Billig-Bio

Ich bin ja seit mittlerweile Jahren bekennender Bio-Produkte-Konsument/-Einkäufer. Gelegentlich muss man sich dafür bei allerlei Leuten rechtfertigen. Manchmal ist das gar nicht so einfach aber da es vor allem ne Grundeinstellungssache ist, die wenig mit tagesaktueller Politik oder Nachrichten zu tun hat konnte bislang mir niemand reinreden.

Aldi

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Hinzu kommt, dass ich auch nicht geneigt bin andere zu missionieren und man allein dadurch vielen “Konflikten” aus dem Weg geht. Wer es natürlich mal wissen will, der bekommt von mir auch schonmal ausfürhlichere Antworten, als er vielleicht wollte…

Egal. Hin und wieder taucht das Argument auf, dass man ja, wenn man schon Bio kauft dann doch immer in den extra Bio-Supermarkt gehen muss, denn nur da würde man ja echtes, gutes Bio bekommen (was auch immer das sein mag).

Diesem Thema nahm sich das inzwischen auch in die Jahre gekommende Greenpeace Magazin in der Ausgabe 6/10 an. Das Ergebnis war auch für mich durchaus überraschend.

So ist es z.B. so, dass 95% aller deutschen Bio-Mastschweine aus Betrieben kommen, die neben dem EU-Bio-Siegel ein Weiteres tragen, welches einem ökologischen Anbauverband gehört. Überträgt man diese Zahl nur zum Teil auf andere Bereiche, so kann man davon ausgehen, dass ein Großteil aller Bio-Produkte “Premium-Bio” ist.

Nach Recherchen vom GPM kommt z.B. bei Aldi-Nord jede (!) Bio-Kartoffel von Naturland. Da gibt es Lieferverträge, welche eben hohen Absatz garantieren und damit niedrigere Preise ermöglichen. Für mehr als beide Seiten ein Gewinn.

Warum das nicht ausgewiesen wird? Ganz einfach, die Anbauverbände wollen ihr “Premium”-Siegel nicht verrammschen.

Der Artikel dazu im GPM ist auf jeden Fall für jeden lohnenswert, den das Thema nicht völlig kalt läßt der der “frißt” was man ihm auftischt…

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Mein neues Haustier wird ein…

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…Huhn. Warum?

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=6115 aus der Reihe http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=tuwas erklärt euch das.

Die Neuseeländer machen sich schon manchmal nen Kopf über interessante Dinge, wie ich finde…

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Man nehme…

…zwei Eier.

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Ob das im Sinne des Erfinders war? Das statistisch interessante daran ist vielleicht sogar noch, dass das noch zwei weitere Eier danach so weiter ging. Mal eben aus 4 mach 8. Der Veganer würde sagen: 8 Leben geschreddert…

Bio für alle… erinnert mich an das: http://www.goodfood-badfood.de/viereckige_tomaten.html

Kein Alkohol für Fische unter 16

Klolektüre? Ja, durchaus. Lehrreich? Nein, eher leerreich. Hätte man das erwarten können? Ja.

Einem geschenkten Gaul… Nein, dass wäre wohl etwas viel aber das Buch “Kein Alkohol für Fische unter 16” erinnerte mich leicht diverse Internetseiten/Rundmails aus längst vergangenen Tagen (vielleicht nicht zuletzt aufgrund des Untertitels “Die skurrilsten Gesetze, Klagen & Urteile”), in denen skurrile Rechtslagen aus meist amerikanischen Bundesstaaten dargestellt wurden, die angeblich immer noch geltendes Recht darstellen, obwohl die entsprechenden Gesetzestexte weit über 50-100 Jahre alt sind.

Wie viel man davon glauben kann/soll? Ich glaube relativ wenig. Aber darum geht es vielleicht auch gar nicht. Viel mehr um ein bissel Unterhaltung und diese können solche Texte durchaus bringen, wenn man sich zumindest vorstellt, dass diese Texte mal realen Gesetzen entsprechen haben könnten.

Auf den rund 140 Seiten von Rainer Dressen und Anne Nina Schmid meines vorliegenden “Rundschreibens” aus dem Hause Bassermann gibt es min. ein Highlights, welches ich meinem geneigten Leser nicht vorenthalten will:

Entscheidung des dt. Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1966, die sich mit der Frage beschäftigte, wie weit die “Pflicht zur ehelichen Lebensgemeinschaft” geht. Hintergrund war, dass der Mann sich scheiden lassen wollte, weil seine Frau den ehelichen Verkehr als Schweinerei bezeichnete und ihn langweilig (Sie wäre imstande dabei Zeitung zu lesen) fand. Dies machte sie sogar “öffentlich” bekannt und riet ihrem Mann doch einfach besser ins Bordell zu gehen. Wie dem auch sei, der BGH gab dem Mann recht, denn wenn es ihr schon nicht möglich sei “im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen.” So wohl zugetragen 1966 in Deutschland…

Davon also abgesehen bietet das Buch zu verschiedensten Themen der Rechtsprechung und ihren Grundlagen teils Interessantes aber stets Kurioses. Das ganze gut sortiert nach Kapiteln im Index ganz vorne.

Was bleibt? Naja, ne Klolektüre eben, die man wohl einmal gelesen nie wieder in die Hand nehmen wird aber ich bin eh kein Mensch der Bücher zweimal liest und damit wohl auch keine Referenz.

Ich denke, wenn in ein paar Jahren jeder auf’m Klo WLAN inkl. eReader hat, dann werden solche Bücher nicht mehr auf chlorgebleichtem frischem Wald gedruckt und das ist gut so aber bis dahin heiligt der Zweck durchaus die Mittel, denn es gibt schlimmere Papierverschwendung.

Birdwatchers

Es ist Samstag, es ist nach 23 Uhr, ich habe Zeit…

Der Film Birdwatchers (“Das Land der roten Menschen”, 104 Minuten, 2009, Deutschland, IMDB 6,9) lag hier schon eine kleine Weile rum bevor ich ihn mir dann mal angesehn habe. Es ist leider auch schon wieder eine kleine Weile her, dass ich ihn gesehen habe. Doch der Film wird GsD nicht so schnell vergessen!

Aufmerksam bin ich auf den Film durch eine der vielen Umweltorganisationen oder zumindest auch welche, die es gerne wären, geworden. Wenn ich mich recht entsinne, dann sogar in einer Mitgliedszeitung davon. Aber so genau weiß das wohl keiner mehr…

Nun aber zum eigentlichen, dem Film. Einen kleinen aber durchaus guten Vorgeschmack gibt der Trailer, welcher auf der Homepage des Films anzusehen ist: http://birdwatchers.pandorafilm.de/

Worum geht es? Um die Kommerzialisierung, Ausbeutung und Vertreibung der “Ureinwohner” des Amazonasgebietes. Es handelt sich dabei um eine Art Spielfilm mit dokumentarischem Charakter, wobei mir grad nicht die Hintergrundinfo vorliegt, wonach ich sagen könnte, dass das ganze auf einer wahren Begebenheit beruht, allerdings ist das auch irgendwie recht offensichtlich.

Eigentlich ist damit so ziemlich alles gesagt aber ein wenig mehr Details will ich noch liefern, bevor man den durchaus sehenswerten Film dann selbst sieht.

Die Indianer sind im Konflikt mit dem Landraub, welcher meist von “alten” weissen “Kolonialisten betrieben wird, die leider auch schon seit Generationen genau das tun und sich nun schwer tun damit, dass das plötzlich alles nicht mehr so weiter gehen soll.

Es kommt zu keinen bewaffneten Konflikten, doch der Wunsch danach wächst beeindruckenderweise beim Zuschauen. Die Ungerechtigkeit schreit einfach zum Himmel.

Es wird klar Pro-Ureinwohner gefilmt. Doch scheint unter menschlichen Gesichtspunkten kaum ein anderes Bild filmbar.

Schön ist, dass das ganze eine Spielfilm ist und somit unkommentiert gezeigt wird, was auch dokumentarisch sein könnte. Die Ruhe im Film macht den Film so wirklich und fühlbar.

Das wirklich schlimme am Ganzen ist wie immer, dass man den Film gemütlich im heimischen Kino oder Wohnzimmer schaut und irgendwann dann doch unweigerlich der Gedanke ins Gehirn steigt, dass man da grad keine Fiktion ansieht, sondern Alltag von Menschen (und auch wenn das immer recht sinnfrei ist, so scheint es doch den Wirkungsgrad zu verstärken, auch inkl. Kindern und Frauen).

Menschen ihr Land zu nehmen auf dem Generationen groß und alt geworden sind, scheint nicht nur ungerecht, sondern in anbetracht des Zweckes auch schlicht unnütz.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern beim Verzehr des nächsten Steaks KEINEN guten Appentit, sondern ein schlechtes Gewissen, denn dafür wurden am anderen Ende der Welt Menschen (darunter Kinder und Frauen…) vertrieben, ausgebeutet, …

Daumen hoch, oder was?!

Image representing Facebook as depicted in Cru...

Image via CrunchBase

Auch wenn mir die Art und Weise der Vermarktung bzw. des auf mich Zugehens in keinem Fall so richtig zusagt, da ich den Absender nicht kannte, so scheint mir das doch eine recht sinnvolle, weil kurzfristige, zielorientierte und realistische Idee zu sein, die sogar Unterstützung verdient.

Mich erreichte also vor kurzem folgende E-Mail (Absender wie gesagt unbekannt!):

Hallo lieber Jakob,

wir von 2aid.org starten heute eine sehr schöne Facebook-Aktion mit
dem Ziel 5.000 Euro in nur 2 Wochen zu sammeln.
Dabei setzen wir auf die virale Verbreitung innerhalb Facebook. Für
jeden neuen "Gefällt mir" von facebook.com/2aidorg gibt's 50 Cent von
eine Unterstützerin aus Österreich.

Artikelvorschlag und Foto:
http://dl.dropbox.com/u/1695842/2aidorg_kit.zip  (ZIP Datei)

Die Aktion geht bis zum 16.11.2010
Wenn Dir diese Idee gefällt, freue ich mich auf Deine Unterstützung.

Liebe Grüße,
anna :) 

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Anna Vikky
Initiatorin

Unsere aktuelle Broschüre: http://2aid.org/2aidorg_profile.pdf

Mobil: + 49 (0) 163 215 2068
E-Mail: anna.vikky@2aid.org

skype: anna.vikky
twitter: www.twitter.com/annavikky
_

2aid .org e.V. - Vereinsregister Amtsgericht Düsseldorf v.d.H. Nr. 10202
Eichelstraße 102 , 40599 Düsseldorf, Vorsitzende: Anna Vikky

| web: www.2aid.org
| twitter: www.twitter.com/2aidorg
| facebook: www.facebook.com/2aidorg

SAVE PAPER - THINK before you PRINT

Nun ja, dank des Links kann sich den Text + Bild nun auch nochmal jeder selbst runterladen. Da steht sinngemäß nochmal ausführlicher der E-Mail-Text drin.

Für den Fall also, dass das ganze Real ist (und eine kleine Online-Recherche erwies bislang nix Gegenteiliges/Negatives), ist es doch eine sehr einfache Methode 50 Cent für eine gute Sache abzudrücken und man kann ja nach dem 30.11.2010 auch den “Gefällt mir”-Status wieder zurücksetzen. Bis dahin sollte ja die Zahlung von statten gegangen sein.

Also ich bin dabei, du auch?

Voraussetzung:

  • Facebook-Account
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Wasser

„Wir horchen staunend auf, wenn eine Nasa-Sonde Wasser auf dem Mars entdeckt haben soll – aber wir haben verlernt zu staunen über das Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt.“ (Horst Köhler, (*1943), ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Quelle: FOCUS)

Das Zitat bringt wohl Einiges auf den Punkt. Eine Substanz, welche uns als Mitteleuropäer stets in bester Form verfügbar ist, ist schwerlich als etwas zu begreifen, was nicht oder nur in schädlicher Form verfügbar sein kann.

 

Der Blog-Action-Day 2010 hat sich das Wasser zum Thema gemacht.

Wasser ist, wie man durchaus weiß, eine begrenzte und empfindliche Ressource. Im Jahr 2005 starben täglich rund 5000 Kinder weltweit an Durchfall in Folge von Konsum von schlechtem Wasser.

Schon Aufklärung, welche den bewussteren Umgang mit Wasser, in Regionen ohne gute Trinkwasserversorgung, würde denke ich viel bewirken. Der wer kippt wissentlich Gifte in einen Fluß, wenn er weiß, dass daran in 10km Entfernung Menschen sterben? Wohl wenige und die könnte man mit wirksamen Gesetzen daran hindern.

Doch Fakt ist wohl auch, nur Aufklärung reicht nicht. Es Bedarf neuer Quellen/Brunnen an vielen Orten der Erde. In Kombination mit Leitungssystemen und nachhaltigen Klärwerken. Eine gigantische Investition. Doch was kostet ein Menschenleben? Und das Resultat? Überbevölkerung oder einfach nur Menschen, die glücklicher Leben, weil sie nicht jeden Tag fürchten müssen ein Familienmitglied zu verlieren?

Doch was können wir hier in Europa tun? Gute Frage. Unsere Wassersparsamkeit, welche wohl vor allem daher rührt, dass wir das Wasser aus der Leitung “teuer” bezahlen müssen, führt mancherorts schon dazu, dass die Abwassersysteme zusammenbrechen, weil die Transportwege vertrocknen Aufgrund der schlechten Ausnutzung. Es wird regelrecht dazu aufgerufen mehr Wasser zu verbrauchen. Auch hier muss man wieder einmal fragen: Was kommt als nächstes? Wo soll das hinführen? Sollte man nicht vielleicht viel eher die Transportwege verbessern, dass diese auch mit kleineren Mengen zurande kommen?

Es gibt Anbei noch einen Begriff im Zusammenhang mit Wasser, mit es sich auch mal lohnt 5 Minuten oder mehr seiner Zeit auseinanderzusetzen: virtuelles Wasser

Tja, was soll uns das jetzt alles sagen? Wie rettet man denn nun diesmal die Welt? Ich habe keine Ahnung. Schaden tut es sicher niemandem, wenn man bewußt Wasser verbraucht (trinken eingeschlossen). Mehr Wasser zu verbrauchen, damit die Transportwege nicht zu Schaden kommen, halte ich gelinde gesagt für großen Unfug. Da muss Mensch sich eben was Neues einfallen lassen. Wer Geld übrig hat für Brunnenbauprojekte in Ländern/Regionen, wo sauberes Trinkwasser gebraucht wird/nicht vorhanden ist, tut sicher auch nichts Schlechtes. Alternativ hat man Zeit statt Geld und buddelt direkt vor Ort selbst nen Loch…

Klingt alles banal? Ich finde es zugegebener Maßen auch äußerst schwierig, dafür sensibel zu sein. Die Vorstellung von schlechtem Wasser ist einfach extrem abstrakt für einen Mitteleuropäer wie mich. Aber wenn man das nächste Mal die Verdünnung in den Küchenabfluss kippen will, kann man ja nochmal kurz inne halten und überlegen ob man das verantworten will. Täglich sterben viele Menschen wegen der Unwissenheit, Hilflosigkeit und Unverfrorenheit anderer also: Sei anders und geh bewußt & wissend mit der Ressource Wasser um!

Für die englischsprachigen Leser zum Weiterlesen:

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Immer noch Fleischesser?

Und immer noch Lust bekehrt zu werden?

Nachschlag: Krieg der Tiere

Und besser? Jetzt steht dem eingefleischten Fleischesser wohl nur noch der eigene Wille im Weg.

Ist auch nicht einfach der Schritt und ich kann nur sagen, dass ich auch über Umwege dahin gekommen bin aber es hat sich gelohnt. Man fühlt sich freier. Man isst und ist bewusster. Der Konsum unterliegt einem ständigen hinterfragen, was uns allen und dem Geldbeutel gut tut.

Fehlt mir was? Ja, Döner! Aber bin ich das bereit für eine bessere Menschheit, globale Artenvielfalt und den Klimaschutz aufzugeben? Ja, ich bin. Du auch?

How to Vegetarier

Du zweifelst schon ein bißchen ob dein tägliches Steak nicht vielleicht ein bißchen übertrieben ist? Zu einer guten Mahlzeit gehört Fleisch? Tiere gehören den Menschen? Tiere haben keinen Spaß und fühlen nichts?

Lesen: Wie Tiere fühlen

Na, immer noch Hunger auf’n Burger? Dann kann dir wohl niemand helfen aber ich denke irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird fleischloses Essen Mainstream und dann stehst DU in der Ecke und alle zeigen auf DICH!

Jedes Tier konsumiert das, was es braucht. Nehmen wir uns als “Krone der Schöpfung” doch mal ein Beispiel daran.

Sicher kann nicht jede Bevölkerungsgruppe auf der Welt ganz auf Fleisch verzichten, doch wir als gesunde Mitteleuropäer und Menschen der 1. Welt können das auf jeden Fall und ermöglichen somit sogar anderen Menschen in der sogenannten 3. und 4. Welt überhaupt erst Nahrung zu konsumieren und somit ihr Recht auf Leben auszuüben.

Sei kein Feigling, iss kein Fleisch!