in der Szene aus und mir kam das auf anhieb eher alles unbekannt vor (zu recht).

Das Video… ja, gut es ist eine mit englischen Zwischentexten und griechischen Straßenkampfbildern mit fremdsprachiger (Punk-)Musik unterlegter „Film“. Aussage? Sucht man eher vergebens, is doch eher blinde linke Propaganda in sehr miesem Englisch.

Was blieb trotzdem hängen? Beachtlich/verstörend wirkte auf mich die Tatenlosigkeit der griechischen Sicherheitskräft aka Polizei. Da muss ich doch sagen, dass, auch wenn ich das nicht immer befürworten würde, die Taktik der ausgestrecketen Hand einfach mal auch dort recht wirksam wäre. Man müsste wohl zunächst ganz schön oft durchgreifen aber dann wäre denke ich Ruhe, wenn jeder der 400 Randalierer einmal seine 3 Monate im Knast war…

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Flächenbrände, die „die Griechen“ da regelmäßig veranstalten wirklich im Interesse der Gesellschaft sein können und durchdacht sind (bei allem Respekt vor der autonomen Szene vor Ort). Aber wenn man dann zwischendrin den schwarzen Block in leuchtenden 3-Streifen-Schuhen wegrennen/steineschmeissen sieht und ich anderen Szene Autos/Läden von normalen „kleinen“ Griechen ansteckt, dann hat das wenig mit Kapitalismuskritik oder Polizeistaat geschweige denn mit Trauer um den ermordeten (!) Jungen zu tun, sondern einfach mit mal „die Sau raus lassen“ und feiern.

Eigentlich Schade, denn ich denke die Griechen hätten bei alle dem offensichtlich Potenzial auch mal was wirklich zu reissen auf politscher Ebene (echte Veränderungen). Aber stattdessen fröhnt man nun dem Nationalismus und schimpft auf andere. Das kann leider jeder (Deutschland mit eingeschlossen!).

Heute, rund 4 Jahre danach, sieht das schon alles ganz schön klein und vergessen aus. Leider zu recht und die Griechen haben jetzt ganz andere sorgen, die sie leider immernoch teilweise genauso „lösen“. Man darf gepsannt sein wie lange noch…

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Kriegerin

Gut, ganz ok, nett. Irgendwo dazwischen würde ich den Film http://www.kriegerin-film.de/ einordnen.

Es geht um die junge rechts Szene in Deutschland bzw. ein paar Einzelschicksale daraus.

Ich hoffe und denke, dass der Film leider etwas stark überzieht mit der Art, wie man in Deutschland offen Nazi-Symbolik zur Schau tragen darf und getragen wird. Stelle mir das sowohl für Ausländer, als auch weltfremde Deutsche doch etwas zu drastisch dargestellt vor. So schlimm ist es auch im finstersten Mc-Pomm nicht, oder?

Abgesehn von der angesprochenen überzogenen Darstellung aber recht spannender Film mit Mord & Totschlag, schrägen Tattoos, dummen Sprüchen & Menschen, wilder Musik und viel Sinneswandel.

Was fehlt? Tiefgang. Irgendwie passiert alles recht oberflächlich und schnell. Der komplette Sinneswandel von Menschen wird dargestellt und das passiert in wenigen Minuten ohne, dass großartig Gründe dafür auftauchen bzw. dem Zuschauer transparent/nachvollziehbar dargestellt werden.

Man rast/stolpert also so durch den teils sehr extremen (Gewalt, Sex, Ausländerfeindlichkeit) Film und wird Zeuge einer unglaublichen Story. Und genau das ist das Problem, für mich ist die ganze Geschichte inkl. der Darstellung zu unrealistisch.

Hoffentlich bin ich nicht zu blauäugig…

Fazit für meine geneigte Leserschaft: Kein Film fürs Kino aber für nen DVD-Abend (keinen gemütlichen mit anschließendem “Kuscheln”) allemal ne gute Wahl auch wenn das hier nicht die ganze Zeit so klingt…

Der Herr der Ringe – Die Trilogie

Ich habe ein wenig überlegt ob ich alle drei Filme über einen Kamm schere oder nicht. Die Überlegung war schnell erledigt. Drei murksige Filme hat man am Besten auf einmal und schnell abgehackt.

Mehr als drei mal 180 Minuten Naturaufnahmen mit guten Action-/Kampfsequenzen (anno 2001 – 2003) unterbrochen und schwer bis gar nicht zu erkennenden Zusammenhägen/Wegen/Handlungen. Ohne Buchwissen als Hintergrund einfach nur größtenteils Unerklärlich und damit etwa so aufregend wie neun Stunden Discovery Channel

Sicher die Filme sind gut gemacht. Das sieht auch echt alles recht geil aus aber wo ist die Story bzw. der Zusammenhang zwischen Szenen. Warum werden wilde Beschlüsse gefaßt oder Wegen eingeschlagen? Da wird ein lebensbedrohlicher Weg eingeschlagen, weil jemandem sein Gefühl sagt, dass der einfache Weg jetzt eher schlecht wäre…

Ja, es gibt wenige Filme, die ans Buch rankommen aber bei manchen sollte man es vielleicht einfach lassen, sie überhaupt zu verfilmen.

Worum es geht erspar ich mir mal ausnahmsweise zu sagen. Nicht nur weil es sehr ausarten konnte, sondern auch, weil teils schwer zu erklären ist (im Detail), mal abgesehen vom offensichtlichen dem Ring.

Es wird viel gelaufen, geredet, geschwafelt, gekämpft. Dazu ein bissel Herzschmerz und Natur bzw. das, was dann laut Film davon übrig ist und darin/darauf rumkreucht und fleucht.

Helden kommen und gehen und kommen wieder…

Message? Zauberringe sind nix für kleine Kinder und Hobbits?!

Muss man mehr sagen? Ich denke nein. Der Film trifft sicher auf geteilte Meinungen, dies ist meine und ich habe trotzdem alle drei Teile im Kino gesehn und anschließend teilweise nochmal per DVD und anderer Medien. Vielleicht liegt es am Genre (Fanatsy-Action) grundsätzlich aber ich denke mir einzubilden auch da schon öfters vom Gegenteil überzeugt werden zu sein.

Übrigens: Für Hardcore-Fans und/oder Interessierte sind die beiden (kostenlos und frei ansehbaren Fan-) Filme vielleicht durchaus sehenswert.

Persepolis

Mal wieder was nicht aus dem Mainstream geguckt und es hat sich gelohnt. Zeichentrick für Erwachsene (und ohne pornografischen Hintergrund).

Rund 95 Minuten dauert der Comic, welcher fast ausschließlich in schwarz-weiß gezeichnet wurde. Bereits 2007 wurde er in Frankreich seinem Ursprungsland und Deutschland veröffentlicht. Gewann sogar in Cannes nen Preis.

Die Autorin, welche aus dem Iran stammt und nun in Frankreich lebt und dort die Comics und den Film gemacht hat, wird wohl mindestens einen Teil ihres Lebens in dem Film verarbeitet haben. Der Film dreht sich nämlich um ein kleines Mädchen, welches die ersten Lebensjahre im Iran während der Revolution dort verbringt. Ebenso der anschließende Iran-Irak-Krieg, welcher zumindest mir nicht wirklich im Kopf war (ca. 1 Mio. Tote!).

Sie verbringt dann, nicht zuletzt Aufgrund der post-revolutionären Entwicklung (der Iran wird zum islamischen Staat, siehe tagesaktuelle Politik), ihre Jugend in Österreich (Wien). Kehrt dann nach vielen Irrungen in den Iran zurück, jedoch nur um in schlussendlich wieder zu verlassen in Richtung Frankreich, wo sie dann wohl später nen Comic aus ihrem Leben macht…

Der Film ist also eine sogenannte Coming-Of-Age-Story. Immer mit dabei der politische und gesellschaftliche Hintergrund im jeweiligen Land. Dabei wird klar, wie wichtig besonders in harten Zeiten die Familie sein kann, sofern man zu dieser ein Verhältnis hat. Gut dargestellt ist zu diesem Thema der Unterschied zwischen familiärer Wahrnehmung westlicher und nicht-westlicher Jugendlicher.

Hauptthema bleibt jedoch die politische Situation und Entwicklung im Iran, welche für die Protagonistin stets lebenswegweisend ist. So erhascht man einen kurzen intenvsiven und tiefen (Ein-)Blick auf ein Land und sein Inneres und das eben von einem Land, welches die Wenigsten besuchen können/wollen/dürfen und welches sonst nur durch Medien aufgenommen wird.

Die 8.0 Wertung in der IMDB halte ich für völlig berechtigt. Der Film lohnt sich. Ernstes Thema sehr gut informativ und gefühlvoll umgesetzt.

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