Mio’s Tagebuch

Update:

Das Tagebuchprojekt in Wort ist hiermit offiziell beendet, nachdem nun einige Zeit nichts mehr dazugekommen ist. Dafür gibt es jetzt aber, wie bei der kleinen Schwester Mios Online-Fotoalbum mit einem Bild pro Monat geordnet nach Jahren gibt es hier zu sehen:


Tagebuch:

Mal sehen, was das hier wird. Aber so ein wenig steht der Plan bei mir Neuigkeiten und Ereignisse im Leben des/unseres (noch) kleinen Mio festzuhalten.

Lilypie Zweiter Ticker

Ich nehme mir dazu seinen ersten Geburtstag als Anlass und kann an dieser Stelle gleich einmal was berichten. Nicht für alle neu, da schon etas älter aber doch für alle sicher schön anzusehn. Mio’s mit erste Schritte:


Eintrag 1:

Heute ist der 12.11.2008, sein erster Geburtstag und ich nehme mir mal eine seiner Auszeiten, damit ich diese Zeilen verfassen kann. Leider ist der Kleine krank, darum ist eine seine erste kleine Geburtstagsfeier ins Wasser gefallen. Ein vl. kleiner Virus plagt ihn seit 3-4 Tagen mit Fieber. Heute sind es noch über 39°C, was leider selbst ein vor die Tür gehen unmöglich macht. Immerhin ist er heute schon so fit, dass er rumkrabeln, laufen und somit spielen kann. Daran war gestern noch nicht zu denken.

Heute wurde ein GIpsabdruck von seinem Fuss und einer Hand erstellt. Kuchen gegessen, ein Tunnel gebaut. Im Spiel-/Schlafzimmer kollektiv auf dem Boden gefrühstückt. Zum Mittag sollte es Pommes geben, dass wurde leider etwas verplant aber gegessen hat er eh nix. Liegt das Fieber wohl noch etwas quer 🙁

Jetzt klingt der Geburtstag grad langsam mit seinen Geschenken aus. Ein Xylophon wird ausprobiert. Gemalt wurde das erstemal und ein Holz-Puzzel-Buch von der Tagesmutti wurde eingeweiht. Begleitet hat uns dabei Musik von Schallplatten, welche ihn so manches Mal zum tanzen animieren konnte.


Eintrag 2:

Heute (14.11.2008) geht die dritte Woche vorbei, die ich mit Mio komplett verbracht habe. Die Woche geht zu Ende und auch das Fieber! Heute nur noch 37,2°C, was für einen Jungen in seinem „Alter“ nur noch sowas wie erhöhte Temperatur ist. Es scheint also so, als wäre das schlimmste überstanden.

Zu Feier des Tages geht es deshalb auch grad mal wieder vor die Tür. Mit der Tagesmutti. Ich wollte die Zeit nutzen, damit meine Lehrgang fortschreiten kann, dies wird mir jedoch scheinbar von höheren Mächten untersagt und somit beschäftige ich mich mit Weiterbildung in Web/Wordpress Dingen.

Heute Abend geht es nach Berlin. Dort wird dann Morgen mit der großen Familie (Opa, Uroma, Onkel und Tanten) der Geburtstag nachgefeiert. Hoffentlich hält sich das grad schöne Wetter noch, damit wir vl. auch mal rausgehen können.

Was Mio jetzt nur noch fehlt sind endlich ein Paar Schuhe. Das Laufen funktioniert zunehmends gut aber die zunehmende Kälte draußen verbietet es, dies mit dünnen Schuhen weiter zu praktizieren. Elefanten-Schuhe sollen es werden.

Soll ich eigentlich, wie es sich gehört, dass „Tagebuch“ aus der Ich-Perspektive von Mio schreiben? Mal sehn, werde es in dem nächsten EIntrag vl. mal probieren.


Eintrag 3:

Die christliche Zeitrechnung schreibt heute den 18. November 2008. Eine Woche mit meinen Eltern und meinem Geburtstag ist vorbei. Zum Abschluss gab es sogar nochmal die ganze Familie, Verwandte und Freunde in Berlin im Haus in der Donizettistraße. Das war nicht ohne. Aber wir haben es alle ohne bleibende Schäden überstanden.

Mio ist rund ein Jahr alt

Meine Zähne haben sich entschieden in diesen Tagen besonders stark zu wachsen, was mir schon so manche ruhige Stunde in der Nacht gekostet hat. Leider wecke ich dann des Öfteren meine Eltern, was die mir zunehmends nicht unbedingt mit Wohlgefallen verdanken. Kann ich ja ein Stück verstehen und deswegen versuch ich jetzt auch immer mehr einfach wieder einzuschlafen, ohne sie lange zu nerven. Aber wenn die wüssten, wie das weh tut. GsD helfen sie mir doch in den meisten Fällen noch weiter und wenn es nur ein wenig Essen/Trinken zur Ablenkung von Mama gibt 😉

Jetzt steht erstmal das Laufenlernen an, denn es macht mir riesig Spass das zu üben. Man ist einfach viel schnell unterwegs und die Übersicht die man plötzlich hat. Herrlich. Fehlen mir nur noch ein Paar dicke Winterschuhe, damit ich mein Können trotz widriger Witterung weiter ausbauen kann.

Sobald das mit dem Laufen gut klappt, werde ich mal an meiner Aussprache feilen. Manchmal klappt das sogar schon ein wenig, ganz zur Freude der grad umstehenden Personen. Wenn die dann nicht immer so schnell reden würden, könnte ich auch mehr verstehen als meinen Namen und vl. mal ein forsches „Nein!“. Aber am Plan, zu Weihnachten ein Weihnachtslied frei vorzutragen wird festgehalten 😉 Naja, sind wir realistisch, unter Umständen wird es aber wenigstens ein wiederholtes und passendes Wort, was meine Umgebenden verstehen. Sich also meine Deutung und ihre Bedeutung in Kombination mit meiner Aussprache überschneiden. Verstanden?

Seit gestern ist Papa komischerweise nicht mehr hier. Wo der wohl stecken mag? Aber Mama hatte schonmal sowas angedeutet von wegen „der arbeitet woanders“. Denke mal das ist dann wohl grad wieder so. Hoffentlich sehn wir uns bald wieder, ist nämlich immer ziemlich lustig mit dem.


Eintrag 4:

Gestern am 20.11.2008 konnte mir ein kleiner Junge mal wieder ein Lächeln nach Arbeitsschluss auf dem Weg zum Einkaufen entlocken. Er war schätze ich ein halbes bis ein Jahr alter als Mio und konnte schon halbwegs sicher an der Hand der Mutter laufen und auch kleine Kommunikation war schon möglich. Er schien grad in dem Alter zu sein, wo alles erfragt wird. Was ist das? Warum ist das so? Und so weiter…

Bildquelle: AST - Abspress-Schilder-Technik
Bildquelle: AST – Abspress-Schilder-Technik

Er lief mit seiner Mutter an einem Schild wie dem abgebildeten vorbei und fragte sie, was denn da drauf stehe. Zusätzlich zu dem Text, welchen er natürlich nocht nicht lesen konnte, war noch ein Feuerwehrauto und eine Haltverbotszeichen darauf abgebildet.

Diese erklärte ihm darauf den Sinn des Schildes, womit für einen Erwachsenen die Frage sinnvoll und richtig beantwortet war. Der Kleine fragte jedoch eine sehr schöne Frage als nächstes. „Heißt das, da dürfen NUR Feuerwehrautos reinfahren?“

Das Schild befindet sich an einer Hauswand, neben einer Durchfahrt zum Hinterhof/Tiefgarage, wo auch Anwohner parken können.

Ich fand die Frage einfach herrlich. Sie zeigt einmal wieder, wie unterschiedlich man Dinge wahrnehmen kann und wie unbekannt die Welt doch den Kleinen noch ist. In jedem Fall wünsche ich dem kleinen Jungen und Mio, an den ich dabei unweigerlich denken musste noch viel Spass beim Entdecken der Welt!

Man muss das aufregend sein, wenn man sich noch in Ruhe so überall umgugckt und sich um fast nichts Sorgen machen muss. Da arbeitet man sein halbes Leben lang daran, soviel Zeit zu haben, wie man als Kind hatte. Schon paradox und wohl nicht im Sinne des Menschen. Aber so haben wir wenigstens noch höhere Ziele als Geld & Macht!

Das der Eintrag nix mit Mio’s Leben direkt zu tun hat liegt übrigens daran, dass ich ihn grad wahrscheinlich drei Wochen nicht sehe 🙁 Hoffe mal er macht keine alt so großen Fortschritte in der Zeit und erkennt mich noch wieder…


Eintrag 5:

Wir schreiben mittlerweile schon den 16.12.2008. Ich weiß, ein Tagebuch wird täglich gefüllt aber das läßt meine Zeit grad irgendwie nicht zu. Dennoch gebe ich mein Bestes, damit diese Seite nicht in Staub zerfällt und werde mal wieder aufschreiben, was so in den letzten Wochen passiert ist.

Nach drei Wochen ohne Blickkontakt (Webcam-Ausfall) und nur Monolog übers Telefon gab es am 05.12. dann endlich ein Wiedersehen. Wiedererkennen sieht anders aus, soviel stand schnell fest. Da es aber auch schnell ins Bett gehen mußte blieb für das große Wiederentdecken keine Zeit und ich konnte so wenigstens die Mama wieder kennenlernen. Krass wie lange drei Wochen sind… Beschluss wurde gefaßt, dass sowas nicht nochmal so schnell vorkommt!

Am Nikolaus-Tag ging dann alles schon viel besser. Nicht besonders viel geschlafen haben wir alle aber die Tatsache wieder zusammen zu sein ließ alle vermeindliche Müdigkeit verschwinden. Der Tag wurde genutzt! Das heißt nicht etwa, dass großartige Event besucht wurden sondern vielmehr genau das Gegenteil war der Fall. Nicht zuletzt Aufgrund einer ausklingenden Magen-Darm-Infekt-Sache waren Mutter & Sohn ein wenig angeschlagen und somit wurde einfach viel Zeit zu Haus gemeinsam verbracht. Mit viel entspanntem Spiel, wozu der Novemberregen draußen übrigens auch einlud.

Nach diesem Eingewöhnungstag ging es uns allen dann schon wieder way better und so wurde und konnte am Sonntagabend in großer Familienrunde ein Adventsabend incl. Glühwein, Kaminfeuer und Geschichte verbracht werden. Einfach schön war dieses Wochenende zusammen! Gut so, denn das nächste sollte umso aktionsreicher sein…

Dies begann nämlich mit einem Konzert für Mama und mich. Danach ging es noch weiter auf Kneipenbesuch. Müde aber glücklich irgendwann ins Bett, um nach kurzem Schlaf aus dem Bett zu fallen, was Mio schon viel früher hätte tun wollen und somit durch teils lautstarken Protest uns zum aufstehen bewegte.

Sobald das geschafft war gings es zum Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt in Berlin. Dort wurde dem Ballettauftritt einer von Mamas Freundinnen zugeschaut. Ein Erlebnis für uns drei wars in jedem Fall 😉

Anschließend gings für zum Fußballspielen (ich selbst aktiv). Der Rest von uns mußte zumindest teilweise ins Bett und somit trennten sich unserer Wege mal kurz.

Mio läuft inzwischen ohne Schneeanzug schon sehr gut herum und mit Anzug wird es zunehmends sicherer und er fordert diese neue Bewegungsart nun, wie auch andere Dinge, aktiver ein denn je. Das macht Spaß, bringt aber natürlich auch neuen Streß bzw. eine Umstellung mit sich. Aber das ist es ja schließlich, was Eltern sein ausmacht und insgesamt macht es ja auch immer Freude auch wenn diese sich in manchen Situationen erst so Recht im Nachhinein einstellen will 😉

Fehlt eigentlich nur noch das Sprechen. Aber das wird schon noch, jetzt scheint es so, als ob erstmal ein Wachstumsschub einsetzt, denn die Nahrungsaufnahme kennt nach Monaten der mittelmäßigen Menge nun kein Ende mehr, was man sogar schon an einem kleinen Kugelbauch sieht. Herrlich! Also eins nach dem andern. Jetzt erstmal wieder ein bissel wachsen, dann Laufen perfektionieren und dann werden wir mal ein ernstes Wörtchen reden 😉

Das Wiedersehen um ca. 21:15 Uhr wurde dann völlig erschöpft vom Tag in entspannter Runde am Kamin verbracht, nachdem ein zünftiges Sonntagsessen den Sonnabendabend „versüßte“. Mama ist so schnell eingeschlafen, dass schon vor Mitternacht auch dieser Tag zu Ende ging. Nix mehr gewöhnt die Gute 😉

Die Nacht war…unterhaltsam. Mio hatte spontan Lust um 3 Uhr aufzustehen und zu spielen. Meine Lust war begrenzt aber ich ließ mich, ganz zur Unfreude der Mama von Mio überreden. Nun ja, der nächtliche „Übermut“ wurde dann nach ca. 2 Stunden aufgegeben. Leider nicht mit dem erhofften Effekt, dass alle zusammen ein wenig länger schlafen. Weit gefehlt. Pünktlich um 7:30 Uhr wurde „geweckt“. Naja, so konnte man kollektiv mal den ersten Kirchbesuch (!) angehen und anschließend meine Eltern zum Sonntagsessen besuchen. Beides wurde von allen Familienmitgliedern als gelungen bewertet.

Leider hieß es diesmal schon Sonntagabend Abschied nehmen von einander. Mio & Mama wurde somit unfreiwillig zum Bahnhof gebracht, wo ich mir beim Abschied nur sehr schwer die Träne verkneifen konnte. Sehr ätzend diese Entfernung!

Trotz allem hin und her hab ich das Gefühl, dass wir zusammen wachsen und irgendwie auch grad an diesem Wochenende zusammen gewachsen sind. Ich bin für Mio, denk ich nicht mehr irgendwer, der ab und zu mal da ist. Jetzt fehlen nur noch ein paar Abstimmungsdetails in der Er-/Beziehung zw. Mutter und mir und dann steht einem Gelingen nichts mehr im Wege 😉


Eintrag 6:

Heute ist der 06.01.2009. Ja, daß heißt also Silvester und Weihnachten sind überstanden. Verbracht wurde beides mehr oder minder im unterschiedlichen großen Kreis der Familie.

Bis einschließlich dem 24.12. waren wir drei (Mama, Papa und ich) in Leipzig. Dort habe ich mein erstes Weihnachten halbwegs aktiv erlebt. Meinen ersten Weihnachtsbaum mitgeschmückt, Plätzchen gebacken und verzehrt. Einiges davon läßt sich auf den Fotos nachvollziehen.

Weihnachten 2008 bei Fritzi & Mio

Ich selbst habe grad meine Zunge entdeckt und festgestellt, dass irgendwie die meisten Menschen auch so aussehen wie ich, dass heißt die haben auch eine Nase und ne Zunge. Sehr spannend. Bin mal gespannt was man mit dem glitschigen Ding noch alles anfangen kann. Fühlt sich auf jeden Fall toll an. Meine Fortbewegung wird immer mehr auf den zwei Beinen ausgebaut. Ich kann mich entzwischen selbst relativ schnell umdrehen und versuche zunehmends schneller von einer „Ecke“ zur Anderen zu kommen. Werde dem später mal dem Begriff „Rennen“ zuordnen denk ich 😉

Ansonsten bin ich gut verschnupft, hab ein wenig trockene Haut, schlage mich aber ansonsten nur mit den üblichen Prolemen eines 13 Monate alten Jungen rum und somit gehts mir meist ziemlich gut, da helfen mir auch meine Eltern kräftig bei. Werde den Erwachsenene wohl bald mal was sagen, irgendwie scheinen die drauf zu warten. Anziehen mag ich überhaupt nicht! Nicht nur das die Prozedur an sich schon anstrengend ist, nein, in den ganzen Klamotten kann ich mich immer kaum noch bewegen aber ist scheinbar schweinekalt draußen, anders sind diese Klamotten nicht zu entschuldigen. Hoffentlich wird bald wieder Sommer und die Sachen kürzer, für ne echte Schneeballschlacht fehlt mir eh noch ein wenig Hand-Oberarm-Augen-Kraft-Koordination. Viel weiter als mit einem vorgefertigten über meinen eigenen Schatten schaffs ich es einfach noch nicht. Und Schlittenfahrn is aufgrund der nicht kleinkindgerechten Größe der Dinger auch nahezu unmöglich alleine. Also was soll ich im Winter?

Silvester war übrigens nen „Traum“. Konnte kaum schlafen wg. dem Lärm. Kann man das nicht alles früher machen? Ich meine so, dass dann alle trotzdem um 20 Uhr im Bett sein können?! Käme mir echt entgegen. So war ich aber mit das erste mal nach 24 Uhr wach und find bislang zumindest den ganzen Trouble zu Silvester gelinde gesagt überzogen.

Kekse sind das leckerste der Welt! Wirklich! Ich rieche sie GsD auch schon auf Kilometer gegen den Wind und erspähe jede noch so gut versteckte Kecksdose auf/in Schränken und mache dann natürlich meinen stets umgebenden Personen unmissverständlich klar, dass ich jetzt gerne was daraus hätte. Leider klappts nicht immer aber soll ja auch nicht total gesund sein, sich nur davon zu ernähren…

Papa hat neulich nen Artikel gelesen, im Strassenfeger. Da gings um Kindererziehung. Wird ja viel darüber geschrieben. Was richtig muss doch eh jeder am Ende selbst entscheiden. Er fand jedenfalls den Artikel gut und hat mir gesagt ich soll ihn hier reinnehmen. Also: Ließ mich durch! Durchaus lesenswert, besonders die Statistik in ca. der Mitte des Artikels. Hat Papa sich ein wenig bestätigt gefühlt nach dem Lesen. Naja, wir werden ja sehen, was aus mir wird 😉


Eintrag 7:

Innerhalb Europas schreibt man heute als Datum den 13.01.2009 auf, sofern man das tun muss. Es ist mal wieder Zeit gefunden für ein kleines Update aus dem Leben von Mio.

Letztes Wochenende war ich mal wieder dran mit besuchen und somit ging es in die „Ferne“ nach Leipzig. Dank Interconnex geht das ja mittlerweile für max. 20€ (im Zug gekauft) in ca. 1,25h.

Berlin ist grad ein wenig im Schnee versunken und durchaus kalten Temperaturen lassen den Berliner merken, es ist Winter! Leipzig hatte sich offensichtlich vorgenommen den „Berliner Winter“ zu toppen und somit kam ich im Tiefschnee bei deutlichen Minusgraden am Freitagabend in Leipzig an.

Familie 2009

Mio hat es GsD in meiner Abwesenheit nicht geschafft plötzlich anzufangen zu reden. Nicht das ich das nicht wollen würde aber ich wär halt schon gerne beim ersten Wort dabei. Ist wohl ne fixe Idee aber solange ich daran festhalten kann tu ich das einfach mal 🙂

Was macht man an einem Wochenende in Leipzig mit viel Schnee? Richtig man versucht irgendwo Schlitten fahren zu gehen. Nun ja, zunächst bräuchte man dazu einen selbigen oder man muss halt andere fragen, die auch gerade Schlitten fahren, weil alle Schlitten der Stadt scheinbar ausverkauft sind oder ab 160,00€ käuflich. Wie das dann aussehen kann, wenn Mama mit dem fast 14 Monate alten Mio unterwegs is sieht man hier:

Neben diesen Aktivitäten gibt es natürlich auch neues von der Entwicklung von Mio zu berichten. Er ist dabei seinen Stuhlgang zu koordinieren! Soll heißen, als ich am Sonntagabend leider wieder nach Berlin musste hatte er bereits 3 x innerhalb von Sekunden nach dem Setzen auf den Topf seinen Harnfluss aktiviert. Durch positives Verstärken der Eltern hat sich hoffentlich gemerkt, dass das was er da tat „cool“ war. Auf jeden Fall mal wieder erstaunlich wie schnell dann doch alles gehen kann. Wenn er jetzt noch anfängt zu reden, dann ist er nicht mehr weit davon entfernt für alle als „Mensch“ durchzugehen und nicht bloß als Säugling aka Kleinkind. Eben noch nicht richtig Krabbeln können und heute schon fast dabei keine Windel mehr zu brauchen…

Anmerkung: Ich glaube Kindern geht es im Sommer besser, besonders kleinen Kindern. Die können sich in den tausend Sachen, die sie im Winter brauchen einfach kaum bewegen. Wenn man dann bedenkt, dass sie ja eh noch Probleme haben sich überhaupt alleine zu rühren, dann ist das schon ganz schön doof für die. Die meiste Zeit stehen sie so eingemummt einfach nur da und warten auf nichts. Mit viel zureden und unendlicher Geduld ist mal kurze Bewegung drin aber mehr scheint so eingepackt einfach nicht zu funktionieren. Schade für die Kleinen. Und auch Tragegurte scheinen mir eher für gutes/warmes Wetter konzipiert, denn ich hoffe doch mal ehrlich nicht, dass ich mit meinen Maßen an die Maximalausdehnung der Tragegurte kommen soll. Naja, warten wir also auf wärmeres Wetter!


Eintrag 8:

Es ist Freitag. Es ist der 30.01.2009. Es sind in Berlin heute knapp unter Null grad und der Himmel dazu ist ein durchwachsenes Grau. Ich (Papa) habe gestern den Grundstein für etwas gelegt, was vl. und hoffentlich mal unsere Zukunft sein wird. Ich war shoppen auf dem berliner Immobilienmarkt. Die nächste Jahre wird damit mein Konto zwar etwas leerer sein als die letzten aber ich investiere doch zumindest in etwas, was mir durch plötzliche „Bankenkrisen“ oder ähnlich herbeigeredete Dinge nicht so schnell zerstört werden kann. Im Notfall kann ich mich immer in meinen Garten setzen und wenigstens sagen, dass is meins!

Soviel zu mir, jetzt zu Mio. Operation Stuhlgang wird im Wesentlichen vertagt. Nach eingängigen Studien auf z. B. BabyCenter Deutschland hat Mio einfach noch Zeit und die bekommt er selbstverständlich auch. Er wird also gelegentlich, wenn er keinen Wiederstand zeigt mal aufs Töpfchen (tolles Wort) gesetzt aber ansonsten bleibt alles beim alten.

Die Redegewandtheit von Mio hält sich immernoch in Grenzen, jedoch wächst das Verständnis sehr schnell. So kann er schon auf viele Worte bewußt reagieren, die man ihm sagt (Ball, Papa, Mama, Komm her, Da, Essen, …). Das macht schon vieles einfacher und jetzt werden wir mal verstärkt versuchen ihn zum reden zu animieren, denn ein wenig zu faul dafür scheint er mir schon. Mit „da“ kommt man halt sehr weit, gerade bei seinen Erziehungspersonen, die irgendwie immer gar nicht so verkehrt liegen mit ihren Vermutungen, was er denn grad will. Manchmal gehen zwar die Meinungen auseinander, was Mio grad will aber da findet sich immer eine Lsg., die irgendwo dazwischen oder beides ist 🙂

Eine absolute Neuheit gibs übrigens auch. Ich zieh zur Hälfte nach Leipzig! Soll heißen ich arbeite bald zwei Tage pro Woche in Berlin und drei in Leipzig. Endlich bei der Familie! Mir gehts grad blendent, nicht zuletzt deswegen und ich hoffe mal spätestens dann, kann ich die Stimmung auch auf den Rest meiner kleinen Familie übertragen. Jetzt wird nur noch „schnell“ eine neue Wohnung gesucht und dann gehts ab in den Süden. Mit schwerem Herzen übrigens, denn die Hauptstadt verlaß ich nur sehr, sehr ungern. Aber ich bin ja noch zwei Tage pro Woche da 😉

Was gibt es sonst? Mama hat grad Klausurenphase, dass heißt sie ist da ein wenig durch den Wind. Aber mir und Mio tut das bislang keinen Abriss und gemeinsam schaffen wir es trotzdem noch Mama ein Lächeln zu entlocken.

Eine Sache ist da noch, Mio schläft durch! Soll heißen, wenn nicht laute Musik im Nebenzimmer ist, dann schläft er von ca. 19 Uhr bis 5-6 Uhr durch. Ohne wach zu werden. Tut echt gut. Da hat man auch selbst gleicht wieder mehr vom Schlaf. Jetzt muss er es nur noch hinbekommen ab 5-6 Uhr sich vl. noch wenigstens eine Stunde selbst zu beschäftigen, denn so richtig unsere Aufstehzeit ist das am Wochenende jetzt nicht so unbedingt. Aber es soll ja schließlich auch kein Urlaub sein, so ein kleines Kind. So lange es alles Spaß macht und ich denke, dass tut es, halt ich alles für richtig!

Mmm, nicht jeder Tagebucheintrag kann einen vom Hocker hauen und mit diversen, spannenden Geschichten aufwarten. So schließt dieser unspektakuläre Eintrag hiermit.


Eintrag 9:

20.02.2009, es ist kurz vor 17.00 Uhr und ich steh am s bahnhof berlin potsdamer platz. In knapp 10 minuten faehrt mein zug in richtung familie. Ein weg, der hoffentlich bald noch oefter zu fahren ist, wobei ich dann in die gleiche richtung nach hause und zur familie fahre.

Die letzten fast 14 tage waren mal wieder echt sowas wie eine pruefung fuer uns alle. Das schimmste fing wohl am letzten wochenende an: mio wurde krank. Davon erzaehlt er am besten mal selbst…

Es war glaube ich freitag. Finn war nicht bei der tagesmutter, weil er wohl krank war (finn is mein etwa gleichaltriger spielgefaehrte dort). Im entdefekt wohl einen tag zu spaet krankgemledet der gute. Jedenfalls fuehlte ich mich schon am freitagabend sehr unwohl und hab das sowohl papa, als auch mama merken lassen. Das hatte dann aber immerhin zur folge, dass wir alle recht frueh im bett waren, ich mich sicher genug fuehlte, um ueberhaupt schlafen zu koennen.

Leider war dieses gute Gefühl nicht von langer Dauer und somit wachte ich mitten in der Nacht auf und musste mir wohl oder übel das Abendbrot nochmal durch den Kopf gehen lassen. Das macht vielleicht wenig Spaß aber wenigstens konnte ich dann den Rest der weiterhin unruhigen Nacht bei Mama & Papa im Bett schlafen.

Der nächste Tag ging dann eigentlich gar nicht. Ich fühlte mich hundeelend und hab nur Papa zu Liebe am Vormittag und frühen Nachmittag seinen Unsinn mitgemacht. Wir waren ein bissel Draussen aber ich konnte einfach nix besonders lange machen ausser sitzen und schlagen. Zu Essen gabs von Papa nix, wäre wohl eh rausgekommen…

Nachmittags kam dann Mama vom Lernen wieder und hat mir erstmal endlich was zwischen die Zähne geschoben, leider blieb das nicht lange im Magen 🙁 Hunrig und mit mir selbst arg unzufrieden gins dann wieder schnell ins Bett. So sollte das noch ne Weile gehen. Sonntag bis ungefähr Mittwoch/Donnerstag. Mit zwischenzeitlichen Strecken der Besserung. Mama hätte es doch fast fertig gebracht mich in Krankenhaus zu bringen! Als ich davon Wind bekommen habe, hab ich dann doch lieber mal schnell wieder auf gesund geschaltet und siehe da, ein Tag später gings mir auch echt schon wieder super. Dafür war Mama jetzt arg angeschlagen, was ihren Prüfungen nicht unbedingt entgegenkam oder vl. auch gerade, voll entgegen eben. Wie ich erfahren konnte hab ich auf jeden Fall Papa auch voll angesteckt, der hatte ebenfalls wenigstens zwei Tage arg zu kämpfen.

Naja, aber so ein „klein bisschen“ Krankheit hält man zusammen locker durch und so gehts uns jetzt allen schon wieder ganz gut. Papa is noch ein wenig verschnupft aber spätestens seit Mamas letzter Prüfung is der mit schlechter Laune nicht mehr zu kommen. Da fällt doch schon gut Last von uns allen ab. Und jetzt wird mit Hochdruck nach Wohungen gesucht. Mama is den halben Tag unterwegs und guckt sich vorraussichtliche neue Bleiben an, während Papa in Berlin lenzt äh arbeitet 😉

*Hust* Jetzt is aber Schluss, ich übernehme wieder. Was gibs sonst neues über Mio und uns? Wir machen mal wieder Urlaub zusammen. Ende März, dazu also später mehr. Mio sonst? Er kann jetzt schon etliche Wörter verstehen (Buch, Mama, Papa, Essen, Ball, …), nur mit dem Sprechen läßt er sich noch Zeit, der kleine Perfektionist. Ist aber jetzt echt schon sowas wie aktive Kommunikation. Z.B. ich steh in der Küche mit Mio und sag ihm, er soll doch mal Mama den Lappen bringen. Dann nimmt er den und trottet los. Einfach herrlich und beeindruckend. Vor allem entdeckt man jeden Tag neues, was er schon versteht und kann. So z.B. mit dem Wort Buch. Einfach mal ausgetestet. „Mio, hohl mein eines deiner Einschlaf-Gute-Nacht-Anguck-Vorlese-Bücher“ und schon geht er los und hohlt eines. Traut man dem fast stummen Kleinen gar nicht zu. Der spielt nur gelegentlich mit seiner Zunge oder macht „Tatü-Tata“ nach, sobald eine Sirene in der Nähe ist.

Was sonst? Malen hat er entdeckt. Stifte werden somit zunehmends interessant und damit wohl alsbald auch Dinge, die man bemalen kann… Das Werfen von Bauklötzen und eigentlich allem scheint leider nach wie vor hoch im Kurs, bevor das ernsthafte Schäden an Mensch und Material versuchen wird, werden wir uns mal ranmachen ihm das vl. abzugewöhnen. Dinge abgewöhnen ist übrigens durchaus schon gut möglich. Er schafft es mittlerweile an die Knöpfe vom Hert ranzukommen. Leider. Ich ihm also erklärt, dass das gefährlich ist und nur Mama & Papa das dürfen. Was macht er? Stellt sich davor, zeigt auf die Knöpfe und schüttelt zu sich selbst vielsagend den Kopf! Einfach zu niedlich und wiedereinmal schlicht unglaublich beeindruckend, was der alles schon versteht.

Wo wir grad bei süß sind. Ich komme also am 20.02. in Leipzig an, Mio räumt gerade, wie jeden Abend, sein Zimmer auf. Er sieht mich, läßt alles fallen und rennt mir mit ausgestreckten Armen entgegen und will und läßt sich umarmen und knuddeln. Wenn man diese Situation mit Geld/Gold aufwiegen wollen würde, es wäre nicht möglich. Das ließ mir das Herz irgendwie höher schlagen. Kann einen überwältigen sowas. Es gibt wohl wenig vergleichbar schöneres auf zwischenmenschlicher Ebene. Sowas gleicht einfach alle „Mühen“ aus. Dafür ist man wohl Eltern. Allein der Gedanke zurück daran ist erneut ein herrliches Gefühl und breites Lächeln. Danke Mio, danke Mama das euch gibt und ich bei euch sein darf!


Eintrag 10:

Es ist der 13.03.2009. Es ist Freitag (der 13.). Panik? Keine Spur, eher totale Übermüdung, zumindest bei mir, da Mio heute die Nacht spontan zum Tag gemacht hat. Warum nur ich dann um 7.00 Uhr müde war ist mir unklar. Scheint wohl so, als ob der irgendwie insgesamt deutlich mehr Schlaf abbekommt als ich. Aber wenn ich mir das recht überlege, is das auch mit Abstand so, solls ja auch sein.

Mensch, schon wieder 3 Wochen seit dem letzten Eintrag vergangen. Und was is passiert?

  • Mio war mal wieder krank. Ich und Mama dann auch kurz. Aber diesmal Gott sei Dank alles halb so wild und schnell wieder vergessen.
  • Wir ziehen um! Mitte April gehts zusammen in eine 3-Raum-Wohnung in Leipzig-Schleußig. Ich hab die Wohnung noch nicht gesehn, bin aber optimistisch, dass das schon passen wird.
  • Papa war snowboarden und ist halbwegs heil (jedenfalls ohne nennbaren und dauerhaften Schaden) und mit viel mehr Erfahrung zurückgekommen.
  • Mama hat während des Urlaubs von Papa mit Mio die Wohnung gesucht und gefunden. Danke ihr zwei!
  • Zur Zeit sind wir alle in Berlin und verbringen so mehr oder minder mehr Zeit miteinander, wobei durch meine Arbeit das sich auch in Grenzen hält.

Was kommt demnächst?

  • Natürlich bald der Umzug und die dazugehörigen Vorbereitungen. Das wird ein „Spaß“.
  • Mama & Mio fahren in den Urlaub nach Rügen. 1 Woche. Papa schufftet solange in Berlin.
  • Ende März gehts dann ne Woche zu dritt in den Thüringer Wald. Familienurlaub Nr. 2!

Das zu den Fakten. Jetzt noch was aus meinem Kopf und meinem Alltag, dann lass ich nochmal Mio zu Wort kommen.

Wer Zeit hat und der englischen Sprache ein wenig mächtig ist, dem lege ich mal das Video nahe. Nich der Reißer aber nett (im Eltern-Kind-Kontext).

Die letzte Woche hat mir mal wieder vor Augen geführt, wie grauenvoll unser System eigentlich ist. Also zumindest im Sinne von Kindererziehung und/oder Familienleben. Da haben glaube ich selbst viele Tiere uns einiges vorraus. Auch ein Punkt, warum vl. ein Grundeinkommen DIE Lösung für die meisten unserer gesellschaftlichen Probleme wäre.

Ich stehe jeden morgen ca. 7 Uhr auf. Jetzt habe ich grad den Luxus, dass ich Mio einfach mit aufstehen lasse, da er quasi mit mir aufwacht und dann auch sofort los will. Wir frühstücken zusammen, putzen Zähne, ziehen uns an. Doch dann muss ich mich weiter anziehen und losgehen zur Arbeit. Sobald er das merkt fängt er an, mich nicht mehr loszulassen und wird ganz weinerisch. Nur ein schnelles und bestimmtes „Tschüss“-Sagen bleibt und die Übergabe an Mama. Das zerreisst einem das Herz! Für Niemanden ist das gut. Weder fürs Kind, noch für die Eltern. Alle leiden darunter. Und warum macht man das? Weil man quasi muss. Unser System funktioniert so. In diesem Sinne: Fuck the System!

Kann doch nicht wahr sein, dass in unserer vermeindlich hochentwickelten Gesellschaft es nicht möglich ist, sein Kind so aufzuziehen, wie man es selbst für am Besten hält. Ich denke auch viele negativen Ausnahmeerscheinungen würden schlicht nicht existieren, wenn den Menschen (Eltern) einfach selbstverständlich der Freiraum eingeräumt werden würde, den sie brauchen. So unterliegt man ständig Zwängen und Ängsten. Ich denke grad darum ist ein Grundeinkommen ein extremst großer Schritt nach vorne. Hin zum menschlichen Leben.

Mit der Gewissheit, dass es mir und meinen Kindern stets an nichts mangeln wird, egal ob ich Antrag 575B rechtzeitig ausgefüllt und abgeschickt habe oder nicht und ob ich den Anhang Z auch richtig angehängt habe oder ihn schlichtweg vergessen hab, weil ich es nicht wusste, lebt es sich einfach einfacher und besser (komplizierter Satz…hoffe die Aussage is verständlich). Das lindern bzw. abschaffen der täglichen Not ums Leben sollte oberstes Ziel eines entwickelten Gesellschaftssystems sein und nicht die Rettung von selbstverschuldeten, bankrotten Unternehmen/Banken.

So genug philosophiert, jetzt Mio.

Mir gehts wieder besser! Auch wenn mich gelegentliche Ungereimtheiten zur Zeit sehr frusttrieren. Die Welt scheint echt nur für große, starke Menschen gebaut zu sein und nicht für Menschen wie ich noch einer bin.

Mama und Papa lesen mir ja seit einiger Zeit jeden Abend wenigstens ein Buch vor. Gestern oder Vorgestern gabs da eins mit einem Mädchen mit nem roten Kopftuch und nem komischen, grauen Hund, der immer ganz böse guckt. Da sieht man am Anfang und am Ende die ganze Familie von dem Mädchen. Und nur weil ich dann einmal gesagt hab, dass der alte Mann wohl der „Papa“ sei, war Mama ganz aus dem Häusschen. Schon komisch, womit man den Erwachsenen ne Riesenfreude machen kann.

Alle anderen Worte sind mir aber im Wesentlichen noch zu kompliziert. Ich beschränke mich noch aufs verstehende Zuhören und mache mal ein Auto oder nen Hund nach. Dafür kann ich jetzt schon alle Gesichtsteile bei eigentlichen jedem zeigen/finden. Darüber hinaus weiss ich, was ein Buch ist, wie man aus der Tasse trinkt, wie sämtliche Haustierrassen sich artikulieren und wie man Ball spielt bzw. was das ist. Hat schon was diese Sprache der Erwachsenen. Da muss man nicht immer zeigen und „da“ rufen. Oftmals reicht angucken und was sagen und selbst das angucken scheint unnötig. Aber bis meine Zunge alls die komplizierten Wörter sagen kann, da vergeht glaube ich noch ein wenig Zeit aber ich arbeitet dran, versprochen!

Und sonst? Naja, ich komme klar. Momentan scheint mir aber echt das Wichtigste zu sein, dass ich mich endlich mit den Großen verständigen kann. Die peilen einfach zu oft nicht, was ich will und dann kann ich mich so energisch auf den Boden werfen und schreien wie ich will, sie rallens nicht. Sehr nervig.

Davon abgesehn kann das Wetter draussen jetzt mal besser werden, denn hier drin wirds langweilig und man kann auf Dauer draussen einfach mehr erleben. Und so wie ich mitbekommen habe is Papa bald öfters in Leipzig (bzw. wohnt sogar hier), dann wird das bestimmt nochmal spannend & spassig. Macht zu dritt einfach mehr Spaß das Leben. Mmm, mein Kopf is leergetippt. Auf ins Wochenende zu dritt!


Eintrag 11:

Es ist spät und es ist eigentlich sogar schon der 17.03.2009. Das ich noch aufbin wissen weder Mama noch Papa aber ich habe keine andere Möglichkeit gesehn euch den folgenden Eintrag zu schreiben.

Seit Samstag bin ich ein Mann. Zumindest wurde ich würdevoll in den Kreis einer kleinen aber ehrenvollen Männerrunde integriert. Das ganze fand im Zuge einer Abrissveranstaltung statt. Was will man mehr?

140309 Abholzen bei Niewoliks

Ich wurde sowohl in die Kunst des Biertrinkens, als auch des Anstoßens mit Bierflaschen eingewiesen. Den Biergenuß selbst habe ich noch nicht genießen können, da mir das wohl noch Schaden soll auch wenn mir dies kaum vorstellbar erscheint. Darüber hinaus kann ich von mir sagen zu wissen, was Arbeit ist, zumindest im Sinne eines echten deutschen Bauarbeiters 😉

Nach anfänglichen Berührungsängsten mit der geballten Männlichkeit vor Ort wurde der Nachmittag als sehr gelungen in meinem Gedächtnis verankert. Nicht zuletzt, weil ich jetzt auch noch weiss, wie Kettensägen funktionieren und klingen. Schade, dass das mit dem großen Feuer nicht geklappt hat und das kein fahrbarer Bagger vor Ort war aber man kann wohl nicht alles auf einmal haben.

Die späte Stunde erlaubte es mir übrigens ein wenig auf Papas PC herumzustöbern. Dabei konnte ich folgendes entdecken:

  • Löblicher/Mögiger Link zu einem Projekt, welches auf Kindersoldaten aufmerksam macht und dagegen versucht was zu unternehmen. Kann ich als Kind natürlich nur unterstützen, denn Kinder und Waffen oder sogar Krieg ist wohl mit eines der krankhaftesten und schlimmsten Auswüchse unserer „Zivilisation“.
  • Was zu essen. Makaber aber Papa fands wohl lustig. Ich zugegebener Maßen auch ein wenig 🙂
  • Nix zum Essen. Unglaublich aber wohl tatsächlich wahr. Ob das zu was helfen soll oder was nütze is? Ich wage es mal zu bezweifeln. Mich jedenfalls bringt das nicht schneller auf diesen Topf. Windeln sind einfach praktischer 😉

So nach diesen Ausflügen ist es auch für mich an der Zeit ins Bett zu gehen, wird sonst auch auffällig, wenn ich morgen zu müde bin. Da macht sich Mama bestimmt sonst gleich wieder Sorgen.

Ein kleines Bild gibs aber doch noch. Hat mich grad erreicht (besser gesagt Papa aber ihr wisst ja…). Ein Foto von meinem Cousin. Das is relativ aktuell, wurde in Südamerika aufgenommen, wo auch Lukas (so heißt mein Cousin) Papa (Juan) herkommt. Er ist etwa ein halbes Jahr jünger als ich. Die Mama ist die Schwester von meinem Papa.

Luka
Luka

Jetz aber wirklich: Gute Nacht!

Eine Antwort auf „Mio’s Tagebuch“

  1. So hier mal nen kleiner Beweis, dass ich deinen blog doch lese;)
    Im Moment wird friedlcih geschlummert in der Miowelt und da ich seine Mama bin, dachte ich bring ich mich hier auch mal ein…also wenn Türmchen bauen und sich selbst den Pullover über den Kopf ziehen nicht zählen, wartet der Kleine bis jetzt mit den großen Fortschritten noch auf seinen Wahlpapi:)noch eine Woche und wir sehen uns wieder…bis dahin schauen wir kräftig Fotos an, damit er dich nicht vergisst..
    kuss Fritzi

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