Kundenfreundliche Bahn?

Telefonieren kostenlos?

Mal im ernst, normalerweise wird die Bahn bzw. das gleichnamige, deutsche Unternehmen ja nicht in einem Atemzug mit Kundenfreundlichkeit und Flexibilität genannt aber ich konnte nun schon wiederholt feststellen, dass dies nicht immer ganz zu recht ist.

Neulich waren wir mit dem Europa-Spezial in Tschechien unterwegs. Rückfahrt war bereits bei Antritt gebucht und mit dem Hinfahrticket zusammen. Die Rückfahrt musste früher angetreten werden und erst da wurde klar, dass das quasi ein ganzes Ticket ist, was nach Beginn der Hinreise nicht mehr stornierbar ist.

Hätte man es also einzeln gekauft, wäre ein Umtausch für 15€ Umtauschgebühr also kein Problem gewesen.

Gut vor Ort nicht lange gefackelt und die Rückfahrt am Schalter gekauft. Rund 80€ also ziemlich genau dass, was wir schon dafür bezahlt hatten.

Zu Hause dann eine Mail an die Bahn geschrieben und die Situation geschildert. Exakt eine Woche danach landet in unserer Post ein Bahn-Gutschein über 50€… Zieht man noch die eh fälligen 15€ Umtauschgebühr dazu ist das schon mal nen echt cooles “Geschenk”.

Danke! Was will man mehr? So kann es auch gehen und das lädt zum wiederverwenden ein.

P.S.: Besonders interessant daran fand ich, dass bis auf die Bearbeitungsnummer vom Online-Ticket-Kauf keine Belege verlangt wurden. Ergo wurden nie Tickets zur Bahn geschickt. Um es krass auszudrücken: Die Rückfahrt hätte regulär stattfinden können und man hätte trotzdem den 50€ Gutschein bekommen…

Ski- & Snowboard-Urlaub 2009 in Kappl (Österreich)

Auch dieses Jahr ging es, wie schon im Letzten, nach Österreich oder genauer gesagt nach Kappl zum Snowboarden und Ski fahren.  Ebenfalls identisch war die Reisezeit, nämlich die erste Märzwoche. Der Rest war schon ein wenig anders und am Ende sogar ganz besonders anders…

Skiurlaub 2009 in Kappl

Nach dem mehr als üblichen Hinreisestaus und einer Abhohlung der fünften Reiseperson aus St. Anton (ja, dem besungenen St. Anton) ging es in ein kurz vor Kappl gelegenes Nest namens Unterholdernach.

Dort angekommen wurde auch nicht lange gefackelt und wir fünf Männer machten uns erstmal daran, gleich noch am inzwischen späten Anreisetag, die ersten Einkäufe zu erledigen und alles startklar für den ersten Ski-/Snowboard-Tag zu machen. Dazu gehörte z.B. die im vorraus geliehenen Boards bei Sport Huber und die Helme bei InterSport abzuholen.

So ausgestattet ging es dann am ersten Tag gleich los nach Kappl auf die Piste. Ein anfangs Mutiger von uns versuchte sich einen halben Tag auf dem Snowboard gab sich dann aber seiner Unfähigkeit geschlagen und wechselte wieder auf die vertrauten Ski. Das hatte den Vorteil, dass wir schnell alle unsere halbwegs vertraute Form & Fitness wieder gewinnen konnten und so fast stets zu fünft die Pisten runterjagen konnten.

So verging die Woche wie im Flüge. Einen Tag machten wir noch einen Abstecher nach Ischgl und einen anderen nach Galtür. Ischgl ist gigantisch aber auch unübersichtlich und überbevölkert. Galtür ist ein wenig zu klein/lahm. Rentnerskigebiet trifft das ganze recht gut würd ich sagen.

Nach einem Tag von ca. 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr auf der Piste ist man Abends in unserem „Alter“ nicht mehr ganz auf der Höhe, was dazu führte, dass die Apré-Ski-Partys in unserer Bleibe eher klein gehalten wurden. Nicht desto trotz ein runder, sportlicher Urlaub…bis auf eins: Einer von uns musste am letzten Tag beweisen, dass er der wohl beste Snowboarder von uns fünfen ist…naja, immerhin gibs ein Video vom Sprung…inzwischen ist er in Berlin im Krankenhaus und läßt sich seine (an-)gebrochenen Wirbel flicken…bislang sieht GsD aber alles danach aus, als ob das nochmal vollständig gut gegangen ist.

Glück auf und bis zum nächsten Jahr liebes Snowboard!

Tauben unvergiftet im Park

Es ist Sommer 2008. Es ist Sonntag der 27.07.2008. Es ist heiß. Ich sitze alleine zu Hause in Berlin Friedrichshain in meiner Wohnung. Ich habe ein Fenster in den verschatteten Hinterhof. Es ist, wie üblich um diese Zeit (ca. 14 Uhr), relativ angenehm und dunkel in meinem Zimmer. Ich selbst sitze in T-Shirt und Sommerhose vor dem PC (ich bin Informatiker!). Irgendwas gibt es immer zu tun/anzusehn/zu chatten/zu verkaufen/kaufen…

An diesem Tag aber füllt mich das ganze (komischerweise) nicht so richtig aus. Ich beginne zu telefonieren. Kurze Zeit später wurde ich quasi inirekt gezwungen meine vier Wände zu verlassen und mich der Sonne direkt auszusetzen. Trotz der damit verbundenen Gefahren schnappe ich mir mein aktuelles Buch, etwas Wasser zum trinken und Kekse incl. Schokoladenüberzug und laufe ca. 100m bis zum nächsten Park und setze mich dort auf die erst beste freie Bank. Der Blick, welcher sich mir dann ergibt, ist etwa der:

Blick in den Park
Blick in den Park

Ich blicke fast genau in den Süden und somit scheint mir die Sonne fast ins Gesicht, wenn da nicht der schattenspendende Baum wäre, der meinen Bankplatz wahnsinnig attraktiv macht. Plötzlich ist sie da, die Natur. Stille inmitten der Stadt. Selbst den Vöglen, welche sich vor mir tümmeln scheint es zu warm heute und sie beschließen ein mehr oder minder ausgiebiges Bad in der Wasseranlage des Kinderspielplatzes zu versuchen. Begleitet von wilden Vogelgezwitscher genieße ich die ersten Minuten still vor mich hin. Einen Eindruck davon kann man sich in dem Video machen.

Nachdem ich mich ein wenig von der Natur entspannen lasse, ziehe ich mein Buch hervor und die nächsten Stunden vergehen, wie im Flug. Gelegentlich ist mir zu heiß, weil die Sonne mir direkt ins Gesicht scheint und grad kein Baum mir Schatten spenden will. Ein andern mal sind dann so viele Kinder vor mir am spielen, dass ein konzentriertes Lesen schwer fällt. Interessant sind die Blicke, welche einem zugeworfen werden, wenn man alleine im Park auf einer Bank sitzt und ließt bzw. gelegenlich mal enstpannt hochsieht und einfach nichts tut. Scheint allen ausser einem selbst komisch vorzukommen und man muss irgendwas im Schilde führen. Anders sind mir so manche Blicke nicht erklärbar.

Zum Abschluss des Nachmittags wird gegen 17/18 Uhr nochmal entspannt ne Runde Tischtennis gezockt, ebenfalls in dem Park.

Was bleibt? Danke Freundin, dass du mich rausgeschmissen hast 😉

Zürich 2008

Ein Freund von mir residiert gerade in Zürich um sein Architektur Studium ein wenig voranzutreiben, was lag da näher als in der Stadt des Geldes mal vorbeizuschauen? Mit dabei waren neben mir noch ein paar Freunde damit das ganze keinen alt so homoerotischen Touch bekommt haben wir auch noch eine “hochschwangere” Freundin mitgenommen, die sich wie erwartet mit den ganzen Männern bestimmt tierisch amüsiert hat…

ZürichCARD Los ging es an einem Donnerstag Abend in Berlin vom Hauptbahnhof. Mit dem City-Night-Line nach Zürich. Direkt ohne einmal umsteigen. Das ganze für manche von uns zum Preis von 29,00€. Was will man mehr? Die sinnlose Nacht nutzen wir als mehr oder minder sinnvoll im Zug und konnten so “ausgeschlafen” in Zürich um etwa halb zehn Uhr morgens aufbrechen und die Stadt unsicher machen.

Zürich Info-Materialien

Ausgestattet mit der Zürich-Touri-City-Card für 72h (Kosten etwa 34 CHF, also grad rund 21,87 Euro) ging es zunächst in das Architekturbüro “unseres” Studenten. Dort wollten wir uns zunächst einmal ein Bild vom Studenten, fern ab der Heimat, selbst machen. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeit die Räumlichkeiten des Design-Büros ein wenig zu überblicken und unser überquellendes Gepäck ein wenig zwischenzulagern.

Da die Arbeit dem Studentenjunge die Freizeit raubte und er Zürich-Touri-City nun doch schon mehr als einmal durchschritten hatte, sind wir nun also los den touristischen Hauptteil unseres Trips abzuarbeiten. Übrigens sehr gute Unterstützung sowohl im Vorfeld als auch dabei wurde uns durch folgende Medien zu Teil:

  • Zürich-Eintrag bei Wikipedia
  • Züricher Museen-Führer Ausgabe 2008 (kostenlos am Touri-Stand im Haupfbahnhof von Zürich, da wo es auch die City-Card gibt)
  • kleiner Züricher Stadtplan (ebenfalls am Touri-Stand)
  • ZürichCARD-Guide 2008 (gabs mit der gleichnamigen Karte)
  • Zürich Guide Herbst 2008 (offizieller, ebenfalls kostenloser City Guide)
  • Stadtrundgang Zürich 2000

Der Begann wiederrum am Hauptbahnhof. Wir flanierten also die Straße entlang, unter der diverse Goldreserven der Schweiz liegen sollen. Kein schlechtes Gefühl, allerdings jeder Fußgängerpassage der Welt eher identisch als verschieden. So ging man nun also vorbei an den Sehenswürdigkeiten, welche unsere Reiseführer uns verrieten. Hielten mal hier mal dort. Tranken und aßen ein wenig bei Sprüngli. Kauften kleine Souvenirs. Wir waren eben Touris.

Dazu gehörte auch eine Bootsfahrt auf dem Zürichsee, welche übrigens auch im ZürichCARD-Preis enthalten ist.

November 2008 Besuch bei Stephan in Zürich

Gegen Ende des Nachmittags waren wir um einiges müder und am Ende der Altstadt-Touristen-Tour angekommen. Es ging also los, die Sachen und den immernoch arbeitenden Studenten abholen. Dieser wurde kurzerhand eingesackt und dann gings in seine Züricher Bleibe, wo dann zünftig gekocht und gespeist wurde. Vorher/dabei wurden natürlich noch ein paar herbe Frischgetränke organisiert und vertilgt, denn der Abend sollte ja noch lang und heiter werden.

Der Abend war dann sehr feucht und fröhlich und sorgte dafür, dass der nächste Tag erst gegen 12 Uhr Mittags für die meisten von uns begann. Da die Sonne aber lachte, wurde nicht lange gefackelt und das letzte, große touristische Muss abgehakt. Der Uetliberg. Aufgrund der allgemeinen Katerstimmung wurde auch die Große-Uetliberg-Tour gewählt und man wanderte so gemütlich in den Sonnenuntergang bis zur nächsten Seilbahnstation, welche die Abfahrt vom Berg und anschließende Heimfahrt (in die Studentenwohnung im Altersheim (!)) per Bahn einläutete.

Der letzte, gemeinsame, lange Abend wurde dann nach Versorgung der leiblichen Bedürfnisse dazu genutzt um die Altstadt bei Nacht zu erkunden. Dazu gehörte ein Besuch in einer halbwegs alternativen Bar und einem Späti (Berlinerisch für Spätverkauf), welcher nebst durchaus preisgünstigem aber nicht schlechtem Wein und Bier auch interessante, wenn auch teils abstoßendes/provokantes Bildmaterial zum Anschauen zur Verfügung stellte. Der Wein an diesem Abend bekam mir zwischen all dem Hopfensaft irgendwie nicht. War aber auch nicht sooo tragisch, da man noch sichtlich und unersichtlich geschafft vom Vorabend kurz nach Mitternacht kollektiv die Heimreise ins Altersheim antrat.

Der Sonntag in Zürich wurde dann nach leqqerem Frühstück dazu genutzt, das Landesmuseum zu “erobern”. Der Eintrittspreis dafür ist übrigens ebenso, wie viele weitere Museen und Ausstellungen im Preis der ZürichCARD inbegriffen. Der Sonntag wurde sonst eher zum ausspannen, vorbereiten der Heimreise und dem obligatorischen Shopping, Kochen und anschließendem Essen gewidmet.

Dann hießt es auch schon Abschied nehmen und wieder in den CNL steigen, um Berlin am nächsten Morgen ausgeschlafen in die Arme zu nehmen. Was bleibt? Zürich ist teuer zumindest bei allen Waren (vor allem Lebensmitteln) des täglichen Bedarfs. Der Züricher an sich scheint unfreundlich (bislang ist kein freundlicher bekannt). CNL ist eine lohnende Erfahrung (billig & lustig, vor allem wenn man es vorzieht nicht so viel zu schlafen). Wieder dahin? Muss nicht sein. Ein verlängertes Wochenende scheint für Zürich zu reichen und für lange vorzuhalten.